Fantasy Filmfest 2017


#709

Sehr sehr guter Tag heute in Frankfurt mit gleich drei der bisherigen Festival-Highlights direkt hintereinander:

IT COMES AT NIGHT (8/10)
Für mich bislang der beste Film beim FFF 2017. Lange nicht mehr so unglaublich dichte Atmosphäre erlebt, dazu emotional durchaus nahegehend. Bei der tragischen Höhepunktszene hat ein Typ neben mir hemmungslos angefangen zu weinen…

SICILIAN GHOST STORY (7/10)
Wunderschön gefilmt, verzaubernd, halluzinierend. Hat mir persönlich zwar leider ein Stück zu lange gebraucht, bis er angefangen hat, seine Magie zu entfalten. Dann aber umso stärker.

THE AUTOPSY OF JANE DOE (7/10)
Leider zum Ende hin bzw. in der Erklärung seiner Story ziemlich dämlich und mit ein paar Logikschwächen; zuvor aber ebenfalls atmosphärisch sehr dicht und in weiten Teilen erfrischend un-jump-scare-gruselig. Bzw. in seinem Grusel oft über die reinen Jump Scares hinausgehend. Überhaupt, eine vergleichsweise frische Idee und souverän inszenierter Horror.

Das Miike-Doppel ist für mich außer Konkurrenz, THE STRANGE ONES war tatsächlich strange – hat mich leider bis zum Finale überhaupt nicht gepackt; wird durch seine Auflösung aber zum echten Brainfuck und kann im Nachhinein echt beeindrucken. Insgesamt trotzdem nur 5,5/10.

Morgen haben wir dann gleich zwei mal Gäste, gibt’s in Frankfurt ja nicht allzu oft: bei 68 KILL und IT CAME FROM THE DESERT.


#710

Ganz genau, die liefen beide heute: Desert und 68, bislang die beiden besten Filme für mich. Desert ein klassisches Creature Feature/Nerd Komödie mit lauter Filmzitaten. Bei 68 Kill wird man sofort in die Handlung reingesogen und am Ende dreht er richtig auf. Anschließend sind Bob Portal, Trent Haaga, seine Frau, Yazid und ich noch essen gegangen.
Trent hat uns auf seinem Handy eine Behind the Scenes Szene gezeigt, wo man sieht dass man bei der Arm ab Szene mit praktischen Effekten nicht weiterkam und man deshalb auf CGI setzen musste.


#711

Sodele, Hamburg hat’s nun auch hinter sich…

Meine allerletzter FFF-Tag für dieses Jahr begann mit dem Kurzfilmprogramm (a.k.a. “Get Shorty”). Hätte ich mir aus eigenem Antrieb nie angesehen, war tatsächlich auch mein erstes Mal, und wohl auch letztes Mal. Ich will hier ja nicht den altbekannten Forrest Gump-Spruch mit dem Leben und der Pralinenschachtel zitieren, aber so in etwa hatte ich mir das vorgestellt, und so in etwa war’s auch: Manche Filme (wie z.B. “Fucking Bunnies” (als trockenhumorig-augenzwinkerndes Plädoyer für mehr zwischenmenschliche Akzeptanz) und “Spooked” (“And I was French? Waaaaahh !!!” :joy:) waren ganz gut, andere recht mysteriös (“Ruah” und “Greener Grass”), einige sehr schräg (der extrem schlecht singende Junge in “Amen”, oder die Sing and Dance-Einlagen in “Stacey and the Alien”), und andere wiederum kurz und knackig (“Mouse”, “Tickle Monster”). So richtig umgehauen hat mich davon zwar nichts, aber ich hab’ auch schon Schlimmeres gesehen…

…will mich aber auch nicht beschweren, denn wenn ich nicht die “Get Shorty”-Karte eines erkrankten Freundes “übernommen” hätte, wäre ich nicht in den Genuss von “Tragedy Girls” gekommen - und das wäre wirklich ein Jammer gewesen! Mein absolutes Überraschungs-Highlight dieses Jahrgangs, ein Film, wie gemacht für’s FFF - knallebunt, schwarzhumorig, splatterig und umwerfend charmant! "Clueless"meets “Heathers” meets “To Die For”- Pretty Highschool girls doing really bad things, but you can’t be mad at them, because they’re sooo sweet! Diverse Todesarten aus anderen Filmen werden auch noch zitiert (unter Anderem “Cannibal Holocaust” und “Carrie”). Das Feelgood-Movie des Festivals, und obendrein auch noch clever und blutig…Nicht verpassen ! / Unbedingt (!!!) anschauen! Lustige Kameraschwenks und guter Soundtrack obendrein auch noch (neben Anderen Grimes und Cherry Glazerr). Und dass mir am Schluss dann auch noch die Tränen in den Augen standen, ist eher meiner leicht rührseligen Natur geschuldet und tat dem Vergnügen keinen Abbruch.

“I remember you” war dann mein persönlicher Abschlussfilm für dieses Jahr…eine typische Geistergeschichte, gefilmt in der desolaten Abgeschiedenheit einer isländischen Geisterstadt (hi hi). Die Story ist nun nicht gerade weltbewegend neu, dafür schafft der Film es aber, mittels beeindruckender Landschaftsaufnahmen und einem düster-dräuendem Sounddesign (Allmählich in Wellen anschwellende Musik und dröhnende Ambient Noises) eine wirklich unheimliche Atmosphäre zu erschaffen. Für mich persönlich auch ein wunderbares Schlussbild, wie es besser nicht zu meinem diesjährigen Festival-Ausklang hätten passen können: Das kriminaltechnische Team verlässt mit einer Kinderleiche, gefolgt vom Geist eines blonden Jungen in blauer Jacke, den abgelegenen Küstenstreifen, während der Geist einer jungen Frau, der eine Träne über die Wange rinnt, Hand in Hand mit einem schmutzig-verwahrlosten Gespensterjungen am Fenster steht und die Szenerie beobachtet…

Und das war’s, für 2017, mit meinem FFF. Dass Festival ist vorbei, der Urlaub auch, in ein paar Stunden beginnt dann wieder die alltägliche Realität des Berufslebens. Einige Bilder aus dem Dunkel des Kinosaals werden mich aber bestimmt noch ein paar Tage begleiten - mal sehen, welche davon dann länger im Gedächtnis haften bleiben…

Mein Fazit / Resümee dann vermutlich am Mittwoch an anderer Stelle (lies: in einem anderen thread).
Ich hatte ein sehr sehr schönes Festival, blicke gespannt den FFF-Nights entgegen, und freue mich jetzt schonmal auf’s Filmfest Hamburg (am Dienstag wird das Programm veröffentlicht)…

Auch von mir allen FFF-Gänger_Innen aus den anderen Festivalstädten noch viel Spass und schöne Stunden im Kino!


#712

Heute letzter Tag in Stuttgart: I REMEMBER YOU hätte ich gerne gemocht, war mir aber zu sehr TV-Spukfilm und zu wenig Atmosphäre, THE VAULT fängt gut an und lässt dann stark nach und THE VILLAINESS kracht zwar bisweilen ordentlich, hatte mir aber zu wenig handgemachte Action, da ziemlich klar ersichtlich war, dass hier das meiste im Computer entstanden ist. Reviews sind in der Pipeline, Fazit im Fazitthread. Viel Spaß noch allen, die noch Filme vor sich haben!


#713

Habe mal den Fazit-Thread eröffnet und Michaelas Fazit wurde, wie ich gesehen habe, bereits auch schon dorthin verschoben. Finde es auch übersichtlicher, wenn es dazu einen eigenen Thread gibt und bin auf die anderen Fazits gespannt.


#714

Tja, heute war Schluss in Hamburg.:cry: Und dann auch noch mit zwei so tollen Filmen :joy: Gott war das cool dieses Jahr. Fazit folgt dann wohl im Laufe der Woche. I remember you ist ein kühler Geisterthriller mit Nerven zerreißender Soundkulisse und tollen Landschaftsaufnahmen von Island. Stilistisch sehr realistisch gehalten, hab auf meinen Fingern herumgekaut. Tolle Kamera Arbeit.
The Villainess Starker Profikiller Film mit weiblicher Hauptfigur. Startet wie HARDCORE HENRY mit POV Kamera, bleibt aber Gott sei Dank nicht so. Auch sonst gute Kamera Arbeit. Viele Rückblenden, flüssig erzählt ohne Langeweile, hoher Drama Anteil der die Hauptfiguren nahe bringt.
So, und jetzt bin ich echt müde :sleeping:


#715

Nachschub :slight_smile:

Fashionista 5/10

Sicilian Ghost Story 7/10


#716

So. Erstes Wochenende in Berlin ist rum und ich bin sehr zufrieden mit der Filmauswahl. Deutlich ausgewogener und unterhaltsamer als letztes Jahr + mehr Gäste.

Highlight des Wes: Super Dark Times. Ich wüsste nicht, wann ich zuletzt einen derart starken coming of age Film gesehen habe. Liegt sicher auch daran, dass mich so viel aus diesem Film an meine eigene Kindheit/Jugend erinnert hat (der Bildschirmschoner). Dazu eine Atmosphäre, die schlicht atemberaubend war + so viele Momente, die mir Gänsehaut beschert haben. Wahnsinn.

Apropos: nur knapp dahinter reiht sich Raw ein, der mich ebenfalls sehr begeistern konnte. Interessant diesbzgl., dass die Begeisterung erst mit der Zeit kam, den obwohl ich nach dem Film noch recht nüchtern das Gesehene Revue passieren lassen konnte, hat mich die Stimmung von Raw noch den ganzen Abend und nächsten Tag beschäftigt. Eine sonderbar melancholische Note wohnt diesem Film inne, die nicht greifbar ist und sich ganz schwer beschreiben lässt. Ach, hatte ich schon erwähnt, dass ich verliebt in Garance Marillier bin?

Aber auch der Rest konnte sich sehen lassen. Blade of the Immortal war einfach ein epischer Film, der trotz seiner langen Laufzeit nie langweilte und mit seinem (für mich nicht unbedingt erwarteten) Finale bestens unterhalten hat. Selbiges trifft auch auf Tragedy Girls zu, bei dem ich mich allerdings geärgert habe, dass er in der zweiten Hälfte so stark nachlässt und fast schon langweilig wird. Dabei wird man in der ersten Hälfte bestens bedient. Schade.

It came from the desert ging mit seiner extrem nerdigen Art in eine ganz andere Richtung, als ich es erwartet hatte (eher Arac Attack…) und hat mir gerade deshalb eine richtig gute Zeit beschert. Dazu diese wunderbaren Motocrossaufnahmen am Anfang, irgendwie war da auch ein bisschen Turbo Kid Spirit. Jap. Sehr sympathische Crew dazu, dass Q&A kann man als witzig beschreiben. Sicilian Ghost Story hat mich dann leider nicht so abgeholt wie erwartet, was auch am meiner Meinung nach völlig deplatzierten Pan’s Labyrinth Vergleich liegen könnte. Diese Messlatte reißt der Film ohne Frage, ist aber dennoch wunderbar romantisch und herrlich unkitschig. Paar Längen in der Mitte trüben das Bild, aber die letzten 30 Minuten haben mir dann doch noch einen ordentlichen Kloß in den Hals gesetzt. Muss ich nochmal sehen. Einen extra Punkt gibts für die Smashing Pumpkins. 68 Kill war dann White Trash in Reinform. Überdreht, bescheuert, eklig und noch so alles, was zu einem guten Abfuck gehört. Schöne Sache.

Und jetzt freut man sich schon aufs nächste Wochenende.


#717

Heute war ein Powertag. Zwei Kracher gleich am Anfang mit Shock Wave und Rendel. Danach leichte, ruhige Backwoods Kost mit Killing Ground. Durch den Wegfall der Parallel Slots werden solche Tage natürlich seltener, die Durststrecken sind zwangsläufig länger und/oder man hat mehr Löcher. Ich vermute Freitag wird wieder so ein Tag. Spürbar weniger Besucher als am Wochenende, liegt also nicht an der Qualität der Filme, denn die war eindeutig besser.


#718

Wir hatten heute in Frankfurt den Trent-Haaga-Tag:
Er begann mit BAD MATCH, bei dem er eine Nebenrolle spielt (knapp 6/10 Punkten; unterhaltsam, aber irgendwann übertrieben blöd); später folgte sein grandios unterhaltsamer 68 KILL (7/10; ein White-Trash-Gewalt-Feuerwerk voller schlechtem Geschmack und guter Laune) und im Anschluss der von ihm geschriebene IT CAME FROM THE DESERT (6,5/10; wunderbar bescheuerter Riesenameisen-Spaß mit teilweise wirklich sehr witzigen Dialogen).

Zudem stand er für die Letztgenannten gleich zwei mal auf der Bühne Rede und Antwort; die Q&As waren ein echtes Highlight, sehr unterhaltsam und sympathisch.

Dazwischen gab es noch den Mini-Punisher DARKLAND, der ganz okay war, aber zu dick aufgetragen hat und sich nicht auf das Wesentliche konzentriert hat (5,5/10); und zum Abschluss den bitterbösen, schön konsequenten M.F.A., bei dem ich innerlich die ganze Zeit mitgejubelt habe (7/10). So und nicht anders muss man mit Vergewaltigern umgehen :wink:

Wieder ein sehr guter Festivaltag!


#719

Du meinst wohl nur im Film, da ist alles erlaubt, im echten Leben natürlich nicht. Auch ein Grund warum ich solche Filme gucke.


#720

ja, genau. nach nem superstressigen, nervigen Arbeitstag tut ein hirnloser blutigrr Zombiefilm oder slasher ganz gut. besser als im Büro Amok zu laufen wie in Mayhem oder belko.


#721

Auffällig wie viele Spoiler- & Diskussionsthreads es dieses Jahr gibt - sehr cool, Filme mit offenen Fragen, Mysterien und Gesprächsbedarf :slight_smile:

Und wunderschön zu sehen + Vorfreude steigernd, dass es zu fast jedem Film (mindestens eine sehr) positive Stimme(n) gibt (absolute Gurken, von denen es nicht viele zu geben scheint, mal abgesehen). Da gehen die “Lieblingsfilme des Festivals” doch sehr weit auseinander und fast alle Filme kriegen eine Daseinsberechtigung auf dem FFF, treffen zumindest den ein oder anderen Nerv :ok_hand:

Von “Killing Ground” über “68 Kill” oder “Marlina” bis zu “I Remember You” sind da doch Titel bei, mit denen sicher nicht jeder konform geht & mit denen man vorher nicht gerechnet hätte, aber die dadurch, eure Kritiken, trotzdem mächtig aufgewertet werden :slight_smile:


#722

Vom Top Tag zum Flop Tag. Erst mal kamen zu Replace keine Gäste, dann war der Film ne lahme Nummer. Hat mich an “Exquisite Corpse” erinnert. Die Wohnung war auch eindeutig als Studio zu erkennen, hab selber mal in so einem gedreht. Sollte wohl ein Beautywahn Drama gewesen sein.
Danach Colossal, da musste ich erst mal meine Mitgucker fragen was das denn gewesen sein soll. Hab ich gar nicht verstanden, den Sinn, was das war oder sollte. Dann stellt sich heraus, war wohl ne Art Gesellschaftsdrama. Ne Frau mit ihrem Ex und dann ein anderer Typ der komisch ist.
It comes at night, ein waschechtes Familien Drama, aber das wusste ich vorher, von daher besser als erwartet.
Dann doch lieber einen billigen Action Horror Streifen von der Stange. Die sind wenigstens ehrlich, gaukeln einem nichts vor und mogeln sich nicht mit geschicktem Marketing in ein Festivalprogramm.


#723

:grin: Was bin ich doch immer wieder froh, dass nur du deinen Geschmack hast scot :wink:


#724

Wenn es nur ich alleine wäre, würde es kein Obscura geben. Hoffe auch dass es diesmal wieder etwas voller wird als im Frühling.

Mir sind noch ein paar Gedanken eingefallen. Wenn man 100% Arthouse macht, dann landet das Ding auf der Berlinale und dann verschwindet es. Man fügt etwas Genre hinzu, so 99/1 oder 90/10 und schon wird es der Hit. Ich frage mich, warum gerade diese Kombination? Warum nicht 70/30, 50/50 oder umgekehrt 30/70, also mehr Genre als Arthouse? Habt ihr dafür eine Erklärung?

Ich hatte drei Genrefilme mit einer Message/tieferem Sinn im Hannover Programm, war wohl reiner Zufall, meine Besucher fanden sie klasse. Einmal das Thema Social Media und seine Gefahren, als Slasher verfilmt. Dann das Thema aktive Sterbehilfe/Erlösung als Mystery Film und die posttraumatische Belastungsstörung, ebenfalls als Horrorfilm umgesetzt. Klar, man hätte einfach normale Slasher, Horror und Mysterystreifen draus machen können, sie wären auch dann gut gewesen aber durch den ernsten Hintergrund wurden sie richtig wertvoll. Der Trend ist aber das genaue Gegenteil aber wenn ich zu einem Arthousefilm Zombies hinzufüge, wie bei Here Alone, dann kommt eher Murks bei raus.


#725

In Frankfurt heute ein durchwachsener Tag.

HAVE A NICE DAY hat mich leider ziemlich kaltgelassen (5/10).
FASHIONISTA war bis auf die etwas plumpe Auflösung erstaunlich gut, Arthouse-Mystery mit massivem David-Lynch-Touch und dem vielleicht bisher besten Soundtrack des Festivals (knapp 7/10).
GAME OF DEATH ein veritabler Flop, bislang der schwächste Fresh-Blood-Kandidat mit zwar ein paar hübschen Splatter-Effekten, aber nicht mal ausreichend Ideen, um seine Mini-Laufzeit von 73 Minuten zu füllen – die mussten künstlich aufgeblasen werden mit minutenlangen Sequenzen aus einer Natur-Doku und anderem Füllmaterial (4,5/10).
KILLING GOUND war filmisch sehr gut umgesetzter Outback-Terror mit extrem dichter, angespannter Atmosphäre. Aber inhaltlich leider null innovativ. Trotzdem sehr empfehlenswert (7/10).
NIGHT OF THE VIRGIN ist filmgewordene Lebenszeitverschwendung. Unglaublich langweilig, stupide, nervig; zieht sich wie Kaugummi (2/10).


#726

Tja komisch, für mich sind Game of Death und Night of the Virgin zwei Highlights. Death richtig schön knackig kurz, kommt auf den Punkt und bei Virgin wird man am Ende belohnt, die Geburtsszene ist lang und dadurch richtig schön intensiv. Nicht wie diese anderen Filme, wo man die ganze Zeit wartet und dann kommt nichts. Man wartet Monate lang auf das Event nur um dann während des Films weiter zu warten, das sollte man nicht.


#727

Dass GAME OF DEATH dir gefallen hat, überrascht mich jetzt doch ein bisschen. Wo, wenn nicht hier, hätte es die Chance auf ein echtes Blutbad mit einfallsreichen Kills gegeben? Stattdessen werden nur wenige Kills live gezeigt, und die laufen auch noch fast alle nach dem gleichen Muster ab. Diesen Mangel an Einfallsreichtum fand ich wirklich enttäuschend – und tatsächlich auch alle anderen, mit denen ich mich unterhalten habe.


#728

Ich fand GAME OF DEATH ziemlich cool. Konzentriert sich aufs Wesentliche, hat dadurch ein gutes Tempo und nutzt die relativ kurze Laufzeit gut. Die optischen Spielereien haben mir gefallen, das ständige Ticken das Spiels im Hintergrund macht einen nervös. Schöner, kleiner B-Film, der sehr viel Charme hat. Die Charaktere empfand ich nicht als nervig, im Gegenteil, das hat schon gepasst. Spaß, Blut, Verzweiflung mit einem stimmungsvollen Finale.
Meine positive Festivalüberraschung.