arte zeigt am Sonntag, dem 18.2.07, ab 10:50 Uhr in der Sendereihe “Kino - Unsere Zeit” ein Special zum kanadischen body horror-Auteur mit dem Titel: “David Cronenberg -‘Das Wort soll Fleisch werden!’”. Diverse Filme Cronenbergs liefen über die Jahre hinweg auf dem FantasyFilmfest, sowohl im “normalen” (ha ha ha, was für ein Wort in dem Zusammenhang!!!) Programm der jeweiligen Jahrgänge, als auch in zwei Retrospektiven (eine im Jahre 1992, die andere wurde 1999 gezeigt).
Hier mal was zum Inhalt:
“Roger, I had a very disturbing dream last night. In this dream I found myself making love to a strange man. Only I’m having trouble you see, because he’s old … and dying … and he smells bad, and I find him repulsive. But then he tells me that everything is erotic, that everything is sexual. You know what I mean? He tells me that even old flesh is erotic flesh. That disease is the love of two alien kinds of creatures for each other. That even dying is an act of eroticism. That talking is sexual. That breathing is sexual. That even to physically exist is sexual. And I believe him, and we make love beautifully…”
Portrait des neben Atom Egoyan wohl bekanntesten kanadischen Regisseurs aus dem Jahre 1999. Ungefähr eine Woche lang stellte sich David Cronenberg für ein bis zwei Stunden täglich den Fragen Serge Grünbergs, indem die Beiden zunächst gemeinsam Ausschnitte aus Cronenbergs Werk anschauten und dann darüber sprachen. Immer ging es ja bei Cronenberg, dem Begründer des “Body Horror”, um körperliche Transformationen und was diese für die psychische Verfasstheit seiner Protagonist/Innenn bedeuteten, waren seine Filme auch gender trouble-Erzählungen, und schilderten oftmals physisch-medizinische Infernos. Unter Anderem wundert sich Cronenberg hier darüber, dass es keine Schönheitswettbewerbe für körperinnere Organe gibt. Interessant auch seine Version des “The Fly”-Plots : “Da geht es eigentlich um ein Liebesdrama. Zwei sehr exzentrische Menschen verlieben sich ineinander. Dann wird der Eine krank, und sie kann nichts tun und muss hilflos zusehen, wie er mehr und mehr verfällt und daran verzweifelt. Am Schluss hilft sie ihm dann, Selbstmord zu begehen. Und das Genre des Horrorfilms hilft, diese Geschichte zu beschützen, denn als konventioneller Film hätte sich vermutlich niemand dafür interessiert.”