Ein wenig Werbung in eigener Sache - Vortrag von die_Lachsschaumspeise_! am 8.11.06, 19 Uhr, Hamburg

Sorry, ich weiss, es past nicht unbedingt zum Thema FFF, aber ich dachte, eine Ankündigung zu meinem mittwöchentlichen Vortrag könnte eventuell ja dennoch jemanden hier interessieren, zumal ja so einige hier registrierte Menschen ihr Domizil hier in Hamburghaben…Sollte der thread nun gra nicht passen, oder als strörend empfunden werden, bitte ich die Moderatoren darum, ihn umgehend zu löschen…Aber nun zum Anlass, diesen thread aufzumachen:

An diesem Mittwoch, dem 8. November, werde ich, die_Lachsschaumspeise_!, von 19 bis 21 Uhr einen Vortrag zur Verknüpfung von Geschlechter-Repräsentationen, Sexualität(en), Reproduktion, und dem Begriff des “Menschlichen”, in der “A L I E N”-Filmreihe halten. Würde mich sehr freuen, wenn ein paar Interessierte Zeit und Lust hätte, vorbei zu kommen. Text zum Vortrag siehe nachfolgend…
Danke für die Aufmerksamkeit, und eventuell bis zum Mittwoch Abend…

Mittwoch, 8.11.06, 19 bis 21 Uhr, Philosophenturm, Von-Melle-Park 6 (Universitäts-Campus, S-Bahnhof “Dammtor”), Hörsaal F

Loving the A L I E N , oder wie Ripley sich von ihren Alpträumen befreite
Vortrag von die_Lachsschaumspeise_!, im Rahmen der Ringvorlesung "‘Jenseits der Geschlechtergrenzen’ (Eintritt frei)

“Im Weltall hört Dich niemand schreien” - Mit diesem Slogan wurde 1979 der Science-Fiction-Horrorfilm A L I E N beworben. Die dabei implizite Androhung einer Vergewaltigung wird dann auch im ersten und den nachfolgenden “A L I E N”-Filmen beständig thematisiert. Die “A L I E N”-Filmreihe verknüpfte dabei die Vergewaltigungsdrohung mit reproduktiven Körperpraxen, vor Allem dem als immer wiederkehrendes Trauma dargestellten Geburtsvorgang, sowie anderen penetrativ-gewalttätigen Überschreitungen von Körpergrenzen. Das sprachlich-symbolische Zeichen “Mutter” ist in diesem Kontext von besonderer Bedeutung und nimmt auch in den Filmen einen herausragenden Platz ein. Letztlich geht es bei “A L I E N” und seinen Fortsetzungen um die Frage, ob und wie “Menschsein” und Sexualität in einer weitgehend von physischen Reproduktionsvorgängen abgekoppelten Gesellschaft zu denken sind.
In diesem Vortrag sollen anhand ausgewählter Filmbeispiele die (De-) Konstruktionsmechanismen -und Materialisationspraxen von Körperlichkeiten in den A L I E N-Filmen sowie deren Verknüpfung und Zusammenhang mit Vergeschlechtlichung, Sexualitäten, Rassialisierung und Kolonisierung thematisiert werden. Welche Weiblichkeiten werden als (un-)vorstellbar geschildert und stellen sich diese in ihren Repräsentationen und Interaktionen mit Anderen als kohärent und kontingent dar? Welche maskulinen Feminitäten werden als problematsich und Verfehlung der akzeptablen Geschlechtlichkeit geschildert? Wie und wieso werden die Reproduktionsweisen der Alien-Spezies als exzessive, mit der brutalen Penetration und Zerstörung von Körpern zusammenhängende Sexualität dargestellt? Und welche Alternativen zu physischer Geburt werden in den “A L I E N”-Filmen in den Focus gerückt? Schlussendlich sollen auch die gezeigten Modelle des Non-und Posthumanen beleuchtet werden, um die Frage, ob “der Menschheit” in der “A L I E N”- Quadrilogie eine Zukunft zugestanden wird und falls ja, wie diese aussehen könnte, zu beantworten.