Backrooms (Diskussionen - Theorien - Ideen (Mit Spoilern))

Auf Wunsch von @Alexander hab’ ich nun also mal einen thread zum neuen Genrefilm-Hit eröffnet… Hier sollte mehr als genug liminaler Raum sein, um sich über Theorien, Eindrücke, Impressionen und Ideen zu Kane Parsons kongenial-verstörendem Streifen auszutauschen… Aber bitte nicht im verwinkelten Theorie- und Diskussions-Wirrwarr verirren, und sich ein Seil umbinden, um den (nicht roten, sondern safrangelben :wink: ) thread-Faden nicht zu verlieren…

…und wer als Erste:r mit seinem: ihren Buchstaben-Wust durch die post-Begrenzung stösst, und somit die von Foren-Grossmeister @todi in weiser Voraussicht hier gleich mit eingebauten f3a-net-Foren-Backrooms findet, gebe dann bitte den Anderen Bescheid, damit wir ein paar weird-strange Erkundungen machen, und beängstigend-sinnesverwirrende Expeditionen dahin organisieren können… :wink:

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Ich habe dem Thread mal einen passenden Header gegeben. :kissing_face_with_smiling_eyes:

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Du hast Recht und ich hab Hitze :sweat_smile:

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Keine Ahnung, ob das ohne SZ-Abo lesbar ist, aber hier steht ein interessanter Aspekt drin, der mir noch nicht aufgefallen war – die Minotaurus-Mythologie. Immerhin nimmt Clark ja auch einen „Faden“ mit ins Labyrinth.

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He he he @ „Ich hab’ Hitze“ - wer hat die nicht, in „these trying times [in which we’re] not trying“ (Taylor Swift-Zitat-Modus wieder aus). Ich hatte auch erst hin- und herüberlegt, ob und wie ich die thread headline etwas schöner gestalten könnte, bin dann aber so ad hoc leider zu keinem vernünftigen, und besseren Einfall gekommen. Und Doppelpunkt nach dem Filmtitel hätt’ ich noch dööfer gefunden, als das, wie es jetzt da steht. Naja, Da ich ja der:die thread-Starter:in bin, kann ich den Titel ja auch zukünftig noch nach Belieben und Gutdünken ändern. Falls mir also demnächst doch was Besseres einfallen sollte…

@Link zum „SZ“-Artikel: Nö, ist leider hinter 'ner paywall… Vielleicht erbarmt sich ja beizeiten noch jemand, und stellt das in ein I-Net-Archiv ein, wo es für Alle einsehbar, und lesbar ist.

Wohlan denn… mein Kopf platzt ja sonst gleich …

Einen der spannendsten Aspekte des „Backroom“ Kinofilms war für mich die Einführung der Psychologin als eine der Hauptfiguren. Eine meiner Theorien ist nämlich, das die Backrooms dem Hirn der Personen entspringen, die sie betreten, bzw. eine verzerrte Abbildung des Lebens und der unverarbeiteten Probleme der jeweiligen Personen sind.

So trifft z.B. gegen Ende des Films Clark auf eine überdimensionale Karrikatur seiner eigenen „Piratenfigur“,mit der er zwar im TV für seinen Möbelladen wirbt, die er im realen Leben aber eigentlich hasst.

Die vollkommene Abwesenheit von Logik und Realismus deuten ebenfalls daraufhin, das sich vieles (alles?) nur im Kopf einiger Menschen abspielt.

Auch ist in der wirklichen Traumdeutung das Durchlaufen endloser Gänge und Räume häufig eine Versinnbildlichung des eigenen Geistes. So findet sich auf einer von mir häufig konsultierten „Traumdeutungs-Website“ folgende Interpretation für den Begriff „Zimmer“ : Das Innerste eines Hauses, übersetzt: des eigenen Ich. Wichtig für die Deutung ist, was Sie im Zimmer machen und wie es dort aussieht. Fühlen Sie sich in einem engen Zimmer eingeschlossen, kann das auf Vereinsamung hinweisen, vor allem bei geschlossenen Türen und Fenstern. Gehen Sie im Traum von einem dunklen Raum in einen hell erleuchteten, gelangen Sie von einem unbewussten Zustand in einen bewussten.

Ich finde jedenfalls den psychologischen Aspekt der Geschichte sehr viel spannender, als die Theorie das irgend eine ominöse „Firma“ (oder etwa Aliens, gähn, laaangweilig, guck Dir Spielberg an Du loser!) die Backrooms quasi „installiert“ haben um sie kommerziell auszunutzen (eine von vielen Theorien in dem youtube Video „Backrooms erklärt“).

Backrooms erklärt: Das Creepypasta Phänomen wird zum Kinofilm!

Ganz großartig dann auch die Szene am Ende des Films, wenn die Kamera durch das Wohnzimmer, in dem die Psychologin mit ihrer offensichtlich gestörten (oder aus gutem Grund verängstigten??) Mutter aufgewachsen ist, auf Talfahrt durch den Boden geht und Raum um Raum sich immer mehr in ein „Backrooms Zimmer“ verwandelt. Das war SO grandios. Und irgendwie auch wieder ein Hinweis darauf, das unverarbeiteter Gedankenschrott seinen letzten Ruheplatz in den Backrooms finden könnte. Eine Grabstätte für den geistigen Abfall psychisch kranker Menschen ? …

Kritiker des Films unterstellen Regisseur Kane Parsons manchmal das der Film uns nichts sagen kann, das es keinen Plan, kein Konzept dahinter gibt. Das sehe ich komplett anders. Es mag vielleicht sein das sich der „Plan“ erst allmählich organisch entwickelt, aber das passiert auch den besten Buchautoren.

BACKROOMS bietet so viele Möglichkeiten für Gedankenspiele das eine Fortsetzung eigentlich Pflicht sein müsste, zumal der Film genug Geld für deren Finanzierung einspielen sollte. Und manchmal ist es irgendwie auch so viel cooler eben NICHT alles zu wissen und auf einem silbernen Tablett serviert zu bekommen. Endlich mal ein Film der die Kreativität des Geistes anregt.

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Joa, das Alles ist, finde ich, ja auch bereits in der narrativen Struktur des Films durchaus relativ offensichtlich so angelegt.. und tatsächlich ja auch gar keine allzu neue filmische Figur / Metapher (mensch denke zum Beispiel nur an den von mir selbst ja leidenschaftlich gehassten „Inception“, wo das ja ganz ähnlich verhandelt wird, also Räume und verschiedene Ebenen als Versinnbildlichung von Träumen, je verschieden tiefliegenden Strukturen und Schichten des Unterbewussten verwendet werden). Hell, ähnliche Bebilderungen wie die von Dir erwähnte, wo die Kamera nach und nach durch die diversen, untereinander liegenden Räume gleitet, gab’s sogar schon bei den „Simpsons“! Von daher ist das Alles gar nicht mal sooo sehr neu, und / oder innovativ. Wohl aber grandios-genial verwendet, zusammen gesetzt, und interpretiert.

Wobei mir selbst diese ganze doofe Küchen-Psychologie in dem Film, alldieweil sie mir als Erklärungs-Konzept nicht so wirklich taugt, bzw. als way too simple und bequem anmutet (vor Allem auch die Geschichte mit den frühkindlichen, den Rest des weiteren Lebens entscheidend prägenden Traumata und Erlebnissen - Gäääähn!), eher reichlich auf die Nerven, und gegen den Strich ging. Bei der Sichtung hatte ich noch gedacht: „Sobald Renate Reinsves Figur dann auch endlich die backrooms betritt, da wird der Film dann bestimmt RRRichtig grossartig, und geht das Ganze erst so richtig los.“ Am Ende war’s dann (leider, leider) genau fast umgekehrt: Ab da, und dann, verlor der Film für mich selbst leider ziemlich an Faszination. Mir persönlich hätt’s weitaus mehr getaugt, sie hätten die ganze chose dann doch mehr im Ungefähren belassen, und nicht so (allzu) überdeutlich erklärt, bzw. doch recht offensichtliche Hilfen zum eigenen Dechiffrieren in die story eingebaut. Und ja, dass die backrooms und das, was sich darin zuträgt, bzw. die „Dinge“ und Gestalten", welche die Protagonist:Innen darin verfolgen / haunt-en, sich aus deren je subjektiv erfahrenen biographischen Erlebnissen, und individuell verschiedenen Traumata speisen, und im Grunde genommen deren Manifestationen sind, kam ja auch recht klar (hö hö hö) zum Ausdruck. Nicht nur in der Figur des Werbe-Piraten, sondern auch in der family dinner table scene (da ja Reinsves Figur nie eine „wirkliche“ Familie hatte), und auch in diesen unordentlich-vermüllten Messie-Räumlichkeiten, in die Kat und Ihr Boyfriend hinabsteigen. Mit psychischen „Krankheiten“ hat das IMHO aber nur wenig zu tun. Sondern ist velmehr ja nur ein Hinweis darauf, dass wir Alle eben unverarbeiteten mental-pyschologischen Ballast mit uns herumschleppen, der unser alltägliches (Er-)Leben und Handeln oftmals mehr beeinflusst, als uns das immer und in jedem einzelnen Moment selbst bewusst sein mag. Und diese traumatizing memories irgendwann dann aber auch nur noch verzerrt-sinnentstellend in unserem Gedächtnis herumspuken. Darum ja auch diese meiner Meinung nach dann wieder sehr geile und spooky anmutende End-Sequenz, in welcher Marys Erinnerungen dann ja auch wieder „falsch“ (wieder-)erinnert, und entstellt / verzerrt wieder gegeben / dargestellt werden.

Das ASYNC-Unternehmen hat, wie der eine Scherge / Angestellte ja selbst am Ende des Films erläutert, die backrooms nicht selbst erbaut, oder installiert, sondern sie nur irgendwann selbst „entdeckt“. Und versucht sie seitdem zu erforschen / zu „kartographieren“. Vermutlich, um sie irgendwann selbst kommerziell nutzen / ausbeuten zu können. Das hat der von Dir verlinkte youtuber dann beim Schauen wohl irgendwie falsch verstanden, oder miss-interpretiert.

Also, für mich persönlich braucht’s dazu jetzt eigentlich nicht zwingend eine wie auch immer geartete Fortsetzung. Auch wenn ja die backrooms selbst, und an und für sich, (glücklicher Weise) im und vom Film gar nicht wirklich „erklärt“ werden. Genau das aber sollten sie IMHO bitte auch in einem möglichen (und wohl auch höchstwahrscheinlich kommenden, aber dazu gleich noch mehr) Sequel nicht. Weil das die creepyness, und diese unangenehme weirdness, diese ganzen eerily strange off vibes des Phänomens, viel zu sehr entzaubern, und dessen Wirkung damit „kaputt machen“ würde. Der Regisseur hat aber wohl schon gesagt, dass er gerne eine franchise daraus machen würde, und kann sich diesbezüglich wohl sogar auch eine ganze Filmreihe, sowie auch eine thematisch entsprechende TV-Serie vorstellen.

Na gut, soweit erstmal von mir.

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Hmmm.. sehr intellektuelle aber für mich halt doch etwas spröde Analyse, bin ich von Dir gar nicht gewohnt. Wo waren da die Emotionen ? Mich hat der Film “verzaubert” aber Du ENTzauberst ihn irgendwie. Aber darum ging es mir doch gar nicht, wir machen hier keine REVIEWS sondern ich wollte eigentlich THESEN diskutieren. Und Fortsetzungen und Franchise müssen ja nicht so übel kommerziell enden wie bei “Alien:Earth” (KOTZ!). Aber dies nur am Rande.

LÖLsen - Genau das (nämlich Thesen diskutieren) hab’ ich doch eben gerade getan. Und nein, dabei braucht’s (jedenfalls für mich selbst) keine Emotionen. Die hab’ ich dafür dann aber beim / während des Filmegucken(s), und bringe ich gerne auch in einem review zum Ausdruck. Aber ganz bestimmt nicht bei einer Diskussion über Thesen, Theorien und Film-Interpretationen. :wink:

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Wir können das gerne weiter ausführen. Hier hat es jetzt 33 Grad im Schatten und ich keinen Bock mehr. Ich gieß mir jetzt einen auf die Lampe und erkläre das Wochenende für eröffnet. Würde mich freuen wenn sich jemand an “meine Theorien” dranhängt.

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Na gut - I don’t seem to get (to) your point, actually… Muss ja auch nicht. Dann ist das halt so, und gut is’. 33° hat’s hier im Norden der Republik zwar (noch?) nicht, und ich hab’ derzeit sowohl ein kühles Gemüt, als zwar auch ein paar Bierchen im Kühlschrank (die spar’ ich mir aber für den Abend auf…), aber es wäre dann ja auch durchaus nicht das erste Mal, dass wir beide - wieso, warum, auch immer - aneinander vorbei „reden“ / schreiben. Wünsch’ Dir auf alle Fälle noch ein wunderschönes Wochenend’, dass Du immer einen kühlen Kopf bei der Hitze behältst, und dann hoffentlich mehr Glück mit dem:der nächsten Diskussions-Partner:In. :+1: :wink:

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Ich habe vorhin https://firstpersontetris.com/ gespielt. Auch ein Raum-Erlebnis. :sweat_smile:

Ich würde die Backrooms nicht allgemein darauf reduzieren. Aber wahrscheinlich ist dies der für das Narrativ und das Visuelle eines „Horrorfilms“ zutreffendste Ansatzpunkt.

Erinnerungen sind verzerrte Wahrnehmungen, mit positiv oder negativ emotionalisiertem Label. Je nachdem was der Mensch erlebt hat, entsteht im Gehirn ein neues, ein kognitiv bearbeitbares Abbild dieser aus den fünf Sinnen (Riechen, Sehen, Hören, Schmecken und Fühlen) zusammengefügten subjektiven Wirklichkeit.

Insofern passt die Darstellung der Backrooms im Film größtenteils zur (Gedanken-)Welt von Clark. Die Möbel, die Architektur, die Leere, der Werbepirat. Die zerstörerische Gewalt des Piraten. Eine Manifestation seiner Gedanken.

Wir haben zum überwiegenden Teil die Backrooms aus Clarks Erinnerungen gesehen. Plus einige Backrooms anderer Menschen. Es kam neben der von @Alexander erwähnten Iteration Marys Raums von der Realität zur verzerrten Erinnerung z. B. auch der Trümmerhaufen des abgerissenen Hauses vor, in dem sie aufwuchs, inkl. dem Schild auf dem das Neubauprojekt dargestellt war, vor dem wir sie vorher in der Realität stehen sahen. Diese Räume haben aber weder Clark noch Mary betreten, wir haben sie nur in einer Abfolge von Szenen gesehen. Das Ende sehe ich im Backroom des „Wissenschaftlers“ verortet.

Die Backrooms aller Menschen sind meines Erachtens miteinander verbunden. Da könnte ein Sequel oder eine Serie anknüpfen.

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Sorry für off-topic, aber: Wird das nachher dann auch so schnell wie das 2D-Original? Weil, wenn ja: Aaaaalter - Dann ist die superschnell-blitzrasante Baller-Action von „DOOM Eternal“ wahrscheinlich ein lahmarschig lächerlicher Witz dagegen!

Jau, ist ansonsten wie das Original. Wer es besonders abgefahren haben will kann auch das Licht ausschalten. Dann spielste quasi ohne Raum. Oder für ganz irre: auf den Klotz gezoomt, so dass man nur noch unmittelbar vor dem Aufschlag sieht wo man landet. :rofl:

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„For the record: I did not know this was here.“ (The Backrooms (Found Footage #3))

Ich habe mich jetzt knapp drei Stunden in Kane Pixels Backrooms Webserie herumgetrieben. Überrascht hat mich, dass der Schwerpunkt der Vorlage ja in der wissenschaftlichen Untersuchung der Räume durch die Firma „Async“ liegt. Da gibt es Schulungsvideos und simulierte kommerzielle Nurzungskonzepte der Räumlichkeiten, ja da werden sogar die Deckenplatten vermessen („non standard“) und analysiert!

Auch wenn das in der Webserie sehr gut funktioniert, weil das ganze Konzept dadurch eine weird detaillierte eigene Welt aufmacht, bin ich doch froh, dass der Film sich für eine andere Richtung entschieden hat. Wer sich mehr für den Horrorpart interessiert, kann sich einfach die drei „Found Footage“ ansehen, wer wirklich eintauchen will, sollte sich die ganze Packung geben. Ich poste den Link zur kompletten Reihe hier einfach nochmal, dann ist es beisammen.

Ebenfalls nochmal poste ich die Filmanalyse, hier stecken interessante Interpretationsansätze drin, u. a. werden auch die „Readymades“ erwähnt, die reale Gegenstände in den Museumskontext brachten und damit zur alltäglichen Kunst erhoben.

Ich denke, es macht einen Großteil der Faszination aus, dass diese Filmreihe und auch der Kinofilm für jeden so ein riesiges Feld an Anknüpfungspunkten bietet, seien es emotionale oder rationale, philosophische, soziale („die Backrooms als Wartezimmer des Lebens für die Gen Z“ habe ich irgendwo gehört) oder pyschologische.

Wer tiefer in die Serie einsteigen will, es gibt ein eigenes Wiki dazu, das sogar den Ausschnitt einer gestörten Simpsons Episode mit auflistet:

https://kanepixelsbackrooms.fandom.com/wiki/Backrooms_(series)

Weil ich es so faszinierend fand, dass die Webserie nahezu komplett im Computer erstellt wurde (was man eigentlich immer nur dann sieht, wenn Menschen mit ins Spiel kommen), habe ich Chat GPT mal gefragt, wie Kane Pixels/Parsons das Ding gemacht hat. Wen es interessiert:

Kane Parsons (known online as Kane Pixels) made the original Backrooms web series almost entirely by himself while he was still in high school. His process combined 3D animation, VFX, sound design, and found-footage filmmaking techniques. (Wikipedia)

Here’s a breakdown of his workflow:

1. Everything started in Blender

He modeled nearly all of the environments in Blender. The endless office corridors, walls, ceilings, lighting fixtures, and strange architectural spaces are all 3D.

He has said the project began as an experiment to see whether he could recreate the original Backrooms image inside Blender. The famous shot of the chair hitting the wall was one of his first tests and ended up in the finished film. (Wikipedia)

2. He made the CGI look like real VHS footage

Rather than aiming for perfect photorealism, Parsons deliberately degraded the image:

  • handheld camera motion
  • VHS distortion
  • tape tracking errors
  • chromatic aberration
  • film grain
  • motion blur
  • analog noise
  • imperfect focus

These effects hid small imperfections in the CGI while making everything feel authentic.

Most of this compositing was done in Adobe After Effects. (Wikipedia)

3. Lighting did most of the horror

The Backrooms aren’t visually complex.

Instead he relied on:

  • fluorescent ceiling lights
  • soft indirect bounce lighting
  • long empty hallways
  • subtle shadows
  • huge negative spaces

Because the lighting is physically plausible, the environments feel believable despite their simplicity.

4. Sound is arguably the most important element

Very little music is used.

Instead he built tension with:

  • HVAC hum
  • fluorescent buzz
  • distant echoes
  • concrete footsteps
  • metallic impacts
  • low-frequency drones
  • silence

The audio constantly suggests something nearby without revealing much.

5. Sparse storytelling

Instead of exposition, he lets viewers assemble the narrative themselves.

The series mixes:

  • found footage
  • research tapes
  • instructional videos
  • security footage
  • internal Async documents
  • environmental clues

This creates a sense of realism similar to analog horror while rewarding repeat viewing.

6. Careful camera work

Although presented as amateur camcorder footage, the camera movement is highly intentional.

He imitates:

  • hesitant exploration
  • realistic walking speed
  • accidental framing
  • moments where the operator looks in the wrong direction
  • delayed reactions

These choices make the footage feel unscripted.

7. He was largely a one-person production

For the early episodes, Parsons handled almost everything himself:

  • writing
  • directing
  • modeling
  • animation
  • texturing
  • lighting
  • rendering
  • compositing
  • editing
  • sound design
  • music

This unified creative control is one reason the series has such a consistent style. (Wikipedia)

His software stack

  • Blender — modeling, animation, lighting, rendering
  • Adobe After Effects — VHS effects, compositing, post-processing
  • Audio editing software (he has not emphasized a specific DAW publicly)
  • Video editing software for final assembly

Why it looks so convincing

The realism doesn’t come from ultra-detailed graphics. It comes from combining several believable imperfections:

  • physically consistent lighting
  • realistic camera movement
  • convincing sound design
  • analog video degradation
  • restrained creature design
  • minimal storytelling

Each individual element is fairly simple, but together they create the illusion that the footage is genuine.

An interesting note is that Parsons carried this workflow into the feature film. Even though the movie used large practical sets, he first designed the environments digitally in Blender as complete 3D previs before they were built physically. (nofilmschool.com)

Und auch zum Film selbst noch ein paar Making ofs:

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Seit gestern ist die gut 16 Minuten längere (Die verlängerte Spielzeit scheint sich vor Allem, bzw. ausschliesslich, durch eine für die eigentliche Handlung nahezu irrelevante Post Credits Scene zu ergeben) Extended Version von Kane Parsons’ Genre-Hit „Backrooms“ unter dem (Zusatz-)Titel „Everything Must Go Edition“ nun auch in den deutschen Kinos zu sehen… Wer (so wie ich) keinen Bock hat, extra dafür nochmal ins Kino zu rennen, hat die Möglichkeit, sich (so wie ich) auf justwatch unter folgendem Link dafür spoilern lassen:

Und kann sich zudem noch durch diverse reddit-threads wühlen, incl. allerlei (mehr oder weniger) interessanter Diskussionen und Interpretationen der extended / expanded footage :

reddit-thread zu „Backrooms - Everything Must Go“: Summarized and explained

reddit-thread zu „Backrooms - Everything Must Go“: Spoilers and Interpretations

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Derweil hatte ich vor einigen Tagen in einem anderen Forum (Ja-ha, auch sowas soll’s ja geben… waren dann wohl die backrooms des f3a-net… :wink: :grinning_face_with_smiling_eyes: ) noch eine längere Diskussion / einen Gedanken-Austausch mit einem dortigen User. Ich bezweifle zwar stark, dass meine unvollkommen-unreifen Überlegungen und wahnhaft-wirren Ideen für Irgendjemande:n hier in diesen Foren überhaupt grossartig von Interesse sind, versuche im Folgenden aber dennoch mal, die dortige Diskussion grob zusammenzufassen / per copy & paste hier abzubilden:

Der User gab an, nach dem Kino-Besuch und aufgrund der Schilderungen im Film, dass die backrooms nur ein Abbild der „realen“ Welt seien, welches wiederum abermals neue Abbilder (re-)produziert, und diese dann aber grob verzerrt widergibt, auf die Idee gekommen sei, dies ihn an Platons Höhlen-Gleichnis erinnert habe. Und er sich daraufhin fragte, wieso sich die Protagonist:Innen in „Backrooms“ überhaupt so sicher sein könnten, dass „ihre“ reale Welt nicht vielleicht auch wieder nur ein backroom sei, der auf einem darüber liegenden backroom beruhe, usw. usf. Und somit die Realität quasi in immer weitere und weitere Abbilder, immer wieder neue und neue Versionen ihrer selbst zerfallen würde, und könnte…solange, bis irgendwann eventuell einfach gar nichts mehr übrigbliebe.

Zudem äusserte der User, dass seiner Meinung nach das Psychologische als „Erklärung“ oder Interpretation der backrooms nicht hinreichend wäre, da sich dadurch das Surreale nicht nicht bannen / weg erklären lasse. Und somit der Horror der backrooms in einer metaphysischen Dimension verbleiben würde. Woraufhin ich Folgendes entgegnete / anmerkte:

Ja, naja… Sicherlich ist die psychologisierende Komponente keine hinreichende Erklärung für die Existenz und das Vorhandensein der backrooms. IMHO legen der Film bzw. die „Erklärungs-Versuche“ seiner Protagonist:Innen dann aber doch recht nahe, bestimmte in deren jeweiligen backroom experiences sich ereignende Phänomene, und Gestalten so zu interpretieren… Clarks bekundeter Unwille, sich und sein destruktives Beziehungsverhalten wirklich ändern zu wollen, im Dinner-Gespräch mit Mary beispielsweise… was ja auch schon vorher in der Therapie-Sitzung und dem dort aufgeführten Rollenspiel deutlich wurde. Und ebenso Marys Kindheits-Trauma mit ihrer Messie-Mutter und der Vertreibung, bzw. Zwangsräumung aus ihrem Wohnhaus. Das hat mich halt ein bisschen genervt, hat aber auf das kongenial-beunruhigende, und weird-creepy Phänomen der backrooms an sich für mich kaum Auswirkungen. Diesen von Dir beschriebenen „Verfall“ der Erinnerungen, mit seinen verzerrenden Auswirkungen zum Beispiel fand ich auch wahnsinnig stark, und superb-kongenial ver(sinn)bildlicht. Kam ja auch gut in Clarks Ausspruch zur Geltung ("The more times it remembers something, the less it does.") Also von wegen, dass die subjektiven und individuellen Erinnerungen an bestimmte, psychisch belastende Ereignisse mit den Jahren immer mehr eine Art Eigenleben annehmen, und dann aber dabei das tatsächliche Ereignis durch den Prozess der ständigen und immer neuen Erinnerung quasi verzerrt „überschrieben“ wird. Und diese traumatizing memories irgendwann dann aber nur noch verzerrt-sinnentstellend in unserem Unterbewusstsein / Gedächtnis herumspuken. Das fand ich soweit Alles auch vollkommen grandios. Mich hat aber eben gestört, dass die backrooms überhaupt durch diese Rahmen-Geschichte(n) der beiden Figuren geframed wurden, und hätte mir das Alles ohne diese angebotenen Interpretations-Möglichkeiten (welche sich in manchen Sequenzen doch schon sehr aufgedrängt haben, siehe zum Beispiel die Figur dieses überlebensgrossen Piraten-Maskottchens als „Monster“, welches seinen Schöpfer tötet / auffrisst) mehr getaugt. Aber das sind im Grunde genommen aber eher vernachlässigenswerte Niggeligkeiten, weil sie der unangenehm-verstörenden creepyness des Films ja kaum etwas nehmen. Bloss im letzten Drittel fand ich einige Drehbuch-Entwicklungen und story twists doch reichlich unglücklich. In Einem dürften wir uns aber doch einig sein: Dass nämlich „Backrooms“ reichlich grossartiger, kongenial surrealer existenzphilosopischer Horror voller unangenehm-subtiler, verunsichernd-sensuell beklemmender atmosphärischer Störungen und ein Grauen voller beängstigend-unterschwelliger Implikationen ist. Ein superb verfilmter Alptraum, dessen Regisseur mal eben eine ganze Welt neu erschafft, und auf unnachahmlich-souveräne Art und Weise auf die Leinwand bannt. Und der Typ ist gerade mal 21 Jahre alt! Hammer! Ist ja auch immer wieder schön, wenn ein Film Eine:n dann so sehr zum Nach- und Weiterdenken anregt, und uns und Andere so dermaßen angeregt darüber diskutieren lässt.

Mir ist übrigens gerade noch der Gedanke gekommen, um mal Deinen Satz aufzugreifen, dass sich das Surreale in „Backrooms“ ja nicht wirklich ausdeutend erklären, und somit eben auch nicht sinnhaft verstehen lässt (und ich dem ja auch zustimmen würde, siehe auch mein review, da hatte ich das, IIRC, auch schon mal erwähnt), ich das so auffassen würde, dass das auch nie wird geschehen können, oder überhaupt möglich sein könnte. Da die Backrooms sich ja aus der jeweiligen individuellen, aber eben „falsch“ und verzerrt wiedergegebenen Erinnerung der sie durchschreitenden Personen speisen (Wichtig: Nicht diese Erinnerungen sind !!!), und als solches zwar durchaus erfahrbar, begehbar, und sogar (wortwörtlich, nicht metaphorisch) begreifbar sind, sie sehr wohl durchschritten, und erkundet werden können, aber das Sur-Reale (= die verzerrten Erinnerungen) gerade auch in seiner Verwirklichung als Reales (= eben die Backrooms) sich dadurch dennoch nicht seines Ursprungs berauben lässt, und auch weiterhin eine - gerade weil als eigentlich Meta-Physisches aber dennoch plötzlich quasi Physisch Gewordenes - verstörend bedrohlich wirkende Dimension beibehält, ja vermutlich das Element des Verstörenden und Verunsichernden sogar in ebendieser Gestalt-Werdung dann nochmals verstärkt wird. Und dieses aber eben dennoch nicht sich entschlüsseln, oder verstehen lässt. Weiss nun nicht, ob ich selbst das für mich schon als Paradoxon würde sehen wollen, aber eine interessante Vereinigung von (scheinbaren?) Widersprüchen ist es in meinem Verständnis allemal. Interessant in dem Zusammenhang dann auch die im Film einmal kurz anklingende Möglichkeit, und Andeutung, dass es durchaus so sein könnte, dass die backrooms aller Menschen zusammenhängen könnten, bzw. es da vermutlich auch Verbindungen von dem einen Bereich zum Anderen geben könnte, also eine Art shared subconscious zu existieren scheint (wird IMHO auch am Ende noch einmal schön verdeutlicht, als Mary vor dem Werbe-Piraten flieht, und dann in der einen Einstellung, als sie die ganzen Stockwerke im Querschnitt sieht, diese schier ungeheuerlichen, unfassbaren Dimensionen der backrooms kurz offenbar, und klar werden). Also noch x-mal mehr Dimensionen.

Im Zuge meiner Beschäftigung mit dem Film, und dem creepypasta phenomenon als solches, bin ich noch über die (unbeabsichtigte) Handlung des „no-clipping“, welche den Gamer:innen unter uns ja aus dem Bereich der Computer- und Videospiele bekannt sein dürfte, und in der Tat auch genau daher entlehnt wurde, gestolpert. Unter Anderem geht wohl auch Kane Parsons’ komplett auf youtube ansehbare (von mir selbst aber immer noch ungesehene) „Backrooms“-Web-Serie auch damit los, dass jemand quasi aus Versehen in die Backrooms no-clipped, also durch eine scheinbare Wand in einen ansonsten unzugänglichen Bereich der Welt hinein gelangt, welchen sie oder er eigentlich niemals hätten betreten sollen. Was ja im Film auch so sich ereignet. Und mir selbst auch schon des Öfteren in dem einen oder anderen Videospiel passiert ist (unter Anderem kenne ich dieses Phänomen aus dem ersten „Guild Wars“, aber auch in „The Last Of Us, Part 2“ ist mir das schon mehrmals passiert). Fand ich eine schöne Denkfigur, weil sie auch nochmal dieses abrupte Gewahrwerden einer ansonsten verborgenen (Gedanken-)Welt nochmal sehr schön aufgreift, und verdeutlicht. Siehe dazu auch folgendes Video, das zudem auch sehr schön auf die Dimensionen des Räumlichen, zumal vor Allem auch in kapitalistischen Kontexten, eingeht (Leere Räume des Mono-Funktionalen):

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