Aktuelle Genrefilme


#136

Heftige Fights, brachialer Soundtrack und Charlize Theron in Bestform. Warum sich für ATOMIC BLONDE trotz Til Schweiger, Nena und fehlender Raffinesse der Kinobesuch lohnt.

Und im Vergleich dazu die quälend unwitzige Billigaction, die so gerne ein Film von Shane Black wäre:


#137

Herr Kees, Sie sind für mich schon ein Wunder. Auf der einen Seite proklamieren und studieren Sie ultrakommerzielle Langweilerfilme wie “Atomic Blonde” und “Valerian” und so manche andere bescheuerte und ultrakommerzielle Superheldenfilme werden von Ihen ausgelobt, Filme die ich nicht mal mit der Beiszange anfassen, geschweige denn im Kino zahlkräftig konsumieren würde, auf der anderen Seite ziehen Sie großartige Indieperlen wie “Pet” in die Tiefe. Dabei möchte ich Ihnen die Ihnen gegebene Gabe , gute Reviews zu schreiben , nicht mal absprechen, denn die Filmbeschreibungen sind wirklich gut. Aber vielleicht überlegen Sie mal ob es neben Mainstream und gefällig mit von Effekt-heischenden, grob mainstreamlastigen Produzenten vermarkteten Filmen VIELLEICHT auch andere Kunst gibt die es hier zu beschreiben gibt.


#138

Ach nicht doch.

Geschmack ist eben Geschmackssache.

Danke.

Gibt es sicher. Steht ja auch jedem frei, dazu hier etwas zu schreiben. Ich reviewe hier eben die aktuellen Genrefilme, die ich gesehen und zu denen ich etwas zu sagen habe. Was meinst Du denn konkret mit “anderer Kunst”? Doch nicht so etwas wie PET? Den kann man ja wegen mir gerne gut finden aber “Kunst”?


#139

Danke das Du es mit Humor nimmst. Ich verfolge ja alle Deine Reviews und kratz mich manchmal am Kopf was Du an bestimmten Blockbustern so toll gefunden hast, aber wie gesagt (siehe Zitat)…


#140

Ich bin hier auch immer etwas zwiegespalten bei den Reviews von Herr Unterstrich Kees.
Aber ich lese sie wirklich gerne und Sie treffen meines Erachtens bei den Blockbustern auch meistens ins Schwarze, genauso wie ich mich auch gerne an den Reviews von Alexander orientiere, denn auch hier gibt es meistens meinerseits eine gewisse 80% Übereinstimmung!
Jeder Review egal welcher Stimmungslage ist immer besser als KEIN Review!
Also bitte weitermachen wie bisher.

Ich muss noch unbedingt meinen positiven Review zu der Authopsie von der süßen Jane Doe schreiben!
Ich kann Euch aber schon jetzt verraten, wenn Ihr es nicht schon selbst wisst, dass dieser Film definitiv ein Must See ist und auf allen Bereichen punktet, die wir Genre Junkies sehr gerne sehen wollen!


#141

Ganz dicke Genre-Empfehlung für den Kinobesuch vor, während oder nach des FFF: Darren Aronofskys mother! ist der absolute Irrsinn…egal ob man ihn nun liebt oder hasst (dazwischen geht definitiv nichts!).
Mit Sicherheit noch sehr lange Gesprächsstoff in den Filmforen…

Hier meine Kritik:


#142

Keine Neuerfindung des Genres, aber ein liebenswerter Besuch in Coen Country mit bestens aufgelegten Darstellern und einem flotten Soundtrack:

Knallige Action mit einfallsreichen Choreographien für Fans der Roger Moore-Bonds, aber dazwischen leider nur gähnende Leere. Dafür darf Elton John die Sau rauslassen:


#143

American Made

Irgendwo in einem filmischen Raum zwischen WOLF OF WALL STREET und CATCH ME IF YOU CAN angesiedelt bietet American Made kurzweilig spaßige Unterhaltung mit Polit-historischem Hintergrund. Die Story basiert auf realen Ereignissen, wurde jedoch für die Kino Auswertung entschärft (Charaktere der Antagonisten) und mit Humor angereichert. Die Besetzung spielt souverän mit ironischem Unterton. Den Kino Besuch habe ich nicht bereut - es gibt einige beeindruckende Luft Aufnahmen; der Film erreicht allerdings nie die Qualität eingangs erwähnter Filme und wird mir vermutlich auch nicht besonders lang im Gedächtnis bleiben. 6,5/10


#144

Ich will mal wieder versuchen, bis Halloween möglichst viele Horrorfilme zu gucken. Der erste:

Rings

Dem Fortsetzungsbenennungstrends folgend handelt es sich hierbei einfach nur um den dritten Teil der amerikanischen RING Reihe. Die Bewertungen sind vernichtend und nach dem für mich sehr enttäuschenden zweiten Teil damals waren meine Erwartungen entsprechend gedämpft. Vielleicht war das gut so, denn so schlecht fand ich ihn dann gar nicht. Die Charaktere kann man zwar vergessen, aber der Film weiß zumindest, was er sein will und konzentriert sich auf seine Horrorszenen ohne dabei große Länge zu haben. Und zumindest in der ersten Hälfte gab es tatsächlich ein paar Stellen, die mich gruseln konnten. Außerdem mochte ich die Idee, dass ein Forschungsprojekt für das Video eingerichtet wurde (so albern und unrealistisch das auch umgesetzt war :joy: ). Davon hätte ich gerne mehr gesehen. Letztenendes bietet RINGS mehr an RING typischen Schockeffekten und gibt weitere Einblicke in die Herkunft des Videos, also… was will man mehr? Okay, einen richtig guten vierten Teil vielleicht. Mal sehen, was da noch kommt. Aber wer die Vorgänger mochte kann finde ich ruhig einen Blick riskieren. Gibt’s gerade bei Amazon Prime Video.

Und weil #inktober ist…


#145

Bei mir genau umgekehrt, ich fand Hitman’s Bodyguard richtig geil. So wünsche ich mir Action. Atomic Blonde hat dagegen nur diese eine gute Actionszene, ist ansonsten ein undurchsichtiger, verwirrender Agentenkrimi. Jedes Mal als Til Schweiger im Bild war, hat das Publikum geschmunzelt.

Dark Tower war zwar ganz gut aber fühlt sich wie ein kleiner B Film an und nicht wie eine 60 Mill. Produktion, soviel wie Blonde und Bodyguard zusammen.

Dunkirk war auch gut, vor allem fehlte dort eine klassische Erzählweise, man sah quasi die Ereignisse von kurzer Zeit direkt als Ereignis in einem Rutsch.


#146

Habe einen Blick riskiert und wurde vom Fluch des Sequelgrauens voll erwischt. Meine Kurzreview:


#147

Das tut mir jetzt fast Leid… Wie hat dir denn damals der 2. Teil gefallen, falls du den gesehen hast? Ich habe den nämlich schlechter als Rings in Erinnerung.


#148

Braucht Dir nicht Leid tun, hatte ich als Komplettist eh auf meiner Liste ; ). Dein Post hat mir nur etwas mehr Lust gemacht, ihn zu sehen. Den zweiten hatte ich auch ziemlich schlecht in Erinnerung, war mir zu erklärbärig. Ich war ja beim ersten (US-Remake) schon überrascht, dass der recht gelungen war.


#149

Wer dieses Jahr nur einen Film im Kino sieht, sollte diesen sehen. So kann, so sollte zeitgemäße Science Fiction aussehen. Die Tickets für die Zweitsichtung nächste Woche sind schon reserviert.


#150

“Blade Runner 2049” (2017, Regie: Denis Villeneuve, englischsprachige Originalversion in 2D, Kino)

…tatsächlich schon heute nachmittag, da es aber, dem doofen Sturm sei Dank, eine stundenlange ÖPNV-Odyssee brauchte, um aus dem ollen Hamburg wieder rauszukommen (manchmal vermisse ich die Zeiten dann ja doch schon sehr, als ich mein Domizil noch in der Elbmetropole hatte), und ich gerade dementsprechend groggy bin, kann und werde ich für heute nicht viel mehr dazu schreiben, als dass der Film in etwa so war, wie früher, wenn man als Kind mit Mama Weihnachtsplätzchen gebacken hat. Wie genau ich das meine, und was ich sonst so vom dem Streifen halte, dazu kann ich mich leider erst am Sonntag weiter äussern.


#151

Also wenn das Weihnachtsplätzchen backen als Kind mit Deiner Mama so viel Spaß gemacht hat wie bei mir, hat das meine Vorfreude auf Blade Runner gerade sehr gesteigert. :yum:


#152

Ja, Spass gemacht hat das Plätzchenbacken anno dunnemal schon, das ist aber tatsächlich nicht unbedingt das, worauf ich mit meiner doch arg kryptischen Allegorie hinauswill…:sunglasses: Naja, mal sehen, eventuell kriege ich es auch morgen am frühen Nachmittag noch hin, ein paar Zeilen dazu abzutippen, dann wird das hoffentlich etwas klarer, wie genau ich das gemeint habe.


#153

Blade Runner 2049 {2017, Denis Villeneuve}
Muss sich natürlich an BLADE RUNNER messen lassen und zieht in allen Bereichen den Kürzeren.
Die Charaktere bei BLADE RUNNER sind durchgehend griffiger und besser. Ich mag Gosling zwar, aber hier wirkt er leider etwas verloren. Kein Vergleich mit Ford. Rachael ist einfach nur mystisch und bezaubernd, da kann die Holodame in 2049 niemals mithalten. Aber auch die anderen Charaktere haben bei BR Ecken und Kanten, hier sind sie nur irgendwelche Figuren, die sehr blass bleiben. Von Rutger Hauer will ich gar nicht erst sprechen. Mit welcher Brachialität der das Finale bestimmt, ist ein absoluter Wahnsinn, da verkommt das Finale bei 2049 zu einem Kiindergartenkampf, der völlig ideenlos verloren ist im Nebel. An den überragenden Vangelis-Score kommt Zimmer zu keiner Zeit auch nur annähernd ran. Da bleibt nix im Ohr hängen außer ein paar Tieftönern.
Zur Optik: Das sieht in BR alles echt und dreckig aus, es gibt so wahnsinnig viele kleine Details, das geht alles in der Nebel-Computeroptik bei 2049 unter. Die Düsternis spürt man schon, aber die gelb-bräunliche Optik zieht gegen den Dauerregen in BR ebenfalls den Kürzeren.
2049 will so viel sein, übernimmt sich dabei in seiner Wichtigkeit. Der Aufbau der Geschichte ist äußerst schleppend, es gibt viel zu viele langgezogene Szenen ohne Nährwert. Da ist BR mit seiner Effektivität ebenfalls haushoch überlegen.
Im Prinzip ist das Weiterspinnen der Existenzfrage ja keine schlechte Idee, aber die ganze Intensität, die BR hatte, verpufft bei 2049 im Dunst.
Wenn ich nur an so viele einzelne geniale Szenen in BLADE RUNNER denke (z. B. die Flucht von Zhora). Da gibt’s in 2049 nicht eine.
Benotung schwierig. Als Film mit eigenständiger Geschichte wäre 2049 vielleicht nicht so enttäuschend gewesen, so wiegt der Schatten von BR wie eine tonnenschwere Last, unter der alles zusammenbricht. Vergebe ein “Ausreichend”.
4,5/10


#154

Dem kann ich nur widersprechen, ich bin immeer noch geplättet von der grandiosen Optik, der düsteren Atmosphäre und und und - mein bisherigen Filmhighlight dieses Jahr! 10/10


#156

Ich bin auch noch voller Euphorie und erfüllten extrem hohen Erwartungen :slight_smile:

Für mich ein in allen Belangen würdiger Nachfolger. Größeres Lob geht kaum. Wahrscheinlich der beste Sci-Fi-Film der 2010er.