FFF 2020 - Fantasy Filmfest

Das hast Du schön gesagt. Ergänzen könnte man noch, dass Rosebud damit natürlich vor allem einen weiteren Slot aufmerksamkeitsstark vermarkten kann. Mal sind das durchaus sehenswerte (Arthouse-)Filme, mal aber auch eher mittelprächtige Dramen wie SICILIAN GHOST STORY oder CHATROOM, von denen man später (zurecht) nicht mehr viel gehört hat. Aber ist natürlich Geschmackssache.

Beide Filme waren offizielle Beiträge in Cannes und somit schon am Start wertvoll zu sehen. Alles andere ist halt persönlicher Geschmack :wink: Ich fand sie beide sehr gut, insbesondere SGS. Ich finde hier im Forum wird das persönliche Geschmack oft als das einzig Wahre präsentiert.

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Da wir hier alle für uns sprechen und keiner objektiven Sichtweise verpflichtet sind, ist Subjektivität bei jedem Beitrag und jeder Review impliziert. Und: Manchmal halte ich es auch für wichtig, zu betonen, dass die Geschmäcker verschieden sind (weshalb ich das oben auch getan habe) :wink:.

schon klar, habe auch nicht direkt dich gemeint. Was ich meine ist, jeder hat eine Meinung - ich auch- und das ist auch richtig so. Mir fehlt aber hier im Forum ein wenig Distanz. Und ich meine hier mit sowas wie: Film X Y Z ist ein guter Film, MIR hatte er aber nicht gefallen, MICH hat er gelangweilt. Zu oft lese ich hier damals 1950 habe es bessere Filme. Mag sein, aber es ist halt ein paar Jahre später und andere Umgebung ,)

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Wenn man sowas in einer „Review“ herausarbeitet und begründet, dann ist das doch legitim und auch durchaus gewünscht. Pauschales „diesärr Film ist schlääächt“ Gelaber macht natürlich keinen Sinn. Aber je mehr man kennt und gesehen hat, umso schwerer ist man mitunter halt zufrieden zu stellen. 1980 fand ich wirklich ALLES toll. Ich beneide Menschen denen es heute noch so geht, mir jedenfalls nicht.

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Ich beneide Menschen die den ganzen geilen Scheiß aus den 80ern in den 80ern gesehen und eine Blütezeit der Filmindustrie sozusagen live miterlebt haben #früherwarallesbesser.

Ich finde die Diskussionskultur hier und der Umgang miteinander ist wirklich sehr angenehm, wenn man das mal mit „dem Internet“ allgemein vergleicht. :slightly_smiling_face: Die meisten hier sind ganz gut in der Lage zu erkennen, dass immer persönlicher Geschmack im Spiel ist, gerade bei Filmen.

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1980 war ich gerade mal 13 Jahre alt. Da gab es aus den Genres Horror und Science Fiction unglaublich viel Neues, Gutes, Extremes… wegweisende Vorbilder wie Alien, Blade Runner, E.T. usw… und viel harten Horror-Trash an den gar nicht so leicht ranzukommen war, wenn man nicht einen Freund hatte, der einen gefälschten Videothekenausweis besaß, der ihn als 18 ausweisen konnte :slight_smile: Das als Jugendlicher damals alles „frisch“ mitzubekommen war schon rauschhaft. Ich sage aber nicht, das alle Filme besser waren, als später. Gab schon sehr viel Mist, damals wie heute.

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Ja, die Zeit damals in den 80ern miterlebt zu haben war schon toll und ich bin froh um diese Erinnerungen. Das ging schon Ende der 70er mit Star Wars los, für die eigene filmische Sozialisation von enormer Bedeutung. Als Kind kam ich mir toll vor, endlich einen „Erwachsenenfilm“ wie Unheimliche Begegnung der dritten Art im Kino sehen zu können. Dann James Bond (Moonraker), Indiana Jones, Alien, Blade Runner, Poltergeist u.v.m. Das prägt einen für immer.

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Aber dennoch kommt der überwiegende Teil der besten Filme aus dem 21. Jahrhundert. Nur Disney zieht das 21. Jahrhundert mit seinen generischen Film runter. Insbesondere mit den Marvel-Filmen, die alle die gleiche Handlung haben, aber Namen und Kräfte werden ausgetauscht. Aber ansonsten steht das 21. Jahrhundert gut da. :man_standing: :woman_standing:

Der überwiegende Teil der besten Filme aus dem 21. Jahrhundert? Naja, Bergman, Tarkowski, Kurosawa, Hitchcock, etc. haben dieses Jahrhundert keine Filme gemacht, also kann da ja nicht viel dran sein :smiley:

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Ganz bestimmt. Die Filmgeschichte begann ja auch erst mit Jurassic Park. Du weißt schon, Dinosaurier und so.

Chaplin, Keaton, Welles, Lean, Lubitsch, Pabst, Lang, Ford, Bunuel, Tati, Vadim, Wise, Metzger, Dallamano, Leone, Fulci, Lenzi und Bava auch nicht.

Und von den Filmen, die Carpenter, Polanski, Spielberg, Rohmer, Cameron, Lynch, Scott, Martino, Argento, Friedkin, Robbe-Grillet, Rollin und Franco im 20. Jahrhundert gedreht haben, haben wir noch gar nicht gesprochen.

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Wer im 21. Jahrhundert gute Filme gedreht hat, steht doch oftmals fest auf den Schultern der Meisterregisseure des 20. Jahrhunderts. Das Rad wirklich neu erfinden, das tun die wenigsten…

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Nice. Da war die Slaxx-Vorhersage von Filmfutter ja richtig und Inheritance hat Alexander gepostet 73 Minuten vor dem Filmstarts-Artikel. Bring Me Home war ja eine Befürchtung von mir:

Es kommt selten vor, dass ich einem koreanischen Film gegenüber negativer eingestellt bin als die Kritiker von Variety, Hollywood Reporter oder Screendaily, aber hier ist es der Fall. Ich denke, der Film bewegt sich irgendwo zwischen The Witness und Door Lock, um mal auf das vergangene Festival zu verweisen und Anhaltspunkte zu geben. Das coole an dem Film aber, es ist tatsächlich Lee Young-aes erster Film seit ihrer Hauptrolle in Lady Vengeance. Ganze 14 Jahre.

Bring Me Home (나를 찾아줘 ‚Nareul Chajajwo‘)
Thriller
Südkorea 2019
Regie: Kim Seung-woo
Darsteller: Lee Yeong-ae, Yu Jae-myeong, Park Hae-joon, Lee Won-geun, Heo Dong-won, Park Ju-hee
Dauer: 108 Minuten

Trailer:

Links:

Erster Film von Kim Seung-woo. Wäre von daher ein Kandidat für den Fresh-Blood-Wettbewerb. Auf dem Fantasporto erhielt der Film gemeinsam mit dem taiwanischen Film (und auch im Forum einige Male genannten Film) Detention den Hauptpreis. Erster Film für Lee Young-ae seit 14 Jahren (nach Lady Vengeance (2015)). Der Film handelt von zwei Eltern, die nach ihrem verlorenen Sohn suchen, was die Mutter schließlich in ein entlegenes Fischerdorf führt.

Slaxx
Horrorkomödie
Kanada 2020
Regie: Elza Kephart
Darsteller: Romane Denis, Brett Donahue, Tianna Nori, Stephen Bogaert

Trailer:

Links:

Ähnlich wie The Reckoning müsste der Film Europapremiere auf dem FFF feiern. Weltpremiere zwei Wochen vorher in Montréal. Wird beworben mit „Von den Produzenten von Turbo Kid“. Eine Jeans passt sich an den Körper seines Trägers an und lässt den Hintern immer toll aussehen. Doch die Jeans entwickelt ein Eigenleben und metzelt die Mitarbeiter einer trendigen Mode-Boutique einen nach dem anderen ab. Die idealistische Verkäuferin Libby und eine gerade eingestellte neue Mitarbeiterin versuchen den Amoklauf der Jeans zu stoppen.

Inheritance

morgen…

Schade, wieder ein Film weniger, den ich sehen will. Die Kritiken sind richtig mies.


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Und der Metascore ist dabei höher als der Rotten-Tomatoes-Aggregatwert. :disappointed_relieved: Aber wenn man mit niedrigen Erwartungen rein geht, kanns nur besser werden, oder?

Naja, ein paar Filme lässt man ja meistens eh aus. Hoffen wir mal auf einen „günstig“ gelegenen Slot. :wink:

Ist jetzt schon lange her, dass du gefragt hast, aber da noch niemand geantwortet hat…: THE GATE ist für mich persönlich eine wunderbare 80er-Trash-Teenie-Erinnerung. Einer der Filme, die für meine lebenslange Horrorfilm-Faszination gesorgt haben :smiley: Kids, Loch im Boden, böse kleine Monsterviecher, superdumm-naive Handlung und handgemachte Effekte… schmacht! Eine Mischung aus den CRITTERS (aber weniger albern) und THE HOLE von Joe Dante, der 2011 bei den FFF Nights lief: https://www.imdb.com/title/tt1085779/

THE GUYVER kenne ich nicht. Aber WISHMASTER… ohhhh ja! :smiley: Klassischer, fieser Monster-Horror von SFX-Legende Robert Kurtzman, mit Robert Englund, Tony Todd, David Divoff und Kane Hodder, produziert von Wes Craven, der 1998 beim FFF lief… wirklich großartiger Spaß! Es gab dann insgesamt 4 Teile, alle Sequels kann man aber eher ignorieren. Das Original ist allerdings wirklich PFLICHT :blush:

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Ja geil, danke für die Antwort. :smile: THE HOLE gefiel mir tatsächlich, hat mir einfach Spaß gemacht und fand ich irgendwie unheimlich, verwandt mit der Unheimlichkeit wie ich sie damals bei Poltergeist empfunden habe, Also THE GATE will ich nun sehen nd auf WISHMASTER bin ich auch neugierig geworden.

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Inheritance
Mysterythriller
USA 2020
Regie: Vaughn Stein
Darsteller: Lily Collins, Simon Pegg, Connie Nielsen, Chace Crawford, Patrick Warburton, Marque Richardson, Michael Beach
Dauer: 111 Minuten

Trailer:

Links:

Archer Monroe, der Patriarch einer wohlhabenden und einflussreichen Familie, verstirbt plötzlich. Sein Erbe wird unter seinen Hinterbliebenen aufgeteilt: siner nun verwitweten Ehefrau Catherine, seinem Sohn William, der vor seiner Wiederwahl eines politischen Amtes steht, und Lauren, seiner Tochter, die als Staatsanwältin arbeitet. Die Kritiken zu Inheritance sind immerhin ein bisschen besser als die zu Vaughn Steins vorherigem Film, Terminal. Und auf TMDb und Kino-Zeit sieht es immerhin nicht ganz so katastrophal aus wie auf anderen Webseiten.

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