Aktuelle Genrefilme


#228

Also klar, was ein “Teenie-Film” für Dich ist, müsste erst mal definiert werden. Aber RPO ist definitiv nicht der Kategorie MAZE RUNNER oder DIVERGENT zuzuordnen. Auch wenn die Hauptdarsteller erst Mitte 20 (und damit immerhin schon Twens) sind.

Querverweise oder vielmehr Referenzen gibt es hier quer durch die Videospiel- und Filmgeschichte. Während manche Hinweise eher am Rand des Geschehens auftauchen, wie z. B. der T-Rex aus JURASSIC PARK, KING KONG, der IRON GIANT, MECHAGODZILLA, der DeLorean aus BACK TO THE FUTURE (es gibt auch einen “Zemeckis Cube”, der aussieht wie ein Zauberwürfel, aber die Zeit um 60 Sekunden zurückdreht), so spielt eigentlich einzig THE SHINING eine größere (Neben-)Rolle: Eine der “Challenges”, die unsere Helden im Film absolvieren müssen, um an einen der drei Schlüssel zur Herrschaft über das VR-Paradies OASIS zu kommen, spielt nämlich in THE SHINING. Nicht einfach im Overlook-Hotel oder in den Filmkulissen, sondern IM FILM. Und das ist für Fans des Films eine wahre Pracht, zu bestaunen, wie Spielberg die Handlungen und Bilder dieser beiden so völlig verschiedenen Filme technisch perfekt kombiniert – auch wenn er es mit den Visual Effects natürlich auch hier wieder etwas übertreibt. Aber am besten selbst ansehen.


#229

Eben habe ich auch Ready Player One gesehen, und war positiv überrascht. Vor allem eines ist mir wichtig:

Ich finde, es ist weit mehr als nur eine Aneinanderreihung von popkulturellen Anspielungen. Dafür wird er ja gerne mal kritisiert, selbst ohne ihn gesehen zu haben. Aber das entscheidende ist hier doch, dass das Auftauchen dieser ganzen Figuren, Objekte und Szenerien im Rahmen der Handlung 100%ig Sinn ergibt. Man könnte z.B. Stranger Things sehr viel einfacher vorwerfen, Fan Service zum reinen Selbstzweck zu betreiben als RPO. Unabhängig davon, was einem nun besser gefällt, mir geht es nur um die Logik innerhalb der Welt. :wink:

Und nicht nur im Rahmen der Handlung, auf die ich aus Spoilergründen nicht zu sehr eingehen möchte, haben die Anspielungen für mich gepasst, sondern auch zum Thema Videospiele. Denn wenn es eines gibt, was kreative Spieler sofort tun, wenn man ihnen die Möglichkeit gibt, dann ist es Sachen nachzubauen. Man kann sich die virtuelle Welt von RPO außerdem wie ein weiterentwickeltes Second Life vorstellen, und auch dort sind ja Menschen wie Aeach sehr wichtig, die auf Bestellung Sachen bauen. Vielleicht gibt RPO das Thema Videospiele sogar am besten wieder, von allen Videospiele-Filmen, die ich bisher gesehen habe. Das macht er wirklich gut.

Ich denke, das hat mich am meisten beruhigt… dass RPO nicht einfach nur ein weiterer Film mit Anspielungen auf meine Kindheit ist, sondern dass er der vielleicht erste ist, der einen nachvollziehbaren Grund hat, sie einzubauen.

Darüber hinaus hat er mir einfach Spaß gemacht. :slightly_smiling_face: Die Charaktere sind zwar ziemlich flach und das Finale im Vergleich zu den Challenges etwas einfallslos, aber was bis dahin an kreativen Actionszenen geboten wird, ist schon beeindruckend. Eben wie ein unterhaltsames, aber die meiste Zeit nicht gerade tiefgründiges Videospiel. Der hektische Stil wird aber nicht jedem gefallen und ich verstehe, wenn man dem Ganzen nichts abgewinnen kann.

Als Teeniefilm würde ich ihn nicht bezeichnen, denn schon alleine die vielen 80er Anspielungen zielen eher auf junge und junggebliebene Erwachsene ab. Ich habe mich da schon als Zielgruppe gefühlt… ich spiele viele Videospiele, bin mit Zurück in die Zukunft und co. aufgewachsen und wünsche mir seit langem mal wieder einen netten Spielberg Blockbuster. :wink:


#230

Die SZ bringt es ziemlich gut auf den Punkt. Vorsicht, Spoiler:


#231

Ich weiss nicht, einige Kritiken und Artikel (wie der oben verlinkte) hypen mir den Film etwas zu sehr, keine Frage er war gut und unterhaltsam und eventuell auch bei den FX was Besonderes, aber er war für mich bei weitem kein Meisterwerk, dazu war die Story zu dünn, die Charaktere zu blass und die etlichen Filmzitate und -anspielungen irgendwann einfach zu viel und es trat ein Gefühl der Übersättigung ein. Ein paar mehr Szenen, die sich einem Film intensiver widmen, wie die eine Schlüssel Quest (den Film nenne ich mal nicht, wer den Film schon gesehen hat, versteht das und wer nicht bleibt ungespoilert :wink: ) - zudem war mir der Film mindestens eine halbe Stunde zu lang, es gab etliche Passagen, die gestreckt wirkten und der Handlung keinen Fortschritt brachten. Ich habe ihm nach meiner Sneak-Sichtung eine 7/10 gegeben…


#232

Pefekt fand ich ihn auch nicht (von mir gäbe es 8/10), allerdings hätte ich eher das Gegenteil kritisiert. Ich fand ihn sehr hektisch und fast schon zu stark komprimiert - ohne das Buch zu kennen. Zwischendurch hätte ich mir ein paar ruhigere Verschnaufpausen gewünscht, um Spannung aufzubauen. Spielberg kann Actionszenen gekonnt inszenieren, aber was hier z.B. im Vergleich zu Jurassic Park völlig fehlte, waren Momente zum Staunen, die zuerst langsam aufgebaut werden. Man hätte das auch durch mehr Szenen wie den “Kinobesuch” erreichen können, das finde ich auch. Andererseits ist es halt ein anderes Genre als Jurassic Park… eine Art durchgängige Achterbahnfahrt.

Eine Frage hätte ich zu der Szene mit dem “Überfall”, vielleicht könnt ihr mir da etwas erklären:

Mich hat sehr irritiert, dass mal eben aus dem Gedächtnis das Büro so genau nachgebaut werden kann, dass es nicht direkt als Fälschung auffliegt. Habe ich bei der Erklärung dazu etwas überhört, hatte Wade seinen Besuch z.B. aufgezeichnet?


#233

Ready Player One

DANKE für diesen Film!

Die gute Nachricht zuerst : Ich mochte den Film + Dies ist KEIN wirklicher „Teenie“ Film ! Teenies, aber auch die meisten sonstigen “zu spät“ geborenen Menschen, dürften weder die zahlreichen Filmzitate verstehen (Rosebud!!!), noch mit den Anspielungen auf die ganz frühen 8-Bit Videospiele (Asteroids, Adventure!!!) und den Relikten der 80er Jahre (Nachbau des Raumschiffs aus „Silent Running“!!!) etwas anfangen können. Vor allem aber dürften sie die grandios ausgewählte 80s Musik vielleicht uncool finden.

Diese Tatsache kollidiert dann damit, das Charaktere, Dialoge, eine eher dünne Handlung, Effekte und der ganze Rest aussehen, als wären sie EXAKT auf eine sehr junge Kino-Zielgruppe maßgeschneidert worden. Viele der Bilder und Szenen wirken wie generische Abziehbilder ihrer hektischen und grafisch maßlos überladenen Videogame-Vorbilder aktueller Zeiten, und besitzen leider ebenso wenig Grips und Tiefe wie die grafisch zwar beeindruckend gestalteten, inhaltlich jedoch zumeist austauschbaren Games, die hier einmal mehr als Vorbild für eine Effekt- und Materialschlacht galaktischen Ausmaßes dienen durften das fast Star Wars ebenbürdig ist.

Unzählige Filme, Songtexte, Relikte, Arcade Games, Schauspieler, Künstler, Musiker, Bilder, Comics, etc. der 80er Jahre werden zitiert, und fügen sich in RPO zu einem großen Puzzlespiel zusammen, das wirkt wie ein gigantisches Cyberspace-Adventuregame und den geneigten Betrachter dabei gerne einmal vergessen lässt, das sich hinter diesem mühevoll verwobenen Konstrukt aus Myriaden von Popkultur-Einzelteilen eigentlich eine sehr simple Handlung mit noch simpler agierenden Protagonisten verbirgt.

Das kann stören, muss es aber nicht. Als Mensch der mit der 80er Popkultur nicht nur aufgewachsen ist, sondern sich bis heute tief in ihrer verwurzelt fühlt, machte mir der Film nämlich nicht nur einen riesen Bock-Spaß, sondern war geradezu ein Fest für mich alten 80er Jahre Vintage-Typen. Und ja!, ich habe Anfang der 80er nicht nur „Adventure“ auf einer ATARI 2600 Konsole gezockt, sondern auch den Film „Shining“ mindestens 11 mal gesehen. Die Sequenzen mit Kubricks Meisterwerk, den genialen orig. Score inklusive, hatten etwas von einer Grenzerfahrung. Meisterhaft! Und sicher eine Hommage an den von ihm verehrten Regie-Freund und -Kollegen, dessen Drehbuch zu „A.I.“ Spielberg ja auch einst vollendete und in einen super Film verwandelte, weil Kubrick seinerzeit viel zu früh verstarb.

Insgesamt mangelt es diesem Blockbuster natürlich von der Ernsthaftigkeit anderer „Alternative Reality“ Filme, wie z.B. „Tron“, „Inception“, „The Congress“ oder auch „Sucker Punch“. An Letzteren fühlt man sich zwar angesichts der brachialen und grafisch nahezu rauschhaften Actionsequenzen erinnert, aber Spielberg steht auch heute noch für familiengerechte Unterhaltung. Und Hand aufs Herz : Was ERWARTEN wir denn von einem Steven Spielberg ? Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, jemals einen schlechten Spielberg gesehen zu haben. Also einfach zurücklehnen, sich mit dem Kommerz arrangieren und Spaß haben ! „Ready Player One“ ist mal wieder ein echter Feel-Good-Movie. Fast so wie „früher“. Danke für diesen Film, Steven.

Ps : Und mein Lieblingszitat aus dem Film : „Ich mochte die Dinge wie sie früher waren… wie ein Spiel.“

8/10 Punkten


#234

Ghostland

Pascal Laugier. Allein der Name lässt mir Schauer über den Rücken laufen. Viele Filme hat er nicht gedreht, aber es reicht einer, um alles zu verändern und die Filmwelt (zumindest meine) auf den Kopf zu stellen. Martyrs war privates Waterloo und Offenbarung zugleich. Ein Film, der mich Dinge hat spüren lassen, die ich bis dahin nicht kannte. Schlimme Dinge. Wie ausgekotzt fühlte man sich nach dem Abspann und wollte nicht so recht glauben, was da gerade passiert ist. Martyrs ging über alle Extreme hinaus, ohne ins Lächerliche abzudriften und genau das macht(e) ihn brandgefährlich für den eigenen Gemütszustand. Dieser Film bricht einen. Wer sich darauf einlassen kann, wird in ein finsteres Loch gezogen, in dem Menschlichkeit keine Rolle mehr spielt und der pure Schmerz Wirklichkeit geworden ist. Ein Film, der polarisiert, aneckt und an Radikalität kaum zu überbieten ist. Für mich der beste Horrorfilm des neue Jahrtausends, wenn man ihn denn in dieses Korsett zwingen mag. Denn eigentlich nistet sich dieses Monstrum zwischen Terrorkino, Drama und Psychothriller ganz unbequem zwischen den Stühlen ein. Der Höhepunkt der sogenannten New French Extremity und ein Streifen, der einen über Wochen, Monate, ja Jahre hinweg beschäftigt und beschäftigen wird…

Nun also Laugiers vierte Arbeit, die im Gegensatz zum eher mittelmäßg aufgenommenen The Tall Man wieder mehr Richtung Martyrs geht, ohne natürlich dessen Thematik vollends zu kopieren. Es dreht sich wieder um Gewalt, dem ausgeliefert sein und der scheinbar nicht enden wollenden Peinigung. Kurze Inhaltsangabe, gespoilert, weil vllt. für manchen schon zu viel:


Eine Mutter zieht mit ihren zwei Töchtern (Beth und Vera) in das leerstehende Haus der verstorbenen Tante. Kaum dort angekommen, werden sie brutal überfallen und terrorisiert. Viele Jahre später hat vor allem Vera immernoch Probleme, diese Nacht zu verarbeiten. Als Beth sie und die Mutter besucht, scheint sich der Albtraum für Vera zu wiederholen…

Eins vorweg: Ghostland ist deutlich leichter zu konsumieren als Martyrs. Wollte man ihm böses, könnte man von einer extra light Version sprechen. Was allerdings nicht heißt, dass hier 0815 Grusel geboten wird, denn Ghostland ist dabei immernoch fieser und härter als ca. 95% der anderen Filme, die im Kino laufen und sich Horror schimpfen. Laugier spart nicht an kompromissloser Gewalt und für einen FSK 16 Streifen geht es hier und da erstaunlich heftig zur Sache. Davon abgesehen ist Ghostland spannend und sehr schön inszeniert, führt er den Zuschauer mehr als einmal aufs Glatteis. Den Twist habe zumindest ich nicht kommen sehen und er verleiht der ganzen Geschichte eine interessante neue Richtung. Allerdings ist er mir nach dieser “Auflösung” zu hektisch und fragmentarisch, dass Ende kommt (zu) schnell, man hat den Eindruck, dass Laugier hier auf Biegen und Brechen alles in 90 Minuten packen wollte. Dabei geht leider einiges an Atmosphäre flöten, gerade das Hetzen Richtung Ziel tut dem Film nicht gut, zumal da wieder ein paar “Zufälle” passieren, die nicht hätten sein müssen. Ziemlich ärgerlich, denn Ghostland hätte mit etwas mehr Stringenz und einem anderen Ende durchaus das Potential gehabt, ein würdiger Martyrs Nachfolger zu werden. So aber entsteht schon der fade Beigeschmack, dass Laugier (ob nun gewollt oder nicht) Zugeständnisse ans Mainstreampublikum macht, die er eigentlich nicht nötig hat. Andererseits wäre Ghostland so vllt. gar nicht ins Kino gekommen, von daher freue ich mich über die hoffentlich wachsende Bekanntheit eines tollen Regisseurs, dessen kommender Film gern wieder etwas mehr neben der Spur sein darf.

7/10


#235

Pflichtveranstaltung für Genrefans und die perfekte Einstimmung auf die Nights: Der bisher beste Horrorfilm des Jahres.


#236

Nachdem die Tochter meiner Freundin sagte “der war sch…”, wusste ich das er GUT sein müsste. Die Jugend hat ja kenen Geschmack und kapiert keine Filme mit weniger als 95 Schnitten pro Sekunde und ganz viel lautem Lärm. Soviel ist klar. . Allerdings fand ich “A Quiet Place” dann auch nicht gerade herausragend, vielmehr wirkte er auf mich wie eine Variation des wirklich VIEL spannenderen “Them!”, nur das hier Dunkelheit mit Sound als Monstermagnet vertauscht wurde. Okay, auf dem FFF wäre er, wahrscheinlich mittags um 14 Uhr gezeigt, bei mir als reht guter Grusler mit 7 Punkten bewertet worden. Es gibt einige wirklich gute Szenen und die goldigste Jung-Darstellerin seit Drew Barrymore in E.T., Insgesamt aber viel zu wenig für großartige Lobeshymnen. Solange man fast nichts von den Creatures sieht, vermögen einem diese noch Angst einzujagen, vollkommen entblößt erinnern sie dann aber nicht nur recht deutlich an die Viecher aus “Cloverfield”, sondern verlieren auch etwas von ihrem Schrecken. Hier wäre Weniger MEHR gewesen. Auch kommen während des Films zahlreiche Fragen auf, die nicht wirklich alle befriedigend beantwortet werden, die Handlung reisst Logiklöcher und das Ende hätte mehr Dramaturgie haben können. Nee, für mich wohl doch nur ne 6.5 auf der Richterskala.


#237

Da (und nur da :wink:) gebe ich Dir Recht. Fun Fact: Laut IMDb war der Film kurzzeitig mal als Teil der CLOVERFIELD Reihe gedacht. Dazu ist es glücklicherweise nicht gekommen. Den sehr unterhaltsamen, interessanten und selbstredend spoilernden Empire Podcast mit einem erstaunlich lustigen und schlagfertigen John Krasinski gibt es hier. Er beginnt mit der Frage, inwieweit lautes Furzen als Bedrohung in Betracht gezogen wurde.


#238

Das hätte den Film nicht weiter abwerten müssen - ich fühlte mich jedenfalls an die Reihe erinnert, denn es wird ja (neben einigen vielen anderen Dingen) nicht wirklich erklärt, was das für Viecher sind, wo die herkommen, usw. Erinnerte schon sehr stark an Cloverfield, erhöhte dann allerdings den “Mystery” Faktor und rettete mir den Film, den ich ansonsten nur an 2 oder 3 Stellen spannend fand.


#239

Ich setze mich genau zwischen eure beiden Bewertungen und würde A QUIEt PLACE in diesem Moment (frisch aus dem Kino) eine gute 7,5 von 10 geben.

Mir hat das Monsterdesign gefallen, allerdings nicht wegen den wirklich an Cloverfield erinnernden Beinen, sondern wegen der passenderweise sehr ausgeprägten Hörorgane, die in ihrer Fremdartigkeit durchaus etwas bedrohliches für mich hatten. Außerdem mochte ich die Konsequenz, mit der der Film sein Grundthema verfolgt, und was er da an Spannung rausholt. Ich muss sagen, dass ich nicht wirklich gegruselt war, wie beispielsweise bei IT FOLLOWS oder gewissen asiatischen Geisterfilmen, aber ich war durchgängig angespannt. Dieses Gefühl, dass jede kleinste Unachtsamkeit eine Katastrophe auslösen kann, hat sich zuverlässig auf mich übertragen. Dazu trugen sicher auch die guten Schauspieler bei. Die Kleine habe ich auch direkt ins Herz geschlossen.

Was man vermeiden sollte, sind Logikfragen… Da bedrohen Wesen mit extrem ausgeprägtem Gehör die Menschheit, und es wird nicht als eine der ersten Gegenmaßnahmen versucht, mit Schallwellen zu arbeiten? Das wäre doch das naheliegendste. Und wenn es nur diese eine ganz besondere Frequenz ist, sollten doch ähnliche Frequenzen einen zumindest die richtige Richtung lenken. Dass für solche Experimente von Seiten der Armee nicht genügend Zeit blieb, glaube ich nicht, denn offensichtlich blieb ja sogar Zeit, noch die Zeitungen eine Weile weiter zu führen.
Aber für einen spannenden Films lasse ich mich davon nicht wirklich stören.


#240

Wer noch mehr Gründe braucht, ins Kino zu gehen (leichte Spoiler):


#241

Parzival wird doch gefragt an was er sich erinnert und seine Antwort ist “an so ziemlich alles” oder so ähnlich. Er hat sich ja auch sehr genau umgeschaut. Nur Aech zeichnet alles (in ihrem Workshop) auf. :wink:


#242

Danke, dann habe ich mich doch richtig erinnert. So ergibt das für mich aber keinen Sinn…

Denn selbst wenn er ein herausragend fotografisches Gedächtnis hätte, müsste er seine Gedanken ja auch noch exakt so an Aech weitergeben können, damit sie sie nachbauen kann. Mal abgesehen von dem Zeitwaufwand, den so ein Detailgrad egal mit welcher fortschrittlichen Technik kosten würde. Nie im Leben könnten sie jemanden damit täuschen, der den Raum gut kennt.
Nicht, dass das den Film für mich merklich abwertet, aber über die Szene bin ich ziemlich gestolpert.


#243

Stimmt schon,

der Raum ist jedoch ziemlich simpel aufgebaut, das einzig herausragende Detail ist der VR-Sessel. Und der dürfte einfach nachzubauen sein, da die Specs sicherlich bekannt sind. Der Knackpunkt wäre das Post-it mit dem handschriftlichen Passwort. Aber da hat er wohl gar nicht hingeschaut.
Für eine kurzzeitige Täuschung ist gar nicht mal so ein hoher Detailgrad erforderlich, insbesondere wenn die zu täuschende Person extremem Stress ausgesetzt wird, wie durch Bedrohung mit einer Waffe. Ich meine mich gar zu erinnern, dass tatsächlich in der VR-Version gar keine weiteren Möbel zu sehen waren… z. B. das Sofa, hinter dem Art3mis Deckung suchte.


#244

Neu gesehen, beide leider nur so mittel: Die “Bear Witch Project” Variante THE RITUAL (auf Netflix) und Nic Cage ohne Leine in MOM AND DAD.


#245

A QUIET PLACE
Hat mir nicht so zugesagt. Die Grundprämisse ist eigentlich sehr interessant, die Geschichte bietet aber nur wenige wirklich spannende Momente. Den Score fand ich leider nicht sehr gelungen, eher nervig und störend. Die CGI-Monster sind halt typische CGI-Monster und wirken wie Fremdkörper. Schick gefilmt ist das jedoch alles, das muss man sagen und die Besetzung ist auch ganz gut. Logikfragen stellt man am besten erst gar nicht, aber das will ich dieser Art Film jetzt nicht unbedingt ankreiden. Leider nicht der intensive Nägelkauer, den ich mir insgeheim erhofft hatte.
6/10


#246

Mehr Logistikleistung als Spielfilm. Meine Meinung zum neuen AVENGERS:


#247

Deadpool vs. Thano…äh Cable. Ein wohltuendes Kontrastprogramm zum AVENGERS-Spektakel.