Aktuelle Genrefilme


#21

Wie war das 3D ? Oder bist Du mittlerweile auch zu 2D übergegangen?


#22

Im Gegensatz zu vielen erklärten 3D-Gegnern schaue ich mir Filme gerne in 3D an – so lange es dem Film tatsächlich eine zusätzliche Dimension verleiht. Bei ROGUE ONE würde ich tatsächlich eher zur 2D-Version raten, denn der Film ist ohnehin schon recht düster gehalten und es gibt kaum Szenen, bei denen der Effekt wirklich zum Tragen kommt.


#23

Dann will ich auch mal:

Rogue One

Ich war heute mit zwei Freunden in der 2D O-Ton Fassung, weil ich viele positive Meinungen gehört hatte. Die beiden waren dann auch tatsächlich sehr angetan und interessanterweise empfanden sie es genau anders herum als Herr_Kees - ihnen war The Force Awakens zu vollgepeackt mit oberflächlichem Fan Service gewesen, und sie hat der düstere, weniger märchenhafte Stil des Spin Offs mehr angesprochen. Ich erwähne das deshalb, weil ich etwas zwischen den Stühlen stehe. Mir hat The Force awakens besser gefallen, gerade weil ich an Star Wars das etwas naiv märchenhafte mag. So gesehen ist Rogue One kein typisches Star Wars, aber genau deswegen ist es ja ein Spin Off geworden. Ein Experiment, das meiner Meinung nach trotz seiner Andersartigkeit gelungen ist. Mehr Sci-Fi, weniger Fantasy. Und im letzten Drittel die vielleicht besten Schlachtenszenen der gesamten Reihe. Richtig schön. Dafür bin ich mit Jyn nicht so schnell warm geworden wie mit Rey, sie bleib irgendwie ziemlich blass. Die Nebencharaktere waren sympathisch (ich mag glaube ich alle star Wars Roboter… auch wenn es völlig berechenbarer Humor ist). Was Fan Service angeht gibt es ihn, aber er kam mir weniger ausgeprägt oder zumindest logischer eingebunden als bei The Force Awakens vor. Dort mochte ich ihn zwar, aber er war schon sehr “in die Fresse”. :wink:

Ich würde Rogue One also insgesamt knapp hinter The Force Awakens ansiedeln, aber vor der Prequel Trilogie. Ein Kinobesuch lohnt sich, wenn man etwas mit dem Star Wars Universum anfangen kann. Man sollte halt nur wissen, dass es atmpshärisch in eine etwas andere Richtung geht.


#24

Das ist natürlich ein wenig verzwickt, denn ob es dem Film tatsächlich eine zusätzliche Dimension verleiht weiß man ja erst hinterher :wink:. Gegner ist vielleicht ein zu hartes Wort, aber ich meide 3D mittlerweile immer öfter bzw. höre gerne auf erste Stimmen bezüglich des jeweiligen Films (danke, das man uns Mojin angepriesen hat) ; der Lichtverlust und das Tragen einer Brille sind mir zu große Störfaktoren. Ein paar Worte zum 3D eines Films sind also, trotz meiner generellen Abneigung, immer willkommen. (Assassin’s Creed oder Passenger dürften vermutlich die nächsten potenziellen Kandidaten für Dich sein?).

Star Wars schaue ich evtl. Freitag, wird spontan entschieden, sofern es die Kartenlage zulässt. Bin gespannt auf den Film. Den letzten habe ich mir zweimal in zwei Wochen angeschaut.


#25

Ich auch. ROGUE ONE würde ich mir nicht mal beim Reinzappen im Free TV weiter anschauen. Aber die Geschmäcker sind ja verschieden.


#26

Den Post hatte ich übersehen. Nur damit keine Missverständnisse aufkommen bei all denen, die ihn noch nicht gesehen haben. Arrival ist in der Tat ganz anders in seiner Inszenierung als CONTACT und im Gegensatz zu jenem frei von kitschigen Elementen. Die von mir angesprochene Szene zeigt aber bei Amy Adams die gleiche Emotion wie sie Jodie Foster hatte, generiert sich aus dem gleichen offenen Entdecker Geist und wird mit ebensolchem Staunen und Ehrfurcht ausgedrückt, das sich mit der Vergleich und die Erinnerung förmlich aufzwingt. Davon abgesehen mag ich CONTACT :wink:
…Gern geschehen. Die anderen Stories des Buches fand ich übrigens ebenso gut.


#27

Der Gewinnerfilm vom letzten Obscura Filmfest jetzt bei Netflix für jedermann:
https://www.netflix.com/de/watch/80142140


#28

Ich habe dämonische Weihnachten gefeiert & ihn mir die Tage mal gegeben… hätte ich sein lassen sollen^^

Hier meine Kritik zu “Daemonium”. Schauen auf eigene Gefahr bei Netflix:


#29

Tut mir leid, für mich war es der Film des Jahres. Fanden die meisten Zuschauer beim Filmfest auch so. Ist eine zusammengeschnittene Webserie. Beim zweiten Mal im Kino fand ich ihn auch noch besser als beim ersten Mal zu Hause auf der Couch. Hauptsächlich wohl wegen der Lautstärke.


#30

Das mit der zusammengeschnittenen Serie erklärt die Unübersichtlichkeit… vielleicht funktioniert er besser als Serie… oder eben für mich einfach gar nicht^^

Wäre sehr interessiert was Andere hier dazu sagen… vielleicht ja ein Publikumsspalter, der seine Fans finden wird?!


#31

Rogue One - „A long time ago in a galaxy far, far away”, da gab es eine Filmtrilogie, welche die Filmlandschaft des Universums nachhaltig veränderte. Wie schön, daß es nach ach so vielen Jahren nunmehr endlich einen Nachfolger gibt, der dem Lucasschen Universum frisches Blut verpaßt ohne kindlich-kindisch-kitschig zu wirken (Episoden 1-3) oder mit eher mäßigen Darstellern die alte Geschichte fürs neue Publikum lediglich wiederholt (Episode 7). Das ist bei Rogue One alles deutlich gelungener, auch wenn zweifellos in sämtlichen Bereichen immer noch viel Luft nach oben ist. Aber mit seiner oftmals düsteren Herangehensweise, den fabelhaften Tricks, dezenten Verweisen auf Episode 4, spannenden Schauplätzen (wie langweilig war da Episode 7) und gelungenen Charakteren (mit Ausnahme des eher blassen Diego Luna) macht Gareth Edwards verdammt viel richtig und schafft es sogar, in die zugegeben recht dünne Story noch Subtext einzubauen. Über die deutsche Stimme von Darth Vader (wtf?) sowie den wiedererweckten Peter Cushing kann man trefflich streiten, allerdings lassen sich bezüglich des letzten Punktes sämtliche Kritiker allein mit dem kleinen Wörtchen „Snoke“ in die Schranken verweisen.

Insgesamt also ein guter Schritt in die richtige Richtung und eine erhebliche Steigerung gegenüber der weitestgehend überbewerteten Episode 7.


#32

Blair Witch

Sieht man einfach mal über die Tatsache hinweg, wie nachvollziehbar und sinnig es ist, nach 20 Jahren auf eigene Faust nach seiner im Wald verschwundenen Schwester zu suchen, nachdem Spezialtrupps Jahre zuvor wochenlang den kompletten Forst durchkämmt haben und dabei nicht einmal auf das berüchtigte Haus stießen, dann bleibt unterm Strich ein doch ganz nettes Sequel zurück, was einen gut unterhält. Leider mit einem wie ich finde mega unbefriedigendem Ende.

Geschichten wollen erzählt werden und so dient die Suche nach der verlorenen Schwester hier eben als Aufhänger. Zum Verständnis, hier geht es nicht etwa um die Dokumentation einer Legende um die Blair Witch Hexe, das Thema hat das Trio 20 Jahre zuvor schon beackert. So wird die Geschichte fast beiläufig von zwei mitwandernden Einheimischen wiedergegeben. Die Truppe im Hier und Jetzt interessiert das recht wenig und scheint ob der unheimlichen Geschehnisse (u.a. gefundenes Videomaterial) zunächst auch nicht sonderlich beunruhigt. Nun ja. Zum Glück sind im Laufe des Films einige gute und neue Ideen verpackt, auch wenn die künstlichen Jump Scares (Hach, du bist es!) in ihrer Vielzahl etwas nerven. Da war das Original natürlich wesentlich subtiler und somit für meine Begriffe auch effektiver. Aber gut.

Die positiven (und nicht so positiven) Aspekte: Die Szene, in der das eine Mädel regelrecht zusammenklappt und am Boden liegt, kam ziemlich unerwartet und hatte es in sich. Dann die Situation, dass es gar nicht mehr hell wurde, hatte was. Auch das wegfliegende Zelt fand ich einen guten Effekt. Eine Ekelsequenz gibt es auch. Ob das Knacken im Wald des Originals oder das Heulen im Sequel nun gruseliger ist, darüber lässt sich streiten. Im Haus geht es dann jedenfalls sehr schnell und laut zur Sache. Das mit dem grellen Licht von draußen hab ich nicht verstanden und fand ich doof. Zeitgleich mit meinem Mitgucker dachte ich “Ufo?!” aber das passt ja mal gar nicht. Im Getöse vermutet man tatsächlich Heather (die Schwester) im Haus, die in ein Zimmer flüchtet. Da ist sie dann aber nicht. Auch doof. :grin: Dann sieht man für einen Bruchteil einer Sekunde eine Creep/The Descent ähnliche Kreatur, die offenbar die Hexe darstellen soll. Und schließlich kommt das unbefriedigende Ende, bei dem man dann doch irgendwie hofft, das Antlitz der Hexe zu sehen. Denn der eindringlich beschworenen Warnung “Sieh ihr nicht ins Gesicht!” wird clevererweise mittels schwenkbarem Display an der Videokamera Folge geleistet. Und dann…naja, dann sieht man genau gar nichts, sondern verliert die Orientierung, vernimmt einen Sturz und Aus. Ok, im Original ist an der Stelle auch nicht mehr passiert aber da passte es irgendwie als Climax.

Wer ein paar Theorien oder Erklärungen parat hat, kann sich gerne melden. Über das Original damals ließ sich auch so wunderbar philosophieren. :grin:


#33


Ein Film, der sich nicht so recht entscheiden kann, ob er lieber TITANIC, ARMAGEDDON oder doch eine STAR TREK-Folge wäre.

In seiner ersten Hälfte hält PASSENGERS noch gekonnt die Balance zwischen Romantik und Kitsch, leicht beunruhigender Stimmung und nettem Humor. Dazu trägt maßgeblich ein anfänglicher Twist bei, den uns Trailer und Vorabberichterstattung glücklicherweise verschwiegen haben und der die unschuldig erscheinende Geschichte mit einer unerwarteten Dramatik auflädt. Und eine Zeit lang macht es einfach Spaß, der sexy cleveren Jennifer Lawrence, dem knuffig charmanten Chris Pratt und dem herrlich trockenen Michael Sheen beim Spielen zuzuschauen.

Von den in der zweiten Filmhälfte auftretenden Ausfällen und Fehlfunktionen des Raumschiffes scheint jedoch zunehmend auch das Drehbuch betroffen zu sein: Das Verhalten der Figuren erfordert auf einmal einiges an Toleranz und künstlich wirkende Twists und Turns sollen wohl die Geschichte voranbringen, treiben sie aber nur einem fürchterlich klischeehaften und aufgesetzten Hopplahopp-Hollywood-Actionfinale entgegen, das weder der Film noch seine Stars verdient haben. Ob dieser Absturz dem Autor oder dem Studio zuzuschreiben ist, bleibt unklar, die Leidtragenden sind jedoch eindeutig die Zuschauer, die sich etwas intelligentere Unterhaltung erwartet hatten.


#34


Chan-Wook Parks Nachfolgefilm des großartigen STOKER weist auf den ersten Blick eine ähnliche Figurenkonstellation auf, ist jedoch nicht ganz so artifiziell geraten und leider auch nicht so spannend.

THE HANDMAIDEN ist eine doppelbödige Dreiecksgeschichte in drei Teilen: Erzählt der erste Teil noch eine halbwegs geradlinige, wenn auch etwas simple Geschichte, bringt der zweite Teil mit einem interessanten Perspektivwechsel einen unerwarteten Aspekt in die Erzählung. Teil drei schließlich fügt einerseits die Geschichte zu einem schlüssigen Ganzen zusammen, reißt stilistisch jedoch merkwürdig aus: Wurde der Film bis hierhin noch gesittet, elegant, poetisch und in den exquisiten Bildern erzählt, die man vom Regisseur gewohnt ist, so wird der Film zum Ende hin regelrecht “pulpig”, bemüht Folter, Hentai-Andeutungen sowie Lesbensex am Rande der Exploitation und wird dadurch – leider – auch etwas kitschig.

Insgesamt ein Film, den man bewundern, für den man sich aber nicht wirklich begeistern kann.


#35

Is des jetzt eigentlich ein Remake ? Da gibt’s doch schon einen japanischen oder koreanischen Film, oder ?


#36

THE HANDMAIDEN basiert auf dem Roman von Sarah Walters aus dem Jahr 2002. Dieser spielt im viktorianischen England und wurde 2005 bereits von der BBC als Miniserie verfilmt. Chan-Wook Park hat die Geschichte ins Korea bzw. Japan der 30er-Jahre übertragen und sich auch sonst einige Freiheiten genommen.


#37

Rogue One ist bei mir schon gut zwei Wochen her. Wie schnell der doch verpufft ist. Mit dem Fehlen der legendären Fanfare konnte ich mich noch ganz gut abfinden. Ich fand man hat mit der kurzen Mini Fanfare zur Rogue One Schriftzug Einblendung eine dem Film angemessene Alternative gefunden. Mir persönlich war er zu dunkel und düster. Von der Atmosphäre, die die Star Wars Reihe ausmacht ist kaum noch etwas erkennbar. Offenbar war weniger die eigene Fantasy der Schöpfer. Begriffe wie Rebell Intelligence weisen eher auf aktuelle Geheimdienst-politische Beeinflussungen. Dazu verläuft er bis kurz vor Schluss nahezu überraschungsarm. Beim Drehbuch hat man es sich leicht gemacht. Statt Luke, der von seinen Eltern weg muss, ist es nun Lynn, die flüchtet. Auch hier beginnt das Drama in der Abgeschiedenheit. Und klar dreht sich wieder alles um den Todesstern. Wiederholt werden auch die Dialoge. Soviel Redundanz haben wir lange nicht gehabt. Die Schauspieler kamen zwar teils aus der Oberliga, doch weder Mikkelsen noch Forest Whittacker, der eher aus dem Mad Max Universum entsprungen schien, passten hier so richtig hinein. Ihre Rollen waren zu dem noch ziemlich oberflächlich. Lynn hat lange nicht die Ausstrahlung von Rey. Letztlich sind mir die Figuren nicht in tieferer Erinnerung geblieben. Schon bei Godzilla gab es in der Hinsicht Defizite. Charaktere sind nicht Edward’s große Stärke.

Trotzdem stehe auch ich mit meinem Urteil zu Rogue One etwas zwischen den Stühlen, denn mir hat die komponierte Musik sehr gut gefallen, die ich mir gerne separat anhören möchte.
Der blinde Asiate war eine gute Idee. Auch die Finale Schlacht war ansprechend in Szene gesetzt - das ist definitiv eher das Talent von Gareth Edward - und als Schauplatz Palmeninseln zu zeigen war ein schöner Kontrast zu den ansonsten düsteren Settings. Außerdem waren die Kampfszenen auf diese Weise choreografisch ansprechend. Ich fand das Finale spannend.

Fazit: Als normalen Sci-fi Actioner fand ich Rogue One ganz ok und einigermaßen unterhaltsam. In der Star Wars Reihe dagegen nahezu unbedeutend mit dem Charakter einer Konservendose. Unter den vielen Star Wars Filmen liegt er für mich in etwa auf einer Linie mit Episode III und Episode VI.


#38


Eine Geschichte, die schon dutzende Male erzählt wurde, Charaktere und Situationen, die man aus zahlreichen Filmen kennt – die Bankräuber mit den “guten” Absichten, die brüderliche Dynamik zwischen fürsorglichem Familienvater und dem Knastbruder als “Wild Card”, die ungleichen Cop Buddies, dazu der Hintergrund der texanischen Kleinstädte…es grenzt an ein Wunder, dass HELL OR HIGH WATER sich im Rahmen all dieser Klischees seine Eigenständigkeit bewahren kann.

Das liegt unter anderem an den starken Performances, überraschenderweise auch von Chris Pine. Es liegt am Genre – ausnahmsweise kein “Texas Noir” wie NO COUNTRY FOR OLD MEN oder COLD IN JULY sondern ein Post-Western voller archetypischen Szenen, von den Banküberfällen über die Verfolgung durch den schießwütigen Lynchmob bis zum Shootout bzw. Verbalduell am Ende. Und es liegt am Zeitkolorit: HELL OR HIGH WATER ist ein Finanzcrash-Film aus Trump Country, dem Land der Vergessenen und Verschuldeten, in denen nicht die Bankräuber die Bösen sind – sondern die Banken.

Auch wenn es also im amerikanischen mittleren Westen nichts Neues gibt, bleibt doch ein gut gemachtes, unspektakuläres Drama als treffende politische und wirtschaftliche Bestandsaufnahme – mit einem trocken-melancholischen Soundtrack von Nick Cave und Warren Ellis.


#39


Don’t believe the Hype: Wer wie ich schon UNBREAKABLE lahm und dämlich fand, der wird wohl auch mit SPLIT nicht so recht warm werden. Offenbar waren einige Kritiker so positiv überrascht, dass M. Night Shyamalan mal keinen schlechten Film abliefert, dass sie diesen mittelprächtigen Thriller zum großen Comeback erklärten. Dabei waren sowohl THE VISIT als auch der Pilotfilm zu WAYWARD PINES schon durchaus gelungen (aber ich bin auch einer der wenigen, die THE HAPPENING gut fanden).

Doch SPLIT kommt nie so richtig in Fahrt, arbeitet sich an allen Standards des Captivity-Subgenres ab und enttäuscht mit zahlreichen Drehbuchschwächen, einer unglaubwürdigen Groschenheftpsychologie und schwachen Charakteren wie der ebenso unprofessionellen wie verantwortungslosen Psychiaterin. Dazu kommt der Trash-Aspekt: SPLIT wäre gerne ein ernstzunehmender Psychothriller, entgleist aber immer wieder in Richtung Exploitation (u. a. beim Ablichten der leicht bekleideten Mädchen) und wird gegen Ende auch noch unfreiwillig komisch (zumindest gab es bei meiner Vorführung einige Lacher, die vom Regisseur bestimmt nicht gewollt waren). So hängt letztlich alles an James McAvoy, dessen Spiel, nun ja, etwas plakativ und wenig nuancenreich, aber dennoch überzeugend ist.

Insgesamt also eher eine maue bis durchschnittliche Angelegenheit mit den üblichen Schwächen des Regisseurs – nette Idee, Umsetzung mäßig bis mangelhaft.

Wer wissen will, was es mit dem “Mid-Credit-Sting” des Films auf sich hat, wird hier fündig:
http://www.empireonline.com/movies/news/m-night-shyamalan-james-mcavoy-talk-split-beyond/


#40

Die Tage wurde er noch hier in einer 2016er Bestenliste erwähnt, jetzt gibt es ihn schon bei Amazon Prime in der Film-Flat. Das habe ich direkt ausgenutzt. :slight_smile:

10 Cloverfield Lane

Tatsächlich ein richtig spannender Bunker-Thriller mit einem sehr überzeugenden John Goodman. Die teilweise fast alltägliche, aber immer unterschwellig bedrohliche Atmosphäre hat mir gefallen, und dass gewisse Dinge aus der Vergangenheit nur angedeutet wurden, anstatt alles zu erklären. Schade fand ich nur, dass dem Film (nachträglich, denn eigentlich hatte das Drehbuch ja nichts mit Cloverfield zu tun) der Cloverfield Stempel aufgedrückt wurde, denn das hat ihm in meinen Augen mehr geschadet als genützt.

Dadurch, dass ich das Cloverfield Universum kannte, war von vorneherien klar, dass es wirklich eine Bedrohung gibt. Das nahm der Situation am Anfang einiges an Überraschungspotential, denn da wurde sich doch eigentlich Mühe gegeben, mit dem Zuschauer zu spielen. Zumindest bis die infizierte Frau an der Tür auftauchte, hätte auch alles Show sein können. Der Titel spoilert sozusagen das Ende. Und das ist dann auch noch das Schwächste am Film, hier hätte auch weniger gereicht.

7,5/10