Fantasy Filmfest 2017


#789

Bei uns in Frankfurt gab es bisher zwei mal eine Blu-ray-Verlosung – allerdings auch erst ab dem Wochenende, also hab vielleicht noch etwas Geduld :wink:

Ich habe doch auch geschrieben (oder wollte das zumindest herüberbringen…?), dass es mir nicht darum geht, ob man MARLINA langweilig o.Ä. findet, ich fand ihn ja selbst (für den Moment der Sichtung, jedenfalls) zu langsam usw.

In deinem Review klingt es aber eher so, als würdest du den Film nicht wegen seines Tempos vergleichsweise mies finden, sondern wegen seiner Story, also wegen “schon wieder Männer als Bösewicht”. Um ehrlich zu sein, liest sich dein Review fast wie ein Rant gegen Filme, die das übliche Rollenverhältnis umkehren (“ist vielleicht das Richtige für einen Feministinnen-Club”, “politische Korrektheit” usw.).

Ach so, und:

… darf man 2017 aber echt nicht mehr sagen :laughing:


#790

Hihi, eigentlich schon aber es wurde zu oft von den falschen Leuten benutzt, das ist das Problem.

Heute war der Power Tag, durch die Ausdehnung auf 12 Tage ohne Parallelslots hat man halt zwangsläufig öfters längere Durststrecken. Das Beste kommt irgendwie immer zum Schluss. Damals hätte man gestern und heute an einem Tag parallel gezeigt und die Arthouse Sachen in den kleineren Saal gepackt.

Reset auf einem Niveau mit Shock Wave, vielleicht noch leicht darüber.
Trench 11, ein kleiner feiner Bunkerfilm, erinnert mich an Project 12 - The Bunker und War of the Dead. Hab dem Regisseur mein Obscura Poster mitgegeben und alle drei haben das Heft signiert.
Dann der Brecher: Mayhem, der erste 5 von 5 Film, damit hätte ich nicht gerechnet, toppt Belko noch um einiges, ein Mega Spass der vor allem als frischer Arbeitnehmer noch besser wirkt. Endlich mal voll in die Fresse rein!
Crucifixion dagegen eher ein Krimi ohne wirklichen Horror.


#791

MAYHEM lief eben auch in Frankfurt, wirklich der perfekte Partyfilm, hat Standing Ovations bekommen… und extrem viel Spaß gemacht. (7/10)

TRENCH 11 fand ich ok für das, was er war. Bestimmt nicht besonders toll, aber ich verstehe mal wieder nicht so ganz, weshalb der so niedergemacht wird… (5/10) Hier schon mein Review dazu: http://f3a.net/review44510.html

VERONICA war ein schön atmosphärischer Grusler. Dreht zwar vielleicht etwas zu spät richtig auf und hat ein bisschen zu viel Comic Relief, aber dafür ist die Bildgestaltung umso besser. (6,5/10)

RESET war ein echtes Ärgernis, mehr Mutter-Kind-Kitsch als SciFi, und mit so vielen Logiklöchern, dass einem schwindlig werden kann. (3,5/10)

MY FRIEND DAHMER ist eine schön düstere, brillant gespielte Charakterstudie, der vielleicht ein wenig der Spannungsbogen fehlt. Dennoch sehr sehenswert für Interessierte an den Hintergründen eines Serienkillers. (6,5/10)


#792

Kurz zu VERONICA: Ungefähr in der Mitte des Films gibt es eine längere Sequenz, die von klassischer Horrorfilmmusik untermalt ist. Recht bombastisch, stilistisch fast ein wenig an Monumentalfilme erinnernd. Klang, als hätte sie zB aus CREATURE FROM THE BLACK LAGOON o.Ä. sein können. Und ich glaube, in den Credits wurde der Herkunfts-Film auch genannt - nur habe ich da gerade weg- und erst zu spät wieder auf die Leinwand geschaut.

Weiß jemand, woher die Musik stammt? Oder könnten die Leute in Berlin/Köln/Nürnberg beim Screening vielleicht darauf bzw. auf die entsprechenden Credits achten? Danke :smiley:


#793

Habe auch nicht aufgepasst, würde aber davon ausgehen, dass das die Musik aus dem Film ist, der während der Szene im TV läuft, Who Can Kill a Child/ Quien Puede Matar a un Nino? von Narciso Ibanez Serrador.

Für mich übrigens ein absolutes Highlight der Film, besser als alles was man in den letzten 20 Jahren an Dämonen- und Bessessenheitskram gab. War nach der Vorstellung hin und weg. Wahnsinn!


#794

Du interpretierst da zuviel rein. Das sollte kein “Rant” werden, von sowas bin ich sehr weit weg. Ich lass mir aber ach den Mund nicht verbieten und bin mitunter auch mal Anhänger unpopulärer Meinungen. Zum Glück muss ich ja nicht in Nordkorea leben. Lass uns das Thema aber bitte nicht in diesem Forum breitwalzen. Ich stehe heute in Frankfurt gerne wieder für persönliche Diskussionen zur Verfügung - war gestern leider unpässlich und musste mal 1 Tag pausieren.


#795

Genau den gleichen Eindruck hatte ich bereits nach Sichtung des Trailers. Wollte ich mir trotzdem geben, aber € 10,-- nur um die Befriedigung zu haben einen Verriss zu schreiben erschien es mir dann doch nicht wert :smiley:


#796

Ich werde am Sonntag mal die Ohren spitzen.


#797

Das würde natürlich Sinn ergeben. DVD steht zu Hause, kann ich dann auch überprüfen. Aber irgendwie muss ich bei dieser Szene in VERONICA dann wohl visuell abwesend gewesen sein oder so - mir ist gar nicht in Erinnerung, dass da ein Film im TV lief :joy:


#798

Tag 3 in Köln

Ein wilder Mix heute. Die “Schneeflöckchen” hatten wie anscheinend überall eine ansteckend positive Stimmung. Man gönnt ihnen Erfolg. Scheinen Fans zu sein wie wir. Mit Eiern und Können.

Flotte Filme heute. Kurzweilig. Was nicht immer gleichzusetzen ist mit gut. Aber gut wegzugucken. Mit genügend Bier. Tag des fragwürdigen Geschmacks. Hat nur “Kuso” gefehlt.

Nur “Hounds of Love” ist auch ohne Hilfsmittel ein wirklich starkes Brett. Unfassbar gut! Obwohl er seltsam eingekesselt war von zwei Filmen ganz anderer Art.

Schneeflöckchen (7,5/10)
Der berlinerische Pfad Gottes - macht mächtig Spaß, obwohl er extrem viel klaut, kopiert, abwandelt. Von “Kick-Ass” über Kevin Smith bis Quentin Tarantino. Gut für sich benutzt. Deutsches Genrekino kann es ja doch. Spürbar ein Herzensprojekt. Daumen hoch!

Radius (5,5/10)
Solide Unterhaltung. Twilight Zone-light. Starke Prämisse. War aber mehr drin. Netflix-Sonntagnachmittag-Programm.

Game of Death (4/10)
Kurzweilig, blutig, ziemlich daneben und wieder coole Ausgangslage. Aber selbst mit massivem Bierbonus weit entfernt vom grünen Bereich. Bad Taste bleibt schlechter Geschmack.

Hounds of Love (9/10)
Stärkster Film des Festivals bisher. Was ein Brett. Uff. Heftig. Schluck. Down Under Horror wie er kaum heftiger sein könnte. Intensiv. Mehr als das. Da hält kein Hardcore-Splatterfest mit. Kino der unangenehmsten und stärksten Sorte. Zittere noch immer.

Night of the Virgin (6,5/10)
Körpersaft-Overkill - etwas zu lang, aber wunderbar geschmacklose Midnight Madness. Jammy! Einmal gesehen, nie mehr vergessen. Cooler Gag mit dem Kotzbeutel. Kommt dann mit ins Mediabook wenn es rauskommt!


#799

Ich fand die Shorties letztes Jahr besser. Diesmal ähnelten sie sich zu sehr, wurden meist in Wohnungen gefilmt oder in normalen Situationen. Artur meinte auch, die Filme sind kein Best Of aus den über 500 Einreichungen. Man geht nach anderen Kriterien. Meine Favoriten waren Spooked und We Together. Spooked war der einzige Film der etwas Pfeffer/Dampf hatte.

Playground kann ich aufgrund des semi dokumentarischen Stils nicht bewerten, genau wie Men Behind the Sun. Dessen zweiter Teil war dagegen ein Spielfilm und den hab ich auch (mittelmäßig) bewertet.
Rainer meinte, den Berlinern kann man diesen Film am Samstag Abend zumuten, in den anderen Städten lief er in schlechteren Slots. Mir persönlich ist es egal wann ein Film läuft, ich fand nur Night of the Virgin zu früh platziert und asiatische Blockbuster finde ich generell gut, die beiden liefen auch recht früh. Schade dass sie dafür angefeindet werden. Was ist an Berlin anders?

Double Date war cool, ich bin genau dieser Ginger Typ, der Arme. Ein Wunder dass ich noch nicht in so eine ähnliche Situation geraten bin. Im Grunde ein Feminismus Film, das hab ich mir letztens noch gewünscht. Nur die Motivation der Mädels ist eine andere wie man zuerst denkt.
Aber warum werden die wichtigen Rollen immer von dünnen Frauen besetzt, mir gefiel die Schwester von ihm viel besser.


#800

Da bin ich echt neidisch auf dich, mich hat der Film total kalt gelassen und gelangweilt. Dabei wünsche ich mir mal wieder so richtig durchgeschüttelt zu werden wie bei der allerersten TCM Sichtung auf VHS damals; oder wie bei Inside und Frontier(s).


#801

PLAYGROUND lief in Frankfurt heute, also am Samstagabend, um 20:45 Uhr – einen besseren Slot gibt es doch eigentlich nicht, oder? :wink: Heftiger Film.

Danach kam noch DOUBLE DATE, wieder Szenenapplaus, hat super viel Spaß gemacht.


#802

Ja, bei der Schrank/Regal Szene hab ich wohl als einziger im Publikum geklatscht. Hätten sich ruhig mehr trauen können.


#803

Woher kommt nur immer wieder das Gefühl, man wolle jemandem “den Mund verbieten”, wenn man es wagt, seine (ja veröffentlichte!) Meinung zu hinterfragen? Du kannst hier doch denken und schreiben, was du willst; du musst aber auch damit leben können, dass es andere Meinungen gibt :wink: …und wenn deine veröffentlicht wird, kannst du auch nicht anderen “den Mund verbieten”, indem du sagst, sowas sollte nicht hier ausdiskutiert werden :joy:

Nein, ist jetzt natürlich auch nicht so scharf gemeint, wie es vielleicht klingt; aber das ist hier doch nun mal ein Diskussionsforum, oder? Hab dich leider heute im Kino auch nicht gesehen, aber die Pausen waren auch brutal kurz und ich hab sie immer draußen auf der Straße verbracht.


#804

Da wärst du hier dann wohl besser aufgehoben gewesen :wink: Bei Rosebud herrscht ja eh der (übertriebene) Eindruck vor, dass Frankfurt das reine Splatter-Publikum hat und hier nur die heftigen Filme gut ankommen…

Mein Review zu DOUBLE DATE: http://f3a.net/review44569.html


#805

Und, wie hast du dich entschieden? DOUBLE DATE macht auf jeden Fall Spaß :wink:
MOTHER! sehe ich erst am Mittwoch.


#806

Alles gut, ich sitze fast immer auf dem selben Platz, aber Du kommst immer so spät :smiley: Und JA, die Pausen waren brutal kurz. Heute geb ich mir noch die ersten beiden FIlme, dann ist Schluss !


#807

Da bin ich endlich mal voll Deiner Meinung! Das waren die miesesten Shorties EVER, und das sahen auch mindestens 3 oder 4 andere Leute gestern in Frankfurt so, mit denen ich direkt danach in einer Gruppe diskutiert habe. Das von 500 Filmen so ein Schwachsinn ausgewählt wird ist eigentlich ein Trauerspiel. Review folgt.


#808

Na, dann freu’ dich schon mal drauf. Egal, ob du ihn (wie ich, wenn auch so richtig erst ab der zweiten Hälfte) gut oder schlecht findest, du wirst ihn garantiert nicht so schnell vergessen! :slight_smile:

Aber was ich eigentlich schreiben wollte: Ist eigentlich jemandem aufgefallen, daß der (IMHO exzellente) rockige Abspannsong von “Blade of the Immortal” von Miyavi ist - dem Darsteller des sadistischen Antagonisten in Angelina Jolies Kriegsgefangenendrama “Unbroken”? Finde ich irgendwie cool. :sunglasses:

Edit: Achja, ich wollte zum Film ja auch noch was fragen: Ich habe nämlich im Nachhinein gelesen, daß in der Mangavorlage Kuroi Sabato (im Film der erste Bösewicht, den Manji für Rin tötet) ständig “Black Sabbath”-Liedtexte rezitiert. Im Film rezitiert er auch mindestens zwei Mal etwas - ist vielleicht jemandem aufgefallen, ob das tatsächlich ebenfalls Black Sabbath-Texte waren (ich selbst bin kein Fan der Band und hätte es daher nie erkannt)?