„Isn’t Love the whole point?“ - „Of what?“ - „Well…everything?“
Keine Sorge, mein review von „Ready Or Not 2: Here I Come“ kommt auch noch, aber eben doch noch nicht „here“
, sondern wohl erst am Mittwoch oder Donnerstag (Kurz-Info: Der Film ist nicht ganz so eine Vollkatastrophe wie sein Vorgänger, dafür aber zu gut zwei Dritteln wirklich brunzdumm und zum Haareraufen blödsinnig, legt dann aber in seinen letzten zwanzig Minuten ein Finale hin, das zwar auch nicht allzu originell, dafür aber wirklich passend, und erstaunlicher Weise auch im Ton vollkommen überzeugend ist, was zwar nicht den ganzen vorangegangenen Klimbim wieder gut, oder gar aus „Here I Come“ einen wirklich guten Film machen kann, mich aber immerhin doch ein wenig mit dieser seltsam-unsinnigen, überflüssig-dummsinnigen Filmreihe versöhnt verschwestert hat… David Cronenberg hat einen kurzen Gastauftritt gleich zu Beginn, Sarah Michelle Gellar ist auch mit dabei, und Elijah Wood simply seems to be havin’ the time of his life). Hier aber die Info, dass die queere Dom-Com „Pillion“ mit Alexander Skarsgård und Harry Melling wohl der Liebesfilm des Jahres sein dürfte… falls er denn überhaupt wirklich ein Liebesfilm ist. Auf alle Fälle ist er verschwitzt-geil, offenherzig-nonchalant, klischeelos-empathisch, den Intellekt und die Libido gleichermaßen stimulierend, unbeirrbar-subversiv, und akzeptierend-provozierend. Ein Film, der Beziehung und Begehren, Bedürfnisse und Grenzen, Nähe und Vertrautheit, Konventionen und Irritationen so locker-lässig durcheinanderwirbelt, als wäre es das Abarbeiten einer Einkaufsliste, welche Dir Dein neuer Herr wortlos in die Hand drückt, und Dich über Absprachen, Machtstrukturen und normative Setzungen so brennend neu nachsinnen lässt, als wäre es das nächte- und wochenlang innerlich aufgestaute Verlangen nach einen einzigen Kuss, oder wenigstens der Erlaubnis dazu, neben Deinem Lover im Bett schlafen zu dürfen, anstatt auf dem Fussboden. Und ein Streifen, der absurd komisch und schockierend intim ist, ohne auch nur eine einzige seiner Figuren lächerlich zu machen, oder die Zuschauer:Innen zu taktlosen Voyeur:Innen werden zu lassen. Zuguterletzt auch ein Film, der es doch tatsächlich hinbekommt, ein BDSM-Bikerclub-Outdoor-Wochenende mit nebeneinander über Campingtische hingeworfenen Subs in Lederchaps, die nur devot darauf warten, von ihren Doms rauh und hart penetriert zu werden, so banal und selbstverständlich, und trotz aller animalischen Geilheit so intim-berührend wirken zu lassen, als sei es das Normalste auf der Welt. Ganz GROSSES Kino, nicht verpassen! Review folgt noch.