Fantasy Filmfest 2017


#809

Hey, bisschen länger hat’s dann doch gedauert. Mein Jungle Review . Fand den richtig gut.:slight_smile:


#810

Tag 4 in Köln

Zuerst Kreuz machen, dann einen heftig anstrengenden FFF-Tag durchziehen.

11 Stunden, 14 Filme, teilweise nette Shorties für mich. Haben meinen Geschmack getroffen. Trotzdem ein schlauchender Tag. Das ist eigentlich zu viel. Zum Glück nur noch nächsten Sonntag (fast) so ein irres Programm. Das zehrt. Morgen ausschlafen.

Viel zu kurze Pausen, Filme länger als angekündigt, fehlende Abstimmkarten, Ansagen werden weniger, Gewinnspiele bleiben aus. Dazu noch dieses Wahlergebnis… joa, in der Hinsicht bescheidener Tag. Aber die Filme waren besser.

BITCH (5,5/10)
Eine (etwas übertrieben) wütende Anklage an die Unfähigkeit des modernen Mannes. Mit Aussicht auf Besserung. Halb so witzig, dafür wichtig. Als Kurzfilm aber wahrscheinlich prägnanter gewesen.

GET SHORTY (5/10)
:smiley: Was ein Mix. Nur Extreme. Achterbahn. Echt miese Dinger dabei. Kein wirklich guter Jahrgang, in der Tat. Aber nicht alles Mist. FUCKING BUNNIES ist der klare Sieger für mich.

Amen - 2/10 - Unnötig wie die Af… ah, nicht politisch werden hier.
Fucking Bunnies - 8/10 - Wunderlustig.
We Together - 3/10 - Eher Musikvideo als Zombiefilm. Gute Tänzer.
Ruah. - 3,5/10 - Hätte mehr kommen müssen. Mystery ohne einen Hauch Befriedigung.
Tickle Monster - 7,5/10 - Jumpscare Done Right.
Greener Grass - 7/10 - Auf der anderen Seite des Zaunes ist das Gras immer grüner… surreal cool.
Mouse - 7,5/10 - Uh, das Ekelhighlight des Festivals. Bei “Kuso” oder “Night of the Virgin” heißt das was.
Stacey & de Alien - 3/10 - Spice Girls. Yeah. Rest ist Glitzermüll.
Spooked - 7/10 - Geht gut ab. Netter Spin.

KILLING GROUND (7/10)
Nichts Neues im Busch, aber intensiv und unangenehm. Harte Kost mal wieder aus Down Under.

SICILIAN GHOST STORY (8,5/10)
Mit Mama und Papa, Letzterer auf Sizilien geboren, daher ein ganz besonderer Filmtermin. Der vielleicht anspruchsvollste und traumhafteste Film des Jahrgangs. Tränen, Träumen, Traurigkeit. Die Schattenseite Siziliens. Eine zarte Kostbarkeit. Trotz einer etwas zu langen Laufzeit.

DOUBLE DATE (8/10)
Tempo, Spaß, britischer Humor. Edgar Wright-light. Unterhaltsame Überraschung.

SHOCK WAVE (6/10)
Kurz überlegt den sausen zu lassen auf Grund Müdigkeit. Aber Energydrinks (und “Double Date”) hielten mich im Spiel. Nicht bereut, nicht begeistert. Bombiges Ende.


#811

Etwas verspätet geht’s endlich bei mir los.

http://www.filmfutter.com/fantasy-filmfest-tagebuch-2017-tag-1/


#812

Irgendwie ein seltsamer Abschlusstag heute in Frankfurt. Filmisch gab es zweimal Durchschnittliches: RENDEL und VILLAINESS; zweimal Unterdurchschnittliches: THE VAULT und THE CRUCIFIXION; andererseits dafür auch den für mich wohl besten Film des ganzen Festivals: HOUNDS OF LOVE.

All das wurde dann aber abends überschattet vom Wahlergebnis, dessen Wirkung wohl kaum ein Horrorfilm überbieten kann. Deutschland wird Braunland…

Darauf nahm Max im Namen von ganz Rosebud in seiner Abschlussrede auch eindeutig Bezug und verdeutlichte die Null-Toleranz-Linie des Festivals gegenüber rechten Inhalten, was viel Applaus nach sich zog.

Die Reviews zu den heutigen Filmen und mein Fazit folgen. Jetzt erst mal Luft holen, ausschlafen, Festival - und Wahlergebnis - verdauen.


#813

Gut dass ich Vidar geguckt habe, wollte ich erst nicht, war aber lustig.
Veronica ist ein bißchen lang, ein Standard Grusler wie man sie kennt, aber lieber so als US Mainstream.
Mir hat The Vault gefallen, der Banküberfall war spannend und der Genre Wechsel erfrischend, auch wenn man nachher kaum was erkennen konnte.
Villainess ist eher ein Gangster Drama mit etwas Action am Anfang und am Ende. Recht melodramatisch auch und ich hätte mir einiges anders gewünscht. Die Kameraarbeit war schon extrem genial. Das als straighten Actionfilm würde ich gerne mal sehen. So kam er mir ein bißchen wie Yellow Sea vor.


#814

Die meisten AfD Wähler haben nicht “braun” gewählt, oder weil sie von den Inhalten der Partei AfD überzeugt wären, sondern weil sie den ignoranten Altparteien mal eines auswischen wollten. Dies wurde im Zuge des gestrigen Wahlabends auch ganz klar gesagt. Jetzt wacht unsere unsagbare Regierung hoffentlich endlich einmal auf. Ich wollte hier eigentlich nichts politisches posten, aber wenn andere den Anfang machen, schließe ich mich nur gerne an. Dieses einseitige Gejammer über die “Braunen” nervt. Dabei wird die unsoziale Politik der CDU und so mancher Fehler, den Frau Merkel begangen hat, gerne medial unter den Tisch gekehrt. Genützt hat es der “großen” Koalition allerdings nichts - sie haben gestern ihre verdiente Watsche bekommen, laberten im TV anschließend dann aber genau so selbstherrlich und ignorant weiter, wie sie es bereits in den vergangenen 4 Jahren getan haben.

Ich fand auch die zahlreichen politischen Statements von Rosebud auf Facebook irritierend, und ich war mit dieser Meinung auf Facebook nicht alleine. Ich finde nicht das das Filmfest für Politik missbraucht werden sollte. EIne Abgrenzung von rechtsextremen Inhalten sollte selbstverständlich sein, und nicht mit dem Wahlergebnis in Verbindung gebracht werden.

Wenn wir uns schon aufregen wollen, dann doch bitte über ALLE jene, die unsere Aufregung auch verdient haben.


#815

So, im TV läuft in der bewußten Szene tatsächlich das Original von „Who can kill a child“, und es scheint so, als wäre die von Dir gesuchte Musik davon übernommen: Anfangs wirkt der Soundtrack wie Source Music, dann wird die Lautstärke gesteigert, bevor am Ende die Musik wieder nur aus dem Fernseher zu kommen scheint. Positiv dentifizieren konnte ich die Musik als von Serrador komponiert allerdings nicht.

Im Abspann wird auch noch ein Stück von Francesco De Masi (Lo Spettro – Preludio Ad Un Dramma) genannt, vielleicht kommt das hier auch noch in Frage?


#816

Wir wollen hier jetzt nicht ernsthaft menschenverachtendes und teilweise faschistisches Gedankengut relativieren?

Alleine die AfD (die übrigens mehr im Wahlkampf gelogen und gehetzt hat als alle anderen zusammen) mit demokratiefreundlichen Parteien zu vergleichen und als weniger unsagbar hinzustellen ist doch sehr verharmlosend. Es gibt tausend ungefährlichere, konstruktivere Wege, seinem Unmut Luft zu machen und sich politisch zu engagieren, ohne Nazis an die Macht zu wählen. Und dass unter den AfDlern, die jetzt in den Bundestag einziehen, Nazi-Gedankengut vorherrscht, ist ein offenes Geheimnis - kein AfD Wähler kann heute noch behaupten, dass er das nicht hätte wissen können. Am Ende des Tages zählt nicht, wesegen man sein Kreuz gesetzt hat, sondern welche Konsequenzen diese Entscheidung für unser Land hat.

Vielleicht haben politische Themen hier wirklich nichts verloren, wenn die Meinung, die wir voneinender haben, keinen Knacks bekommen soll.

Und da die AfD nun mal rechtsextrem ist, finde ich es schon passend, dass das FFF sich von ihr genau so abgrenzt wie von diesen Inhalten. Das geht ja Hand in Hand.


#817

Dass Rosebud betont politisch wird brauche ich persönlich auch nicht, obgleich diese Abgrenzung vom (Rechts-)Extremismus anscheinend leider nicht die Selbstverständlichkeit ist, die sie sein sollte. Ich sehe das Ganze aber auch eher als eine Reaktion der Bewältigung der Wahlergebnisse von Rosebud… denn… naja… Horror im Kinosaal ist etwas Feines, Horror im wahren Leben eher nicht so. (Ich glaube allerdings fest daran, dass die Interpretation des Wahlergebnisses mit “Die BRD beherbergt 6 Millionen A…löcher.” falsch ist - viele davon sind meines Erachtens einfach nur Idioten.) Um von meiner persönlichen Bewältigung aber mal eine Frage aus “Die Gurken 2017” aufzugreifen:

Wer ist für die Get Shorty-Auswahl verantwortlich?

Ich meine mich daran zu erinnern, irgendwann mal erfahren zu haben, dass in aller Regel stets ein Jahrespraktikant bei Rosebud am Start ist, und dass sich dieser um die Kurzfilme kümmern darf. Quasi: Das Stamm-Team kümmert sich um die Auswahl der Filme, der Prakti um die der Kurzfilme. Kann das irgendjemand bestätigen/widerlegen?


#818

Meines Wissens ist Arthur seit 4 (oder sogar schon 5?) Jahren für die Shorties verantwortlich.
Vor 4 Jahren hab ich mich arg gewundert, da ich mit den Shorties auf einmal überhaupt nichts anfangen konnte und ich die Auswahl auch als spürbar anders, abstruser, unzugänglicher empfand. Da hatte mir Arthur bereits gesagt, daß er die Filme ausgewählt hatte. Im Jahr drauf hab ich es dann nochmal probiert und konnte wieder nichts damit anfangen und ich kann mich nicht erinnern ob ich ihm noch eine dritte Chance gegeben hatte, meine aber nicht. Und die letzten zwei Jahre hab ich dann verzichtet…


#819

Ich fand die Kurzfilmauswahl ebenfalls völlig ok. Zwar kein absolutes Highlight, aber auch nichts, was mich geärgert hätte und interessant anzuschauen fand ich alle. Keine Ahnung was vor einigen Jahren da alles für Meisterwerke gelaufen sein sollen, aber da muss ich wohl was verpasst haben.


#820

Haben wir eigentlich einen Thread für die Kurzfilme der vergangenen Jahre? Man könnte dort die verlinken, die man (inzwischen) legal im Netz ansehen kann, und so ein bisschen was von dem nachholen, was man verpasst hat. Ich wollte mal einen solchen Thread eröffnen, aber ich glaube, dass dann irgendetwas dazwischen kam… Falls es das noch nicht gibt, kann ich mich ja mal dransetzen.


#821

Ein Kurzfilm-Thread mit Links wäre super!

Vielleicht war das mit dem Prakti früher so… und erklärt dann womöglich auch den Eindruck von ViolettaClean, mit den Shorties (die dann ab Jahrgang x von Arthur ausgewählt wurden) “auf einmal” nichts mehr anfangen zu können. Ich glaube nämlich, das mit dem Prakti wurde mal in FFM bei einem “Fan Talk” gesagt… und das ist gewiss fünf Jahre her.


#822

Wie gut, dass du das weißt.
Aber ok, wenn du das weißt, dann weiß ich auch etwas: Wer 2017 noch AfD wählt, ist ein entweder sehr dummer Mensch oder schlicht ein Rechtsextremer. Das “wird man ja mal sagen dürfen”, um deine Worte zu benutzen.

Kann mich ansonsten der Meinung von ZiB nur anschließen, bin aber noch nicht in der Lage, so ruhig darüber zu schreiben…

Nur so viel noch: Wer sich nicht politisch positioniert, der positioniert sich gerade eben doch politisch. Im Bezug auf das gestrige Wahlergebnis bedeutet das: Wer sich nicht dazu äußert, wer weitermacht, als wäre nichts geschehen, der vermittelt nun mal, dass das Ergebnis nichts Besonderes wäre. Dass man nicht darüber reden müsse. Insofern ist es doch selbstverständlich, dass Rosebud da klar und deutlich Position bezieht. Zumal das FFF als “Gegenkultur”-Festival gestartet wurde und die meisten Macher wohl immer noch inhaltlich so verortet sind. Und dass die AfD und die meisten ihrer Wähler keine Freunde von Gegenkultur sind, darüber brauchen wir wohl nicht noch groß reden…


#823

Denke nicht, dass wir einen solchen Thread haben, also mach gerne :slight_smile:


#824

Ich kann mir halt einfach nicht vorstellen, das die 5 Millionen AfD Wähler alle “Nazis” sind. Es ging mir in meinem Post auch nicht darum etwas zu relativieren. Die Zuwächse bei Grünen, Linken und der FDP zeigen doch auch ganz deutlich das sich viele von der aktuellen Politik abwenden, das ist eigentlich mehr mein Thema im Moment. Meine Ängste liegen vielleicht anders verortet als bei jenen, die sich vor einer neuen braunen Flut fürchten. Aber von mir aus können wir das Thema auch gerne lassen, ich habe das auf Facebook leider auch schon erleben müssen, das da mitunter Freundschaften dran zerbrechen, selbst wenn man gar kein AfD Wähler ist.


#825

Ich habe mit Double Date letztlich die einzig richtige Entscheidung getroffen, denn nach Jungle und Playground hätte ich einen dritten Nervenzieher wahrlich nicht gebraucht. Mother wird dann später noch gesichtet…

Ich hoffe, dass kommt jetzt nicht falsch rüber, aber ich war sehr froh, dass Rainer diesbzgl. nur kurz anmerkte, dass er froh sei, dass wir ins Kino gekommen sind und nicht vorm Fernseher Wahlanalysesendungen schauen. Ich mag das FFF u.a. auch deshalb, weil man mal richtig schön abschalten und das, was draußen passiert, vergessen kann. Da will ich an so einem Abend nicht durch Ansagen in die Realität zurückgeholt werden, dass passiert danach ja sowiso…

So, meine Zusammenfassung vom zweiten We. Es hat sich gelohnt, nochmal nach Berlin zu fahren. Auch wenn große Highlights wie beim ersten We (Super Dark Times, Raw) ausgeblieben sind, so war unter den 6 Filmen, die ich gesehen habe, keiner, den ich bereut hätte.

Mit Jungle ging es am Samstag los und ich war zunächst überrascht, dass der Kinosaal nur recht spärlich besetzt war. Bei einem derartigen Setting hätte ich deutlich mehr Zuschauer erwartet. Seis drum, er war am Ende intensiver als ich vermutet hatte und Radcliffe mal wieder über jeden Zweifel erhaben. Die Thematik ist zwar nicht neu und er hat mich hin und wieder an Cast Away erinnert, besser als Swiss Army Man (der mich trotz schöner Ideen mit seinem infantilen Humor irgendwann sehr nervte) war er für mich aber auf alle Fälle. Danach dann Playground. Hab selten eine so emotionale und lange Ansage von Rainer gehört. Er sprach von Anfeindungen wegen des Films im Programm und von allerlei anderen, schlimmen Sachen. Schlimm war er dann auch. Playground kann man nicht bewerten. Er entzieht sich jeglicher Kategorisierung als quasi halbdokumentarischer Streifen, der den Zuschauer mit einer unglaublichen Wucht in den letzten 20 Minuten gnadenlos den Magen umdreht. Es war mucksmäuschenstill im Saal und nur das leise Popcorngeknabber der zwei Idioten neben mir war zu hören. Alter! Auch darüber haben wir im Anschluss geredet und unsere Interpretation: 1. Der Schock war so groß, dass man sich ablenken musste. 2. Ein Spiegelbild der verrohten Gesellschaft, die selbst solche gnadenlosen Szenen wie am Ende von Playground kalt lassen.
Nach dieser emotionalen Daumenschraube kam dann Double Date gerade recht, um wieder ein wenig Stimmung in die Bude zu bringen. Und meine Herren, was für Stimmung! “Positiv überrascht” ist bei diesem herrlich schrägen und düsteren Slasherspaß noch untertrieben. Ich musste während der Bar/Cafeszene am Anfang so heftig lachen, dass ich vor lauter Tränen erstmal paar Minuten gar nichts mehr gesehen habe. Eine solche Qualität in puncto Humor hat Double Date danach zwar nicht wieder, ist aber trotzdem durchgehend unterhaltsam gewesen, mit einem klasse Soundtrack (dieser Auftritt von Goat in der Mitte war so stimmungsvoll), der besten Faustkampfszene seit langem und die Anfangssequenz kam großartig oldschool daher. Dazu zwei Hauptdarsteller (Danny Morgan und Kelly Wenham) die auf ganzer Linie überzeugt haben. Mehr davon!

Am Sonntag dann gleich zu Beginn das heimlich Highlight des zweiten Wochenendes für mich: Veronica mag einen jetzt nicht zu Tode gegruselt haben, hat mich aber im Rahmen seiner Möglichkeiten trotzdem komplett überzeugt. Dieses unterschwellige Unwohlsein und das okkulte Retrosetting waren einfach grandios, dazu kleine Querverweise Richtung ganz altem Horror. Begeistert haben mich auch die Geschwister von Veronica. Drei der liebenswertesten Kinder, die man auf der Leinwand sehen kann, schauspielerisch top und sehr unterhaltsam. Was am Ende aber wirklich hängen blieb waren die Bilder vom Tatort 1991. Wenn sie denn echt waren… oder bin ich da dem Regisseur auf den Leim gegangen?. Da ist mir schon ein wenig das Blut in den Adern gefroren. Wow.
The Vault im Anschluss fand ich keineswegs so schlecht oder unterdurchschnittlich wie viele hier, ich bin nur der Meinung, dass Regisseur Dan Bush von seiner eigenen (ohne Frage genialen) Idee so übermannt wurde, dass er schlussendlich keine Ahnung hatte, wie er dieses Prozedere schlüssig auf Leinwand bekommen soll. So bin ich da bei Herrn Kees, der es in seinem Review eigentlich sehr gut auf den Punkt bringt. Schade, denn The Vault hätte wirklich das Zeug zu einem kleinen Klassiker, aber so fischt er nur an der Oberfläche, ohne dem Grauen richtig Platz einzuräumen. Zum Abschluss The Villainess kann ich mich dem bisher Geschriebenen nur anschließen. Sehr viel Drama, etwas wenig Action. Wenn es aber knallt, dann gibt es 1a Unterhaltung, allein der Einstieg und dieser Motorradfight waren supergeil. Die ruhigen Passagen wirkten allerdings hier und da etwas gezwungen, so richtig wollte da kein Flow entstehen. Und sagt mal: Seid ihr auch der Meinung, dass viele Teile der Geschichte auffällig an die Story von Kill Bill erinnern? Entertained hab ich mich trotzdem gefühlt und das Finale war ganz nach meinem Geschmack + sogar relativ unpathetisch. Zusätzlich ist Hauptdarstellerin Kim Ok-bin einfach oberschnuckelig gewesen. Da konnte man gar nicht anders, als mitfiebern…

Abschließend muss ich erneut meine Verwunderung über die Fresh Blood Ergebnisse kundtun. Von den 14 Filmen, die ich gesehen habe, war Tragedy Girls der Schwächste/Durchschnittlichste. Keine Ahnung, warum der so gut ankam, Super Dark Times es hingegen nicht in einer Stadt unter die Top 3 geschafft hat. Strange Things.


#826

@boneless: Zu VERONICA, laut IMDB sind die Bilder im Abspann echt. Schon gruselig, was man im Internet zum damaligen Fall (Suchbegriff “Vallecas”) findet.

Toller Film, eines meiner Highlights 2017.


#827

Auf “Playground” habe ich mich wirklich sehr gefreut, allerdings mochte ich das Resultat dann echt überhaupt nicht - und das nicht auf diejenige Weise, auf die es von den Machern gewollt ist. :wink:
Ich will nichts spoilern, daher gehe ich nicht in Details, nur so viel: Ich fand Playground erst ärgerlich plump (was seine Ausgangssituation angeht), dann schlicht langweilig, und das Finale dann sehr… fragwürdig, gerade im Bezug auf den Kontext (Stichwort “shock value”). Rein technisch/schauspielerisch war da auch nichts Lobenswertes dabei… für mich eine große Enttäuschung.


#828

Interessant, ich habe genau das Gegenteil gelesen:

Hab mich aber auch nicht um eine weitere oder persönliche Recherche bemüht…