Ein wenig verspätet nun auch mein Fazit und meine Bewertungen zum FFF 2007 in Frankfurt.
Insgesamt habe ich dieses Jahr 42 Filme gesehen (was einen persönlichen Rekord darstellt), zwei weitere (MUSHISHI, DAY WATCH) kannte ich schon vorher, noch zwei (CONFESSION OF PAIN, DEATH NOTE) zum Teil.
Das war mein zehntes FFF mit Dauerkarte und, mit einigem Abstand betrachtet, für mich leider doch nur ein durchschnittliches.
Das liegt natürlich vor allem an den Filmen. Ich habe nur zwei echte Knaller gesehen: An AMERICAN CRIME und EX DRUMMER. Aber selbst diesen Filmen habe ich nur 8,5 bzw. 8 Punkte geben können. Daneben habe ich aber deutlich weniger 7- und 7,5-Punkte-Filme gesehen… sondern eben einfach eine Menge Mittelmaß. Es tat nur wenig wirklich weh (DEAD DAUGHTERS, WELCOME TO THE JUNGLE), aber ich muß mir auch nur wenige der sonstigen Filme noch ein zweites Mal ansehen bzw. mir die DVD zulegen. Und daran kann ich dann schon Vergleiche zu bisherigen Festivals ziehen.
Natürlich gab es auch die eine oder andere (manchmal sehr) positive Überraschung: END OF THE LINE, BLACK WATER, LONDON TO BRIGHTON seien hier genannt. Dafür wurde ich aber auch von einigen hochgelobten Filmen sehr enttäuscht: BUG, BLACK SHEEP oder auch DEATHS OF IAN STONE boten mir weit weniger, als ich erwartet hatte; mit Abstrichen gilt das auch für STUCK und I’M A CYBORG…
Filmbewertungen sind nun in weiten Teilen rein geschmäcklerisch. Was aber objektiv bemängelt werden muß, war die zeitliche Planung - jedenfalls in Frankfurt, jedenfalls für die ersten Festivaltage: regelmäßig gab es Streß und Hektik, weil einzelne Filme falsch gelegt wurden und es keine Luft zwischen den Vorstellungen gab. Ohne Witz, von Donnerstag bis Samstag inkl. mußte man sich nach fast jedem Film entscheiden: ENTWEDER eine Zigarette zu sich nehmen ODER aufs Klo gehen. Mehr als 4 bis 5 Minuten “frei” hatte man zwischen zwei Filmen nicht. in Einzelfällen war es sogar noch schlimmer und ein Film lief noch, wenn die Folgevorstellung im anderen Kino schon anfangen sollte… Wobei man dann, wenn ich mich richtig erinnere, mit dem tatsächlichen Start des Folgefilms immer noch gerade lang genug (d.h. bis zum ABSPANN! des vorigen Films) gewartet hat. Dafür begann man einige Filme (z.B. die erste Vorstellung von PAPRIKA) auch schon mal 10 Minuten VOR dem angekündigten Start…!
Zu allen anderen Rahmenbedingungen will ich hier nichts mehr groß schreiben. Das Metropolis war als FFF-Kino weder besser noch schlechter als in den letzten Jahren. Für ein Multiplex finde ich es sehr ok, für sowas wie Festivalatmosphäre unterirdisch. Aber das ist eine alte Diskussion; jeder muss für sich selbst wissen, ob ihm Atmo oder Technik/Komfort wichtiger sind.
Nun endlich zu den Filmen; teilweise nachträglich leicht anders eingeordnet als durch meine Reviews; innerhalb der Kategorien unsortiert:
Herausragend:
AN AMERICAN CRIME
EX DRUMMER
Sehr gut:
BOTCHED
THE SIGNAL
FIDO
LONDON TO BRIGHTON
Gut:
ALL THE BOYS LOVE MANDY LANE
CRIME INSIDERS
RETRIBUTION
LA ANTENA
PAPRIKA
END OF THE LINE
TO SIR, WITH LOVE
Überdurchschnittlich:
THE GRAVEDANCERS
MUSHISHI
STUCK
BLACK WATER
THE LOOKOUT
Durchschnittlich:
DAY WATCH
FAIR PLAY
STORM WARNING
THE ABANDONED
DISTURBIA
TIMBER FALLS
DEAD SILENCE
I’M A CYBORG, BUT THAT’S OK
BUG
FISSURES
THE MESSENGERS
EXTE
LIVE!
JOSHUA
UNREST
Unterdurchschnittlich:
KM. 31
THE HAMILTONS
RISE: BLOOD HUNTER
OUT OF THE BLUE
THE DEATHS OF IAN STONE
THE FERRYMAN
Schlecht:
THE RESTLESS
FREE JIMMY
BLACK SHEEP
Bodenlos:
DEAD DAUGHTERS
WELCOME TO THE JUNGLE
Leider verpasst - nur Filme, bei denen ich das aufgrund vieler positiver Stimmen wirklich bereue:
MR. BROOKS
FILM NOIR
WAZ
OSS 117
COUNTER INVESTIGATION (ja angeblich DER Geheimtip…?!)
Soviel zu meiner Meinung. Das war dann übrigens vermutlich auch erst mal das letzte FFF, das ich in Frankfurt besucht habe. In Zukunft sieht man mich aller Voraussicht nach in Köln auf dem Festival. Jedenfalls ziehe ich dort morgen hin und verabschiede mich hiermit darum auch vorübergehend mal aus dem Forum 