Chained - Achtung Spoiler

Hab da mal eine Frage:

Der Film ist an und für sich schlüssig erzählt. Nur das Ende ist etwas holprig und für das, dass der Film eher langsam und ausführlich erzählt wird, doch etwas abrupt.

Wer war denn bei den Q&As mit Jennifer Lynch dabei und weiß noch, was sie dazu gesagt hat ? Es war wohl so, dass die Produzenten da ein Machtwort gesprochen haben. Wurde auch klar, wie sie das Ende wollte ?

Klar wurde das im Gespräch thematisiert. Ich werde das Q&A aus HH demnächst zur Verfügung stellen, hatte leider bisher keine Zeit die Aufnahme aufzubereiten. Bildqualität ist zwar übel aber es geht ja um das was sie sagt. :slight_smile:

Bis es fertig ist kannst du dir die Antwort aus B auf YT anschauen: “Chained” - Jennifer Lynch on the ending of the movie. Geht bei Sekunde 30 los.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: todi am 05.09.2012 20:44 ]

Jetzt verfügbar das Jennifer Lynch - Chained Q&A.

Sie spricht im ersten Teil ab 4:23 bis 5:32 über das Ende und im zweiten Teil noch mehr inhaltlich ab 7:36.

Der Ton ist optimiert, die Fragen aus dem Publikum 500% verstärkt, aber trotzdem ist nicht alles zu verstehen, darum gibt’s da Untertitel. :slight_smile:

Sorry wegen der Unterbrechung, es fehlen ca. 2 Minuten weil die Google+ App die Aufnahme nach 10 Minuten beendet hat (hätte ich das vorher gewusst…), und wegen der schlechten Bildqualität insb. des zweiten Teils aber es geht ja um den Inhalt.

chained hat mir sehr gut gefallen, nur der twist am ende hat mir irgendwie nicht so zugesagt! ich finde das hat dem film was genommen…

und das endgültige ende war mir dann sowieso irgendwie zu offen…
(SPOILER)
da kann man jetzt ja wieder selber interpretieren ob er den “job” doch übernommen hat (nachdem er so enttäuscht wurde und nichts und niemanden mehr hat zu dem er gehen kann), oder ob er sich ein neues leben aufbaut…
wie seht ihr es?

Ich denke, es ist tatsächlich ein offenes Ende, so wie Du es beschreibst. Der Twist am Schluss kam unerwartet, war aber wirklich ganz unnötig und nagt ein bisschen an dem ansonsten doch sehr positiven Eindruck, den dieser Film auf mich gemacht hat.

Ich finde nicht, dass er unnötig war, denn damit wird die Ursache der Geschehnisse erklärt. Und wie das Ende zu interpretieren ist, da kann man sicher drüber streiten. Meiner Meinung nach übernimmt er den Job seines “Vaters” und hat mit dem Mädchen, das überlebt hat, eine “Gefährtin”. Ist aber nur meine Meinung.

*** Spoiler ***

Ich sag einfach mal, sie fuehren ein ganz normales Leben miteinander. Er wollte den “Job” seines Vaters nie uebernehmen und hat das Maedel ja sogar vor ihm gerettet. Das ganze Ende leitete sich nur ein, weil es auf Video aufgenommen wurde und er es dadurch nicht vertuschen konnte.

Fuer mich fuehrt das alles Gesehene und die ganze Entwicklung von ihm ad absurdum, wenn er den Job nun uebernehmen wuerde, nachdem er sich von den ganzen “Altlasten” befreit hat, die sein Leben so in die Richtung gefuehrt haben, wie er es nie haben wollte. Es gibt ja auch keinen erkennbaren Grund, warum das Maedchen dann ploetzlich mitmachen sollte.

Die andere Frage ist, ob er ueberhaupt noch ein normales Leben leben kann :wink: Aber in der Tat darf das wohl jeder so interpretieren, wie er es moechte… was mir an dem Film dann schon wieder irgendwie gefaellt.

Ja, eben. Jede Menge Platz für Interpretationen. So mag ich das. Ich dachte bei dem Mädchen auch eher an Zwangsgefährtin. Schwierig, schwierig …

Ja. Gerade bei so einem Film ist das auch echt passend, da sich dann jeder das fuer sich “liebste” Ende zusammenbasteln kann. Wie oft wird bei anderen Filmen, die da ein festes Ende anbieten gerade ueber selbiges gemeckert? Ich erinnere mich noch an Mum & Dad und das folgende Q&A wo eben das dort aufgefuehrte, klare Ende von einigen auch wieder bemaengelt wurde. Man kann es halt nie wirklich allen recht machen…