Aktuelle Genrefilme


#196

Ganz einfach: Ich fand schon das Original fürchterlich. Da werde ich bestimmt keine wertvolle Lebenszeit mit dem noch schlechter bewerteten Remake vergeuden. Abgesehen davon hat mir auch der Trailer schon gereicht.


#197

Noch eine Empfehlung:

Und meine Kurzreview dazu:
https://ssl.ofdb.de/view.php?page=comment&fid=302552


#198

Creep 2

Der erste Teil hatte sich ja relativ schnell zu so einer Art gefeiertem Festival Indie-Hit gemausert. Ich fand ihn gut und Mark Duplass aka Josef spielt darin wirklich furchteinflößend gut.

Als ich vor ein paar Wochen den Inhalt zu Creep 2 gelesen hatte, musste ich mit dem Kopf schütteln. Und auch im Verlauf des Filmes runzelt man bei der ersten Begegnung der Bloggerin mit - jetzt - Aaron :wink: die Stirn. Der gibt sich nämlich ganz offen als Serienmörder zu erkennen. Die Bloggerin geht dennoch den Deal ein, ihn mit der Kamera zu begleiten und eine Nacht mit ihm in seinem abgelegen Waldhaus zu verbringen. Bitte was??? Welcher normal denkende Mensch würde sich auf sowas einlassen? Zwar gibt es eine Szene, in der die Bloggerin realisiert, dass sie wohl in einer Falle sitzt, ansonsten scheint sie sich aber gut mit der Situation abzufinden. Nun ja…

Aaron ist in Creep 2 noch unangenehmer und das ist vielleicht auch seine einzige Stärke. Denn mit der Story wurde ich nicht so ganz warm. Das Ende ist ganz dazu ausgelegt, dass es einen dritten Teil geben wird.


#199

Ein grundsätzlich toller Film mit ein paar massiven Problemen.


#200

mother!

Jawohl. mother ist sowas wie eine wunderbar positive Überraschung mit einer Erwartungshaltung, die in sämtliche Richtungen gegangen ist. Nachdem ich damals vom Hype geblendet Black Swan im Kino erlebt habe und nach dem Abspann ziemlich enttäuscht den Saal verließ, ärgere ich mich gerade ein wenig, mother nicht auf großer Leinwand gesehen zu haben. Aber seis drum, denn die Wucht, mit der Aronofsky den Zuschauer vor allem in der zweiten Hälfte geradezu gnadenlos an die nächstbeste Wand fährt, ist ohne Frage auch auf dem eigenen Sofa mehr als bemerkenswert. Dabei war vor allem die latente und unerwünschte Überbevölkerung ein Fakt, der mich durchgehend in eine extrem unbequeme Stimmung versetzt hat. Als sich der Wahnsinn dann am Ende endgültig seine Bahn bricht, steht man auch selber kurz vor dem finalen Overload. Man fühlt sich wie erschlagen und dennoch würde ich nicht behaupten, dass Aronofsky zu weit gegangen ist, vielmehr hat er meines Erachtens nach mit brutaler Konsequenz seine Geschichte zu Ende gesponnen, die gerade dank der mehr als reichhaltigen Interpreationsmöglichkeiten an Faszination kaum zu überbieten ist. Alle Achtung.

8,5-9/10

A Ghost Story

Es fällt mir schwer, hierfür Worte zu finden. A Ghost Story lässt einen einsam zurück. Allein, traurig, verlassen. Ein minimalistisches Meisterstück, so karg, so leer, so ruhig. Stille Verzweiflung, gehüllt in ein Laken. Die ersten 45 Minuten gehörten zum Ergreifensten, was ich seit ganz langer Zeit gesehen habe. Mir wurden nicht nur einmal die Augen wässrig. Allein wie er seine Frau berührt, als sie allein auf ihrem Bett liegt… wann hat es so geschmerzt, nichts tun zu können? Im zweiten Drittel ist mir der Film etwas entglitten, nur um mich am Ende wieder umso mehr abzuholen. Die finale Sequenz ist dann wie ein Stich ins Herz. Mehr will und kann ich nicht sagen. Man möchte A Ghost Story jedem ans Herz legen und bleibt am Ende doch stumm, unfähig, dass Gesehene adäquat in Sprache zu übersetzen. Vllt. trifft es ein Wort: Ergreifend.

9/10


#201

War für mich neben “Girl on a train” und “A Cure For Wellness” einer der ganz wenigen, wirklich sensationell genialen Filme im letzten Jahr. Wird nur noch von Aronofsky’s “Requiem For A Dream” übertroffen, der einen noch fertiger macht!


#202

Gleich zwei recht spektakuläre Genrefilme feierten in den letzten Monaten Premiere bei Netflix. Beide wurden von der Presse ziemlich verrissen. Einer davon zu Recht, wie ich finde.

Und dann war da noch dieser Superheldenblockbuster, der diesmal nicht nur die Welt, sondern auch gleich das schwarze Hollywood retten soll und (möglicherweise deshalb?) bei Kritik und Publikum wahre Begeisterungsstürme auslöste. Bei mir eher nicht so.


#203

The Shape of Water zieht handwerklich alle Register. Und wird daneben vom sehr guten Schauspiel aller Protagonisten getragen, vorne weg Sally Hawkins, die dafür - ich sagte es bereits - den Oscar einheimsen wird. Zeitlich spielt der Film in den 60 Jahren, als Schallplatten und Unterhaltungssendungen im Fernsehen (Bonanza) Einzug ins traute Heim halten. Dabei ist die Story gar nicht soo spektakulär und schnell erzählt. Frau verliebt sich in Unterwasserkreatur, die in einer geheimen Forschungseinrichtung gefangen gehalten wird. Eine Fantasy-Liebes-Mär würd ich sagen. Es ist die Umsetzung, die den Film so hervorhebt.

Etwas befremdlich fand ich allerdings die Tatsache, dass es offenbar niemand so wirklich eigenartig findet, dass eine junge Frau eine Liebesbeziehung mit einer unbekannten und seltsamen Unterwasserkreatur eingeht, bis hin zum Geschlechtsverkehr. Überhaupt wird in dem Film das Thema Sex nicht bloß angedeutet, sondern damit sehr freizügig umgegangen. Das hatte mich hier und da etwas gewundert.


#204

Ich wollte erst eine Review schreiben, vielleicht mach ich das auch noch, aber der Film hat mir die Lust darauf verleidet. Ich finde den Film unerträglich langweilig, da helfen auch nicht die großartige Kamera, die schönen Bilder, das innovative Setting und die teils zauberhafte Atmosphäre. Inhaltlich ist “The Shape of Water” so leer wie eine ausgelassene Badewanne, dabei vorhersehbar, unlogisch bis zum Boden des Atlantiks und repetitiv ohne Grenzen. Darüber können auch nicht die zu Anfangs noch an Meisterwerke von Gilliam oder Jeunet erinnernden Bilder 2 wirklich sehr lange Stunden über hinwegtäuschen. Ich fands entsetzlich. Del Toro und ich dürften wohl keine Freunde mehr werden. Ich fand seine FIlme bislang durch die Bank zu eindimensional und optisch maßlos übertrieben (oder zu laut - oh wie habe ich Hellboy damals auf dem FFF 2004 gehasst!), als wolle man damit über die Inhaltsleere hinwegzutäuschen versuchen. Es bringt mir nämlich nix, wenn ich in einen kunterbunten Bonbonladen gesteckt werde, wenn ich dann doch nur 2 Stunden lang immer die selbe grüne Sorte naschen darf. Dabei war ich 1993 von “Cronos” noch wirklich fasziniert, aber seitdem ist viel Wasser die Kommerzmühle heruntergelaufen.


#205

Das gilt aber hoffentlich nicht auch für “Devils Backbone”, Alexander? :open_mouth:


#206

Den habe ich (noch) nicht gesehen. Interessanterweise klingen ein paar der Reviews von 2002 (!) aber fast genau so, wie ich den neuen “Del Torro” empfunden habe :

“Die Story ist so vorhersehbar, dass keine wirkliche Spannung auftauchen kann. Krampfhaft versucht, sich wenigstens an den guten Bildern festzuhalten, rutscht der Film in Langweile und Enttäuschung.”

"Wer bis zum Schluss noch nicht eingeschlafen ist, bekommt noch ein einigermasen lässiges Ende zu sehen. Alles in allem aber zu wenig, die Optik reicht halt einfach nicht aus … "

Wenn ich also mal wieder Lust auf Kunst und einen ruhigen Film habe, werde ich mir den ansehen :wink:


#207

Gegen den allgemeinen Trend war ich nicht restlos begeistert von der neuen Netflix-Exklusivpremiere. Trotz großer Erwartungen doch nur eine minderwertige ARRIVAL-Variante mit deutlich geringerer Komplexität und weniger Stimulanz von Auge und Gehirn.


#208

Ich hatte in den letzten Tagen eher das Gefühl, der Trend sei, dass Annihilation ganz okay, aber nicht so großartig wie erwartet ist? Zumindest war ich bereits ein wenig ernüchtert von den vielen leicht enttäuschten Kommentaren, als ich ihn mir gestern angesehen habe. :wink: Aber dafür hat er mir dann doch ganz gut gefallen.

Gerade was die Optik angeht, war ich ziemlich beeindruckt, und finde, dass er alleine dafür einen Kinostart verdient hätte. Zwischendurch schwächelt er bei den CGi-Kreaturen etwas, aber im Großen und Ganzen war es für mich definitiv ein Erlebnis fürs Auge. Außerdem mochte ich die Schauspielerinnen.

Was das im Vorfeld angekündigte “fürs Hirn” angeht, sollte man allerdings nicht zu viel erwarten. Mir haben die ersten zwei Drittel sogar besser gefallen als das Ende, und das liegt nicht einmal an der experimentellen Umsetzung. Das Rätselraten und Erkunden der geheimnisvollen Landschaft fand ich sehr spannend, aber am Schluss verlor mich der Film ein wenig. Ähnlich sind zwar auch “Arrival” oder “Contact” aufgebaut, die am Ende ebenfalls sehr eigen werden, aber bei den beiden hat es für mich besser funktioniert.

Trotzdem hatte ich beim Abspann das Gefühl, einen ordentlichen Sci-Fi Film gesehen zu haben. Einen, dem es vielleicht besser getan hätte, an einigen Stellen weniger künstlerisch sein zu wollen - aber ich bin gespannt auf die Fortsetzungen.

7/10


#209

Doch, leider schon. Aber es reicht ja, wenn wir Freunde sind … :slight_smile:


#210

Schöner Nachtrag zu BRIGHT:


#211

Freut Euch auf die Veröffentlichung dieses Hammers. Oder holt Euch am besten gleich die UK-Ausgabe.


#212

Ich lehne mich jetzt mal ein bisschen aus dem Fenster und spreche eine Empfehlung für THE DISCOVERY aus, wenn man Mystery mag. Dabei scheint der Netflix-Film eher im “okayen” Bereich zu liegen, was die Bewertungen angeht. Aber vielleicht ist es ja für den einen oder anderen ein Geheimtip?

Ich hatte vor vielen Monaten den Trailer gesehen, wegen der spannenden Grundidee und Top Besetzung für vormerkenswert befunden und das Ganze dann doch wieder vergessen, weil ich nirgendwo etwas über den Film las, als er veröffentlicht wurde. Bis ich neulich mein Netflix Abo reaktivierte und ihn auf meine Watclist packte. Zeit, einen Blick zu riskieren. Und mir hat gefallen, was ich sah.

Im Jahr 2018 wird jede halbwegs ungewöhnliche Sci-Fi / Mystery Story mit dem Label versehen, dass es auch eine BLACK MIRROR Folge hätte sein können. Jap, das trifft es. Aber es klingt auch leicht abwertend, denn gerade in diesem Fall steckt genug drin, um einen Spielfilm zu rechtfertigen.

THE DISCOVERY geht erst einmal einem Gedankenexperiment nach, und ich mag solche Aufhänger. Was wäre wenn… der wissenschaftliche Nachweis erbracht werden würde, dass es ein Leben nach dem Tod gibt? Wir wüssten noch nicht, was genau kommt, sondern nur, dass da definitiv etwas ist. Diese Nachricht alleine würde eine Welle von Selbstmorden nach sich ziehen. Wieso hier Leid ertragen, wenn man die Gewissheit hätte, dass es nach dem Tod weiter geht? Der Wissenschaftler, der die Entdeckung gemacht hat, zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück, forscht aber weiter, um die endgültige Antwort liefern zu können. Er will erfahren, was genau uns nach dem Tod erwartet.

Mit seinen Experimenten erinnert THE DISCOVERY stellenweise an FLATLINERS, ohne dabei jedoch komplett in die Horrorecke abzudriften. Ich hatte ehrlich gesagt einen furchtbar traurigen Film erwartet, aber er war dann doch ganz gut zu ertragen. Es geht zwar um Schuldgefühle, Selbstmordgedanken und die Frage nach dem Sinn im Leben - aber in erster Linie hat mich einfach die Geschichte fasziniert, die mehrere Wendungen schlägt und einen miträtseln lässt, was wohl letztenendes die Wahrheit ist. So wie das ein gelungener Mystery Streifen eben machen sollte.

8/10


#213

Warum ich mir Angelina Jolie zurückwünsche:


#214

Könnte aber trotz allem die bessere Wahl zum Schwarzen Panther gewesen sein.

Der Schwarze Panther ist einfach zu lang und langweilig. Mir fehlten die coolen Sprüche zwischendrin, das Sichnichtsoernstnehmen. Der Hauptdarsteller bleibt irgendwie, äääh, blass. Gut fand ich seine Schwester Shuri (Letitia Wright), so ne kleine Freche, die auch noch klug ist. Danai Gurira (Okoye) hat halt so ein wenig Michonne gespielt :wink: (Ob Katanah-Schwert oder Speer, bleibt sich dann ja egal).

Also die männlichen Darsteller waren eher langweilig, blass und die Damen hatten’s drauf, kamen aber irgendwie zu kurz. Ausnahmen bei den männlichen Darstellern: Andy Serkis (zu wenig Leinwandpräsenz) und der Cousin vom schwarzen Schmusekater - Killmonger, der war eigentlich recht interessant.

Tja, und es gibt wohl bald keinen Film mehr ohne den meist recht sympathischen Martin Freeman.

Stan Lee hatte sein übliches Cameo und der Abspann deutet an (Winter Soldier ?), wie gehabt.

Ansonsten 08/15 Story; freu mich aber jetzt, aufgrund des Trailers, dann doch auf Avengers: Infinity War.


#215

Don’t Knock Twice

Eigentlich frag ich mich ja, was das bringen soll, über diesen Käse von Film zu schreiben. Aber weil er einigermaßen aktuell ist, ins Genre passt und bei Amazon Prime gerade zu streamen ist, versteh ich das hier jetzt mal als eine Art Warnung. Es sei denn, hier liest jemand mit, der/die 14,15 Jahre als ist. Für den/diejenige könnte Don’t Knock Twice noch als okayer “Grusler” durchgehen. Alle anderen “Pros” erwarten hier lediglich Stangenware mit altbekannten Zutaten.

Naja, vielleicht tut man Filmen wie diesen auch einfach unrecht. Denn sie sind exakt auf das oben beschriebene Zielpublikum hin produziert (Tennie-Horror-Popcorn-Fun). Das dumme ist nur, dass wir immer allzu oft in die Falle treten und was anderes erwarten oder sagen wir erhoffen. :smile::smile: