Aktuelle Genrefilme

Welche Filme aber wirklich noch in der obigen Aufzählung fehlen, sind Kathryn Bigelows nervenzerrend-beklemmendes Weltuntergangs-Szenario „A House Of Dynamite“, und (zumindest in meinem Falle) auch noch Julia Ducournaus (IMHO eher durchwachsener) „Alpha“. Auch, wenn Du die vielleicht noch gar nicht gesehen haben solltest, und demzufolge also auch nicht zu Deinen ofdb-reviews verlinken kannst, aber erwähnen sollte man die, wie ich finde, dennoch unbedingt. Aber ja, auch für mich ein starkes Genre-Kinojahr. Emilie Blichfeldts „The Ugly Stepsister“ würde ich übrigens auch noch in die Liste mit aufnehmen wollen.

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Jau, stimmt, Frau Bigelow habe ich vergessen (und ebenso wie KEEPER noch nicht gesehen), ALPHA soll wohl erst im April 2026 (!) in die deutschen Kinos kommen und die Festivalfilme hatte ich mal bewusst außen vor gelassen, wobei die gar nicht mal so hässliche Stiefschwester natürlich ebenfalls unter die Arthouse-Geheimtipps fällt.

Edit to add: Man darf natürlich auch denn neuen DRACULA von Luc Besson nicht vergessen. Obwohl, naja eigentlich doch.

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Später, aber wie ich finde, sehr interessanter Nachtrag zu SAVE THE GREEN PLANET (bin jetzt erst durch alle DVD-Extras durch):

Autor und Regisseur Joon-hwan erzählt, dass der Film vor allem zwei Inspirationsquellen hatte.

Zum einen hatte er die Stephen King Verfilmung MISERY gesehen und fand es schade, dass die arme Katy Bates nicht als mehr bemitleidenswerte Figur gezeichnet war. Daher wollte er einen Film machen, bei dem man mit dem Entführer mitfühlt.

Zum anderen gab es wohl eine Zeit lang „Leonardo Di Caprio Hatepages“ im Internet, auf denen dem Schauspieler alle möglichen Gerüchte untergejubelt wurden. Eines davon lautete, dass Leo ein Alien sei, das auf die Erde gekommen ist, um den Männern die Frauen auszuspannen.

Ein sehr trauriges Detail findet sich auch auf der DVD: Der Film wurde in Südkorea wohl nach nur einer Woche abgesetzt. Joon-hwan zeigt uns eine Kinokarte. Die hat er sich gekauft, um seinen Film nochmal auf der großen Leinwand zu sehen. Er war allein im Kino.

By the way: Arrow hat gerade eine Neuauflage in 4K UHD angekündigt:

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Tja, das nennt man dann wohl Poetic Justice, aka “späte Genugtuung”
oder “ausgleichende Gerechtigkeit”.

Aber schön zu sehen, dass der Film jetzt doch noch die ihm gebührende
Anerkennung bekommt…..war vlt. seiner Zeit doch etwas voraus?

Hab den Lanthimos jetzt auch gesehen, hat mir ganz gut gefallen, das etwas
andere bzw. verlängerte Ende (der gezeigte Aftermath) hat auch gepasst.

Gefehlt hat allerdings die etwas längere Montage, wo beim koreanischen Original
quasi das ganze, mit Unglücksfällen und Tragödien gespickte und übersäte, Leben
des Hauptprotagonisten nochmals aufgerollt und aufgezeigt wird, weshalb man
überhaupt erst Mitleid und Verständnis für ihn und seine Situation und Handlungen
aufzubringen in der Lage ist.
Diese Szene hat mich seinerzeit wirklich zu Tränen gerührt und war bzw. ist für
mich das eigentliche Herzstück des Films.
Hab den schon lange nicht mehr gesehen, hoffe meine Erinnerung täuscht mich
da jetzt nicht) :-).

Davon ist in der neuen Version nichts geblieben, hier ist es lediglich die Situation
mit der Mutter und die Tatsache, dass der etwas zurückgebliebene Cousin immer
wieder was von Schicksalsschlägen erwähnt, die jedoch nie weiter erläutert bzw.
vertieft oder gar aufgezeigt werden.
Hat für mich dazu geführt, dass ich dem Film jetzt emotional nicht viel abgewinnen
konnte, dafür hat er mich einfach zu kalt gelassen und zu wenig berührt.

Am Ende aber dennoch ein guter Film und mal ausnahmsweise ein halbwegs
gelungenes Remake, das vor allem bei Lanthimos gut aufgehoben ist und sich
nahtlos in seine Filmografie einfügt.

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Ich bin ja doch etwas konsterniert, und gerade mehr als nur ein bisschen baff, dass hier noch so rein gar nichts (oder sollte ich das am Ende etwa schlichtweg nur überlesen haben?) über Luca Guadagninos „After The Hunt“ mit einer formidablen Julia Roberts, Andrew Garfield und Chloë Sevigny zu lesen war und ist… Hat den etwa noch Keine:r von Euch geschaut? Naja, ich bis eben gerade ja auch noch nicht, obwohl ich ihn damals eigentlich im Kino hatte sehen wollen, dann aber leider verpasst habe (falls er hier in HH überhaupt nennenswert gelaufen sein sollte). Nun isser aber für Amazon Prime-Kund:Innen für lau und umme ebendort abruf- und ansehbar, und habe ich den soeben endlich mal nachgeholt. Und kann Allen von Euch, die den bislang auch verpasst, oder aber gar nicht auf dem Zettel gehabt haben sollten, nur allerwärmstens anempfehlen, das auch zu tun. Wer im letzten Jahr der Meinung war, Demi Moore habe für ihre Rolle in „The Substance“ einen Oscar verdient, und sich dann im Frühjahr darüber beschwert hatte, dass sie dann letzten Endes leer ausgegangen ist, die:der müsste Roberts ob ihrer famosen Ausnahme-performance in diesem Universitäts-Milieu-Thriller- / Schwarze Komödie (eher Groteske-)-Bastard eigentlich der Goldjungen gleich dreie zugestehen. Aber auch davon ab ein wahrer Hochgenuss, nicht nur in Sachen Kamera und score (Trent Reznor und Atticus Ross), sondern auch was das seltsam unentschlossen-unentschiedene, leicht blurry Narrativ betrifft, welches seinen handelnden Figuren beizeiten mehr Ambivalenzen zugesteht, als diesen guttun dürfte, aber irgendwie doch immer damit durchkommt, und Eine:n zum Filmende mit mehr Fragezeichen auf der Stirn zurücklässt, als der Riddler auf seinem Kostüm prangen hat. Toller Streifen, vielleicht der erste von Guadagnino, den ich wirklich mag (wobei ich aber dazu schreiben muss, dass ich bislang leider weder „Challengers“ noch „Queer“ gesehen habe). Hat sowohl Woody Allen-„Match Point“- als auch leichte „Tár“-vibes (ohne natürlich je auch nur im Ansatz an eines dieser beiden herausragend-grandiosen Meisterwerke heranzureichen). Definitiv sehenswert, und gibt seinen Zuschauer:Innen bei aller nur scheinbaren Prätentiösität jede Menge food for thought mit. Guckt Euch den also ruhig mal an, wenn Ihr irgendwann nix weiter Besseres vorhaben solltet. Schreibe dann (hoffentlich) die Tage nochmal was mehr dazu.

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Da ich hier noch die halbe Nacht durchwachen musste, um mich höchstselbst davon zu überzeugen, ob die Playstation 5 das nervige gigantisch-grosse update zu „Kingdom Come Deliverance 2“ (gute 100 GB an zusätzlichem Download, mehr als das Hauptspiel selbst - eine echte Frechheit, vor Allem, da das Update nur deshalb solche exorbitanten Ausmaße hat, da man quasi dazu verdonnert wird, neben den eigentlichen Updates auch gleich noch die ganzen DLCs mit runterzuladen, egal, ob man die überhaupt haben will, oder nicht) durchwinken würde, (und parallel dazu auch noch die Waschmaschine lief), und der Film gerade für lau auf Amazon Prime zu sehen ist, dachte ich so bei mir: „Joa, kannste eigentlich auch endlich mal „L’amour ouf“ (a.k.a. „Beating Hearts“) nachholen!“ Gute zwei Stunden und vierzig Minuten später bin ich doch reichlich ernüchtert, und rangiert der in meiner persönlichen Gunst eher so in Sachen „solides Mittelfeld“. Und hat mich emotional zudem so gut wie gar nicht erreicht - und das bei mir, die:der ich ansonsten ja bei so ziemlich jedem Film irgendwann hemmungslos zu flennen anfange. Wieso, weshalb, warum, das dann bei mir nicht so wirklich geklappt hat, mit der ach so grossen und Alles und Alle (nur eben mich nicht) verzehrenden Outsider:Innen-Liebe gegen alle inneren und äusseren Widerstände, dazu demnächst noch was mehr. Erstmal nur: Gute Nacht allerseits, bzw. dem Einen oder der Anderen wohl auch eher: „Schönen Guten Morgen!“

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Ging mir aber tatsächlich auch so, kam nach den zahlreichen Vorschusslorbeeren doch reichlich ernüchtert aus dem Kino…. fällt nach einer guten, soliden ersten Hälfte leider total ab.
Dabei hatte ich mir gerade von der zweiten Hälfte, als dann auch Adèle endlich ihren Auftritt hat,
so viel mehr versprochen….

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Mhhh joa, sorry, bei mir herrscht mal wieder die große emotionale Leere zum Ende eines aufreibenden und sehr erfüllten Filmjahres :wink: Mein volle 8 Seiten umfassender Sitges-Report findet sich in der aktuellen Ausgabe der DEADLINE, zumindest einer der bislang angekündigten FWN-Filme wird dort auch vorgestellt (THE HOLY BOY). Und ja, Herr Stiglegger war ebenfalls vor Ort, in einer Jury.

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Doch, geschaut, aber schwerst unbeeindruckt gewesen und nach einem Tag schon wieder vergessen gehabt … sorry :man_shrugging:

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Ich prognostiziere mal, dass uns dieser Trailer bei den White Nights rund 10 mal um die Ohren gehauen wird. Schade, dass sie die Rolle von Samara Weavings Schwester nicht mit Margot Robbie besetzt haben. :grin:

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