Diese Woche läuft OBSESSION an und wir haben schon wieder einen Horrorsommer. Schöne Tradition!
Hoffen wir mal, dass BACKROOMS Curry Barkers Hardcorebeziehungsdrama nicht die Schau stiehlt und wir vielleicht sogar eine Art „Barbenheimer“-Effekt bekommen.
OBSESSION ist imho definitiv der bessere Horrorfilm, wer ihn also auf den Nights verpasst hat: reingehen!
I am someone. Ich kann mir gut vorstellen, dass das manchen zu „zuckrig“ ist, aber ich mag Waititi (immer noch) und den Cast und ich liebe Natasha Lyonne. Her damit.
Ich bin vermutlich viel zu spät dran, aber: Die Webserie gibt dem Mysterium einen komplett anderen Hintergrund als der Film. Während das Phänomen der „Backrooms“ als solches ähnlich gestaltet ist, und der Film sogar mit einer Sequenz beginnt, die direkt an die Story aus der Webserie anschließt, gibt es in den beiden Iterationen völlig unterschiedliche Erklärungen für das Bestehen des Phänomens.
Davon abgesehen, schaut der Film halt natürlich deutlich besser aus als die Serie. Vor allem, was die Effekte betrifft, für die gab’s nämlich in der Serie quasi kein Budget Dafür erweitert die Serie das Universum, das man in den Backrooms erleben kann, ganz konkret (gegenüber dem Film).
Ich hab den Film übrigens bislang nur in Deutsch gesehen, in der Pressevorführung. Die Synchro war okay. Und wenn Originalton, empfehle ich tatsächlich unbedingt Untertitel. Es wird, wie in der Serie, viel genuschelt bzw. die Akustik ist oft ungünstig.
Für mich ein wirklich großartiger Film. OBSESSION ist natürlich intensiver, klüger und bedeutsamer, aber irgendwo auch „nur“ ein „Film für sich“. BACKROOMS eröffnet dagegen eine komplett eigene Welt. Was es in dieser Form lange nicht mehr gab.
In der deutschen Fassung dann und wann schon Aber vielleicht hatte ich doch vor allem noch die Webserie im Hinterkopf, wo das auf jeden Fall ein Problem darstellt.
Yupp, und bei der momentan grassierenden Hitze isses auch keine schlechte Idee, sich mal 'ne Weile im (hoffentlich klimatisierten) Kinosaal aufzuhalten. Denn draussen ist es heiss wie in der Hölle, und wir wollen ja nicht anfangen, ob irgendwelcher spontaneous combustion urplötzlich selbst lichterloh in Flammen zu stehen… reicht ja schon, wenn das auf der Leinwand geschieht:
Wobei ich selbst da immer noch nicht anbeissen mag, und den weiterhin eher skippen werde…
Ansonsten lief hier vor dem „Backrooms“-screening auch der Trailer zu Jane Schoenbruns „Teenage Sex And Death At Camp Miasma“, und auf den hab’ ich RRRichtig Lust… looks just like my personal cup of tea. Schön weirde Slash(er)-Trash-Dekonstruktion im 80s-Anstrich.
Und im September dann ja noch Zach Creggers take on the „RE“ franchise… Auch, wenn Creggers Enthusiasmus und Fanboy-hafte Euphorie doch ein bisschen ansteckend sind, so richtig überzeugt bin ich auch hier noch nicht. Aber ich muss ja ohnehin zuvor erstmal noch „Barbarian“ und „Weapons“ nachholen, vielleicht wäre ich danach dann ja auch mit an Bord.
Sehe ich selbst (fast) ganz genauso… Alleine schon wegen Inde Navarrettes power house performance und beängstigend-breathtaking tour de force acting ein definitives must-see für Alle, die ihn bei den FantasyFilmFest Nights verpasst haben! Ein unangenehm schockierendes, unbequem erschütterndes Brett von Horror-Schocker, das sich völlig verdient eine goldene Nase an den Kinokassen verdient hat, und auch die meisten Kritiker:Innen begeistern konnte (trotz einiger durchaus vorhandener leichterer Schwächen, die IMHO aber überhaupt gar nicht wirklich ins Gewicht fallen). Dass im I-Net jetzt sogar schon eine Oscar Nomination-Kampagne für Navarrette läuft (wobei aber abzuwarten bleibt, ob das überhaupt den gewünschten Erfolg bringen wird, bei der altbekannten Aversion der allermeisten Academy-Mitglieder gegen Stoffe mit Genre-Bezug) - Wahnsinn! Und, auch wenn auch meine Wenigkeit „Obsession“ für den weitaus gelungeneren und in seiner Gesamtheit runderen Horror-Film hält, so sollte dennoch doch auch niemand Parsons’ in Sachen Atmosphäre nicht minder beeindruckenden, und in puncto world building exzeptionell herausragenden „Backrooms“ verpassen… Da wären entsprechende „One Wish Willow Backrooms“-double features wirklich 'ne schöne Sache.
Ein wenig bedauerlich isses in meinen Augen zwar schon, und tut’s mir dann doch a bissi leid für (den in meiner persönlichen Gunst sogar noch weitaus höher als beide genannten young wild director genre movies stehenden) „Mother Mary“, dass der Streifen nun so gar nichts von all dem Trubel, Glamour und Ruhm abbekommen hat. Aber das war einerseits ob des eher arg nischigen special interest-Themas, und andererseits seiner doch überaus sperrigen Machart als dialoglastiges Zwei-Personen-Kammerstück, welches das Geister-Motiv zudem auch mehr als Metapher nutzt, auch bereits im Vorfeld zu erwarten gewesen. Für mich jedenfalls der bislang zweitbeste Film des gesamten Kinojahres, gleich nach „The Chronology Of Water“. Und bin ich mir ohnehin mehr als sicher, dass Lowerys lebisches Beziehungsdrama zumindest in den betreffenden communities im Laufe der nächsten paar Jahre (s)einen wohlverdienten Platz als hidden gem, und secret classic erhalten, und einnehmen wird. Insofern so schlimm auch nicht.
Kann ich nur bestätigen, da ist im Grunde auch der Film nebensächlich. Die Klimaanlage war für mich z. B. gestern das beste an SUPERGIRL. Review folgt im Monatsrückblick.
Ha! Auf der ofdb gestern schon eingestellt, und abrufbar… Na vielen Dank auch, da weiss ich dann ja jetzt auch ein für allemal, wo wir f3a-netties in Deiner Gunst so stehen, und welchen Stellenwert dieses Forum für Dich innehat, wenn wir wirklich und wahrhaftig noch bis zum Monats-Ende vertröstet werden… …Just kidding, of course! Soeben gelesen, und dann doch etwas betrübt, ob des negativen Gesamt-Eindrucks. Aber war nach dem atmosphärisch unstimmigen und tonal schwankenden Trailer ja auch schon in etwa so zu erwarten gewesen. Hier noch einige andere, auch nicht so wirklich angetane, und 100%-ig überzeugte Stimmen:
" „Supergirl“ ist… okay. […] Das Problem ist das Drehbuch, das mechanisch versucht, den „Gunn style“ der „Guardians“ zu imitieren, dafür aber weder den Witz noch die Kreativität besitzt. [Dem] Skript fehlt die Leichtigkeit, mit der Gunn eine große Menge an Figuren und Plots verwebt. So sieht das alles wie „Guardians“ aus, hört sich wie „Guardians“ an, bewegt sich wie „Guardians“ – und ist doch nur eine Kopie von einem Farbdrucker mit nachlassendem Toner. […] Aber es liegt nicht an Milly Alcock. Sie ist klasse. Und ihr Supergirl eine sympathisch frische Neuinterpretation der Figur. Tatsächlich ist „Supergirl“ immer dann am besten, wenn Supergirl Supergirl-Dinge tun darf. Würde man sie durch eine andere Figur ersetzen, würde der Film zerbröseln. Alcock / Supergirl funktioniert als Kern, der den Film zusammen hält."
„I just feel sad for [leading actress Milly Alcock] as an actress, because she deserved a movie worthy of her. And this character of Supergirl, I think, deserved a much better movie.“
Is’ scho’ schad’. Ich hätte sogar mal wieder Bock auf den üblichen bestussten Superheld:Innen- Mumpitz gehabt. Aber allein der Klima-Anlage wegen… isses mir dann doch zu teuer. Seufz!
Darauf hatte ich kürzlich auch mal wieder Lust und habe mir in mehreren Anläufen VERSUCHT sowohl „Guardians“, den letzten „Avengers“ als auch „Dr Strange“ anzusehen. Allein.. ich hab es einfach nicht geschafft. Diese „neuen“ Superheldenfilme erzeugen in mir so eine Qual und Übelkeit, so muss sich ein bekennender Veganer fühlen, der gezwungen wird, einen das Verfallsdatum längst überschrittenen Räucherhering, Gräten inklusive, am Stück zu verschlingen. Nach spätestens 20 Minuten musste ich jeweils abschalten. Der allergrößte Mumpitz war für mich dann der letzte „Superman“, ebenfalls ein Walkout. Ich ertrage dieses generische Overacting, die hektischen Einzeiler und den naiven Humor einfach nicht.
Ich kann mir ja nur schwerlich vorstellen, dass und wenn ja, wie es Robert Eggers tatsächlich gelingen sollte, und könnte, den strunzdoofen und affenblöden „Nosferatu“ noch unterbieten zu können, aber wenn er sich redlich Mühe gibt… Dass Willem Dafoe wieder mit dabei ist, ist IMHO schon mal ein ganz schlechtes Zeichen. Wobei einige Bilder für sich genommen ja schon ganz geil aussehen, und mich an seinen bisher besten Film „The Witch“ erinnern. Im Kontext des gesamten Films könnte das aber wieder ganz anders aussehen. Naja, warten wir’s mal ab.
Trailer gerade gesehen, sieht tatsächlich sehr gut aus, hat mich am ehesten etwas an THE WITCH erinnert. NOSFERATU Trailer sah allerdings auch nicht übel aus, war am Ende dann aber nur ne lahme, müde Veranstaltung.
Der war einfach zu überladen und hatte zu viel Soap Opera-Style Bombast-Kitsch mit dürftigem Horror-Anteil im Gepäck. Vom theatralischen Gelalle des Herrn Obervampir ganz zu schweigen.
Irgendwie hab ich hier a bissl mehr Hoffnung, da auch optisch alles etwas äh reduzierter und düsterer wirkt…eben a la THE WITCH.
Egal, Weihnachten sind wir schlauer…
Da sich mein Heimkino unter dem Dach befindet und in den letzten Wochen maximal für Event-Screenings von THE TOWERING INFERNO, HELLRAISER oder SUNSHINE geeignet gewesen wäre, war die Juni-Ausbeute etwas lau. Zwei „heiße“ Tipps gibt’s dennoch.
COLD STORAGE
Wäre beim FFF ein echter Crowdpleaser gewesen, im Heimkino immer noch besser als der Durchschnitt im Bereich Infiziertenkomödie.
HOW TO MAKE A KILLING
Ein weiterer Fail beim Versuch, aus Glen Powell einen zweiten Tom Cruise zu machen. Lame.
UN OURS DANS LE JURA
Nicht zu verwechseln mit der Glen Powell-Niete, die denselben „deutschen“ Titel trägt. Der hier lohnt sich wirklich.
CRIME 101
Der Trailer war ebenso generisch wie der Titel, nach minimaler Kinoauswertung bei amazon im Stream gelandet – und dennoch eine echt lohnende Entdeckung.
TIMESTALKER
Der zweite Film von und mit Alice Lowe: Empfehlung für die etwas experimentierfreudigeren Allesgucker.
UNDERTONE
Der Fokus aufs Auditive (hier mal wieder im Rahmen eines Podcasts) ist interessant, doch der Film lässt jede Menge Potenzial liegen. Typisch A24: Anspruch schlägt Entertainment.
SUPERGIRL
Nicht, dass ich viel Hoffnung auf DC gesetzt hätte, aber das, was uns James Gunn und sein Team hier bieten, ist wirklich noch schlechter als erwartet.
Na ganz toll - Jetzt hab’ ich nach dem Lesen doch gleich wieder den Spruch aus dem Trailer im Kopf („Da ist dienstags (oder war’s doch donnerstags? Hab’s vergessen) immer Bang-Bang!“ - „Gangbang!“)… Ächz! Aber im Ernst: Danke für den reminder… der steht ja auch noch auf der sechshundertsechsundsechzigmal um den Erdball reichenden still to watch list, und von den aktuelleren Sachen (zusammen mit „Little Trouble Girls“ und „Kill The Jockey“) sogar auch recht weit oben. Hatte ich schon wieder fast vergessen gehabt, obwohl gestern erst im Elektro-Grossmarkt meines (Nicht-)Vertrauens gewesen. Da und dort aber „nur“ „Slanted“ gekooft.
Ja, das war einer der wenigen Trailer, die uns beim FFF um die Ohren gehauen wurden, die ich auch beim x-ten Mal noch witzig fand. Deutsche Synchro scheint auch brauchbar, wobei natürlich die frz. OmU zu bevorzugen ist.
Ich habe ja nun schon so Einiges an abstrus-absonderlichen Durchgeknalltheiten im bisherigen Kinojahr erlebt - Aber eine two dumb bitches-Kiffer-comedy mit Kristen Stewart, (der mir bislang unbekannten) Alia Shawkat, Kate McKinnon und Geena Davis (!?!) stand nun wirklich nicht auf meiner „Kino 2026“-Bingokarte. Als hätte Joe Begos eine Cannabis-vernebelte, Halluzinogen-verstrahlte cross over- / mash up-„Over the Top“-Variation von „2 Broke Girls“meets Luc Bessons „Lucy“ im Stil von „Harold & Kumar“ gedreht… Bring that shit on, muthafukkas!
Ich wollte schon lange mal Podcasts empfehlen, jetzt gibt es einen aktuellen Anlass dafür: „Gibop“ veröffentlicht regelmäßig Tonspuren von Audiokommentaren, zum Teil von Bluray-Editionen, die nur in den USA erschienen sind. Überraschenderweise stammt der neueste „Podcast“ von Curry Barker – es ist der Audiokommentar zu OBSESSION! Der Film kam erst vor ein paar Tagen digital raus, eine Bluray-Veröffentlichung wurde aufgrund des Kinoerfolgs verschoben, jetzt ist es der 14.7.26 in USA, im Dezember bei uns. Dies ist also eine Vorabveröffentlichung, sogar die Audiospur der Extras gibt es. Keine Ahnung, wie legal das Ganze ist, zumindest gibt‘s den Podcast auf allen gängigen Plattformen.