Fazit FFF 2026

Fazit FFF Stuttgart 2026

Das war wie erwartet mal wieder ein abwechslungsreiches Festival. Für mich war es sogar diesmal überraschend entspannt ohne Festivalpass. Obwohl ich immerhin 21 Filme gesehen habe, war ich einige Male für ein warmes Abendessen zu Hause und bin manchmal nur für einen oder zwei Filme ins Kino gegangen. Also fast wie Alltag.

Ganz fabelhaft finde ich, dass das Programm in allen Städten erstmals (?) identisch ist. Da gibt‘s keinen Neid auf vermeintlich „bessere“ Programmierung und vor allem kann man chronologisch hier mit- bzw. nachlesen.

Das Gloria 2 ist mit seinen ansteigenden Sitzreihen im Grunde mein Lieblingskino in Stuttgart, was die Anordnung von Sitzen und Leinwand angeht, mal abgesehen von den Liegesitzen im Cinemaxx. Nur leider sind halt die Sitzreihen so eng, dass man je nach Beinlänge nach einem oder spätestens zwei Filmen Knieprobleme bekommt.

Das „Rahmenprogramm“ mit Gästen, Quizfragen, Verlosungen, Glücksrad, Freibier und tollen Giveaways fand dieses Jahr wie immer in Stuttgart nicht statt. Dafür gab es Filme.

Statt einer Liste nur lobende Erwähnungen: Einsames Highlight war für mich DON’T LOOK NOW auf großer Leinwand, zwar nicht restauriert und daher etwas krümelig und leicht unscharf, dafür absolut authentisch, ein echter cineastischer Genuss. Bester aktueller Film war HOKUM, eine klasse Horror-Achterbahn mit Stil, Spaß und Schrecken. Dahinter gleich NEVER AFTER DARK, sehr ähnlich, nur asiatisch und etwas subtiler/feinfühliger.

Geärgert habe ich mich über NERVOUS und TRISTES TROPIQUES, genervt war ich von HOPE und SICKO.

Der Rest war gute oder auch manchmal weniger gute Unterhaltung, insgesamt eine tolle Auswahl.

Meine gesammelten Reviews gibt es hier.

Nachholen werde ich BUNNY oder BUFFY oder BUDDY, THE FOX, RECLUSE und THE BIRTHDAY PARTY.

Ich habe kürzlich in einem Podcast einen schönen Standpunkt gehört bezüglich einem Filmfestbesuch: Sinngemäß könnte man sich das einfach wie eine Kunstausstellung vorstellen. Da gefällt einem auch nicht jedes Werk, aber jedes hat irgendwas Besonderes, auch wenn es im Ganzen nicht dem persönlichen Geschmack entspricht. Von daher kann ich sagen: Es war für mich eine sehr gut kuratierte Ausstellung. Ich schaue mir auch die nächste gerne wieder an.

7 „Gefällt mir“

Fazit FFF 2026 in München

Ich hatte es schon erwähnt: angesichts der (nennen wir es) allgemeinen Umstände habe ich mich diesmal ganz besonders auf das FFF gefreut und es gewissermaßen als Gegenentwurf betrachtet zu manch gesellschaftlichen Stimmungen.

Ich habe Filme aus Kasachstan, Australien, Irland, Japan, Indonesien, Hongkong, Frankreich, Korea, China, der Türkei und den USA gesehen. Das sollte man feiern und nicht als selbstverständlich wahrnehmen!

Dass ich mich auf den Geschmack der Rosebuddies verlassen kann, ist für mich persönlich mittlerweile gewiss. Und so wundert es mich nicht, dass meine 18 Filme völlig ohne Durchhänger oder wirklich üble Enttäuschung durchgingen.

Im Einzelnen:

herausragend

MUTTER - DIARY OF A MOTHER

ANOTHER WORLD

VERTIGINOUS

sehr gut

NEVER AFTER DARK

CAROLINA CAROLINE

LEVITICUS

HOKUM

GHOST IN THE CELL

THE FOX

oberes Regal

YOU ARE THE FILM

HOPE

BLADES OF THE GUARDIAN

THE PLAGUE

ordentlich

BUDDY

FUCK MY SON

schwächer

TRISTES TROPIQUES

unangenehm

SICKO

Von den vier Klassikern, die von mir alle eine 10er-Wertung bekommen, hab ich nur A CHINESE GHOST STORY mitgenommen, weil ich den schon ewig nicht mehr gesehen hatte. War mir eine Freude.

Ansonsten war, auch erfreulich, der Saal im City in der Regel gut gefüllt, ein paar Mal sogar ausverkauft. Bis auf diesen rätselhaften Sonntag, wo das Centerpiece lief und leider auch mein Lieblingsfilm, DIARY OF A MOTHER, vor halbleeren Rängen.

Dafür geht mein imaginärer Preis für die beste schauspielerische Performance des gesamten Festivals an ebendiesen Film und seine unfassbare Hauptdarstellerin HAZAR ERGÜCLÜ.

Zu lachen gibt’s in diesen Zeiten ja oft nicht so viel, doch obwohl es auch auf dem FFF hauptsächlich schwere Stoffe gab: THE FOX ist wirklich der witzigste Streifen, den ich seit langem gesehen habe. Den Fresh Blood-Award hat er absolut verdient, obwohl ich MUTTER natürlich noch vorgezogen hätte.

Mein ganz persönliches Highlight war das sehr kurze, aber ausnehmend nette Gespräch mit ALPHAN ESELI, dem Regisseur von MUTTER.

Mein gesundheitlicher und seelischer Zustand hat mir die letzten Monate ein wenig den Kinobesuch eingeschränkt, und ich habe in dieser Woche wieder gemerkt, was mir Kino bedeutet. Ich hoffe, ich kann derart inspiriert am Ball bleiben - müssen ja nicht 18 Filme in acht Tagen sein. Und das gilt natürlich auch für den wirklich netten Austausch hier in diesem Forum: bei der Gelegenheit auch mal ein dickes DANKESCHÖN an Betreuer @todi und ausnahmslos alle Beteiligten, die hier fleißig posten! Ihr versüßt mir die Tage. :kiss_mark: :heart:

7 „Gefällt mir“

**Fazit München**

Schön war’s :heart_eyes:

Wahnsinn - 40 Jahre Fantasy Filmfest. Und mein 30. Heißt das, ich werd allmählich zu alt für diesen :poop:

Für manche Filme: ja

Coming of age Filme interessieren mich immer weniger. Der Bezug zu Teenie-Horror und Erwachsenwerden liegt allmählich zu lange zurück. Coming of old age gewinnt immer mehr an Horror.

Fuck my son gehört auch zu den Filmen, die ICH nicht brauche. Sowas muss ich nicht sehen. Hatte Greasy Strangler Vibes. (Und bei dem dachte ich noch, war das jetzt absolut genial oder absoluter Schwachsinn)

Die Stimmung war gut, das Kino gut besucht. Dass ausgerechnet **Mutter** schwach besucht war, tut weh. Gerade auch, weil wir hier unseren einzigen Gast hatten, den Regisseur des Films.

Die Filmauswahl war sehr gut, abwechslungsreich, wobei der Anteil an richtigen Horrorfilmen sehr gering ausfiel, der an realem Horror aber stieg.

Ausgelassen habe ich die Vorstellung in der Volkssternwarte Memories und das studentische Kurzfilmprogramm

Leviticus war für mich ein eher schwächerer Eröffnungsfilm.

Hope als Abschlussfilm dagegen war für mich sehr gut.

Sehr gut fand ich

At the place of ghosts

Blades of the Guardians

The restoration of Grayson Manor

Never after dark

Buddy

Hokum

Get shorty

Mutter

The ones who grieve

Motherwitch

The Fox

Ghost in the cell

Another World

Gut

The Birthday Party

Anymart

Species

You are the Film

Mittel, aber trotzdem unterhaltsam

Carolina Caroline

The plague

Unholy Night

The better me

Eher schwach

Hex

Recluse

Enttäuschend

Tristes Tropiques

Leicht nervig

Vertiginous

Nervous

Zu brutal und unangenehm

Sicko

Ohne Wertung

Fuck my son

Screen legends

Wenn die Gondeln Trauer tragen, The Chaser und A Chinese Ghost Story waren hierfür eine gute Wahl. Beasts of the Southern Wild hat eine schöne story, die Technik gefiel mir nicht, hatte davon dann Kopfweh.

Aber sehr schön, diese auf der großen Leinwand zu sehen. Ich hab mich hier vor allem.über die Gondeln gefreut.

Trailer wie immer nach Tag 2 nervig. Die Einspieler von Regieführenden und Youtubern brauch ICH auch nicht unbedingt. Manche sind ganz nett. Das Problem dabei ist, dass die Zeit für Trailer und Einspieler nicht auf die Laufzeit des Films mit draufgeschlagen wird, sodass die Pausen oft relativ kurz sind. Dieses Jahr war’s ok. Aber für mal gemütlich Kaffee trinken und Pipi-Pause hatte ich nur einmal die Gelegenheit dazu. Meistens ist es ja entweder/oder. Zum Glück sind die beim city hinsichtlich eigene Verpflegung mitbringen nicht streng. Aber es bleibt die ungesündeste Woche im Jahr. Zu wenig Bewegung, Essen und Schlaf mangelhaft.

Auf ein Neues im nächsten Jahr :heart_eyes:

6 „Gefällt mir“

:firecracker:Mein Fazit zum FFF 40 in Köln​:clapper_board:

Erstmal meine diesjährigen „Charts“ (die sich vom Gefühl und Wertungsdurchschnitt her echt sehen lassen können) :clapper_board:

:heart_on_fire::heart_on_fire::heart_on_fire:

[Don’t Look Now - 9,5/10]

[A Chinese Ghost Story - 9/10]

Buddy - 9/10

[The Chaser - 8,5/10]

The Plague - 8,5/10

[Memories - 8,5/10]

You Are The Film - 8,5/10

The Fox - 8/10

Leviticus - 8/10

Never After Dark - 8/10

The Ones Who Grieve - 8/10

Sicko - 8/10

Another World - 8/10

Hokum - 7,5/10

[Beasts of the Southern Wild - 7,5/10]

Hex - 7,5/10

Species - 7,5/10

Tristes Tropiques - 7,5/10

Ghost In The Cell - 7/10

Carolina Caroline - 7/10

The Birthday Party - 7/10

Blades of the Guardians - 6,5/10

The Better Me - 6,5/10

Vertiginous - 6,5/10

The Restauration At Grey Manor - 6,5/10

Fuck My Son! - 6/10

Unholy Night - 6/10

Nervous - 6/10

Anymart - 6/10

Mutter - 5,5/10

Hope - 5,5/10

Recluse - 5,5/10

{Get Shorty - 5,5/10}

Motherwitch - 5/10

At The Place of Ghosts - 4/10

:cucumber::cucumber::cucumber:

Dann noch ein paar allgemeinere Worte, obwohl die sich im Grunde jedes Jahr für mich und für Köln wiederholen.

Das Residenz ist Bequemlichkeit, Freundlichkeit, Gelassenheit, Komfort und Luxus pur. Das werde ich nie als selbstverständlich sehen. Ich - oder eher gesagt mein Rücken! - kann und will mir ein FFF in keinem der anderen 17 Kinos in Köln vorstellen!

Matthias ist und bleibt eine warme Institution. Vielleicht fehlt hier und da das totale Fachwissen. Vielleicht ist nicht jede Ansprache ruckelfrei oder vor dem Film unbedingt notwendig. Vielleicht ist das manchen zu flapsig oder zu politisch klar postiert. Mir nicht! Ohne ihn wäre das FFF in Köln nicht das, was es ist. Auch seine junge weibliche Vertretung, die ein paar mal da war, hat das solide und sympathisch gemacht.

Die Anzahl der Gewinnspiele (vielleicht 6?) war völlig in Ordnung. Die Anzahl der Gäste für meinen Geschmack auch. Die Interviewschnipsel nach manchen Filmen könnten sie weglassen bzw. ausschließlich auf der Homepage lassen. Die Filmbörse im Foyer rockt sich schnell qualitativ runter, ist dennoch fein.

Die Trailer tangieren mich mittlerweile weniger, da ich wie bereits geschrieben da meist schon/noch immer in Reviews au’m Handy vertieft bin. Aber es kam mir zumindest minimal abwechslungsreicher dieses Jahr vor. Und wie gesagt, nicht jeder Trailerfilm hätte unbedingt das FFF aufgewertet und Filme wie Refns „Her Private Hell“, den ich schon sehen durfte, gibt der Trailer vielleicht mehr audiovisuelle Komplimente als das finale Produkt hergibt… Der Trailer zum 40. um sich selbst zu feiern hat mein Herz aufgehen lassen und nochmal gezeigt, wieviel geiler Scheiß in den 40 Jahren auf dem FFF für uns lief! Und dieses Lachen am Ende von Sam Neill - wundervoll!

Die Influencer und Presenter bzw. deren mehrwertlosen, luschigen Einspieler sind zwar oft der Filme massiv unwürdig (ich sag nur Robert und David zu „Wenn die Gondeln Trauer tragen“), aber leider heutzutage Teil des „Spiels“ und des filmischen Networking und Marketing. Bin ich in diesem Umfeld wenig Fan von. Wie die meisten glaube ich. Kann man aber nichts dran ändern.

Mitgucker und Publikum in Köln sind auch meist top, ruhig, auch mal applaudierend bei Standouts. Nur zweimal musste „meine“ Reihe die „Normalos“ vor uns bitten ihre Handys während des Films nicht zu benutzen. Das ist in der heutigen Zeit relativ wenig. Ein gelungenes und konzentriertes, genau richtig sensibilisiertes und dennoch spaßiges Filmegucken ist in Köln auf dem FFF definitiv noch möglich.

Ich danke auch hier allen Schreibern im Forum und Denkanstößen - immer sehr interessant und erhellend, was es da draußen für Meinungen und tolle Schreiber gibt :heart_hands:t2: Selbst wenn man meinungstechnisch (oder gar politisch) nicht immer auf derselben Wellenlänge liegt.

Die Pausen bleiben knapp, das reicht nicht wirklich um Essen zu gehen. Aber da ich mittlerweile einige Filme schon vorher durch PVs und die Verleiher zu Gesicht bekomme und dann auslassen kann, tangiert mich das weniger als früher.

Dass das Kino fast ausschließlich vor 0 Uhr abgeschlossen werden kann, weil der letzte Film vorbei ist - anders als früher, wo man teils bis halb 2 noch im Kino saß! - begrüße ich sehr. Dass mit den Wiederaufführungen auf uns Fans und Besucher vielleicht etwas gehört wurde, ist ebenfalls top. Bin gespannt, ob das nur für’s 40. war oder weitergeht. Sorry, dass ich selbst nur eine von vier besucht habe - shame on me! Aber die waren auch ohne mich (mindestens) genauso voll wie die durchschnittliche FFF-Vorstellung - das ist mehr als ein Fingerzeig! Allgemein lagen die eh stetig steigenden Besucherzahlen in Köln laut Matthias nochmal um 20%-30% (!) höher als in den Jahren zuvor - grandios! Es waren wirklich die meisten Filme pickepackevoll. Beeindruckend. Ein echter Andrang. Von alten Hasen bis jungem Blut - in Köln boomt das FFF wahrscheinlich wie seit Mitte der 90er nicht mehr! Da sollte sich im Grunde niemand Gedanken um Anklang, Qualität, Richtung oder Zukunft machen…

Ich persönlich hatte dieses Jahr ein Problem mit dem Frühslot - der war mir oft deutlich zu schnarchig und waldwanderig. Es war zudem nicht mein „Get Shorty“-Jahrgang. Aber das ist höchst subjektiv. Es ist hingegen famos, dass auf der Homepage einige Kurzfilm“klassiker“ aus den letzten Jahrzehnten zu gucken sind - gerne über den 30.9. hinaus verlängern, ich will da noch ein paar nachholen!

Es sprechen mich mittlerweile auch immer mehr Leute an (hier aus dem Forum oder auch allgemein) und bedanken sich für meine Kritiken - das freut und ehrt mich sehr! :heart_on_fire: Obwohl die meisten natürlich (zum Glück?!) immer noch nicht wissen, wie „Leimbacher-Mario“ aussieht :grimacing:… Kann ich mit leben.

Malen, Kunst und queere Themen/Paare stachen definitiv dieses Jahr hervor, das fiel auf und da gebe ich Michaela absolut recht.

Etwas Spass, Splatter und positiver Wahnsinn hätten an der ein oder anderen längeren deprimierenden, grauen Stelle sehr wohl gut getan. Aber die Welt ist allgemein momentan (teils auch zurecht) wohl alles andere als in Partystimmung. Das überträgt sich natürlich auch auf die Filme. Trotzdem muss das FFF natürlich weiterhin aufpassen nicht zu sehr in die arthousige, prätentiöse und seriöse Schiene zu rutschen. Und da reicht ein kompletter Querschläger wie „Fuck My Son!“ pro Jahr definitiv nicht aus… Aber ich glaube durch eine da neu heranwachsende Horrorgeneration zwischen „The Substance“ und „Obsession“, könnte da in den nächsten Jahren wieder mehr Horrorschwerpunkt kommen, lassen wir uns überraschen.

Joa, ich glaube das war’s von meiner Seite. Ich freue mich auf die White Nights ab dem 28.1., auf vier Tage verlängert. Bin gespannt was für die Verlängerung die filmischen Brocken und Gründe waren.

Das FFF bleibt teils schlauchende, aber viel mehr enorm erfolgreiche Alltagsflucht für mich - selbst wenn mittlerweile mit Sohn auch eine Auge weint, wenn ich ihn für diese Woche so wenig sehe…

Ich sage Danke an alle Mitgucker, Mitleser und Veranstalter - auf die nächsten 40 Jahre! :heart_hands:t2::clinking_glasses::drop_of_blood:

7 „Gefällt mir“

Dazu auch noch als Ergänzung für Stuttgart: Artur meinte in der Abschlussansprache ebenfalls, dass die Besucherzahlen hier deutlich gestiegen sind. Das ist vielleicht auch für alle Programmnörgler hier in diesen Foren interessant. Der Filmgeschmack der aktuellen Kinogängergeneration ist eben nicht mehr der Eure und Rosebud treffen mit ihrer Auswahl offenbar den Geschmack und Bedarf der Menschen, die bereit sind, solche Filme auch im Kino anzusehen.

4 „Gefällt mir“

Du weißt ja wo du das findest.

Mein Fazit:

Blades of the Guardians 9
Das sind die Filme für die ich aufs FFF gehe.

Hope 9
Eine B Film Idee mit wenig Schauspielern auf eine epische Action Schlacht aufgeblasen. Schon cool, mit Alienoid Vibes.

Chinese Ghost Story 8
Das sind die Filme für die ich aufs FFF gehe, dieser hier auch.

Ghost in the Cell 8
Überraschend gut und vielseitig.

Fuck my son 8
Endlich geile Midnight Madness und der Film ist mehr als nur ein Fick, seid gespannt.

Buddy 7
Coole Idee mit dem Kinderfilm.

Species 6
Gar nicht mal so schlecht, punktet gegen Ende durch seine Story.

Gen G 5
2 gute Kurzfilme, 2 Mittel, 2 nicht so, insgesamt also Durchschnitt.

The Ones who Grieve 5
Ich mag keine super langen Familiendramen.

Tristes Tropiques 5
Geile Action aber dazwischen Arthouse Wirrwarr.

Unholy Night 5
Fängt wie ein Zombie Splatter an, wird dann auch zum ruhigen Familiendrama.

DFFB 1
Falsches Festival würde ich sagen.

Die Hälfte war also gut bis sehr gut. Die anderen so mittelmäßig und ein Ausfall. Klingt nicht schlecht aber hab ja gezielt ausgewählt, mit DK wäre das Verhältnis um einiges krasser ausgefallen. Man sieht, es haben wieder die Asiaten das Festival für mich gerettet.

In Berlin können die Zuschauerzahlen eigentlich nicht mehr steigen, Saal 2 ist eigentlich immer krachend voll und die 1 sowieso obwohl der viel größer ist. Generell sind die doch jetzt nur noch in einem Saal und nicht mehr im größten, also sind sie erst mal geschrumpft und werden von da aus nach und nach größer. Irgendwann müssen sie dann wieder größere Säle nehmen.

4 „Gefällt mir“

Schön, dass ich da nicht der Einzige bin der das so sieht. Das Kino selbst ist tatsächlich toll, besser gar als das (runderneuerte) Metropol oder das EM. Allerdings hat mir die Enge der Sitzreihen ebenfalls massiv Probleme bereitet - und das schon am 1. Tag gleich nach der 1. Vorstellung. Das setzte sich auch bei allen anderen Vorstellungen so fort.

Am Schllmmsten natürlich bei HOPE, der ja inklusive der üblichen Trailershow plus sonstigem Gedöns (Filmvorstellung, Abschlussrede, die gefühlte erste Hälfte von WHALEFALL) auf weit über 3 Stunden Laufzeit kam…Als ich nach Ende der Vorstellung aufgestanden bin musste ich erstmal 1, 2 Minuten stehenbleiben bevor ich unter Schmerzen die ersten Schritte unternehmen konnte. Einem Bekannten, der einige Reihen hinter mir saß ging es genauso…sowas ist mir wirklich noch nie passiert. Für mich der größte Horror des ganzen Festivals.

Tatsächlich gab es in Stuttgart wie vom Kollegen Kees schon angemerkt laut Artur einen starken Publikumsanstieg zu verzeichnen.
Ob es (nur) am Programm lag, oder evtl. auch die zahlreichen Social Media-Aktionen da ihr Scherflein mit dazu beigetragen haben - who knows?
Ich meine jedenfalls auch diesmal wieder vermehrt jüngeres, ‚normaleres‘ Publikum bemerkt zu haben, was aber leider auch den unerwünschten Nebeneffekt hat, dass langsam aber sicher die immer öfter bei nem regulären Kinobesuch zu beobachtenden Unsitten auch hier Einzug halten.

Case in point: Klar, bei den Trailern wird noch fleißig gequatscht und mit dem Handy hantiert.
Sobald diese dann vorbei sind und der Hauptfilm beginnt kehrt dann zwar verbal Ruhe ein, dafür werden die übergroßen Popcorneimer Marke ‚Godzilla‘ rausgeholt und es beginnt ein ca. 20-25minütiges Mampf und Kauritual in nicht gerade geringer Lautstärke und in gleich zweifacher Ausfertigung - quasi in Stereo. Super! Brauch ich wirklich nicht.

Oder: Nach Filmbeginn - also mit ca. 15 Minuten Verspätung, wenn man die Trailer mitrechnet - drängt sich noch ein Pärchen durch die Reihe, nimmt direkt auf den Nebensitzen (klar, wo auch sonst…ggrrr) Platz und Madame beginnt sich quälend langsam im Sitzen aus ihrem Fummel zu schälen und im Dunkeln (logo!) in ihrer Handtasche zu kramen um weiß-Gott-was zu suchen…die hat ungelogen 10 Minuten lang keinen einzigen Blick auf die Leinwand geworfen und definitiv nix vom Film mitgekriegt…ich dafür umso mehr von ihrem nervösen und nervigen Gefummel. Unglaublich! Auch sowas ist mir bislang noch nicht untergekommen.

Vielleicht habe ich mir ja auch nur die falsche Reihe ausgesucht?! Ich hoffe mal schwer, dass das nicht zur Norm wird.

Filmauswahl war ansonsten okay, kannte ja auch Einiges schon vorher und hab diesmal eh nur 7 Filme geschaut…

3 „Gefällt mir“

Ach ja, hatte Artur auch noch mal gefragt, warum sie MEMORIES nicht auch in Stuttgart zeigen würden wo es ja ebenfalls ein Planetarium gibt, nur wenige Gehminuten vom Kino entfernt.
Er meinte, dass sie da schon ewig dran sind, dran bleiben und auch nicht locker lassen werden.

Angeblich sind beide Seiten definitiv an einer Zusammenarbeit interessiert - nur hat es bislang aus terminlichen Gründen nie geklappt, da das Planetarium wohl extremst mit Veranstaltungen ausgebucht ist bzw. hierfür bisher einfach nie Platz gewesen ist.
Nun denn, die Hoffnung stirbt zuletzt, wird schon irgendwann mal klappen.

3 „Gefällt mir“

Auf dem FFF gesehen:

NEVER AFTER DARK (8)
TRISTES TROPIQUES (6,5)

SANGUINE (SPECIES)(7,5)
HOKUM (8,5)
A CHINESE GHOST STORY (586/10)

ANOTHER WORLD (7,5)
HOPE (6,5)

Aus terminlichen Gründen leider verpasst, aber schon vorher gesehen:

BLADES OF THE GUARDIANS (8)

Ebenfalls schon vorher bekannt:

CAROLINA CAROLINE (7)
LEVITICUS (6,5)

Für mich ungünstige Uhrzeit bzw. schon mal im Kino gesehen:

THE CHASER (8)
DON’T LOOK NOW (9)

THE ONES WHO GRIEVE, THE FOX und YOU ARE THE FILM hätte ich auch gern gesehen, aber das waren die an diesen 3 Tagen für mich jeweils einzigen interessanten Filme - dafür nehm ich keine längere Anfahrt in Kauf (Hin- und Rückfahrt je ca. 1 Stunde, plus Spritkosten!)

That’s it folks!

4 „Gefällt mir“

Bzw. „That’s all, folks!“ (komme gerade aus dem sehr lustigen COYOTE VS ACME :wink:).

2 „Gefällt mir“

Ja, der war in der Tat sehr lustig, hat mir auch überraschend gut gefallen.
Obwohl ihm im letzten Viertel etwas die Puste ausgeht…

1 „Gefällt mir“

Nun denn - Ich hatte ja am Wochenende erst noch erwogen, diesen thread hier frecher Weise selbst eröffnen zu wollen, dann aber doch wieder Abstand davon genommen. Alldieweil ich der Meinung war und bin, dass niemand, die:der hier reinschaut, und als ersten post gleich so einen umzusammenhängend-unentzifferbaren, unleserlich-unsinngen Murks zu Gesicht bekommt, wie meine obligaten Buchstabensalate, und Bleiwüsten, dann hier guten Gewissens weiterlesen wollen würde… Da nun aber schon einige von Euch den Anfang gemacht haben, kann ich mich ja einfach brav mit einreihen, und falle dann in der Menge vielleicht nicht mehr ganz so sehr auf.

40 Jahre FFF: Vom Mut zum Hässlichen, der Wut gegen das Unzumutbare, und der Trauer um das unwiderbringlich Verlorene - Ein Glückwunsch-post

Meine Güte, ist das irre - 40 lange Jahre FantasyFilmFest. Und nunmehr auch schon meine persönlich 29ste Ausgabe, bei der ich mit von der Partie bin (nachdem ich anno 1998 und auch 2002 aus persönlichen Gründen ausgesetzt hatte, und auch die Pandemie-Jahre von 2020 bis einschliesslich 2022 (zwangs-)pausierte..). Hier in Hamburg war im „Savoy“-Foyer eine Art Glückwunsch-Gabentisch / Anniversary-Altar, inclusive Fotoband zum Drinblättern (da waren, AFAIK, wohl aber nur die Poster-Motive der bisherigen Jahrgänge drin verewigt), aufgebaut. Welcher von unserem lokalen „Vor Ort“-Rosebud-die Sven dann noch mit leckeren Muffins, und allerlei anderem Krimskrams (was genau, habe ich schon wieder vergessen) geschmückt, und verziert wurde. Auch hier von mir nochmals allerherzlichste Glückwünsche zum Vierzigsten!

Für mich selbst war’s heuer nur ein recht kurzes, arg zusammengestutzes FFF-Jubiläums-Programm. Alldieweil ich in diesem Jahr ja leider keinen Urlaub hatte, es mir bedauerlicher Weise auch absolut gar nicht möglich, und machbar war, denselben vorzuverlegen, wie noch anno 2025 (zu welchem Jahrgang ich, wie mir gerade auffällt, auch immer noch, und gar kein Gesamt-Fazit abgetippt habe… Na, mal schau’n, eventuell kommt das beizeiten dann doch auch nochmal (wobei ich jetzt nicht so vermessen wäre, auch nur irgend zu vermuten, dass irgendjemand da nach über einem Jahr auch nur einen feuchten Kehricht sich drum scheren würde… nein, das würde dann eher meiner persönlichen Filmtagebuch-artigen Reminiszenz dienen)). Von daher war ich leider nur an zwei Abenden, mit je zwei Filmen, und zwei Tagen, mit je vier Filmen zugegen. Und musste schweren Herzens einige Perlen schon im Voraus sausen lassen (unter Anderem „Never After Dark“ und „You Are The Film“. Aber auch „Buddy“ hätte ich wohl noch mitgenommen, da ich dann ja eh schonmal vor Ort gewesen wäre). Und fühlte sich das Ganze für mich persönlich auch eher wie ein extended cut der FFF-Nights, denn eine „richtige“, ausgewachsen-vollumfängliche Haupt-Festivität an. Andererseits will ich mich aber auch nicht beschweren, denn wäre nicht die überaus entgegenkommende, und nachsichtig-gütige Kulanz meiner hochgeschätzten Kolleginnen gewesen, welche es mir ermöglichten, etwas früher als im Dienstplan vorgesehen mich von der Arbeit zu entfernen, dann wären mir tatsächlich auch noch der Eröffnungsfilm „Leviticus“, und das crime drama „Carolina Caroline“ durch die Lappen gegangen. Was das Programm, und meine Auswahl anbelangt, so habe ich daran im Grunde genommen nichts, oder zumindest nicht allzuviel, zu bekritteln. Ich fand es eine wirklich facettenreiche, vielseitige, und rundum gelungene Auswahl, bei der doch eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei gewesen sein sollte. Und die üblichen Wehklagen, von wegen „Früher war Alles besser!“, und das alle Jahre wiederkehrende Mi-Mi-Mi, das Festival habe sich mittlerweile doch viel zu sehr von seinen Ursprüngen entfernt (And guess what? Welches Filmfestival, dem an seiner fortwährenden Relevanz gelegen ist, würde das im Verlauf von gut vierzig Jahren nicht tun? Zumal ja auch die (immer noch in der Mehr-, und Überzahl in der Film-Programmierung vertretenen, und abgebildeten Genres ebendas, also sich weiter entwickeln, genauso getan haben, und auch beständig immer noch tun… und ich für meinen Teil bin tatsächlich auch heilfroh darüber), allerspätestens jetzt und hier, gerne ein für allemal und bitteschön verstummen können. Dass es heuer wieder ein paar mehr (und nicht nur ein einziges, wie in den letzten Jahren) Retro-screenings gab, und diese allesamt auch sehr schön ausgewählt (und ja, das schliesst für mich auch den ganz wunderbaren „Beasts Of The Southern Wild“ mit ein, obwohl auch ich mir da lieber einen anderen Film gewünscht hätte (wenn schon aus den 2010ern, warum dann kein Streifen vom Kaliber eines „It Follows“, oder „Under The Skin“?), und auch mehr als gut besucht waren, erfreute auch mein Film-Fan-Herz sehr. Und kann Rosebud gerne auch so weiterführen. Ein ausreichend grosses Publikum dafür scheint ja doch vorhanden zu sein. An der filmischen Kuratierung habe ich jedenfalls nach wie vor nicht nur nichts auszusetzen, sondern trifft die meinen persönlichen Geschmack recht gut.

Zum Kino selbst, dem „Savoy“-Team, den Rosebud-dies Fredi und Sven, sowie auch ansonsten dem ganzen Drumherum, habe ich eigentlich weiter nichts zu sagen, und zu schreiben, was ich nicht bereits in all den vergangenen Jahren schon gesagt, und geschrieben hätte. Und mich demzufolge hier und jetzt auch nur wiederholen würde. Ausser, dass die Pausen zwischen den Film-slots gelegentlich doch etwas arg knapp bemessen waren (ist mir vor Allem am Sonntag aufgefallen). Einmal (ich glaube, es war vor „Mutter“) wurden zwei andere Menschen und ich selbst, als wir uns krass festgequatscht hatten, sogar noch von Sven ermahnt: „So Leute, wenn Ihr Euch jetzt nicht auf den Weg in den Kinosaal macht, dann fängt der Film gleich ohne Euch an!“. Woraufhin ich dann ultraschnell noch das WC frequentierte, und wirklich punktgenau, und auf die absolut allerletzte Sekunde, mich auf meinem Stamm-Sitzplatz einfand, gerade und genau in dem Moment, als „Mutter“ dann begann. Puuuh - Das war (zu) knapp gewesen!

Die vielen Gespräche und (Wieder-)Begegnungen mit altbekannten, und auch ganz neuen Gesichtern, sowie die wirklich bereichernden, und vielschichtig-komplexen Konversationen mit anderen FFF-Gästen, und Besucher:Innen, sind jedes Mal wieder das Salz in der (ohnehin schon überaus schmackhaften) FFF-Suppe, und habe ich auch heuer wieder jede Menge vertrauter Menschen begrüssen, und mich mit ihnen austauschen dürfen (unter Anderem @todi , @Brain3ug , @Frank , Hagen, und auch @Umelbumel (Ja-Ha, @Brain3ug - Anknüpfend an unseren kurzen talk nach dem screening von „Wenn die Gondeln Trauer tragen“, ob er denn in diesem Jahr überhaupt mit dabei sei, habe ich ihn dann später am Nachmittag wirklich und wahrhaftig noch erspäht, und mich auch ganz kurz noch mit ihm unterhalten… er war dieses Mal aber tatsächlich nur für eine einzige Film-Vorstellung mit dabei, nämlich zu „The Plague“)). Aber auch mit Ed vom „Savoy Film Club“, sowie mit André Hecker (von unter Anderem „Kino+“, „Devils & Demons“, und „Genre Geschehen“) habe ich noch eine ganze Weile lang über diverse Genrefilme, dies und das, and life in general geplauscht. Sowie, last but by no means least, mich nach der Vorstellung von „Mutter“ mit Carly May Borgstrom, der Regisseurin von „Spirit In The Blood“ und auch „Fear Good“ Jury-Mitglied, noch kurz über unsere jeweilige Rezeption von Alphan Eşelis grossartigem Charakter-Drama unterhalten. Von daher habe ich, selbst wenn ich in einer Film-Pause mal nicht indisch essen war, die Pausen auch zwischen den einzelnen Vorstellungen für mich optimalst ausgenutzt, und wie immer jede Menge wehrlos-unschuldiger und ahnungslos-überraschter Opfer gefunden, die ich mit meinem unsinnig-unqualifizierten Wortschwall zutextete, bevor sie die Flucht ergreifen konnten… :wink: :zany_face:

Na gut, kommen wir dann also mal zu den Filmen selbst. In meiner Wahrnehmung war’s ein guter, bis okayer Festival-Jahrgang… Nicht so herausragend superb, wie 2023, 2024, oder gar 2014, oder 2017. Aber auch nicht so enttäuschend wie (jedenfalls für mich) anno 2019. Gutes, und solides Mittelmaß, mit einigen Ausreisser:Innen nach oben (die dann aber allesamt nicht so spektacoolär-phänomenal waren, wie diejenigen in den zuvor genannten Spitzen-Jahren), und - jedenfalls was meine personal picks anbelangt - mal gar keinen wirklich faulen Eiern, bzw. fade geschmacksarmen Gurken. Der mit Abstand beste Film des ganzen Festivals, wiewohl ausser Konkurrenz, selbstschreibend „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ (a.k.a. „Don’t Look Now“). Siehe dazu meine hier zu findenden (<— Link / Klick’ mich!) Sichtungs-Impressionen (ein vollständiges Langtext-review folgt irgendwann demnächst noch). Auch den zweiten der vier unsterblichen Klassiker, nämlich „A Chinese Ghost Story“ (<— Link zum Quasi-review) habe ich sehr genossen… obwohl ich bei dieser Sichtung, ob der schon fortgeschrittenen Uhrzeit, und schon drei davor gesehener Filme, mit mich zunehmend mehr überkommender Müdigkeit zu kämpfen hatte. Vier Filme pro Festival-Tag, inclusive einer Essenspause dazwischen, sind mitterweile wirklich mein absolutes Maximum! Mit Mitte Fünfzig haut das eben Alles nicht mehr so ganz hin, mit dem tagtäglichen Film-Marathon, und bauen sowohl meine eigene körperliche Verfasstheit als auch Serotonin-Spiegel bedeutend schneller, und rapider ab, als noch mit Mitte Zwanzig, plus lassen dann auch meine Konzentrations-Fähigkeit und Aufmerksamkeit mehr und mehr nach. Was die aktuellen, und (für mich) „neuen“ Festival-Beiträge anbelangt, so werde ich da auch in diesem Jahr wieder mein bewährt-bekanntes Schema zu Rate ziehen und bemühen:

The Fab Four (Meine vier Lieblingsfilme des diesjährigen Festivals)
“Mommy loves you.” (Isabella Rosselini, “Blue Velvet“)

  • John Lennon: Der ungestüme Wilde, der gerne mal die Klappe zu weit aufreißt - ”Sanguine”

  • Paul McCartney: Der Konservativ-Bodenständige, der insgeheim rebellieren möchte - ”Carolina Caroline”

  • George Harrison: Der esoterisch angehauchte Mystisch-Sinnsuchende - ”Hex”

  • Ringo Starr: Der schweigsame Stille, der ab und an mal einen Witz erzählt - ”Mutter”

Bester (aktueller) Film des Festivals

So manch Eine:r mag sich da jetzt verwundert die Äuglein reiben, und nochmal kontrollieren, ob er:sie richtig geschaut hat, aber ich hatte es ja zu Beginn des Festivals schon angedeutet, und ist es in der Tat dann auch dabei geblieben: Maja Holands formidabel-fabulöse (Längst nicht nur-)Musik-Doku „Hex“ ist der für mich persönlich (mit gehörigem Abstand sogar) allerbeste Film des gesamten FFF 2026! Ein unglaublich reichhaltiges, komplex-vielschichtiges, üppig überquellendes filmisches Füllhorn an tabulosen Themen, betörenden Bildern, magischen Momenten, kompromissloser Kreativität, widerständigen Praxen, eigensinniger Expressivität, Selbstbehauptung und wiederkehrenden Selbstzweifeln, dem Mut zur Hässlichkeit und der Schönheit des Monströsen (nicht nur in der Musik), ein wahnsinnig mitreissend-fesselndes, illuster-intimes, still-nachdenkliches, laut-lebensbejahendes, involvierend-inspirierendes, und glaubhaft-genuines Musik-Mosaik. Eine monumental-magische, musikalisch-genialische Reise zwischen Corpse Paint und Menstruationsblut, zwischen Hexenprozess und Festival-Auftritt, zwischen Zelebration und Initiation, zwischen Bühnen-Ritus und Nachsinnen über den Koitus, zwischen Takthalten und Aus-der-Reihe-Tanzen. Ein unfassbar bereichernder Einblick in den kreativen Schaffensprozess, eine ergründend-erfüllende Sinnsuche und anstiftend-anregende persönliche Reise, ein wunderbar warmherzig inszeniertes und behutsam berührend gefilmtes Portrait dreier junger Frauen, die sich eines Tages dazu entschliessen, eine Black Metal-Band mit dezidiert feministischem Anspruch und einer weiblich solidarischen Haltung, und Einstellung zu gründen. Ein reflektiert-raffinierter Film, der mir so unendlich viel tiefsinnigen Stoff zum Nach- und Weiterdenken mitgegeben hat, wie alle anderen Streifen des diesjährigen FFF-Ausgabe zusammen genommen nicht, und von dessen vielfältigen Sensationen und thought provoking trajectories ich immer noch zehre… und das wohl auch noch eine ganze Weile lang tun werde. Der hätte von mir aus gut und gerne auch noch doppelt so lange, mindestens aber eine Stunde länger, laufen können und dürfen, nein, müssen! Ein faszinierendes filmgewordenes Wunder, über das Finden der subjektiv eigenen verborgenen Intentionen, und das mühsame Gehen des individuell eigenen (Lebens-)Wegs. Mir persönlich auch vollkommen egal, dass da viele Szenen und Begebenheiten ganz eindeutig und unschwer erkennbar gescripted, und extra für den Film inszeniert worden sind… solche seltsamen Niggeligkeiten können ohnehin nur irgendwelche borniert-eingefahrenen „trveness“ bone heads stören. Zumal die Grenze zwischen Dokumentar- und Spielfilm ja ohnehin keine allzu trennscharfe, und mehr eine verwischt-verschwommene ist.

Herausragend
“The whole hill… smelt like… victory!” (Robert Duvall, “Apocalypse Now”)

  • ”Mutter: Diary Of A Mother”
    Der lichtlos-emotionale Tiefpunkt und melancholisch-trübsinnige Downer des Festivals. Einerseits… und aber dann doch wieder voll widerständig-selbstbehauptender Humanität, voll stoisch-unbeirrter Zuversicht. Voll der wuterfüllten Weigerung, einfach aufzugeben, und das Feld kampflos der chauvinistisch-sexistischen Männlichkeit zu überlassen. Die schnörkellos-spröde, ungemein anrührende, und empathisch-mitfühlende Schilderung eines unbarmherzigen Überlebenskampfes. Das deprimierend-dringliche, prägnant-präzise Psychogramm einer Frau, der nichts geschenkt wird, und die dennoch trotzig auf ihrem, und dem Recht ihres Kindes beharrt, wenn schon nicht wirklich leben, dann aber doch wenigstens über-leben zu können, und dürfen. Mit der fesselnd-faszinierendsten, eindringlichsten, und herausragend-glanzvollsten performance des ganzen Festivals… Was Haupt-Darstellerin Hazar Ergüçlü hier für eine (tor-)tour de force hinlegt, muss mensch schon mit eigenen Augen gesehen haben, um es wirklich glauben zu können.

  • ”Carolina Caroline”
    Ein thrilling unfulfilling wild ride, eine düster-desolate, adrenalingeladene und Contenance-entsicherte Irrfahrt durch Fata Morgana-hafte Trugbilder von im Verschwinden begriffenen americana, eine joyous-juxtaposed, and darkly twisted, melancholy tinged journey into the rotten heart of the american dream. Das allmähliche, atemabschnürend beklemmende Gewahrwerden der eigenen Selbst-Täuschung. Ein mitreissend-magenboxender road trip, eine elektrisierend-faszinierende amour fou, eine stürmisch-steuerlose Odyssee zweier verirrt verlorener Seelen durch lost landscapes, und cursed countrysides. Ein Film voller soziokultureller Anspielungen und zeitgenössisch-aktueller Rück-Bezüge auf vielfältige ökonomische und politische Meta-Texte. Mit einer superbly stunning Samara Weaving und einem lässig-coolen Kyle Gallner. "American Nightmare, running scared" (Misfits)

Sehr gut
“Louis, I think this is the beginning of a beautiful friendship.” (Humphrey Bogart, “Casablanca”)

  • ”Le vertige”
    Quentin Dupieux’ (nicht mehr ganz so) neuester, funkensprühend-vergeunwissernder Geniestreich. Eine irrwitzig-impertinente, interventionistisch-implodierende Parallax-Parabel um Simulations-Räume, Alternativ-Realitäten, Kinder und Karriere, glitchende Vögel und inhaltslos hohle technische Spielzeuge. Viel tiefgründiger, als mensch zuerst denken mag, und dabei dennoch immer luftig-leicht, und unbändig-unbeschwert. Der Meister des absurd-hintersinnigen französischen Anarcho-Humors at his very best.

  • ”Blades Of The Guardians”
    Wirbelnd-windumtostes, sandig-sturmgebeuteltes Wuxia-Wusel-Epos mit einer doppelt und dreifach so hohen Zahl von im Minuten-Takt eingeführten Pro- und Antagonist:Innen, als an abrupten Schnitt-Gewittern in den beeindruckend-blitzschnellen Kampf-Szenen, und drastisch-drauflos preschenden Duellen. Eine einzige grosse Kämpferei, Raufereien und Ränkespiele, Komplotte und Krawall, Intrigen und Siegen in der chinesischen Wüste. Bildgewaltig-betörender Fuchtel-Fun für die ganze grosse Fernost-Film-Fan-Familie.

Gut
“Good enough for Paul Newman, good enough for you!” (Dolph Sweet, “The Wanderers”)

  • ”Leviticus”
    Sensibel-intime Beziehungs-Geschichte(n) in der sozial-mentalen Einöde der strikt-sekludierten Glaubensgemeinschaft einer australischen Kleinstadt. Wenn derjenige Mensch, den Du am meisten liebst, Dir durch an- und umerziehende Gehirnwäsche urplötzlich wie eine dämonisch Dich besessen machen, und verletzen wollende fremde Entität erscheint. Personal queer desire rendered infernally impossible, and painstakingly possessive. Quasi „It Follows“ nach vollendeter Konversions-Therapie. Läuft sich mit fortschreitender Laufzeit allerdings mehr und mehr tot, und tritt dann irgendwann nur noch unentschlossen-unergiebig auf der Stelle. Schade drum, da wäre mehr drin gewesen.

  • ”Sanguine”
    Rasant-rabiater, brachial-brutaler Burn Out-Body-Horror-Trip vom Feinsten, und Gemeinsten. Spätkapitalistische Dressierungen und Deformierungen in einem kirre und krankmachenden Gesundheits-System. Nichts neu oder originell anders formulierend und inszenierend als seine Vorbilder „Raw“, „Rabid“, „The Substance“ oder „The Fly“, dabei aber so effektiv-explosiv, und krachend-kaputtmachend, dass Dir glatt die Spucke wegbleibt, und das Blut zu kochen anfängt. Die „Heldin“ läuft Amok im Monster-Hospital. Anfälle, Ausbrüche und Angriffe im 24/7-workday der selbstverletzend-hautverätzenden Flexibilitäts-An-, und Überforderungen. Long live the new neoliberalist flesh!

Mittelmäßig
“You are not special. You are not a beautiful or unique snowflake.” (Brad Pitt, “Fight Club”)

  • ”AnyMart”
    Arg dröge geschilderte Endlos-Plackerei im Hamsterrad der nipponesken Arbeitswelt. Eine quälend anödende Sisyphos-Store-Tortur aus bedeutungslos stupiden Morgen-Appellen, standardisiert-sinnentleerten Gruss-Floskeln, und zwar -zig verschiedenen abgepackten Hähnchenbrust-Variationen, aber nur einem erlaubten work ethic mind set. Zieht sich zäh, und schleppt sich träge dahin, muss aber auch genau so, und nicht anders sein. Weirdo Working Place-Groteske typisch japanischer Machart.

  • ”The Plague”
    Behutsam-bedrückendes, verwirrt-verunsichertes, abgrenzend-aussonderndes Aussenseiter-Teenager-Terror-Mobbing-Psycho-Drama. Wohl der best fotografierteste, und genialst ge-framed-te Festival-Film dieses Jahrgangs. Schaffte es aber trotz all seiner perfekt austarierten Bilder, und stimmungsvoll-ausbalancierten Impressionen dennoch in keiner einzigen Sekunde, mich innerlich zu involvieren, und emotional einzubinden. Ohne, dass ich nun genau sagen könnte, warum eigentlich. Sehens-, aber nicht fühlenswert.

Schlecht
“I’m starting to dislike you…a lot!” (Jack Starrett, “First Blood”)

  • ”The Ones Who Grieve”
    Wohl niemand, die:der sich den neuesten Film von Quarxx angesehen hat, und zuvor auch nur im Ansatz mit dessen bisherigem Output vertraut gewesen war, hatte sich davon vermutlich eine sonniglich-heitere, unbeschwert-ausgelassene Gute Laune-Muntermach-Komödie erwartet. Ich selbst auch nicht. Ein klein bisschen mehr als nur das genüsslich-sadistische Sich-Suhlen in allerlei überzogen-überzeichneten Gewalt-Exzessen, und das detailiert-schonungslose Ins-Bild-Setzen mannigfaltiger Quälereien, von Folter, Mord und Totschlag, hätte es dann aber doch schon sein dürfen. Wenn sich des Herrn Regisseurs zugrunde liegende message dann aber nur im unaufhörlichen Lamentieren darüber, wie verkommen-hoffnungslos diese unser Aller trübsinnige Existenz doch wohl sei, und dass das menschliche Leben letztlich halt doch nichts Anderes ist, als ein grimmig-grausiges, freud- und auswegloses Jammertal, und der Mensch immer noch des Menschen Wolf, dann ist mir das in Summe nicht nur viel zu wenig, und empfinde ich das darob de facto nicht bloss als unzumutbar-unerträglichen Fauxpas, sondern sogar schon als persönlich-rotzfrechen Affront. Klitoris-Beschneidung, Vergewaltigungs-Inzest, und Elektro-Schocks am offenliegenden Bregen, bis den unfreiwilligen Proband:Innen wortwörtlich der Kopf zu rauchen beginnt - Ausser dem debilen Durchdeklinieren unappetitlicher Brutalitäten hat „The Ones Who Grieve“ leider mal so rein gar nichts zu bieten. Was wirklich ein Jammer ist, wo er doch ansonsten Quarxx’ mit weitem Abstand rundester, und handwerklich bester Streifen ist. Auch schauspielerisch und von der Ausstattung, Szenenbild und Kamera her absoluter state of the art, und on top of it’s game. Hilft nur leider nix, wenn Einer:Einem dann so dermaßen penetrant-pervertiert, und aufdringlich-ungeniert immer nur derselbe pessimistisch-nihilistische Nonsens in den Kopf reingehämmert werden soll. Für manch Eine:n mag das durchaus ausreichend sein, mir selbst ging diese ganze endlose filmische Marter-Session trotz all ihrer bildlichen Opulenz, stellarem acting und fabulöser Kostüme schwerst gegen den Strich. Degoutant nicht wegen seiner Gewalt, sondern wegen des völligen Fehlens irgendeines tieferen Sinn-Gehalts. Muss ich nicht nochmal haben.

“Wir raten ab!”
“Could be worse!” - “It’s worse!” (Carrie Fisher und Harrison Ford, “Star Wars”)

  • Heuer gibt’s absolut gar keinen FFF 2026-Film, welcher nach meinem Dafür (besser Dagegen-)halten in diese Kategorie fällt… denn den strunzdoofen, debil-derangierten „Fuck My Son“ habe ich ja in weiser Voraussicht ausgelassen… :wink: Ansonsten hätte der sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wohl hier angefunden. Mal schau’n, irgendwann vielleicht mal, wenn ich gepflegt abkotzen will, oder mir anderweitig nach masochistisch-cineastischer Selbst-Quälerei zumute sein sollte. „(Don’t) Fuck My FFF!“

Hab’s auf dem Festival verpasst, möchte ich bei Gelegenheit nochmal nachholen

  • ”Hope” (aber nur als Heimsichtung, nicht im Kino… egal, wie sehr der auch die grosse Leinwand braucht)
  • ”Buddy”
  • ”Hokum”
  • ”Nervous”
  • ”The Fox”
  • ”Another World”
  • ”Never After Dark”
  • ”You Are The Film”
  • ”Ghost In The Cell”
  • ”Histoires de la nuit”
  • ”The Restoration at Grayson Manor”

Hätte ich gerne auf BluRay (oder wenigstens DVD)

  • ”Hex”
  • ”Sanguine”
  • ”Le vertige”
  • ”Carolina Caroline”
  • ”A Chinese Ghost Story”
  • ”Mutter: Diary Of A Mother”
  • ”Blades Of The Guardians”

Würde ich mir nichtmal anschauen, wenn man mir Geld dafür geben würde

  • ”Sicko”
  • ”Fuck My Son”

Auf Nimmerwiedersehn!

  • ”The Ones Who Grieve” (einmal ansehen reicht da in dem Falle völlig aus, und war eigentlich schon einmal zuviel)
  • ”The Plague” (der würde mir auch bei einer Zweitsichtung wohl nicht mehr sehr viel nähergehen)

Und das war’s dann, mit meinem „FFF 2026“-Rückblick. Es war mir, wie in jedem Jahr, auch diesmal wieder eine Ehre, und ein reines Vergnügen. Last but by no means least, möchte auch ich mich noch einmal ganz ausdrücklich, und vielmals bei der gesamten f3a-net-community, bei ausnahmslos allen hier mitdiskutierenden, viel- (oder auch wenig-)schreibenden, allzeit fleissig reviews abtippenden, meinungsstarken und ansichtsfreudigen, streitbaren, augenzwinkernd Spässe machenden, leidenschaftlich argumentierenden, emotional debattierenden, rational analysierenden, und kritisch kommentierenden Foren-Mitgliedern bedanken - Ihr seid doch die Allerbesten, und wäre mein FFF-(Er-)Leben ohne all Euren Input, Eure Leidenschaft und Euer Engagement für mich selbst gar nicht mehr vorstellbar, und bereichert meine eigene filmische Rezeption, und Reflektion so ungemein. Merci beaucoup!, auch, und gerade, dafür! Ihr (bislang seltsam stummen) Nürnberger:Innen, habt noch ein gar schönes FFF, bummeliges Schlusslicht Frankfurt: Get ready for the best movie time of the whole fucking year!, und alle Anderen: Erholt Euch gut von den Strapazen, und mannigfaltigen Wundern der zurückliegenden Festival-Tage… Wir lesen uns allerspätestens im nächsten Frühjahr, zu den dann anstehenden, auf vier Tage verlängerten White Nights! Bis dahin bleibt Gold, oder Platin, oder wie, oder wer und was auch immer Ihr sein wollt, und schaut in der Zwischenzeit noch ein paar gute und schöne Filme!

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Danke für den Hinweis mit den kostenlos abrufbaren Kurzfilmen auf fantasyfilmfest.com!!! Werde ich mir alle reinziehen, die ich noch nicht kenne!!

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Siehe sonst auch den nachfolgenden Direkt-Link zur FFF-website, wo alle „On Our Radar“-Best Of-Kurzfilme ansehbar sind - Scheinbar allerdings nur noch bis zum Ende diesen Monats…

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Ich möchte hier zunähst meine vollkommen subjektiven Bewertungen auf der 10er Skala kundtun, die vllt. oder vllt. auch nicht von dezentem Schlafmangel beeinflusst wurden:

Film Wertung
Leviticus 7
Hex 4
At The Place Of Ghosts 5
The Birthday Party 7
Carolina Caroline 7
Blades Of The Guardians 8
Recluse 6
The Restoration At Grayson Manor 4
Never After Dark 8
Buddy 8
Tristes Tropiques 5
Vertiginous 6
Anymart 7
Species 9
Hokum 8
A Chinese Ghost Story 4
Don’t Look Now 5
The Plaque 8
Mutter: The Diary Of A Mother 5
The Ones Who Grieve 8
Motherwitch 4
Nervous 7
The Fox 7
The Chaser 8
Beasts Of The Southern Wild 4
Unholy Night 6
You Are The Film 7
Sicko 8
Ghost In The Cell 7
The Better Me 8
Another World 3
Fuck My Son! 2
Hope 7

Ich habe den Jahrgang als gut empfunden. Was beim Filmfest seit Jahren fehlte war mal wieder so ein Reißer, wo ich mit dem Gefühl nach Hause gehe, etwas richtig cooles gesehen zu haben. Species war sowas. Mit Abstrichen auch Sicko. Beide kamen für mich vollkommen unerwartet, gut so. Mein Paradebeispiel dafür ist der Koreaner Hunt von vor ein paar Jahren, den ich sobald möglich im Heimkino nochmals anschaute.

Die Klassiker kann man m.E. weglassen. Für mich, außer Chaser, nichts dabei. Ja, Don’t Look Now z.B. mag damals interessant/bahnbrechend/etc. gewesen sein. Ich schaue den aber im Jahr 2026 und kann da leider nur gähnen. Was Beasts of the Southern Wild angeht, enthalte ich mich. Der lief damals auch auf dem Filmfest (vor meiner Zeit), aber ich verstehe nicht, warum. Genauso, wie ich nicht verstehe, was hieran oscarwürdig sein soll. Just my opinion.

So einen Schund wie Fuck My Son! brauche ich ebenfalls nicht, um ehrlich zu sein. Und dann wurde wohl auch noch KI eingesetzt, was das Filmfest nicht supporten sollte, finde ich.

Die Kurzfilme waren Durchschnitt und ich fand fast nur den Film über die Schafe gut, der wohl auch gewonnen hat. Die Studentenkurzfilme waren, naja, nicht gut. Kunst > Unterhaltung. Rosebud, bitte weg damit.

Diesmal wurde m.E. viel richtig gemacht bei der Programmierung. Kaum mal ein Slowburn-Drama im letzten Timeslot, sodass ich nicht eingeschlafen bin.

Zu den herausgehobenen Filmen:

  • Leviticus war ziemlich OK, ist mehr ein Drama im Gewand eines Horrorfilms.
  • Hope war in der ersten Stunde herausragend und baute dann etwas ab, da die Antagonisten immer weniger bedrohlich waren und zu viel Humor aufkam. Typischer koreanischer Blockbuster.
  • The Plague fand ich gut, Horror mal anders. Ob das zwingend im Setting einer Schwimmhalle mit Jungen am Beginn des Tenageralters gedreht werden musste, sei dahingestellt. Thematisch aber interessant und m.E. auch gut gemacht.
  • Buddy hätte man auch sehr falsch machen können. Fühlte mich irgendwie an das Twisted Childhood Universe erinnert. Ebenfalls gut.
  • Carolina Caroline war mir einen Ticken zu zuckersüß und sich wiederholend, und irgendwie dreht er nie bis zum möglichen Ende der Eskalationsschraube. Schöner Film, der routiniert sein Ding macht.

Mein Lowlight war Tristes Tropiques. Wie kann man einen Film machen, in dem so viele Menschen getötet werden, der derart langweilig ist? Da läuft einer durch eine gefühlte Hundertschaft und tötet jeden einzelnen Gegner aus weiter Entfernung mit einem Kopfschuss. What the hell?! Ich habe mich seit langer langer Zeit nicht mehr so geärgert, denn dieser Film hatte Potential, mir richtig gut zu gefallen und liefert dann Kämpfe ab, die mich fast komplett kaltgelassen haben. Als Hauptfigur gibt man mir dann aber einen totalen Jammerlappen, der nur rumheult. Ne, das war wirklich nichts für mich. Trotzdem kein totaler Reinfall als Ganzes.

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Das klingt EXAKT so, wie ich „Hope“ empfunden habe. :smiley: Deine Ansichten zu den „herausgehobenen“ Filmen teile ich, wenn ich auch von den Filmen die ich bislang sehen konnte, keinen einzigen „herausragend“ fand.Da ich „nur“ 10 Filme kenne bzw gesehen habe, erlaube ich mir jetzt kein abschließendes Fazit und Urteil, außer das extrem wenig Filme dabei sind, die mich interessieren und ich von denen immerhin noch 4 auf meiner offenen Liste stehen habe (Recluse, Nervous, Birthday Party, Never After Dark). Die Geschmäcker sind halt verschieden und zumindest ist das Programm sehr vielfältig.

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@Alexander : Du kannst Dir ja auch noch gar kein abschliessendes Urteil erlauben, ganz einfach aus dem simplen Grunde schon deshalb nicht, weil das FFF bei Euch in FF/M Ja noch nicht mal begonnen hat - Und, IIRC, wolltest Du in diesem Jahr wohl auch gar nicht teilnehmen. Von daher, na gut, kannste dann eventuell a bunch of movies beurteilen, die Du Dir daheim angeschaut hast… aber ein „Fazit FFF 2026“, das kannst Du dann halt, so leid es mir auch tut, Dir diese news nun überbringen zu müssen, beim allerbesten Willen nicht ziehen… denn dafür müsstest Du dann halt auch live, in Farbe, 3D, Dolby Surround und in persona vor Ort sein. :stuck_out_tongue_winking_eye:

@Dr_Schaedel : Hab’ ich irgendwelchen bornierten Mist in meinem „Fazit“-Text verfasst (Gut, das war ‚ne Fang-Frage, denn das hab‘ ich ja sowieso… :wink: :laughing: )? Oder wieso sonst das „open mouth“-Emoji? :open_mouth: Wegen des enormen Text-Umfangs etwa? Den müsstest Du doch mittlerweile von mir gewohnt sein, und ist der ja allenthalben bekannt, bzw. teilweise auch eher berüchtigt.

@splattercheffe :

I feel you… Das ging mir selbst in den letzten paar Jahren, bzw. geht mir das punktuell, und phasenweise, leider auch immer noch manchmal, eigentlich sogar oft, ziemlich genau so… was sich in meinem Falle (leider, leider…) nicht nur, und auch nicht zuvorderst, auf Kino-Besuche beschränkt. Ich habe aber in diesem Jahr einfach für mich beschlossen, dass ich das, so gut es geht, zu ignorieren versuchen werde, und meinen verrottenden Kadaver, und lädierte Psyche da jetzt durch müssen, und ich dieselben ganz einfach trotzdem, und trotzig mit den Kinosaal schleifen werde… und, bislang klappt das auch ganz gut. Nur manchmal isses mir dann fast schon zuviel, wenn ich - wie beispielsweise Anfang des Jahres bei „Mulholland Drive“, oder, wie heuer auf dem FFF, bei „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ - dann in der Vorstellung sitze, und mich das Leinwand-Geschehen dermaßen anfasst, dass ich da nur noch ein leise wimmerndes, und todtraurig vor mich hinschluchzendes Häuflein Elend bin. Aber nun gut, das war auch vor alledem nicht soviel anders, und muss ich da dann manchmal einfach durch…
Fühl’ Dich auf alle Fälle virtuell ge-hugged, und seien Dir auch weiterhin beide Daumen ganz fest gedrückt, dass es Dir zukünftig wieder a bissi besser (er-)gehen möge, und Du tatsächlich auch „derart inspiriert am Ball bleiben“ kannst… zuletzt natürlich auch aus nicht nur so ganz uneigennützigen Gründen… denn selbstschreibend würde (zumindest) ich mich sehr darüber freuen, in the near future vielleicht doch auch mal wieder etwas mehr von Dir zu hören, und zu lesen - und das irgendwann eventuell auch nicht mehr nur zu den gewohnten Festival-Zeiten.

Ach so, und zuguterletzt wollte auch ich nochmal anmerken, weil das irgendwie nicht mehr in mein obiges, wieder mal endlos laaaaaaaaanges Bleiwüsten-Fazit gepasst hatte, dass auch ich die nunmehr in beinahe allen FFF-Städten identische tageszeitliche Film-Programmierung sehr begrüsse… da sind dann endlich auch mal Alle im selben flow, bzw. erleichtert das dann auch den Austausch „hier in den Foren“, zumindest bei zeitlich parallel bespielten Festival-Stationen, doch ganz enorm. Kommste heim, kannste gleich (oder nach kurzer Nahrungs-Aufnahme, und corporeal coffee refill) hier nachschauen, wie’s denn den anderen Foren-User:Innen in den anderen Städten damit so ergangen ist… Das kann Rosebud gerne so beibehalten, und auch auf die beiden „kleinen Schwestern“ (a.k.a. White Nights und Spring Nights) ausdehnen. Freuen sich dann auch alle gemeinsam über 'ne gute und gelungene Programmierung (so wie heuer bei „AnyMart“ und „Sanguine“), oder ärgern sich kollektiv über schlecht plazierte time slots.

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Kannte leider schon 50 Prozent der Kurzfilme. Qualität ist sehr stark schwankend wie bei den Get Shortys üblich. Herman the german (2015) ist leider nicht abrufbar. Musste den mir woanders streamen. Oba-Chan 4minütiger Short ist leider auch nur EP01 verfügbar. Also 1 Minute des Gesamtwerks. Dennoch richtig geile Aktion 40 Shorts zum 40.Jubiläum kostenlos anzubieten!!! Dann kann ich weiterhin von zuhause aus FFF feiern!!!

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Wollen wir heute klugsch… ? Nichts anderes hab ich doch gerade gesagt.

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Was denn, wieso nur „heute“ ??? Also, da bin ich jetzt aber doch schwerst enttäuscht! Nach all der langen Zeit hier in den Foren solltest Du mich so langsam aber doch besser kennen… :wink: :laughing:

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