Am 02.11.2010 09:34 , GeorgeKaplan schrieb:
Sidschei, wenn ich es nicht besser von Dir wüsste, würde ich dir glatt den Advocatus Diabolus unterjubeln, der hier mit dem Schalk im Nacken eine Diskussion um der Diskussion willen provoziert.
Is ja quatsch. Abgesehen von der Tatsache, dass Du quasi selbst sagst, dass ich schon immer „so wahr“, hab ich als Threadersteller rein punktetechnisch betrachtet weniger von einer Diskussion wenn ich den Thread erstellt habe als ihr, die darin postet 
Im besagten Text wird als Einleitung alleine auf die historische Bedeutung der Filme über Jugendkriminalität in England eingegangen:
„Die bemerkenswerte Tradition des britischen Gangfilms – angefangen mit Kubricks A CLOCKWORK ORANGE bis zu Allan Clarkes Studie jugendlicher Wut, SCUM…“
Nun ja. Sagst Du mir damit, dass Du der Meinung bist, dass „Shank“ sich in diese Tradition einreiht?
Fuer mich steckt die Tatsache hier im Detail dessen, was Du selbst zitierst:
Studie jugendlicher Wut
Hier steckt imho genau der Detailteufel: Auch wenn alles Filme sind, steckt hinter den genannten wirklich was dahinter. Lass es uns Studie nennen. Ein auch nur ansatzweises Auseinandersetzen, was fuer mich Qualitaetsmerkmal eines wirklich guten Filmes ist, kann ich bei Shank nicht entdecken. Im Gegenteil: Shank betrachte ich einfach nur als einen Film. Nicht mehr, nicht weniger, unabhaengig von meinem Gefallen. Er bietet einfach keinen echten Tiefgang.
„Die bemerkenswerte Tradition des britischen Gangfilms“ muss, meiner Meinung nach, einfach mehr hergeben als dieses - natuerlich nur meiner Meinung nach - wenig inspirierte und abwechslungslose Werk.
Aber vielleicht liegt das auch einfach in der (jetzt provokativ globalisiert genannten) „Verdummung“ der nachwachsenden Generationen vergraben. Mein Anspruch mag vielleicht hoeher liegen, als er in der heutigen Zeit oftmals ist, in dem wirklich gute, anspruchsvolle Filme finanziellen Beinbruch erleiden.
Es ist ja weitergedacht genauso eine Frechheit, diese biligen Indie-D-Movie-Schrott-Filme mit Romeros Original-Zombie zu vergleichen. Nur weil er dessen Grundgedanke eventuell weiter fuehrt, ist es noch lange kein Werk, was auf der selben Stufe zu nennen ist oder sich dort aufhaelt? Und wer einmal drauf reinfaellt, wird immer vorsichtiger und glaubt spaeter mal nicht, selbst wenn wer dann auf nem Cover (oder im Programmheft) die Wahrheit spricht. Und das ist doch auch kacke.
dass wir uns über den gewollt verkaufsfördernden Charakter des Heftes einig sind, schießen wir hier gerade mit Kanonen nach Spatzen, getreu dem Motto "Wehret den Anfängen".
Schadet sich das FFF aber nicht selbst, wenn es werbetechnisch betrachtend und dadurch hinnehmend „Falschaussagen“ trifft? Man sieht es doch schon hier: Das Heft wird nicht wirklich ernst genommen. Ist ja auch nicht Sinn und Zweck, oder?
Abgesehen davon gehe ich mit Todaystomorrow konform, das heißt, ich finde die Beschreibungen inzwischen zutreffender als noch vor 10 Jahren.
Dem kann ich durchaus zustimmen. Es hat sich wieder veraendert, ist - sagen wir mal - wieder vorsichtiger geworden.
Aber irgendwie hat sich der Thread in ne ganz andere Richtung entwickelt, als ich es mir im Ursprung dachte g Ich wollte eigentlich diese - wie Du es nennst
- Traditionen blos aufgelistet/genannt haben und nicht eine generelle, schon x mal vorhandene Kritik/Diskussion ueber das Heft erneut ausloesen. Aber auch egal 
@Lucki:
Es ist aber auch sehr gewagt, auf eine „Folge lustiger Eroeffnungsfilme“ darauf zu schliessen, dass die Folge fortgesetzt wird g Es gab ja auch schon andere Eroeffnungsfilme. Wenigstens ein kurzen Bllick auf die Genres von imdb sollte man da schon werfen, wie weiter oben auch erwaehnt. Das laesst den Film wenigstens irgendwie genauer einordnen. Dass das Programmheft keinerlei Ansatz ueber das Genre liefert, find ich auch immer und immer wieder schade. Aber da gibts ja zwischenzeitlich in der Tat schnelle, andere Informationsquellen. Zum Glueck.
Was „The last Exorcism“ angeht, gab es da bei den Vorfuehrungen wo der Regisseur anwesend war auch einige diskussion ueber den Trailer und nicht vorhandener Szenen im Film, beispielsweise. Hier war er - so wurde mir erzaehlt - einfach dem Druck des amerkanischen Filmstudios ausgeliefert, welches den Film eben dem amerkanischen Publikum schmackhaft machen musste. Und das waere anders halt wohl nicht gegangen.
Sid
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Sidschei am 02.11.2010 13:51 ]