Fazit FFF 2018

War ein komisches FFF, vor allem jetzt aus der Perspektive wo ich selber eins mache. Sie kennen tatsächlich auch die anderen Filme aber zeigen sie nicht. Es kommt mir vor als lautet die Devise: Je merkwürdiger, desto eher kommen sie rein. So steht es ja auch mittlerweile im Vorwort: Filme die fordern, überforden, mit Konventionen brechen. Sowas will ich aber gar nicht und das war früher auch nicht so krass. Da gab es nicht nur einen Splatter mit Puppet Master, da gab es mehrere. Und dadurch dass man 8 Tage mit Doppelslots hatte, musste man nicht so lange auf einen warten. Jetzt ist das sehr ausgedünnt, weil eben auch das Alternativprogramm alternativlos geworden ist. Problem ist auch, je weniger Filme es gibt, desto mehr guckt man aber das ist kontraproduktiv. Immerhin gab es ein paar gute Entdeckungen. Im Grunde tun mir ein bißchen so die Filmemacher leid die coole Horrorfilme drehen und dann nicht drankommen weil sie zu konventionell sind. Die landen dann eher bei den kleinen Filmfesten.

Meine Rangliste, innerhalb einer Kategorie alphabetisch:

Titel x von 5
Ajin: Demi-Human 4,5
Buybust (Screener & FFF) 4,5
Future World (EFM 4,5, FFF 4) 4,5
Heavy Trip 4,5
Hell is where the Home is 4,5
Mandy 4,5
Paradox 4,5
Anna and the Apocalypse 4
Await further Instructions 4
Bad Samaritan 4
Climax 4
Crimson Rivers 4
Human Space Time Human 4
Mega Time Squad 4
One Cut of the Dead (JFFH & FFF) 4
Boarding School 3,5
Cleaning Lady 3,5
Cutterhead 3,5
El Habitante (EFM & Screener) 3,5
Elizabeth Harvest 3,5
Golem 3,5
Solis 3,5
St. Agatha (Screener) 3,5
Terrified (Screener) 3,5
Beverly Luff Lynn 3
Desolation 3
Prospect 3
Puppet Master 3
Ride 3
Satan’s Slaves 3
What keeps you alive 3
Dementia 2,5
In Darkness 2,5
Marrowbone 2,5
Piercing (Screener) 2,5
Cannibal Club (Screener) 2
The Dark 1

Dann gab es noch die beiden Short Blocks, DFFB besser als Get Shorty der für mich Mist war, quasi ne 1,5. Man sieht, die Asiaten haben das FFF mal wieder gerettet, das ist im Prinzip jedes Jahr so. Paradox war für mich der beste Film. Zum ersten Mal überwiegen die Filme mit Bewertungen unterhalb der 4, das ist kein gutes Zeichen. Hab auch extra welche ausgelassen, also gar nicht erst geguckt. In dieser Aufstellung finden sich allerdings auch 5 Filme wieder die ich vor dem FFF und dort dann nicht mehr gesehen habe. Ohne die ist es etwas milder, sind entsprechend gekennzeichnet.

Man merkt es auch an einigen Reviews oder Kommentaren, einige von uns können die Filme gar nicht in Worte fassen und schreiben einen Essay darüber den keiner versteht. Das man sich erst vorbereiten muss, ihm ne zweite Chance geben muss, sich drauf einlassen muss. Halt wirklich schwerer und komplizierter Stoff. Ich mag wohl Tiefgang wenn es dazu auch noch Unterhaltung gibt, so wie bei Casshern oder TAG.

Letztes Jahr gab es einige Titel von Raven Banner, dieses Jahr dafür XYZ Films.

Dein text hört sich iwie so kritisch an, daweil 31 filme mit 3 oder aufwärts bewertet! Mal gespannt ob ich auch sonen Schnitt nach München habe. Dann würd i sagen: Richtig geile Auswahl getroffen, die Verantwortlichen!

Bin aufjedenfall froh wenn des Filmfest auch weirde/anspruchsvollere/“fantasievolle” Sachen zeigt. 0815 Horror bekommt man des ganze Jahr über im Kino oder bei Streaming Diensten.

Und wenn du selbst ein Splatterfestival veranstaltest muss dass doch gut für dich sein wenn das FFF als "Konkurrenz"wegfällt. Dann kannst du da den Bedarf der Fans stillen

Leider ist eine 3 für mich schon nicht gut genug, vielleicht sollte ich mein Bewertungssystem ändern, dann würde aber alles 0.5 bis 1 Punkte nach unten rutschen. Ich vergleiche mit früher und was es sonst so aktuell gibt. Wenn ich in die deadline nach dem Fest reingucke, was dort alles für tolle Filme besprochen werden frag ich mich, warum die nicht liefen.
Ja, weird und fantasievoll gerne, wir hatten aber auch mal 7 Midnight Madness und über 10 asiatische Filme, da waren auch einige krasse Sachen dabei. Und in der Official Selection auch mal, so dass wir alleine da schon auf 20 kamen.
Ich bin ja nur entstanden weil das FFF diesen Anteil runtergefahren hat und ich bin auch kein Splatterfestival.
Ich streame nicht, ich guck sowas am liebsten im Kino und da bekommt man schon länger nur noch Mega Blockbuster oder Gruselfilme von Blumhouse.

Naja gut bin erst seit 3,4 jahren beim FFF am start, kein Plan was da früher so abging. Meinen Geschmack triffts aufjeden schon ziemlich. Aber da tickt jeder anders.

Hab nur nen kleinen bekanntenkreis aber wenn ich mich mit leuden über des horrorgenre unterhalte is meist schon drr tenor: lieber ne interessante story als nur planlos blut. Wobei ich zugeben muss: für die 22:00 slots würde dass sehr gut passen.

Der koole kurze trailer der da grad auch immer vorher läuft vor den filmen Is auch bissi irreführend find ich. Der zielt eher auf das aus das du gern wollen würdest denk ich. Scho a bissi ettiketenschwindel.

Noch kurz zur deadline: lese das heft voll gern aber da wird iwie fast alles top bewertet… findet ihr net? Klar is für genrefans aber manchma wird da scho zeug hochgelobt was echt schrott is. Ähnlich wie des filmfesrprogrammheft nach dem fast jeder film a Klassiker ist hehe

Also ich war sehr zufrieden mit diesem FFF. Ich hatte einige Highlights (Heavy Trip, One Cut of the Dead, Climax, Bomb City, als Geheimtipp Prospect und überhaupt zum allerersten Mal in dieser Kategorie: Get Shorty), nur einen kompletten Reinfall (Murder Me Monster) und zwei eher unterdurchschnittliche Filme (Luz und Dementia Part II) zu verzeichnen bei 33 gesehenen Filmen. Den Rest hab ich überdurchschnittlich, also mit 6 oder mehr von 10 bewertet. Das ist verdammt gut, wenn ich meine diversen FFF-Jahrgänge mal so vergleiche.

Kann natürlich sein, dass ich einfach ein gutes Händchen hatte bei der Filmauswahl, immerhin konnte ich Future World, The Dark und Desolation vermeiden. Aber wenn ich mir die Reviews so ansehe, hab ich auch Filme aussortiert, die ich vielleicht gut gefunden hätte. Da gibts dann irgenwann noch einen Nachschlag :yum:.

Trotzdem würde auch ich mich freuen, wenn es noch zwei, drei asiatische Filme mehr gäbe. Außerdem war der Mystery-Anteil diesmal sehr niedrig. Da hatte ich auf Await Further Instructions gehofft, aber bei dem fand ich gerade den Mystery-Aspekt schwach. Mal wieder sowas wie Coherence wär klasse…

So, für mich ist dann heute mit Elizabeth Harvest des FFF zu Ende gegangen. Schaaaade. Für mich persönlich gabs bei 12 Filmen und den Shorties folgende Top 3:

  1. Climax (mega intensiv, bedrückende Atmosphäre, fesche tanzszenen, cool gefilmt, grosse sogwirkung für mich)
  2. Cutterhead (gute Charakterzeichnungen, spannend, Survival wie er sein sollte)
  3. Terrified (tolle horrorszenen die den Namen verdient haben, schickes design des Monströsen)

Sonst fast alles solide Kost die Spaß gemacht hat, ich aber wohl auch wieder schnell vergessen werde

Heute ist in Hamburg für mich tatsächlich das schlechteste FFF der letzten 20 Jahren zu Ende gegangen. Insgesamt 37 Filme gesehen - es waren nur sechs gute Filme dabei. Viele, die ihr Potenzial nicht abgerufen haben - einige herbe Enttäuschungen und sehr viele “atmosphärische” Gurken.

Für mich waren Dead in a Week, An evening with… und Heavy Trip die drei Topfilme. Die schlimmsten waren Murder Me Monster, Solis und Desolation.

Ich finde das FFF wird immer mehr zu so einer Art “Fantasy Edition” des Filmfest Hamburg. Es wird immer künstlerischer und der Anteil an Spaß/Entertainment geht immer weiter zurück. Bin da voll bei DVDScot - wobei ich den Noten nicht zustimmen würde, aber da sind Geschmäcker ja zum Glück verschieden.

Dabei haben die Festivalmacher natürlich nicht alleine schuld. Schließlich wird ja nur gesichtet/gezeigt, was auf dem Markt ist und was zu bekommen ist. Es wirkt halt so, als ob sich die Flmemacher nicht mehr auf eine bestimmte Tonage eines Films beschränken/verlassen, sondern immer weiter versuchen, etwas “besonderes” zu probieren. Es ist nicht verwerflich, wenn das Drehbuch allerdings schon Schrott ist, dann bringt es dem Zuschauer herzlich wenig, daraus künstlerisch wertvollen Schrott zu machen. Und die besseren DRehbücher scheinen in Fernseh-/Streaming-Serien zu landen. BTW die beiden Folgen von “Die purpurnen Flüssen”-Serie fand ich vollkommen überholt - inhaltlich und stilistisch eine typische Fernsehprouktion aus den 90ern. Warum diese gezeigt worden sind, erschließt sich mir nicht…

Zu den FIlmen: Mandy war beispielsweise für mich eine Zumutung. Eine 08/15 Story mit vielen Logiklöchern soll durch den “bildgewaltigen” Stil zu einem Meisterwerk werden? Nö - er ist einfach übertrieben langatmig und langweilig. Under the Silver Lake will durch das Setting und die vielen Homages den Charme eines Hollywood-Films der 60er ausstrahlen mit der inhaltlichen Kritik an der Pseudo-Oberflächlichkeit der Filmstadt. Verwickelt sich allerdings in eine Story, die mich überhaupt nicht interessierte, mit vielen unnützen Zitaten ohne Sinn und Verstand verstreut im Film. Diese beiden Filme sollen mal hier so stellvertretend stehen.
Spoiler-Alert: Und der Abschlussfilm Anna and the Apocalypse hat mitten in der Story einen “Ironie-Aus”-Button gedrückt, wodurch die erste gute unterhaltsame Hälfte des Films im zweiten Teil zu einem drögen Drama wurde. Warum?

So bleibt für mich ein ganz schwacher Jahrgang zurück - schon die White Nights/Nights fand ich persönlich nicht gut.
Und die fehlenden Zuschauer, die fehlenden Trailer und die fehlenden Gäste (mir persönlich eh wurscht) sind mir nicht entgangen. Vielleicht sind es einfach zuviele FIlme, die inzwischen über das Jahr hinweg gezeigt werden.
Dauerkarten für das nächste Jahr werde ich mir trotzdem holen - denn die guten Filme könnte man ja sonst verpassen. Mit der Hoffnung auf eine etwas bessere Filmauswahl. Aber auch bei aller Kritik, Danke an die Festivalmacher, die Kinobetreiber

PS: Eine Bitte an die “Filmliebhaber” unter den Dauerkartenbesitzern. Es ist ja schön und gut, Essen mitzubringen. Aber bitte nicht in Alufolie verpackte Butterbrote und nicht einzeln verpackte Süssigkeiten und auch nicht Cornflakes oder Haferflocken mitten in der ruhigsten Szene des Films in Tupperware umfüllen. Was soll denn das? AAAAAARGH!

Hehe, mein Fazit ist sehr eigenartig dieses Jahr, weil ich einen Film habe, den ich als den besten und den schlechtesten Film bezeichnen könnte - weil ich nur einen Film gesehen habe dieses Mal (ging nicht anders :frowning: ) Und zwar der hier:

Anna and the Apocalypse

Nach dem Film wurde mir unterstellt, mir hätte der Film nicht gefallen, stimmt nicht, ich fand zwar die Musik zum Speien (bis auf den Song auf der Christmas Show!), aber da war ich drauf vorbereitet. Aber eventuell hat man meine Enttäuschung gespürt, immerhin war das ein Abschlussfilm und dafür war er mir einfach zu lau. Ein nettes Filmchen im normalen Ablauf, wär da eventuell besser gewesen - ich weiss es nicht und da ich keinen anderen gesehen habe, war es ja vielleicht der beste^^ Obwohl nach der gut gelaunten Abschlussrede von Fredi und Sven, scheint ja wohl Heavy Trip der FFF 2018 Winner gewesen zu sein…

Anna bekommt gütige 7 Sterne von mir.

Danke für deine Unterstützung. Sitges zeigt tatsächlich auch das meiste vom FFF und mehr von allem. Hab das Gefühl die großen ähneln sich sehr stark, jeder will die gleichen Kunst Titel haben. Wahrscheinlich werde ich eher bei den etwas kleineren oder Zweit Festivals fündig. In Spanien kommt nach Sitges gleich das Molins de Rei Horrorfilmfest. In UK gibt es noch das Grimmfest, usw… wobei das Frightfest wohl schon ein Alleinstellungsmerkmal unter den Großen hat, denn sie zeigen auch die spaßigen kleineren Filme wie Lasso oder Book of Monsters.
Vielleicht dachte man sich bei Anna, mehr von dem gleichen würde zu langweilig oder reicht nur für nen mittellangen Film und so brachte man was neues rein.
Früher hatten sie 70 Filme im Sommer, 20 weniger spürt man schon, wenn von allem weniger kommt, kommen auch weniger Hits und weniger kleinerer Horror.
Immerhin Tupperware, schon mal ein Fortschritt, in Berlin wurde immer aus der Plastikverpackung gegessen. Ich fülle die Ware natürlich schon zu Hause um.

Ehrlich gesagt sollte man aus Respekt der anderen Besucher und auch des Kino-Personals gar nicht im Kinosaal essen, jedenfalls keine größeren Speisen. Ich weiß gar nicht, wo diese Selbstverständlichkeit herkommt?

Man sollte auch im Hinterkopf behalten, dass sich das Kino zu großen Teilen über die Einnahmequelle der verkauften Snacks und Getränke finanziert. Das wird dem Dauerkartenbesitzer logischerweise nicht gefallen und die Preise dürfen einem sauer auftsoßen aber bei mir ist zumindest immer die eine solidarische Cola oder ein Bier drin. Die Art der Selbstverpflegung sollte da schon in einem moderaten Rahmen bleiben, finde ich.

Meine Bewertungen in der Reihenfolge der Sichtung in Köln:

  1. Mandy: 6/10
  2. Solis: 4/10
  3. Hell is Where the Home is: 6/10
  4. The Cleaning Lady: 5/10
  5. Luz: 6/10
  6. Under the Silver Lake: 7/10
  7. Satan’s Slaves: 7/10
  8. The Golem: 4/10
  9. Shorties: 6/10 insgesamt
  10. Puppet Master: 5/10
  11. Human, Space, Time And Human: 8/10
  12. Future World: 2/10
  13. Bad Samaritan: 8/10
  14. Heavy Trip: 7/10
  15. Border: 9/10
  16. Mega Time Squad: 3/10
  17. Dementia Part II: 4/10
  18. Murder Me, Moster: 5/10
  19. Keep an Eye out: 7/10
  20. American Animals: 9/10
  21. Desolation: 2/10
  22. The Cannibal Club: 7/10
  23. What Keeps You Alive: 4/10
  24. Prospect: 7/10
  25. An Evening with Beverly Luff Linn: 1/10
  26. In Darkenss: 5/10
  27. Dead in a Week: 7/10
  28. Ride: 4/10
  29. St. Agatha: 6/10
  30. Piercing: 7/10
  31. One Cut of the Dead: 7/10
  32. Paradox; 8/10
  33. Await Further Instructions: 8/10
  34. Cutterhead: 6/10
  35. Boarding School: 7/10
  36. Vultures: 4/10
  37. The Dark: 5/10
  38. Terrified: 8/10
  39. Bomb City: 8/10
  40. Buybust: 8/10
  41. Our House: 5/10
  42. Wildling: 5/10
  43. Valley of Shadows: 3/10
  44. Climax: 5/10
  45. The Inhabitant: 7/10
  46. The Crimson Rivers: 5/10
  47. Elizabeth Harvest: 6/10
  48. Ajin: Demi-Human: 6/10
  49. Marrowbone: 6/10
  50. Anna and the Apocalypse: 6/10

Bester Tag für mich der 20.9. mit Schnitt 7,25 (Paradoix, Await Further Instructions, Cutterhead, Boarding School). Schlechtester Tag der 18.9. mit Schnitt 4,8 (Cannibal Club, What Keeps You Alive, Prospect, Beverly Luff Linn, In Darkness). Bester Slot (natürlich) der um rund 20:00 Uhr mit Schnitt 7,2.

Der Mensch von Rosebud hatte hier in Köln berichtet, man hätte um ein Haar Valley of Shadows zum Centerpiece gemacht. Überraschend, da in dem Film eigentlich nichts passiert. Schöne Landschaften, aber was sollte uns dieser Film sagen? Größter Reinfall war Beverly Luff Linn, selten so einen dämlichen Film gesehen.

Würde mir persönlich mehr asiatische Filme und mehr Horror/Splatter wünschen. Dafür ist die Spätabend-Schiene doch (auch) da. Nichts gegen gute Thriller, siehe Bad Samaritan, aber das hat mir etwas gefehlt.

Das Kino in Köln ist echt erste Sahne und wohl das geilste der Stadt. Kann man jedem nur emofehlen.

Wenn man sich den offiziellen Wettbewerb,d.h. die Hauptsektion von Sitges anschaut z.B. da laufen mit Nancy, I Think We’re Alone Now, Lazzaro Felice, Burning, Diamantion etc. astreine Arthouse-Titel (neben Silverlake, Mandy, Piercing etc.). In FFM waren die Filme ja auch die bislang bestbesuchten (Mandy, Silver Lake, Border) etc. Mag einem halt gefallen oder nicht, aber das Genre, zumindest der A-Bereich, entwickelt sich halt in die Richtung.

Argh, jetzt kommt wieder die Leier der “Kunst Titel”. Wenn sämtliche Genrefestivals, die Wert auf ihren guten Namen legen, zu einem großen Teil dieselben Filme zeigen: Meinst du nicht, es könnte vielleicht auch einfach daran liegen, dass dies die besten Filme sind, die aktuell auf dem Markt sind? Die wenigsten Leute wollen heute noch direct-to-video-Trash gucken, die Zeit ist seit den 90ern vorbei.

Und, wo wir schon beim WIederholen des Immergleichen sind: das FFF hatte noch nie einen Schwerpunkt auf Splatterfesten o.Ä. - hier liefen in der angeblich goldenen Vergangenheit nicht zufällig Sachen wie DONNIE DARKO, AMELIE, SPY KIDS, EXISTENZ usw. usw. in herausgehobenen Positionen. Die Filme, die dir persönlich besser gefallen, liefen beim FFF seit Jahrzehnten immer nur am Rande mit, und das tun sie nach wie vor. Prozentual gesehen wirst du über die Jahre hinweg kaum einen Unterschied in der Gewichtung Brutzelbratzel vs. ernsthafte Filme finden können. Und warum sollte ein Festival sich auf Filme konzentrieren, welche die meisten Leute nicht sehen wollen, wenn es doch so “groß” sein will/muss wie das FFF?

Und nebenbei, ausgerechnet einen Film wie CASSHERN auch nur irgendwie mit sowas wie “Tiefgang” in Verbindung zu bringen… puh!

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I THINK WE’RE ALONE NOW würde ich nun aber nicht unbedingt als “astreinen Arthouse-Titel” bezeichnen :wink:

Ist die Frage, wie man denn als DK-Inhaber dann über einen ganzen Kinotag mit knapp 12 Stunden kommen soll, wenn zwischendurch keine Pause ist? Es ist schlichtweg nicht anders möglich, als auch im Kino mal etwas zu essen. Und das wird von der Harmonie ja sogar ausdrücklich so toleriert.

Dass man nichts Lautes oder Stinkendes essen sollte, und dass man das Kino mit dem gelegentlichen Getränke- oder Brezel-Kauf finanziell unterstützen sollte, ist eine andere Sache (und eigentlich auch eine Selbstverständlichkeit).

Na ja, plusminus…wird wenn er mal auf dem FFF laufen sollte bestimmt als Beispiel der “Verarthousung” des Genres herangezogen :grin:

Die Filme mit dem höchsten Status oder Anspruch, aber ich definiere Qualität ja anders. Mit “Prädikat Wertvoll” kann ich nichts anfangen.

Spy Kids ist aber schon ein unterhaltsamer Kinder Actionfilm. Black Sheep und Severance waren mal Eröffnungsfilme und es gab ne komplette Midnight Madness Sektion, dazu Focus Asia. Auch prozentual weniger geworden. 2015 ist da die löbliche Ausnahme. Ja eben, man muss diesem Trend folgen um weiter erfolgreich sein zu können.

Man muss Filme ja für den Oscar vorschlagen oder einreichen, zumindest für den besten fremdsprachigen Film. Als ich damals Casshern gesehen hab, hab ich mich gefragt ob der für Japan ins Rennen geht/ging weil ich ihn so geeignet fand. Ich brauchte auch eine zweite Sichtung um die Komplexität der Story besser zu verstehen. Da wurde er dann für mich zum 10er, vorher 9.

Naja, irgendwie haut Casshern einem ja die Bibel um die Ohren. Hat doch durchaus Tiefgang. :joy:

Ich vergleiche die Programme nur bedingt. Natürlich war das Programm vor 20 Jahren besser, aber nur, weil da das Festival für mich neu war und es filmtechnisch noch viel Neues zu entdecken gab. Ursprünglich war für mich der Anreiz, Vampirfilme im Kino zu sehen. Und dann schaut man über den Tellerrand und entdeckt weitere Filme und Filmarten. Wenn das FFF nicht wäre, würde ich z. B. einen Takashi Miike nicht kennen.Jetzt weiß ich, auf was ich mich einlasse und natürlich gibt es jetzt nicht mehr so viel Neues, aber trotzdem macht es mir immer noch Spaß hinzugehen, um Filme, die mal mehr mal weniger meinen Geschmack treffen, im Kino mit Gleichgesinnten zu sehen. Das Schöne an dem Festival ist ja die Vielfältigkeit, von arthouse über Thriller, science fiction, mystery zu zombie splatter. Ernste Sachen, aber auch was zum Lachen. Auch dass einem Sachen wie Kuso oder Greasy Strangler geboten werden, zeugt von einem gewissen Mut.

Das Einzige, was ich schade finde ist, dass früher doch auch mal alte Sachen wie Dracula, Abbott und Costello gezeigt wurden, was heute leider nicht mehr so oft passiert. Ich mein, so ein alter s/w Film wie The Night of the Living Dead auf großer Leinwand hätte schon was.

Nur mal so am Rande.

“Night of the Living Dead” lief ja letztes Jahr auf der Berlinale in der neuen 4K Restauration.

Ja schön. Aber dafür fahr ich nicht extra nach Berlin. :joy: