Far East Film Festival 26. Juni bis 4. Juli

Ich weiß nicht, ob es sich lohnt, einen eigenen Thread zu machen und platziere das mal hier:
Das italienische Far East Film Festival findet dieses Jahr auch online statt (26. Juni bis 4. Juli). Für 9,90 Euro kann man sich schon alle Filme ansehen, die in der Region des Zuschauers verfügbar sind. Die meisten sind „Italy only“ gibt aber auch „worldwide“ und „Europe“. Hier ist eine Liste

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Nett gemeint und das Programm schaut interessant aus. Allerdings erfolgt die Anmeldung über irgendeinen (mir unbekannten) italienischen Streamingdienst, der offenbar keine internationale, also englische Sprachversion (geschweige dennn eine dt.) vorsieht. Also Anmeldung, Masken, alles in ital. Zahlungsmodalitäten werden auch nicht im Vorfeld kommuniziert (Paypal?). Wohingegen die Festival Prg. Seite noch mehrsprachig (ital/engl.) ist. Nee, so geht das nicht. Oder habe ich etwas übersehen? :thinking:

Der Opening Film vom FEFF „Ashfall“ ist als OmU bereits bei Amazon streambar!

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Auf der FEFF-Webseite haben sie zwischenzeitlich nen Kalender und Filmbeschreibungen gepostet:

https://www.fareastfilm.com/eng/calendar/

Die Webseite des Streaming-Anbieters (www.mymovies.it), mit dem das Festival kooperiert, ist (wie Frank oben erwähnt hat) nur auf Italienisch. Bin grad im ersten Registrierungsschritt und soll angeben, in welcher italienischen Provinz ich wohne hihi :innocent: .

Schreib Südtirol, das ist bekanntlich fast Deutschland. :slightly_smiling_face:

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Muss man zum Glück nur eingeben, wenn man sich auf der allgemeinen Seite registriert. Benutzt man den Link, den Kumiho weiter oben gepostet hat, reichen Email+Passwort xD. Mal sehen, ob’s am Ende auch funktioniert. Vor dem Kauf des Festivalpasses (Kreditkarte) führen die nen Videotest durch, ob dein Browser zum Abspielen geeignet ist (Firefox ging prima; auf der Webseite wird Chrome empfohlen).

Seit gestern läuft das Far East Film Festival auf vollen Touren und mein erster Eindruck ist trotz der Unklarheiten im Vorfeld (siehe oben) durchweg positiv. Die Streaming-Qualität (Auflösung bis maximal Full HD 1080 / Firefox als Browser) war bei mir bisher top. Fast alle Filme sind während des gesamten Festival-Zeitraums (bis 4. Juli) abrufbar und laufen im Original-Ton mit Untertiteln (englische Untertitel gibt es leider nur für die außerhalb Italiens verfügbaren Titel).

Eine Übersicht aller Filme inkl. Länderverfügbarkeit findet man hier:

Die Datums- und Zeitangaben beziehen sich dabei auf die Live-Einführungen des Festivalteams (Youtube, z.T. mit dazugeschalteten Gästen). Für die Verfügbarkeit der Filme sind sie scheinbar nur bei vier Titeln relevant, die lediglich einmal live gestreamt werden.

Den Festivalpass kann man mit Kreditkarte kaufen (und evtl. Google Translator, weil die Seite des Streaming-Anbieters auf Italienisch ist xD) :

Die Begrüßungs-Email nach dem Kauf fand ich goldig:

"Congratulations! We hereby name you SILVER NINJA !
Thank you for deciding to travel with us to the Far East!

Just a reminder that the 22nd Far East Film Festival will take place online from 26th June to 4th July.

You can follow our daily schedule or choose independently when to watch movies by accessing the on-demand section.
To access the films and to check which titles are available to stream in your country: https://www.mymovies.it/live/feff/

Train your warrior senses by consulting the official website www.fareastfilm.com

See you soon, FAREASTERN traveller!"

:innocent:

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Ashfall“, der Eröffnungsfilm des diesjährigen Far East Film Festivals, ist bereits auf Amazon Prime (OmU) verfügbar. Den eindrucksvollen Auftakt des südkoreanischen Vulkan-Katastrophenstreifens kann man im Video weiter unten sehen (erinnerte mich ein wenig an Emmerich hihi). Den Mittelteil fand ich eher durchwachsen, was neben Längen auch am etwas deplatzierten Humor lag. Dafür hat das Finale bei mir aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Mit Alk 7 Sterne, ohne einer weniger :innocent: .

Cool das Du uns mit Infos zum Festival versorgst, aber es ist evtl. passender das in einem entsprechenden Far East Festival Thread zu verschieben. Dann kann man die Posts auch später besser wiederfinden. :wink:

Todi hatte Kumihos FEFF-Hinweis vom Nippon Connection thread hierher verschoben. Dagegen wollte ich mich nicht auflehnen hihi :innocent: .

Ich würde sogar sagen ohne Alk mindestens 2 Sterne Abzug, denn Ashfall ist leider ein bereits vielfach gesehenes Ausfall Produkt ohne großer Ideen, Inhalte, Witz oder Charisma!

Also ASHFALL war wirklich lange nicht so gut wie im Vorfeld angekündigt. Die haben einfach Emmerich’s 2012 angeschaut (der mir wesentlich mehr Spaß gemacht hat) und versucht es nachzumachen. Hat nicht funktioniert, weil man viel zu schnell ins Geschehen geworfen wird ohne wirkliche Bindung zu den Protagonisten aufzubauen. Dann sah das auch optisch nicht soo dolle aus. Zu viel Teal, mitunter zu verwaschen nebel-grau…Die Idee der Genre Verknüpfung gefiel mir und die emotionalen zwischenmenschlichen Momente funktionierten gut fand ich. Die Musik war schnell vergessen und insgesamt hatte ich das Gefühl das habe ich alles schonmal irgendwo besser gesehen. Kein 7er für mich.

Ich bleibe bei meinen 6 Sternen im nüchternen Zustand :innocent: .

Nachtrag: Um ehrlich zu sein, hab ich Vorfahren aus Preußen/Bayern, China und Südkorea. Von daher bin ich wohl befangen xD

(Wie die zwei Hauptcharaktere ihre persönlichen und ideologischen Differenzen beilegen und zusammenarbeiten, um ihre Familien zu retten, hat in Südkorea bei vielen einen Nerv getroffen, meinte eine Verwandte von mir.)

Dieser und zwei kommende Einträge zum „Far East Film Festival“ (FEFF) sind quasi ein Dankeschön an @Frank, ohne dessen Hinweis ich „We Are One“ und die Online-Edition der diesjährigen „Nippon Connection“ wohl verpasst hätte. Aus Zeitgründen splitte ich meine Zusammenfassung in drei Teile auf.

Teil 1 : „Action- und Alltagshelden

Da wir uns zum offiziellen FEFF-Eröffnungsfilm „Ashfall“ (Trailer) schon weiter oben ausgetauscht haben, springe ich direkt zu meinem persönlichen Eröffnungsfilm „Ip Man 4: The Finale“ (Trailer). Der erste Teil der erfolgreichen Martial Arts Reihe gehört zu den schönen Erinnerungen meiner frühen FFF-Tage, also war der vierte und abschließende Film natürlich Pflicht. Ip Man folgt darin einer Einladung seines Schülers Bruce Lee in die USA der 60er Jahre, kümmert sich um eine familiäre Angelegenheit und vermöbelt rassistische US-Marines, hihi. Ähnlich wie im zweiten Teil wirken die Bösewichte wie Karikaturen, haben mit ihrer intoleranten Haltung gegenüber Immigranten („American supremacy!“ xD) aber einen deutlichen Gegenwartsbezug. Vor allem Dank Donnie Yen und sehenswerter Kämpfe ein würdiger und am Ende auch sehr emotionaler Abschied.

Ebenfalls ein Pflichttermin war für mich „The Captain“, der als chinesische Antwort auf „Sully“ gilt und in China über 400 Millionen US-Dollar eingespielt hat. Da ich im Vorfeld kaum etwas über den Film wusste (den Trailer und Synopsen sollte man aus Spoilergründen meiden), erwischte mich das eigentliche Unglück (WTF!) ziemlich unvorbereitet, so dass ich dem Geschehen über weite Strecken mit großen Augen folgte. Technisch sehr gut umgesetzt, erzählt der Film eine (stark) fiktionalisierte Version der wahren Begebenheit, worauf fairerweise bereits im Vorspann hingewiesen wird. Auch wenn das Heldenpathos aus meiner Sicht etwas dick aufgetragen ist, ließ die Mischung aus Demut und Professionalität, mit der die Beteiligten auf die Krisensituation reagieren, bei mir zu einem Maß Riesling die Tränchen kullern („Respect life! Respect duty! Respect procedures!“ xD). Unterm Strich solides Actionkino, bei dem ich kein einziges Mal den Pausenbutton gedrückt habe.

Ein interessanter Kandidat für’s FFF wäre „Detention“ (Trailer), der laut FEFF-Einführung als erster Genrefilm überhaupt die Zeit des Weißen Terrors auf Taiwan behandelt. Auf dem gleichnamigen Videospiel basierend, kombiniert der Film Elemente eines period dramas mit surrealistischen Horrorsequenzen und erzählt u.a. von einer Gruppe Jugendlicher, die an ihrer Schule - in ständiger Angst vor der Entdeckung durch die Behörden - einen geheimen Buchclub betreiben (mehr will ich aus Spoilergründen nicht sagen). Auch wenn man darüber diskutieren kann, ob die Horrorsequenzen die Wirkung des Films im Vergleich zu einem traditionellen Drama tatsächlich verstärken, hat mir (vor allem die zweite Hälfte von) „Detention“ sehr gut gefallen. Bei den Golden Horse Awards 2019 wurde der Film mehrfach ausgezeichnet, u.a. für das beste adaptierte Drehbuch und John Hsu als bester Nachwuchsregisseur.

Ein weiteres Plädoyer gegen staatliche Zensur lieferte das Festivalprogramm mit der Dokumentation „i - Documentary of the Journalist“ (Trailer), die ich bereits bei der diesjährigen „Nippon Connection“ sehen konnte. Der Film ist allein schon wegen Isoko Mochizuki empfehlenswert, die sich seit Jahren für eine unabhängige/re Presse in Japan einsetzt und deren Arbeit als Inspiration für den mehrfach prämierten Spielfilm „The Journalist“ diente.

Die FEFF-Leiterin Sabrina Baracetti führte fast täglich Live-Interviews mit Regisseuren der Festivalbeiträge. Im Fall von Joko Anwar fand ich das so sympathisch, dass ich mir spontan seinen Superheldenstreifen „Gundala“ (Trailer) angesehen hab, der auch bei den diesjährigen FFF White Nights lief. Der Film kombiniert als Originstory altbekannte Muster mit indonesischen Eigenheiten (vorsichtig formuliert xD) und hat mich mit seiner Mischung aus low-budget Charme, Gesellschaftskommentar und langgezogenen Kampfszenen prima unterhalten. Da ich asiatische Wurzeln habe und Anwar offenbar ein Fan von „Batman Begins“ ist (Emo-Befangenheits-Alert! :innocent:), sollte man bei Interesse erst Reviews anderer f3a-Mitglieder checken, bevor man sich den Film ggf. auf Amazon Prime (OmU) ausleiht. Zum Interview mit Anwar, der neben „Gundala“ (ab 8.01) auch mit dem Horrorfilm „Impetigore“ im Programm vertreten war, geht es hier .

Zuletzt noch der Trailer der südkoreanischen Action-Komödie „Exit“, für die Lee Sang-geun von der Festivaljury überraschend als bester Nachwuchsregisseur ausgezeichnet wurde, hihi:

Sorry, falls ich Typos oder doofe Formulierungen übersehen hab. Stehe diese Woche allgemein etwas unter Zeitdruck und muss dringend mal wieder richtig ausschlafen. Good nite! :grinning:

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Dein Beitrag war heute meine Frühstückslektüre und hat spontan Lust gemacht auf noch mehr Asia Kino. Besonders die gesamte IP-Man Reihe hat bei mir dringend ein Rewatch nötig. Bietet sich mit IP MAN 4 ja eigentlich an. Bislang besitze ich keinen der Filme und warte mal, ob da demnächst evlt. (mal wieder) eine Complete Collection Box erscheint. Neugierig gemacht hat mich auch Deine Beschreibung zur Horror Variante vom CLUB DER TOTEN DICHTER. Der Vergleich drängte sich mir gerade auf, k.A. ob die überhaupt Gemeinsamkeiten haben…GUNDULA auf Prime ist ein guter Hinweis und der Trailer zu EXIT sieht zumindest nach Fun aus. So, jetzt hab ich das Gefühl doch etwas verpasst zu haben. :laughing:

P.S.
Ich bin immer noch dafür die Beiträge zum Thema FEHH in einen eigenen Thread zu verschieben, auch wenn Du dich dann gegen @todi auflehnst. :wink:

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Eine Komplettedition der Ip Man Filme wäre super, am besten mit viel Bonusmaterial xD. An den Club der toten Dichter hat mich Detention nur in wenigen Szenen erinnert. Der Film geht in eine ganz andere Richtung, vor allem Paranoia und… Hihi, wenn man aus Spoilergründen nur wenig sagt, entsteht manchmal auch ein falscher Eindruck. Wie sehr man den Film mag, entscheidet sich, denke ich, in den Horrorsequenzen. Einige fand ich scary, andere weniger gelungen (weil die Spezialeffekte Budget-bedingt zwischen sehr gut bis mäßig schwanken). Apropos Budget, Gundala hatte laut Regisseur ein Budget von umgerechnet 2 Mio. US-Dollar, lol. Hm, ein separater thread wäre mittlerweile wohl sinnvoll. Ich glaub, ich frag mal per PN bei todi an.

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Rotten Tomatoes hat für Exit übrigens sechs professionelle Kritiken vorzuweisen, davon fünf positive und eine negative. Und die Ein-Satz-Zusammenfassung der negativen Kritik von James Marsh von der South China Morning Post fasst es m.E. gut zusammen: „Audiences will have to decide very early on whether to willingly disregard logic and just go with it, or strap in for an exasperating couple of hours.“ Der Film ist lustig und macht Spaß anzusehen, aber das Ursprungsszenario ist halt kein realistisches und man muss sich schon darauf einlassen. Denn Yoon Min-sik von der Korea Herald trifft es dann auch ziemlich gut: „For every flaw, the flick had many more enjoyable elements.“ Es ist halt im Grunde „The Floor Is Lava“ als Film adaptiert.

Ich bereue es, Better Days verpasst zu haben. Aber bei dem habe ich das Gefühl, dass er auf Netflix landen könnte.

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Better Days“ hab ich leider auch verpasst, weil er nur am letzten Festivalabend streambar war (fand ich eigentlich etwas unfair gegenüber den anderen Wettbewerbsbeiträgen, Better Days derart als offiziellen Abschlussfilm zu positionieren). Ich hoffe auch, dass er’s auf Netflix oder andere Streamingportale schafft! Die Festivalleiterin meinte, dass einige FEFF-Filme ab September auf Netflix verfügbar sein sollen, wobei ich mir im Augenblick nicht mehr ganz sicher bin, ob sie damit auch Netflix Europe oder nur Asia meinte…

Die Netflix-ID ist jedefalls 81143111. Mal sehen, ob sich da irgendwann mal was sehen lässt.

Oh, Better Days war einer der Filme, die 2019 auf der Berlinale laufen sollten und dann zurückgezogen wurden aufgrund von Problemen in der Postproduktion. Berlinale, verspäteter Kinostart im Oktober

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Danke für den Link! Hatte ich gar nicht mitbekommen…

P.S. Okey, wie von @Frank vorgeschlagen, wurden alle bisherigen Einträge zum Far East Film Festival in ein separates Thema verschoben. Vielen Dank @todi !! :slight_smile: :wine_glass: :clinking_glasses: