dieses Jahr fand das Filmfest ja zum ersten Mal in Dortmund statt in Bochum statt. Ich hätte gerne mal eure Meinung dazu gewusst.
Ins Union in Bochum bin ich ja immer gerne gegangen, da es für mich ein fast optimales Kino für solch ein Filmfest ist. Nicht zu groß, nette & hilfsbereite Mitarbeiter, größtenteils super Publikum und mit dem Bermuda3Eck ein schönes Viertel, um sich die Zeit während der Filme zu vertreiben. Als ich von der Verlegung nach Dortmund hier erfuhr, war ich ja schon nicht begeistert,…aber meine geringen Erwartungen wurden noch deutlich unterboten. Das Kino ist ja mal dermaßen unpersönlich in allen Belangen. Absolut falscher Standort meiner Meinung nach. Kein Vorwurf an die Rosebud-Mitarbeitet: Die haben probiert das beste daraus zu machen…
War dieses Jahr daher auch nur an 2 Tagen in Dortmund und die restlichen Tage in Köln. Letztes Jahr war es noch genau umgekehrt. Da war ich hauptsächlich in Bochum und nur an einem Tag in Köln, da mir das Cinedom schon nicht so gefiel aufgrund der Größe. Aber im Vergleich zum Cinestar in Dortmund ist das Cinedom echt Gold, wie ich merkte.
Gibt es eigentlich irgendwelche Gründe, warum das FFF Bochum verlassen musste? Zu wenig Besucher? Mir kam es nämlich in Dortmund so vor, als wären dort noch deutlich weniger Leute gewesen. (bspw. in Shuttle 7 Personen…oder auch bei Transsiberian war es recht leer) Klar muss sich das Fest erst etablieren, aber ich glaube nicht, dass das im Cinestar irgendwann möglich ist.
So, nun bin ich mal gespannt, was ihr zu der Thematik meint.
Wie Frederike Dellert, eine der verantwortlichen Organisatorinnen sagte, "entsprachen die Besucherzahlen im ersten Jahr in Bochum durchaus den Erwartungen." Probleme haben sich erst letztes Jahr ergeben, als das Festival zum zweiten Mal im Union-Kino stattfand: "Es hat sich einfach nichts getan, die Zahlen stagnierten." Dabei habe sich gezeigt, dass zu wenig jüngere Kinogänger das Filmfest angenommen haben.
Laut Dellert setzte sich das Publikum vor allem aus „eingefleischten Film- und Genrefans zusammen, die wegen des Festivals ins Union-Kino gekommen sind.“ Im Dortmunder Cinestar hofft man nun, ein gemischteres Publikum anzusprechen, das auch erst durch den Ort auf das Filmfest aufmerksam wird.
nur waren die vorstellungen in dortmund meiner meinung nach auch nicht besser besucht als die in dortmund.
dortmund liegt am rand des ruhrgebiets und ist damit schlechter zu erreichen als bochum was die öffentlichen verkehrsmittel betrifft. das kino befindet sich in 5min fusweg entfernung vom hauptbahnhof (das dortmunder cinestar, liegt zwar DIREKT am bahnhof, allerdings muss man durch den auch einmal durch und das dauernt in etwa genau so lange bis man dann endlich vorm saal steht)
mit dem bermuda dreieck hat man in bochum unzählige verschiedene fressbuden direkt vor der nase, einen supermarkt direkt gegenüber, mehrere kneipen. das bermuda Dreieck ist eines DER “partyzentren” im ruhrgebiet.
an laufkundschaft sollte es da oben nciht fehlen. da laufen täglich mehr menschen vorbei als in dortmund ins kino gehen. wenn man die innenstadt mit plakaten zu pflastert sollte das auch mit den zuschauern klappen. ich zb habe in bochum erst nach dem fest in dortmund einige plakate entdeckt und das an plätzen wo man ab und an mal mit dem bus vorbeikommt…
bochum ist definitiv besser, alleine schon weil das kino kleiner, das personal viel viel netter ist (am dritten tag hat man sich morgens schon nett gegrüsst und automatisch unterhalten, man konnte ohne probleme seine sachen liegen lassen, die haben keinen stress gemacht wenn man selber was zu trinken mitbringt (gabs in dortmund auch keine probleme aber da war alles in der tasche verstaut und nicht sichtbar)
PRO BOCHUM
CONTRA DORTMUND
(ausserdem wohne ich direkt in bochum…SEEEHR praktisch )
Ich war sowohl in den beiden Bochum-Jahren als auch in Dortmund mit Dauerkarte am Start und hab mir jeweils die komplette Woche gegeben. Bochum gewinnt bei mir ganz klar, und das nicht nur, weil ich da in 15 Minuten von zuhause zum Kino laufen kann - Wer zwischen zwei Filmen was essen wollte, war mit dem Bermudadreieck und insbesondere mit dem Vietnamesen gegenüber vom Union bestens bedient. Den ganzen Tag ohne was Warmes im Magen ist schon hart.
Dazu kommt, dass die Leinwände im Dortmunder Cinestar für Scope-Filme nicht geeignet sind. Das Bild wird in beiden Sälen links und rechts knallhart beschnitten, und zwar nicht nur um ein paar Zentimeter.
Insgesamt lief es in Dortmund wohl etwas besser als in Bochum, laut Dirk (der dieses Jahr für Frederike eingesprungen ist) ist man “mit einem blauen Auge davongekommen.” Es gab zwar doppelt so viele Dauerkarteninhaber wie noch im letzten Jahr, die Besucherzahlen waren aber wieder nicht so wie gewünscht. So wie’s aussieht, können wir von Glück sagen, wenn es nächstes Jahr überhaupt noch mal ein FFF im Ruhrgebiet gibt.
Naja, wie sieht es denn mit der Zuschauermenge in Köln aus? Von Düsseldorf z.b. bin ich schneller in Köln als in Dortmund oder Bochum.
und das Leute aus Bochum nun pro Bochum sind, ist ja auch nicht weiter verwunderlich Im Endeffekt siegt die Faulheit doch über alles(vor allem über längere Wege)
ich bin aber nicht nur pro bochum weil ich selber aus bochum komme.
auch in bochum darf ich mitm taxi nach hause fahren, wenn ich mir den letzten film des tage noch geben, da alle 3 busse die zu mir fahren da nicht mehr verkehren. von daher kommts da aufs gleiche raus.
aber bochum ist einfach das kino besser, die umgebung uns kino ist bei WEITEM besser.
das problem ist. man kann nicht wirklich woanders hin ausweichen. weiter weg macht GAR KEINEN sinn und näher richtung köln ist quatsch, weil man sich dann selber mit den standorten konkuriert.
naja ich hoffe mal das es wenigstens erfolgreich genug bleibt um den standort ruhrgebiet zu halten, ansonsten würde ich mir die dauerkarte nicht mehr leisten können. denn täglich knapp 30€ bahn nach köln und zurück zu bezahlen ist echt nicht drin. es sei denn man lässt mich auf einer bank im kino nächtigen
und das Leute aus Bochum nun pro Bochum sind, ist ja auch nicht weiter verwunderlich Im Endeffekt siegt die Faulheit doch über alles(vor allem über längere Wege)
Nee nee, den Schuh zieh ich mir nicht an - ich war all die Jahre vor den Bochum-Festivals immer mit Dauerkarte in Köln (nix faul), und die Anbindung von Bochum nach Dortmund ist auch kein Problem.
Wie oben bereits erwähnt, gibt es aber sehr gute Gründe für Bochum: Verpflegung ist gesichert, Kino persönlicher, Leinwände besser.
Meine Rede seit Monaten
Ich kann da meinen Vorrednern über die Vorzüge (ÖPNV, Nahrungsquellen, Atmosphäre) von Bochum nur zustimmen. Zwar bin ich etwas befangen, da das Uniion mein Lieblingskino ist, aber ich wäre eher für das Cinemaxx in Essen als für das Cinestar in Dortmund gewesen. Das Dortmunder Cinestar ist für mich eines der unangenehmsten Kinos in der Gegend (Ort, Atmosphäre, Freundlichkeit, Nähe zu Gastronomie).
Aus irgend einem unerfindlichen Grund sind die Ost-West ÖPNV Verbindungen schlechter als die Umgekehrten im Pott. Heißt bei einem Umzug des FFF nach Essen wäre ich dieses Jahr nicht in Köln gewesen. So war ich also nach 2 Jahren Bochum wieder bei Freunden in Kölle am Ring Der Cinedom ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber die Atmosphäre stimmt trotzdem und die Gastronomie ist gut erreichbar, ebenso guter ÖPNV. Und im Gegensatz zum alten Residenz bequemere Sitze und Klimaanlage
Ich finde es absolut unverständlich dass da so über die Besucherzahlen gemosert wird. Bei absolut null Werbung kein Wunder!
Ich mußte selbst dieses Jahr Leuten im Pott noch erklären was das FFF ist und wann und wo es ist. Plakate waren in all den 3 Jahren mit der Lupe zu suchen. Ok, kleine Artikel in der Coolibri - aber daß reicht nicht. Zeitgleich fand dieses Jahr zudem “Essener Orginale” statt (ist jedes jahr im August). Im Juli/August gibt es zig Open Air Sommerkino Veranstaltungen quer durch den Pott (z. B. Fiege Open Air). Da muß man die Leute erstmal bei einem so großen Überangebot von Sommerveranstaltungen auf sich aufmerksam machen! Da muß man ein paar mehr Plakate in Bochum, Esssen, Dortmund, Mühlheim etc. aufhängen. Lokalpresse (Werbeanzeigen, Pressemitteilungen) nutzen. Flyer in den Studi/Kneipenvierteln auslegen etc. Wie schon gesagt: riesen Ballungsraum mit gigantischem Kulturangebot. Da muß man leider etwas mehr Geld und Energie investieren als anderswo …
Dortmund hätte man auch nutzen können um Publikum aus Westfalen zu bekommen. Dafür müßte man aber auch dort etwas Werbung im Einzugsgebiet machen, d.h. ein paar plakate in Unna, Soest, Kamen etc. aufhängen.
Naja, das wars dann wohl mit dem FFF im Pott. Schade
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Snorkfraeulein am 03.09.2008 03:47 ]
In Essen wollte man es dieses Jahr nicht probieren, denn, Zitat, “da waren wir schon mal, und das hat nicht funktioniert.” Allerdings. Vor 13 Jahren, in einem vergleichsweise kleinen, versteckt gelegenen Arthouse-Kino, als die Kinolandschaft noch eine völlig andere war.
Laut Dirk hat man in die Werbung in Dortmund mehr Kohle gesteckt, als in den beiden Jahren in Bochum zusammen. Dass davon trotzdem nicht wirklich was angekommen ist, liegt daran, dass das Ruhrgebiet dezentral aufgebaut ist und an Kultur ein Überangebot herrscht. Es bringt einfach nichts, ein Dortmunder Kinofestival in Bochum, Essen oder sonstwo zu plakatieren, denn bis auf ein paar versprengte, cinephile Nerds macht sich da kein Nicht-Dortmunder für auf den Weg.
Der Hinweis mit Unna und Konsorten ist sicher richtig, aber dafür ist es jetzt vermutlich zu spät.
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Lari-Fari am 03.09.2008 10:59 ]
da ich grad bei meiner Urlaubsplanung bin und ausm Pott komme, muss ich hier auch noch meinen Senf abgeben.
Das FFF habe ich 3mal mitgenommen. Zweimal in Bochum und letztes Jahr in Dortmund.
Bochum, nettes Kino, richtiges Festival Feeling und gut gefüllte Sääle für so eine spezielle Veranstaltung.
Das Bermuda3ck ist sicher ein großer Pluspunkt, wenn man mal eine Filmlänge “Pause” hat.
Dortmund: Nur damit man mich nicht falsch versteht. Ich gehe regelmäßig ins CineStar um mir da einen Film anzusehen und dann möglichst schnell wieder zu verschwinden.
In dem Kino fühlt man sich einfach nicht wohl, weil es anonym ist und nicht zum hinsetzen einlädt. (das zB UCI Bochum hat ne riesen Sitzlandschaft, wo man sich nach Filmen richtig schön hinsetzen und plaudern kann und eben NICHT so schnell wie möglich raus will).
Von der Werbung die hier im Thread erwähnt wird, habe ich selbst als aufmerksamer Beobachter in Dortmund,Bochum,Essen rein garnichts gesehen?
Dann sind die Eintrittspreise vll auch eine echte Hemmschwelle für Leute, die es mal “probieren” wollen und eben keine eingefleischten FFF-Gänger sind.
In Dortmund konnte man die Besucher an 2 Händen abzählen und das kann ja eigentlich nicht sein, wenn man achso viel Werbung macht
Das dieses Jahr der Pott gestrichen wird ist dann kein Wunder.
Ich zumindest werde nicht in Köln beim FFF sein, da es mir einfach zu weit ist und damit auch zu teuer.