Am Nullpunkt

“The Beast from Yucca Flats”

Unfassbarer Film. Ed-Wood-Ikone Tor Johnson als sowjetischer Wissenschaftler flieht in den Westen und wird, kaum angekommen, durch eine Atombombenexplosion zum Monster.

Niemand redet in dem Film. Das heißt nicht, das es keinen Dialog gibt, nur sieht man die dazu gehörenden Schauspieler niemals. Andersherum, macht mal einer den Mund auf, hört man nichts.

Dafür aber einen Erzähler, der unglaubliche Weisheiten von sich gibt, während Tor Johnson durch die Wüste stapft:
“Push a Buttom - Things happen”
“A man runs, somebody shoots at him.”
“Vacation Time. People travels east, west, north … or south.”
“Feed Soda Pops to the thirsty Pigs!”
“A hundred and ten in the shade, and no shade” WHAT?
"Flag on the moon - how did it get there?"
äh…

54 Minuten geht das so, jeder Satz ist zitatwürdig. Keine Ahnung, welche Pillen die damals geschmissen haben. Aber es muss ein verdammt geiles Zeug gewesen sein, und sie fassten ihre völlig neuen Erfahrung im Film wie folgt zusammen
"To reach the top, a man needs an airplane. A jump from a plane could land you on top. But the killer is…not on the plateau." OMMMMMMMMM…

Der absolute Nullpunkt des Filmuniversums. Jede Diskussion, die wir vor einiger Zeit über Trash hatten, endet hier. Und egal, was man sich danach anschaut, es ist besser. Ein Rezensent auf der Imdb beschrieb den Film völlig treffend als “Time Warp: It seems twice as long as it really is - so when it’s over, the viewer discovers a full, totally unexpected extra hour of life available!”

Wie enden? Mit einem Zitat?
"No doctors can help. Maybe angels. But not doctors."
Ja, genau.

Legaler Download unter www.archive.org

Großartig. Endlich mal jemand mit Geschmack. :laughing:

Danke für den Thread, Schorsch! Filme, die die Welt nicht braucht - aber ohne die sie um einiges ärmer wäre …

Allen, die sich diesbezüglich weiterbilden möchten oder sonstwie masochistisch veranlagt sind, empfehle ich diese Box:

null

Null? Harhar. Was für eine Wonne. Oder eine Qual - je nachdem. Auf jeden Fall VALUE FOR MONEY, egal ob man sich diese 50 Meilensteine des schlechten Geschmacks nun tatsächlich einverleibt oder die 12 (!) enthaltenen DVDs als Untersetzer benutzt - dekorativ ist das Teil allemal.

Kürzlich habe ich mir “The Brain From Planet Arous” aka “Die Augen des Satans” gegönnt und der war schon beyond belief, um nicht zu sagen ganz weit draußen. Tatsächlich glaube ich aber, dass “The Beast From Yucca Flats” noch einen draufsetzt in puncto Stümperhaftigkeit. Und das will was heißen! Den hebe ich mir dann auf für besondere Momente, z.B. wenn sich ungebetene Gäste mal wieder spontan zu 'nem DVD-Abend bei mir einladen … :grin:

Trash ist König. Zwar nicht immer und bei jeder Gelegenheit, aber gut zu wissen, dass da draußen noch eine (Parallel)Welt neben Jerry Bruckheimer und James Cameron existiert …

“You think you know what PAIN is? - You know nothing.”

Woher stammt denn das bitte noch mal? Egal, passt aber hier wie Arsch auf Eimer. Ich möchte bei der Gelegenheit noch auf folgende Seite hinweisen:

Seitentitel

Da werden die 20 drolligsten (um nicht zu sagen beknacktesten) Filmkreaturen aller Zeiten vorgestellt. Trash as Trashcan, sozusagen. Bitte unbedingt die Kommentare dazu lesen - ich bin echt zusammengebrochen … :slight_smile:

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: MaxSchreck am 27.10.2009 14:25 ]

Am 27.10.2009 07:50 , GeorgeKaplan schrieb:

„The Beast from Yucca Flats“

Unfassbarer Film. Ed-Wood-Ikone Tor Johnson als sowjetischer Wissenschaftler flieht in den Westen und wird, kaum angekommen, durch eine Atombombenexplosion zum Monster.

Niemand redet in dem Film. Das heißt nicht, das es keinen Dialog gibt, nur sieht man die dazu gehörenden Schauspieler niemals. Andersherum, macht mal einer den Mund auf, hört man nichts.

Dafür aber einen Erzähler, der unglaubliche Weisheiten von sich gibt, während Tor Johnson durch die Wüste stapft:
„Push a Buttom - Things happen“
„A man runs, somebody shoots at him.“
„Vacation Time. People travels east, west, north … or south.“
„Feed Soda Pops to the thirsty Pigs!“
„A hundred and ten in the shade, and no shade“ WHAT?
„Flag on the moon - how did it get there?“
äh…

54 Minuten geht das so, jeder Satz ist zitatwürdig. Keine Ahnung, welche Pillen die damals geschmissen haben. Aber es muss ein verdammt geiles Zeug gewesen sein, und sie fassten ihre völlig neuen Erfahrung im Film wie folgt zusammen
„To reach the top, a man needs an airplane. A jump from a plane could land you on top. But the killer is…not on the plateau.“ OMMMMMMMMM…

Der absolute Nullpunkt des Filmuniversums. Jede Diskussion, die wir vor einiger Zeit über Trash hatten, endet hier. Und egal, was man sich danach anschaut, es ist besser. Ein Rezensent auf der Imdb beschrieb den Film völlig treffend als „Time Warp: It seems twice as long as it really is - so when it’s over, the viewer discovers a full, totally unexpected extra hour of life available!“

Wie enden? Mit einem Zitat?
„No doctors can help. Maybe angels. But not doctors.“
Ja, genau.

Legaler Download unter www.archive.org

Danke für den Tip. Ich habe eine halbe Stunde durchgehalten und es kam mir vor wie eine ganze Stunde :grin: Definitiv eine Erfahrung!
Skuril finde ich auch „Flag on the Moon - Where does it come from?“
Das konstant nur Leute reden die gerade nicht im Bild sind, bzw deren Gesichter nicht im Bild sind war irritierend.