FFF 2014 - Fazit

Hier also mein Fazit zu den Filmen.

Highlights, fast sehr gut:
iNumber Number, rasanter Actionfilm, ähnlich wie Armored nur besser.
13 Sins, Original war klasse, Remake ist es auch.
Go Goa Gone, Zombies killen zu Techno Mucke, yeah.
Open Windows, überraschend spannend und super gelungen.

Gut und Erwartung übertroffen:
These Final Hours, kein ödes Drama, stattdessen geht es gleich gut los.

Gut, entweder so erwartet oder keine Erwartungen gehabt:
Strange Colour, ein wahrer Bilderrausch, mit etwas mehr Drive und einer schlüssigen Story könnte der gigantisch werden.
R100, fängt karg an, dreht dann ab, mehr geht aber immer.
Beneath, netter Zwischendurch Horror.
Extraterrestrial, endlich wieder Alien Action.
Divine Move, Brettspiel Action, mal was anderes.
(Wolf Cop auf dem Cinestrange)

Zwar gut aber habe mehr erwartet:
Among the Living, ein ganz gewöhnlicher Horrorfilm. Für Leute die damit neu einsteigen.
Killers, überraschend Arthouse lastig.
Let us Prey, ruhig und ziemlich kleines Finale.

Nicht ganz so gut und damit leider schlechter als gehofft:
La Cueva – In Darkness we fall, mit einfachsten Mitteln gemacht, reichte nicht ganz.
Nurse 3D, am Anfang zuviel Beziehungskram.
Stage Fright, Repo war viel besser, hier fehlt von allem etwas.
Starry Eyes, geht in eine andere Richtung als gehofft.
Canal, der übliche Twist, gar nicht so trippy wie gedacht.

Mittelmaß:
Dark House, ziemlich verschwurbelt und nicht konsequent.
Under the Skin, ein paar schöne Bilder aber sonst nur ein von A nach B Gelaufe.

Schlecht:
Cheerleaders, Beverly Hills meets Hexenclub aber in schlecht und nervig, Frauenfilm.
Get Shorty, die Kurzfilme, ein guter Film reicht nicht, kaum Variation, zu viel ist ähnlich und keiner der Beiträge geht in meine Richtung.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Dvdscot am 08.09.2014 22:36 ]

12 Tage sind rum und es hat wieder Spaß gemacht :slight_smile: . Ich war dieses Jahr sehr zufrieden mit dem Programm. Im Komödien- und Gruselbereich war für mich diesmal mehr dabei als letztes Jahr, und auch mein Wunsch nach guten asiatischen Filmen wurde erfüllt. Es gab zwar dafür auch richtige Gurken, aber ich habe schließlich mehr Filme gesehen als sonst. Das Positive überwiegt auf jeden Fall.

Wünsche fürs nächste Mal… Vielleicht mal wieder schöner Monster-Trash oder Funsplatter. Das kommt in letzter Zeit ja etwas kurz. Aber eigentlich ist mein größter Wunsch, dass die Dauerkartenreihen nächstes mal besser verteilt werden – nicht beide so weit vorne. Die anderen Änderungen (12 Tage, keine Filme parallel) können meinetwegen beibehalten werden.

Und jetzt zu meiner Rangliste:

Absoluter Favorit:
It Follows

Weitere Highlights:
Coherence
Killers
R100
Wrong Cops
The Babadook
Honeymoon
What We Do in the Shadows
Open Windows
Housebound
Let Us Prey

Gut:
Patch Town
Suburban Gothic
The House at the End of Time
The Divine Move
Oculus
Time Lapse
Among the Living
The Rover
Get Shorty

Ordentlich:
13 Sins
Faults
The November Man
Extraterrestrial
The Voices
Out in the Dark
These Final Hours
Go Goa Gone

Mittelmaß:
Cold In July
Beneath
In Darkness we Fall
Wolf Cop
The Canal
Rufus

Ich sehe Potential, aber ARGH:
Under the Skin
Jamie Marks Is Dead

Schlecht:
Starry Eyes
Redirected

Körperverletzung:
All Cheerleaders die
Stage Fright

Sonderpreise:

Größte Enttäuschungen gemessen an den Erwartungen: Wolf Cop & Jamie Marks Is Dead
Positivste Überraschung gemessen an den Erwartungen: Patch Town
Bester Grusler: It Follows
Massentauglichste Komödie: What We Do in the Shadows
Schönstes Poster: Wolf Cop
Hässlichstes Poster: Suburban Gothic und alle hundert Ersatzposter von Stage Fright
Schönste Nagelszene: Suburban Gothic
Hässlichste Nagelszene: Oculus
Romantischstes Paar: Honeymoon
Unromantischstes Paar: These Final Hours
Gastauftritt der Herzen: Marilyn Manson (Wrong Cops)
Mit diesen Freunden brauchst du keine Feinde Pokal: Time Lapse
Ehrenwerter Beitrag zur Akzeptanzförderung korpulenter Schauspieler: Patch Town
Liebste Tötungsmethode: Fuß (Among the Living)
Verwirrendstes Abspann-Detail: Time Lapse (George Finn spielt nicht Finn, sondern Jasper)
Web 2.0 Skandal Aktualitätslob: Open Windows
Beschwingtester Abspann: The Voices
Größter Vertrauensverlust für eine Berufsgruppe: Polizisten (Wrong Cops, Let us Prey, 13 Sins,…)
Spiel des Jahres: Go (Divine Move)
Monster des Jahres: Werwolf
80er Jahre Retropreis: Cold in July
90er Jahre Retropreis: Extraterrestrial
Bester Beitrag zur gesundheitlichen Aufklärung (Rauchen): Go Goa Gone
Bester Beitrag zur gesundheitlichen Aufklärung (Verhütung): It Follows & The Babadook
Mangelhaftestes Versteck: Unter dem Tisch (Among the Living)
Beste Festival-Neuerung: Man kann theoretisch jeden Film sehen
Schlechteste Festival-Neuerung: Feste Dauerkartenreihen, die beide vorne liegen

Bonus-Statistik: Top 5 gefährlicher Orte für kleine Kinder:

  1. Im Bauch der Mutter
  2. Bibliothek
  3. Waschmaschine
  4. Gruselige Geschirraufzüge
  5. Endzeit Rave

Meine Monsterquote:

Geister: 5
Geister, die keine waren: 3
Aliens: 3
Dämonen und so: 3
Werwölfe: 2
Mutanten: 2
Zombies: 2
Undefinierbar: 2
Vampire: 1

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Zwerg-im-Bikini am 09.09.2014 02:09 ]

Das mit dem “Frauenfilm” nehme ich Dvdscot übrigens persönlich übel.

FFF 2014 Fazit

Gemeckert wird bekanntlich viel, gelobt nur selten. Daher zuerst mal das überfällige DANKE SCHÖN für ein insgesamt wieder schönes Filmfest an die Organisatoren, aber auch an die netten Sitznachbarn die ohne zu Murren mein Popkorngeraschel und die temporären Alkoholfahnen ertragen haben. Zumindest hab ich dieses Jahr nicht geschnarcht - Das taten andere :wink:

Hier mein pers. Fazit 2014 :

Die Neuerungen : Nach einer anfänglichen Skepsis die sich zu einer handfesten Panik hochschaukelte, weil ich bis ganz kurz vor Start in Frankfurt mangels Planungssicherheit keine Karten und somit auch keine Sitzplätze reservieren konnte, muss ich gestehen, daß alles gut wurde und ich noch während des laufenden Filmfests hervorragende Plätze für alle Filme bekam. Bei einem stärker besuchten Fest hätte das aber auch ins Auge gehen können. Als Dauerkartenbesitzer hätte ich mich ausserdem geärgert keine freie Auswahl zu haben und werde deshalb auch im kommenden Jahr ganz bestimmt keine Dauerkarte kaufen. Durch die Ausdehnung auf 12 Tage kamen dann noch zahlreiche etwas nervige „Wartezeiten“ und Fahrten in die City wegen einzelner Filme hinzu. Aber damit kann ich leben.

Filmauswahl : Mit 25 gesehenen Filmen lag 2014 die Anzahl etwas über meinem Schnitt. Gerne hätte ich noch weitere Filme „mitgenommen“ was aus zeitlichen Gründen leider nicht möglich war, und zwar : It Follows, Let Us Prey, Starry Eyes, Faults & The House At The End Of Time, von denen ich glaube das sie bestimmt gut bis sehr gut sind. Tja, Pech gehabt.

Kritikpunkte : Definitiv zu viele „Horror Comedies“ und ich vermisse die „French Connection“ wirklich sehr!

Filmbewertung : 3 x Höchstpunktzahl , 2 absolut grauenvolle „Gurken“, dazwischen sehr viel (zum Teil gutes) Mittelmaß. Nur selten, ganz selten, ging ich allerdings aus dem Kino mit einem Lächeln im Gesicht und sprach noch Stunden danach über den Film.

Hier meine Highlights jenseits der 7 Punkte :

White Bird in a Blizzard
Under The Skin
The Babadook
Die Shorties
Wrong Cops
Coherence
Cold in July
Blue Ruin
Oculus

Und im Nachhinein sogar noch „The Voices“ mit dem ich in meiner review vielleicht zu streng war :wink:

Totalausfall - Diesen Schrott sollte man eindampfen :

Stage Fright (Gurke des Festivals)
All Cheerleaders Die

Und sonst ? :

Unwort des Jahres : GEHEIMTIP!

Man of the festival : Mr Babadook

Woman of the festival : Gemma Arterton

Insgesamt hatte ich letztes Jahr etwas mehr Spaß, schön wars aber trotzdem wieder.

:slight_smile:

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Alexander am 09.09.2014 09:36 ]

Am 09.09.2014 08:05, schrieb Alexander:


Woman of the festival : Emma Arterton

„Emma“? :confused: :wink:

@Bikinizwerg
Sehr gute und verdiente Sonderpreise! :laughing:

War wirklich ein gelungenes Festival, danke! Etwas mehr Ansagen und Präsenz vom Veranstalter bei den Filmen wie früher wäre wünschenswert, aber sonst war alles prima.

Meine Highlights:

Lieblingsfilm und Rob “Metalgod” Halford-Pokal für:
Metalhead

Der Gruselaward geht an:
It Follows
The Babadook

Höchster Lach- und gleichzeitig Kopfschüttel-Faktor:
R100

Super Unterhaltung:
What we do in the Shadows

Gutes Entertainment:
Coherence
Housebound

Mit Luft nach oben:
Among the Living
Time Lapse

Hier noch ein paar Sonderpreise als Ergänzung zu der Auflistung von Zwerg-im-Bikini:

Halsbrecherischste und dynamischste Verfolgungsjagd: It Follows

Das beste Buch zum Film: The Babadook (tolles Kinderbuch!)

Schlechtester Metal-Sänger des Festivals: Der Killer aus Stage Fright

Beste Handgranaten-Wurf-Szene: R100

Spektakulärste Waffe: Reibeisen in Housebound

Das ausgelutschte Mikro in Aspik für die schlechteste Musik geht an: Stage Fright

Robert-Pattinson-Gedächtnis-Preis für den aufregendsten Vampir: Peter aus What we do in the Shadows

Vielen Dank für eure Meinungen. Vor allem die Awards waren sehr unterhaltsam zu lesen. Dann geht es für mich heute auch endlich los :slight_smile: .

Am 09.09.2014 08:12, schrieb Lovecraft:

Am 09.09.2014 08:05, schrieb Alexander:

Woman of the festival : Emma Arterton

„Emma“? :confused: :wink:

Ja klar, die hessische Schwester!
:laughing:

Was ich nicht ganz verstehe, mir schien in den Reviews “Jamie Marks Is Dead” gegenüber “Rufus” ingesamt besser abzuschneiden. Hatte mich daraufhin dann für “Jamie Marks” entschieden und “Rufus” gnadenlos gekickt. :laughing: (Fand aber auch das Poster von Anfang an oberdämlich). Aber irgendwie @ ZiB kommt “Rufus” ja doch eine Ecke besser weg bei dir. Wie kommt’s?

Bei den beiden war ich ziemlich am Schwanken und habe meine Bewertungen (nicht hier, für mich selber :wink: ) mehrmals geändert. Ich würde beide knapp unterm Durchschnitt einsiedeln. Jamie Mars ist aber experimenteller und hintergründiger. Er hat für mich zwar was die Umsetzung angeht total versagt, aber ich rechne es solchen Filmen hoch an, wenn sie zumindest versuchen, mehr zu sein, als nur ein weiterer Geisterfilm. Schwer in Worte zu fassen :wink: . Ich würde sagen, Rufus ist Durchschnittskost, während du bei Jamie Marks eher die Chance hast, dass er dich überraschen kann. Obwohl er mir persönlich nicht gefallen hat, würde ich deshalb auch sagen: Versuch es ruhig mit Jamie Marks.

Die besten Filme:
#1 Metalhead
#2 Patema Inverted
#3 R100

Die schlechtesten Filme:
#1 Stage Fright
#2 Dark House
#3 Nurse 3D

Das schönste Erlebnis beim diesjährigen FFF:
Der Besuch des Duos Hélène Cattet und Bruno Forzani in FFM und insbesondere die Möglichkeit mit dem super-sympathischen Bruno Forzani zu plaudern. :slight_smile:

Das hässlichste Erlebnis beim diesjährigen FFF:
Die Regelung bezüglich der Platzkarten in FFM.

Was mich nachhaltig beschäftigen wird:
Das folgende Bild - u. a. im Zusammenhang mit Open Windows.

http://weknowmemes.com/wp-content/uploads/2014/09/leaked-clothed-photo-of-sasha-grey-the-fappening.jpg

der beste Film auf dem diesjährigen FFF 2014
"Life after Beth" ( eine richtig tolle Komödie )

danach u. a. folgen “Cold in July”, “Under the Skin” und “Babadook” sowie “It follows”

Nun möchte ich auch mich mit einem Fazit beteiligen.
Da ich nicht gerade voller Freude über das diesjährige Festival bin und mein Fazit daher eher ernüchternd ausfällt, fange ich vielleicht lieber mal mit den positiven Statements an.

Vielleicht lag es an meiner Filmauswahl, aber zu 90% gab es in Frankfurt Ansagen vor dem Film, diese waren teils wirklich gelungen, witzig und das Wichtigste, es gab keine Spoiler. Das ist auch das Mindeste um etwas Festival Feeling zu erzeugen, von daher, hat mir gut gefallen.

In eine ähnliche Kerbe fällt auch das Interview/FAQ mit den “The Strange Color of Your Body’s Tears” Regisseuren. Sehr viele interessante Informationen, ein gut geführtes Interview und tolle Fragen aus dem Publikum. Das habe ich auch schon anders erlebt und ist sicherlich auch eine Sache des vorgestellten Filmes.

Generell vermittelten sowohl die Vertreter des Festivals, wie auch die Zuschauer ein freundliches, einfach tolles Festival Feeling. Gerade die Geschichte mit den reservierten Sitzplätzen hat zu einigen Verwirrungen geführt, das wurde in den Filmen die ich besucht habe, aber immer konstruktiv geklärt.

Auf der anderen Seite fällt mein Fazit im Großen und Ganzen aber trotzdem relativ negativ aus.
Fangen wir mit der größten Kritik an, die Verlängerung des Festivals auf 12 Tage. Das Hauptargument das ich immer wieder höre lautet, “toll, jetzt können wir alle Filme sehen.” Gemeint ist eigentlich, "jetzt entgeht uns auch wirklich keine einzige Gurke mehr."
Ich habe mittlerweile eingesehen, dass ich wohl ein Jahrzehnt im Schlaraffenland gelebt habe. 60 Filme und ich picke mir die besten davon aus, das ist wohl ein ökonomischer Suizidwettlauf für den Veranstalter. Vielleicht habe ich, hat das Festival einfach zu lange über den Verhältnisse gelebt und das war irgendwann nicht mehr tragbar. Immerhin hat das aber über ein Jahrzehnt lang so funktioniert, scheint wirtschaftlich also vielleicht doch kein so tiefes Grab zu sein - ich weiss es nicht.
Ganz ehrlich, ich hatte nach 9 Tagen keine Lust mehr jedes Mal nach Frankfurt zu pendeln, teilweise nur für einen Film den ich sehen wollte - und der am Ende dann hier und da nicht mal so toll war wie erhofft. Zudem kostet mich das jedes Mal 8 Euro extra, zumal ich bereits 10 Euro pro Karte (inkl. Vorverkaufsgebühr) geblecht habe. Extrem zeitintensiv, teuer und irgendwann dann auch demotivierend. Was sich früher in einer Woche intensivem Festivalerlebnis offenbart hat, zerstampft sich nun über 12 Tage - Fast Food pur.
Hinzu kommt, das man sich teilweise zwischen den Filmen entweder die Gurke(n) gibt oder irgendwo mit irgendwem die Zeit todschlagen muss, das können dann auch schon mal 2,5 Stunden sein.

Definitiv mein größter Kritikpunkt.

Weiterer Kritikpunkt, die Sitzplatzreservierung. Gut, es gibt kein Gedrängel mehr, das ist sehr chillig. Gut, meist hat man noch genügend Plätze frei und kann sich irgendwo hinpflanzen. Das funktioniert aber nicht bei allen Filmen und hat seine Grenze, wenn man mit mehreren Leuten einen Film sehen will.
Insgesamt war es nicht so schlimm wie vorher vermutet, aber irgendwie vorher mit Freunden absprechen war überhaupt nicht mehr möglich, darauf hatte ich dann auch kein Bock mehr. Kurzum, da geht dem Veranstalter auch Geld verloren.

Wesentlich extremer ist dann schon der nächste Kritikpunkt. 6 Filme am Tag, von 13 bis ca. 2 Uhr morgens?
Ich muss den Begriff wieder in den Mund nehmen, das ist Fast Food pur!
Besonders problematisch, die Midnight Madness, sobald der letzte Film fertig ist, fährt schlichtweg kein Zug mehr. Taxi ist extrem teuer, Auto besitzt man möglicherweise keines und wenn doch, relaxt ist was anderes. Ich komme lieber mit dem Zug. Sind also wieder Karten die dem Veranstalter verloren gehen, denn mindestens zwei Midnight Madness Filme habe zumindest ich mir deswegen nicht mehr angeschaut.
Und wer jetzt meint, es heißt halt Midnight Madness, dem sei gesagt, es heißt auch Fantasy Filmfest, richtige Fantasy Filme gibt es aber trotzdem quasi nicht.

Weiterer heftiger Kritikpunkt in diesem Jahr, die Filmauswahl. 20% Horror Komödien? Dafür aber nur ein einziger Anime, das hat wirklich nichts mehr mit dem Fantasy Filmfest zu tun das ich kannte und liebte.
Generell fand ich die Qualität dieses mal auch überschaubar, was aber auch ggf. einen anderen Grund hatte, auf den ich nun zu sprechen komme.

Frankfurt wird zu Pionierstadt erkoren. Nun gut, ist fair und annehmbar, aber wenn sich sonst schon so vieles ändert, warum dann gleichzeitig auch das noch??
Das war einfach das falsche Jahr für so eine Umwelzung. Hat letztlich dazu geführt, dass meine Filmauswahl nicht so stark war wie sonst und sich deswegen bei mir einfach eine Enttäuschung breit machen musste.
Nun gut, das ist ein sehr persönliches Schicksal, dieses Jahr kam einfach so einiges Negatives Zusammen. Ich kenne es halt über ein Jahrzehnt anders und da kommt das nun alles zusammen.

Als Endfazit muss ich sagen, die Nippon Connection (größtes Japanisches Filmfest der Welt, in Frankfurt) ist spätestens seit diesem Jahr dem FFF meilenweit davon enteilt, und zwar in allen Belangen. Lokation, Festival Feeling, Filmauswahl, Dauer des Festivals usw. und sofort. Das ist sehr schade, aber immerhin gibt es noch die FFF-Nights, auf die ich mich auch weiterhin sehr freue.

Zu Beginn des Festivals habe ich den nicht ganz korrekten Ausspruch getätigt, das Festival sei “vermurkst”. Sorry, aber soweit war ich von der Realität gar nicht weit entfernt, zumindest auf einige Zuschauer bezogen trifft das sicherlich zu.
Ich empfinde mich jedenfalls nicht mehr als Zielgruppe des FFF. Komme von außerhalb nach Frankfurt, ohne Auto und selektiere die Filme sehr intensiv, die ich mir anschaue.

Zum Glück sind das alles aber nur WOHLSTANDSPROBLEME und deshalb will ich zum Schluss das machen was sich auch gehört. Allen Beteiligten für ein Festival danken, bei dem ich immer noch überglückich und froh bin, dass es dieses gibt! Das alles ist Jammern auf sehr hohem Niveau, wenn ich es vorher nicht anders gekannt hätte, wäre wahrscheinlich alles im Reinen gewesen.

Also einen GROSSEN DANK und bis zum nächsten FFF-Event, ich freue mich riesig und hoffe, dass sich das eine oder andere wieder zum besseren umkehrt! :wink: :stuck_out_tongue: :slight_smile:

Ach Mist, hätte ich beinahe vergessen, da war ja noch was… :grin: :grin: :grin:

Danke Danke Danke!!!
The Strange Color of Your Body’s Tears
The Babadook
What we do in the Shadows

Es war mir ein Vergnügen!
Patema Inverted (auf der Nippon Connection gesehen)
Starry Eyes
R100
Cold in July
Let Us Prey

Ok, aber ich hätte doch lieber andere Filme gesehen.
Under the Skin (habe es aber noch nicht aufgegeben!)
Suburban Gothic
The Voices
It Follows

Ne danke.
Honeymoon
Extraterrestrial

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: lexx am 09.09.2014 21:49 ]

Auch wenn ich nie zu den Vielsehern gehört habe, kann ich deinen größten Kritikpunkt (12 Tage) sehr gut nachvollziehen. Für Dauerkarteninhaber mag das eine Verbesserung sein, man verpasst eben keinen Film mehr. Aber ist es das wirklich? Denn die Gurken werden sich zwangsläufig reingefahren.

Außerdem, und das wurd ja auch schon das ein oder andere Mal angeführt, das individuelle Zusammenstellen des Plans fehlt irgendwie doch. Wie gesagt, bin kein Vielseher, hab inzwischen aber viele Lücken auf meinem Plan. Früher wurden drei Filme geguckt, konnte man sich ja zusammenbasteln. Jetzt heißt es “Friss oder stirb!” Aber darauf hab ich keinen Bock, weswegen es womöglich diese Jahr noch weniger Filme werden.

Ich glaube, ich bin da noch die ideale Zielgruppe, denn ich habe zwar eine Dauerkarte, gucke aber nur 4 Filme pro Tag. Das heißt ich kann immer noch die potentiellen Gurken raussieben und ein bisschen planen - aber habe dabei den Vorteil, dass mir gute Filme nicht mehr durch Überschneidungen entgehen. Außerdem wohne ich direkt in Frankfurt.

Mein Mann hat allerdings komplett alle Filme gesehen und findet das 12-Tage System trotzdem besser. Es scheint also nicht zwangsweise so zu sein, dass einem die mauen Filme den Spaß verderben. Ist wohl eine EInstellungssache, wie sehr man aussieben möchte.

Für diejenigen, die weiter weg wohnen, bringt das neue System auf jeden Fall Nachteile.

12 Tage Filmfestival haben mir gefallen, ich konnte nun wirklich alle Filme mir anschauen, die ich vorher schon auf meiner Liste hatte. Sonst musste man genau sehen, welche Film laufen parallel, und wenn dann noch zwei Film gleichzeitig laufen, die man hätte gerne sehen wollen, einen streichen. ( es sei denn, er würde in der Wiederholung laufen ) Es hat also viele Vorteile mit der Verlängerung des Festivals, und die Veranstalter brauchen nur noch für einen Raum die Miete zahlen.

Am 09.09.2014 22:36, schrieb BoettgerB:


…Es hat also viele Vorteile mit der Verlängerung des Festivals, und die Veranstalter brauchen nur noch für einen Raum die Miete zahlen.

:confused: Cinestar + Cinemaxx
macht für mich zwei Kinosäle…

Am 09.09.2014 22:36, schrieb BoettgerB:

und die Veranstalter brauchen nur noch für einen Raum die Miete zahlen.

Und den wiederum länger. :stuck_out_tongue:

Nein, ich will gar nicht meckern. Mir fehlt nur der Flow oder Thrill beim coolen Zusammenstellen des Timetables. :wink:

Also das mit der Miete kann schon stimmen, lieber einen Saal, der u. U. öfter voll ist länger zahlen, als zwei für die gleiche Zeitspanne, aber halt jeweils halb leer (oder noch leerer).

Ich habe noch etwas vergessen. Überraschendster Twist des Festivals: Hellfjord ist gar kein Film, das ist eine Serie! Wer hättes das gedacht, nachdem der Trailer hundert Mal lief?