All the boys love Mandy Lane

Stimmt, die männlichen Besucher fanden den Film alle besser als ich. Den Film kann man eigentlich auch erst nach dem Betrachten diskutieren. Von daher sag ich jetzt erst mal nichts weiter, denn alles andere wäre spoilern. :slight_smile:

die ersten stimmen sind ja wirklich SEHR ernüchternd. Aber so ein Vorneweg-Hype tut keinem Film wirklich gut. ich freu mich weiterhin… AM DO ist es soweit.

Warum wurde der Film so gehypet? Ich finde die Storie…, na ja, nichts besonderes halt. Werde ihn mir auch nicht ansehen.

Ich weiß ja nicht, was genau die “ernüchtertern” Stimmen" erwartet haben. Meine Erwartungshaltung wurde voll und ganz erfüllt. Für mich der bisherige Höhepunkt des diesjährigen FFF, nachdem ich von anderen im Vorfeld maßlos gehypten Filmen (z.B. The Signal) doch eher entäuscht war.

Dann war entweder deine Erwartungshaltung seeeehr niedrig :slight_smile: oder ich hab den “Sinn” des Films nicht verstanden. :wink:

Der “Sinn” des Films ist es, glaube ich, spannend zu unterhalten. :wink:

Aber was ihn m.E. über die breite Masse der Teenie-Slasher-Filme hinweg hebt, sind die die sehr gut herausgearbeiteten Charaktere und die lebensnahen Dialoge. Ehrlich gesagt habe noch nie so viel “real life” in einem Slasher-Film gesehen. Meistens spielen diese Streifen in einer Art Paralleluniversum, mit eindimensionalen, schablonenhaften Charakteren und künstlichen Dialogen (- und das schließt durchaus auch echte Genre-Perlen wie etwa Scream mit ein.) Hier hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass der Film in der “realen” Welt spielt und dass ich es mit “Typen” zu tun habe, die mir jederzeit über den Weg laufen könnten. Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt. :wink:

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: trigger am 31.07.2007 12:36 ]

Ja schon - aber irgendwie hat mir das Motiv gefehlt am Schluss, eine anständige Auflösung. Irgendwie ist die ganze Wirkung dieses Films einfach so verpufft. Oder ist mir da was entgangen ?? Ich hab vielleicht einfach was frecheres erwartet, was spritzigeres. Vielleicht auch nach Rainers Ankündigung, dieser Film gehöre zu seinen Top Drei Filmen. Welcher der Dritte war, hat er uns nicht gesagt, der andere war Hallam Foe. Hmmm, ich glaube, Rainer und ich haben einen völlig anderen Filmgeschmack.

Ein anderer Kinogänger meinte: Mandy Lane erfindet zwar das Genre nicht neu, unterhält aber ganz ordentlich.

Ach ja, der Soundtrack war super. Schön ironisch zu dem was auf der Leinwand geschieht.

Also ich fand MANDY LANE toll. Meine Meinung zum Film steht online.

ich kann mich tiggers Meinung voll anschließen. Nicht nur der Soundtrack war klasse, auch die Charaktere waren für einen Slasher sehr gut rausgearbeitet.
Ich hab einen guten Slaser erwartet und genau das auch bekommen - was will man mehr.
Schlecht ist Mandy Lane auf keinen Fall - im Gegensatz zu dem überschätzten und oft erwähnten The Signal.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: kalle am 03.08.2007 12:05 ]

Dann schließe ich mich doch glatt auch dem tigger an :wink:

Normalerweise wünsche ich in Slasherfilmen schnell jedem den Tod, aber hier sind einem die Teenies nicht egal, weil sie sehr “echt” rüber kommen. Gerade Mandy und die beiden anderen Mädels fand ich sehr überzeugend. Man kann tatsächlich nachempfinden, warum alle verrückt nach ihr sind, und dabei macht es den Film besonders sympathisch, dass sie nicht bloß eine hirnlose Sexbombe ist.

Der Schluss-Twist hat mich völlig überraschend getroffen, obwohl man sich im Nachhinein natürlich denkt, dass man das mit Leichtigkeit hätte vorhersehen können. Habe ich aber nicht, und das rechne ich dem Film hoch an. Ich wurde durchgehend gut unterhalten, es gab keine Längen und die eine oder andere Szene, die richtig weh tat.

“Mandy Lane” hat mir insgesamt besser gefallen als die seichten Teenie-Schocker zu Scream-Zeiten oder Filme neueren Datums wie “Wrong Turn”. Auch wenn das Slasher-Genre nicht neu erfunden wird ist der Film bisher ein echtes Highlight für mich, weil er einfach alles richtig macht und sich nichts vornimmt, was er nicht halten kann.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Zwerg-im-Bikini am 03.08.2007 18:16 ]

Zwerg-im-Bikini, Mr. Vengeance und kalle, ihr macht mir Hoffnung. Danke!

Aber Timber Falls taugt trotzdem nix?

Timber Falls ist, zumindest in meinen Augen, gelungene Genrekost ohne wirkliche Ausrutscher nach oben oder unten.
Eher vielleicht - vor allem durch die schauspielerische Leistung der Tussi und dem hochwertigen Look - mit leichtem Touch nach oben. Da hab ich schon viel schlimmeres gesehen. Gehoert aber nicht hier her, eigentlich :wink:

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Sidschei am 03.08.2007 21:49 ]

Hatte Mandy Lane und Timber Falls eigentlich schon gestrichen. Von Mandy Lane werde ich mir auf jeden Fall ein eigenes Bild machen. Und Timber Falls, ach, luure mer mal, isch hann eh nix besseres ze dunn… :wink:

Dennoch danke für die Antwort auf ein Off-Topic-Thema.

Timber Falls ist durchaus ok - nichts Weltbewegendes, aber um einiges besser, als ich es nach den Reviews hier erwartet hatte.

Mandy Lane ist um Klassen besser und ein wirklich interessanter Film. Auch, wenn ich NICHT, und zwar absolut nicht, verstehen kann, warum alle so verrückt nach Mandy sind. Und auch, wenn ich mich frage, ob ihr alle vielleicht irgendwo in den USA lebt, wenn ihr solche Leute wie die Figuren in diesem Film auch täglich auf der Straße trefft :wink:

ich denke der jenige meinte eher, das die typen mal keine gestählten Muskelberge mit blondierten haaren sind. Und der kleine Typ der die party schmeißt, wäre wohl in jeder anderen Produktion der Quoten-Looser gewesen. Aber bei MANDY LANE ist er ein Teil der Gruppe, - ein Individuum. Das gibt es weiß gott nicht alle Tage.

Naja ok, aber etwas völlig neues ist das nun auch nicht. Und, ich zitiere, “eindimensionale, schablonenhafte Charaktere und künstliche Dialoge” waren das hier trotzdem - egal, ob Muskelberge oder Loserfressen…

das mag auch sein, finde ja selbst das der Film oft über die eigenen Genrekonventionen stolpert. Aber die Vorzüge von MANDY LANE liegen doch auf der Hand: Er hat den Esprit von einem 70er Film. Und nicht wie die vielen anderen Vertreter des Genres nur eine Anzahl schlecht nachgestellter Klassiker-Schnipsel, die sich später unter dem Deckmantel “Hommage” verstecken.

Keine Frage. Ich fand ihn ja auch durchaus gelungen.

Schließe mich dem an. Kritik folgt noch. Wobei ich Mr Vengeance fast uneingeschränkt recht gebe, der Film leidet unter dem Missverständnis, heutige Sehgewohnheiten als Maßstab zu nehmen. Es ist eine Hommage an den 70er Slasher, einschließlich langsamen Aufbau.