8. HARD:LINE Film Festival + HARD:ON:LINE

Auch in Regensburg wünsche ich heute Abend allen einen tollen Start ins Festival :ghost: :heavy_heart_exclamation:

Freue mich schon mich heute Nacht ab 0:00 Uhr ebenfalls einklinken und online mit UNEARTH und dem Südamerikaner starten zu können. Bin gespannt, wie das klappt.

Werde hier voraussichtlich zügig kurze Statements zu den gesehenen Filmen geben und auf Ofdb (inkl. Links dahin hier) dann ausführliche Reviews. Muss aber sehen, wie schnell/in wieweit das mit beiden Festivals gleichzeitig klappt. Könnte also etwas länger dauern als sonst bis die Kritiken geschrieben/online sind. Aber sie kommen definitiv :drop_of_blood: :syringe:

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Ich bin ab morgen mit Luz Flower of Evil und Kumanthong dabei. Kann noch nicht einschätzen ob die Ausrichtung so mein Ding ist aber zum reinschnuppern eine prima Gelegenheit. Die spanische 80’s Horror Hommage Al morir deutet nette Synthie Sounds im Trailer an aber son Slasher Zeug brauch ich momentan nicht. Also viel Spaß.

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Viel Spaß auch hier allen (Mit-)Streamenden - hatte erst noch mit mir gerungen, ob ich mich nicht auch zu einer Online-Dauerkarte hinreissen lasse, da aber Streaming (wie schon mal andernorts geschrieben) leider so gar nicht mein Ding ist, und sich das aktuell auch nur schlecht in meine Tagegestaltung einbauen liesse, muss und werde ich auch hier leider passen. Wenn’s die Zeit zulässt und nicht zuviel der Mühe sein sollte, dann lasst gerne auch mal ein paar Meinungen lesen, wie Euch die einzelnen Filme so gefallen haben. Vor Allem an Einschätzungen und Kurz-Reviews zu „Luz: The Flower of Evil“, „Kumanthong“, „Schlaf“, „Sator“ und „The Deep Ones“ wäre ich sehr interessiert.

@Hardliner : Ich hab’ mich neulich nochmal durch Euer Festival-Programm-Archiv gewühlt… Tausend Dank nochmal dafür, dass Ihr damals „Starfish“ gezeigt habt !!! Dieses wunderbare Kleinod wäre mir sonst doch glatt entgangen - genau meine Sorte Film. :heart: Nur „Sexy Durga“ gibt’s leider immer noch nirgends als BluRay oder DVD… *Schnüff!

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Ich hab mir jetzt auch mal ein online Ticket für den Eröffnungsfilm UNEARTH gekauft.
Kaufabwicklung war völlig problemlos.
Freu mich auf die morgige online Freischaltung und werde berichten.

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Deep Ones habe ich schon gesehen, ist ein ganz kleiner Film vom Regisseur von Parasites und The Chair (beide auf dem Obscura damals gelaufen). So ein bißchen Lovecraft Body Horror mäßig, sehr indie mäßig.

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HARDLINE ONLINE DK :boom:

Los geht’s! :partying_face:

Schön/Live aus dem Bett in Wuppertal :slight_smile:

Über die Filme weiß ich fast gar nichts - bis auf ein paar Bilder und gröbste Handlungsschnipsel. Auch mal schön so total blind und unvorbereitet. Beim FFF halte ich das ja meist anders.

Erstmal: Megageiles, pushendes, zündendes Festivalintro!!! Sowas fehlt auf dem FFF oft. Obwohl man natürlich selbst das coolste Intro irgendwann nicht mehr sehen kann. Dennoch: nice geschnitten, rockt, macht Bock auf mehr! :love_letter:

UNEARTH
6,5/10
Schön-fieser, zeitgerechter und umweltbewusster Slowburner. Mit zum Teil richtig bösem, matschigem Payoff. Doppelten Böden. Finger an’s Fracking. Bodyhorror meets kosmischen Horror. Im Stile der ebenfalls noch recht neuen „The Beach House“ und „Sea Fever“. The Colour Out of Earth. Dennoch waren die ersten zwei Drittel schon arg arm an Horror. Aber schon da deutlich: beängstigend gutes Soundambiente! Ordentlicher Festivalstart. Fein Frau Barbeau und Herrn Blucas („Buffy“!) mal wieder zu sehen. :sweat_drops:

AL MORIR LA MATINEE
7,5/10
Famos. Sympathisch. Was für ein saftiger Exot. Überraschend hochwertig. Ich liebe Filme, die im Kino spielen. Ich liebe die Farben, die Giallovibes, dass jeder draufgehen kann, den Stick des Killers. Einfach nur fantastisch. Klein, aber oho. Feinstes Mitternachtskino. Habe mich ein wenig verliebt. Selbst wenn man zu den recht vielen Figuren kaum Bindung hat.

Cool auch, dass es scheinbar Interviews/Bonus gibt nach den Filmen - dafür habe ich leider kaum Zeit, würde mich aber freuen diese später (zB auf YouTube) nachzuholen. :upside_down_face:

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Sodala, hab heute meine Premiere auf diesem Festival gefeiert.
Wollte auch schon immer mal vor Ort teilnehmen, hat aber leider nie gepasst.
Aber Corona macht es möglich, wer hätte gedacht, das dieser fu… Virus auch Vorteile mit sich bringen könnte?
Day 1 at HARD:ON:LINE
Habe mir soeben den Eröffnungsfilm angeschaut und bin erstmal mit der technischen Abwicklung, der Streaming Qualität, dem Zusatzangebot nach dem Film (Q&A Interview ca. 20 Min.) und dem Film selbst zufrieden. Als Opener kein Brüller, aber lieber langsam anfangen als das Pulver gleich zu Beginn komplett zu verballern. Kurzreview folgt… Film für Day 2 ist schon gesichert, LUZ:THE FLOWER OF EVIL. Der Trailer war genau nach meinem Geschmack.

Hi miteinander, wir wurden auf ein Dauerkartenproblem hingewiesen und arbeiten gerade an einer Lösung. Wir sollten in 20 Minuten das Problem behoben haben und ihr solltet die Dauerkarten wie gewohnt verfügbar haben. Sorry!

Edit: Wir sind durch und alles sollte wie gewohnt funktionieren. Bitte lasst uns wissen, wenn ihr Probleme mit der Plattform habt.

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Wollte gestern eigentlich zwei Filme gucken aber hatte abends einen Termin, also dachte ich, gucke ich Unearth von Mittwoch Mitternacht an und gehe danach ins Bett. Fing aber recht träge an und ich hab gleichzeitig gelesen. Dann fing ich an zu skippen und wurde dann doch müde. Bin ins Bett und wollte den nach der Arbeit zu Ende gucken, da war der Link abgelaufen, dumm gelaufen, aber wie es scheint hab ich doch nichts verpasst.
Dann den Kino Slasher geguckt, der war besser, wie deine Kritik schon sagt, ein Giallo Slasher der nur im Kino (und drumherum) spielt. Fast in Realzeit, also die Handlung oder eher das Geschehen findet während einer Filmvorführung statt. Nach 45 Minuten kommt etwas Pepp in die Sache und gegen Ende gibt es ein paar tolle Bilder. Den Film mit Robert Englund der ebenfalls im Kino spielt fand ich aber besser, Mirada de Cristal auch.

THE DEEP ONES
4/10
Was für eine bizarre, mega trashige Lovecraft-Verfilmung. Meermonster, Tentakel, wichsende alte Männer. Heiße, reife Frauen, für die das Wort MILF erfunden wurde. Sowas geht zur späten Stunde eigentlich immer. Unterhaltsam und weird, insgesamt aber doch arg billig und auch von der Story her null Neues. Immerhin alles handgemacht und sympathisch. Nur eben alles andere als gut.

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Zitat: „Wichsende alte Männer“ - und schon hast Du mich. Den Film muss ich sehen! :smile:

Aber mal im Ernst: Ist doch auch schön, wenn der olle Eytsch-Pieh auch mal wieder 'ne etwas wüstere, trashig-smashige Interpretation seiner Stoffe spendiert bekommt. Hatte mir nach dem Ansehen des Trailers sowas auch schon gedacht. Sounds like perfect midnight madness to me.

Ja, der Film hat definitiv für alles Geschlechter, Geschmäcker und Gucker auch seine ziehenden Argumente :laughing: Kann nachts schon Spaß machen, man muss halt die Erwartungen weit, weit runter schrauben.

Anmerkungen zum Hard:On:Line allgemein:

  • sehr feine Bildqualität und stabile Verbindung
  • übersichtlicher Seitenaufbau
  • muss es diese 12 Stunden-Uhr wirklich geben? Manchmal etwas blöd/knapp, wenn man nachts beginnt und mittags am nächsten Tag schon fertig sein muss
  • Interviews nach den Filmen bisher sympathisch, oft aber auch etwas oberflächlich und sogar cringy. Aber ist halt eine seltsame Situation momentan.

Generell wäre es besser wenn man die Filme innerhalb des Festivalzeitraums beliebig streamen könnte und wenn man anfängt 24h Zeit hat.

Deep Ones hab ich für Obscura auch abgelehnt.

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„Wichsende alte Männer“ ergibt in Verbindung mit dem in diesem Zusammenhang mindestens doppel-, wenn nicht sogar dreifachdeutigen „HARD:ON:LINE“ wirklich allerbestes Kopfkino… :crazy_face: :rofl:

Schön, dass ihr Spaß habt, ich habe ihn Dank Eurer ausführlich-informativen Schilderungen gerade auch…

Ist denn eigentlich jemand aus dem Forum hier eventuell sogar live vor Ort? Beziehungsweise vielleicht mag sich ja auch die Festival-Orga kurz mal äussern, wie’s denn real life, in 3D und Super Surround im und vor’m Ostentor Kino so ausschaut?

An Regensburg hab’ ich übrigens noch sehr gute Erinnerungen, auch wenn ich da nur ein einziges Mal im Kino war - das war anno 1987, auch im September, auf Klassenfahrt. Während der ganze Rest meiner Klasse James Bond in „The Living Daylights“ sehen wollte, zog ich es vor, stattdessen lieber Muskelprotz Arnie bei seinem Survival-Kampf gegen den „Predator“ zuzuschauen. Ein schöner Kinoabend! Vom Besuch der Dult und dessen Nachwirkungen will ich an dieser Stelle mal lieber schweigen… :face_vomiting: :wink:

24 h finde ich völlig ok. Wenn man sich umschaut gibt es ja unterschiedlichste Lösungen bei Filmfestivals, teils kann man ja nur zu einem bestimmten Zeitpunkten streamen. Die meisten Online-Festivals sind dazu übergegangen, kürzere Fenster anzubieten; das hat sicherlich mit Piraterie-Bedenken, Rechtefragen, Premierenstatus etc. zu tun.

Ich finde 24h völlig in Ordnung und auch die 12h mit Filmbeginn. Also alles im Rahmen und wäre ich nicht parallel auf dem Kölner FFF, wäre das auch gar nicht so stressig :smiley:
Werde nach dem Sonntag auch nochmal einen Gesamt-Artikel zum HARD:LINE verfassen. Was Filme angeht, beschäftige ich mich nur mit einzelnen nochmal ausführlicher, dafür ist es sonst dann doch zuviel zum Schreiben mit FFF.

Da ich gerade Luz: Flower of Evil gesehen habe: Ich muss die Bildqualität wirklich loben. Für einen Stream sieht das einfach nur hammermäßig aus. Bei diesem Film kommt das so richtig zum Tragen.

Unearth: Ziemlich zäher Einstieg. Die ruhige Erzählweise hat mich doch recht viel Geduld gekostet und insgesamt referenziert mir der Film zu stark als dass ich da noch viel Eigenständigkeit wahrnehmen kann.

Al Morir la Matinee: Mit dem habe ich mich nochmal ausführlicher befasst, daher erstmal nur kurz: Richtig cool, tolle Kills, geile Location. Wird 100% geholt, wenn der irgendwann mal veröffentlicht werden sollte.

The Deep Ones: Interessant. Und das meine ich tatsächlich so. In vielerlei Hinsicht wirkt der Film, als würde eine dicke 80er Jahre Staubschicht auf ihm liegen und die B-Movie-Note drängt sich auch permanent auf. Die Darstellerinnen sehen so aus, als hätten sie ihre besten Zeiten längst hinter sich und mussten nochmal eben mit Botox nachhelfen. Sorry, soll nicht oberflächlich klingen. Aber so viele geschwollene Lippen habe ich lange in keinem … Spielfilm mehr gesehen :smiley: Nettes Filmchen, nichts Besonderes, tut auch nicht weh. Fühlte sich so an, als würde ich die vierte Wiederholung eines 90er Horrorstreifens auf RTL2 gucken. Und das im Positiven.

Luz: The Flower of Evil: Richtige Bildgewalt. Tolle Farben, mega Optik. Inhaltlich gefühlt eine halbe Stunde zu lang. Sehenswerter Film, bei dem ich die Produktionswerte stärker als die Handlung finde. Ist nicht ganz mein Setting. Hätte mir diesen Film von allen vieren bislang am stärksten auf dem FFF vorstellen können.

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Ah, „Luz: The Flower Of Evil“ interessiert mich vom gesamten diesjährigen Hard:Line-Programm auch am Meisten…der Trailer hat mir schon total zugesagt. Hoffentlich kommt der nochmal auf Konserve raus.

Luz sollte auch ursprünglich auch auf dem Bastalavista laufen, der Regisseur wollte ihn auch bei mir einreichen, hat es letztendlich aber nicht mehr getan. Ich zeige stattdessen Kurzfilme von ihm nächstes Jahr.

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Luz: Flower of Evil
7,5/10
Einer der hübschesten „Horror“filme aller Zeiten. Die Anführungszeichen aber zurecht. Die helle Cousine von „The Witch“, „The Village“ und „Hagazussa“. Sehr religiös, atmosphärisch, weiblich. Ein Kunstwerk, wenn auch etwas verkopft. Dennoch: ein Jammer, den nicht im Kino sehen zu können!

Tipp: nicht unterwegs auf Datenvolumen gucken - diese brachiale Bildquali zieht enorm Gigabyte!!!

Und gerade noch das Interview mit dem coolen Regisseur gesehen - das erste Interview, das mir wirklich was gebracht hat! Bitte also mehr Einzelinterviews vielleicht?!

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HIer ist es nun, mein Kurzreview zu:
UNEARTH („Ausgraben“)

„Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust aka Zwei Genres wohnen ach in meinem Film.“

Teil 1: before Fracking , Family Drama, fast wie ne Doku über die Tristesse und die Ödnis im amerikanischen Hinterland, Werkstatt im nirgendwo meets Maisfeld, alles in erdig braunen Farbtönen gehalten, spröde Dialoge, Treten auf der Stelle, laaaangweilig, fast wäre ich eingeschlafen, fast hätte ich ausgeschalten.

Teil 2: after Fracking , Horror Thriller, wie ausgewechselt versucht der Film jetzt alles in Minutenschnelle aufzuholen, was er anfangs verbummelt hat, wild, verworren, Torschluss Panik, mit nerviger Wackelkamera wird im Schnittstakkato rigoros abgeliefert, kurz und bündig, wir haben doch keine Zeit.

Schade, denn die Special Effects sind größtenteils handgemacht, einzigartig und wirklich sehr schön anzusehen, der Soundtrack ist hervorragend und schleicht sich schon im Teil 1 heimlich still und leise an die Ohren heran.
Was im Teil 1 zu „Schnarch“ war, ist im Teil 2 zu „Hektisch“.
Im Teil 1 leidet der Zuschauer, im Teil 2 leiden die Darsteller. :grin:

Für einen Opener zu schwach, aber für ein langsames Herantasten an das Festival und auf einem Festival als „gemütliche“ Einstimmung gerade noch akzeptabel.
5/10 Punkte.

P.S.: Interessanter Aspekt am Rande war übrigens die im Q&A herausgearbeitete Entdeckung, dass der Film mit seiner before/after Fracking Thematik durchaus Parallelen zur before/after Corona Lockdown Situation hat!?

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