FFF Nights 2018 (April/Mai)


#120

Ich mag auch Ambient Sounds oder Doom Metal, also Musik in der man einfach nur kompett versinken kann. :stuck_out_tongue: Ist sicherlich ein Faibel von mir und Filme die das vermitteln, werden natürlich auch nicht von der Bettkante geschubst. Witzig ist aber, dass mir elend laaaaaaangatmige Slasher dann aber wieder überhaupt nicht zusagen. Bei REVENGE ist eigentlich bis auf das Finish fast gar nichts passiert. Zu 99% (habe ich ganz genau mit der Uhr gestoppt) wird eigentlich nur der Hintern von der Tussi gezeigt. :kissing_smiling_eyes:
Also “langatmige Filme” sind nicht gleich “langatmige Filme”, ich glaube damit alleine macht man es sich zu einfach. Trotzdem natürlich überhaupt nichts gegen Kamin oder Aquarium DVDs!! :fish::tropical_fish::blowfish:


#121

Mit den Jahren wird man halt doch etwas wählerischer, unaufgeregter und hat natürlich schon zum x-ten mal das x-beliebigste Pseudo Horror- oder “Fantasy”-Filmchen gesehen. Die filmischen Überraschungen werden im Laufe der Jahre leider einfach generell weniger, sowohl am Markt als auch beim langjähringen Konsumenten. Rosebud versucht aber trotzdem weiterhin einen gewissen Anspruch zu wahren, was ich persönlich gut finde, und bleibt seiner Linie im Rahmen Ihrer aktuellen Möglichkeiten treu.
Ein Abdriften in ganz billige Gefilde wird zum Glück vermieden, ein kostenintensives Abgreifen von First Look Surprise Titeln wird leider immer schwieriger und dürfte wohl auch finanziell nicht mehr so leicht zu stemmen sein!?

Vielleicht sollten wir einen neuen Thread eröffnen: Das FFF im Wandel der Zeit!?
Wenn ein Admin mitliest, darf mein post gerne erschoben werden.

Die Zeiten einer blind gekauften Dauerkarte sind für kritische langjährige Seher m.E. lange vorbei.
Für Newcomer, Nostalkiger und “so fucking what-Allesmitnehmer” mag das noch funktionieren, aber das alte System hat leider schon lange ausgedient.
Das Motto der Stunde heißt nicht mehr “variatio delectat” sondern “legio delectat”!
Hier müsste sich Rosebud endlich mal ein etwas flexibleres Modell einfallen lassen, wie es hier schon öfters erwähnt und angeregt wurde und zwar zu unserem Wohle als auch zu Ihrem Eigenen.
Möglichkeiten gibt es “en masse”.
Tageskarten, Wochenendkarten, 5er oder 10er Stempelkarten, etc.
Damit könnte man die fliehenden Dauerkarten User zumindest noch etwas bei der Stange halten und trotzdem noch wichtigen Presale generieren.

Ich bin gespannt, wo die Reise unseres FFF demnächst hingeht?


#122

Ich mag Blumhouse nicht sonderlich… :wink: Aber was die angeht hast du natürlich recht, dass sie seit Paranormal Activity den gemeinen Grusel ziemlich im Alleingang am Leben hielten. Ich hatte das Gefühl vor allem beim FFF-Programm, bei dem der Mystery / übernatürlicher Horror Anteil in den letzten ~10 Jahren immer weniger wurde. Und wenn ich dann abseits vom FFF geschaut habe, war da bloß Blumhouse (die mich leider meistens nicht wirklich mit ihren Fortsetzungsgeschichten überzeugen) und sonst nicht viel. Das Grudge Remake ist schon stolze 14 Jahre alt.

Seit dem letzten Jahr bin ich aber guter Dinge, dass es wieder abwechslungsreicher wird. Weil ich mit Get Out, The Ritual und A quiet Place gleich drei Filme gesehen habe, die interessante Ideen hatten, gruselig / verstörend waren und übernatürliche Elemente zu bieten hatten. Das hat ja im Grunde mit The Witch angefangen. Und diese Filme schaffen es sogar ins Kino - wenn sie nicht vorher von Netflix geschnappt werden. :wink:

Jetzt merke ich aber selber, dass es OT wird… Eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich aktuell bei Netflix und regulär im Kino mehr Horror von der Sorte geboten bekomme, die ich am liebsten mag, als bei den FFF Nights. Und bei Channel Zero, hüstel. Aber jedes Programm ist anders, und im Sommer wird dann garantiert wieder mehr für mich dabei sein.


#123

Hm, ich finde nicht, dass sich eine Dauerkarte (beim FFF – Nights, White Nights außen vor) nicht (mehr) lohnen würde. Dazu finde ich im Schnitt nach wie vor sehenswerte Filme, so dass eine Dauerkarte Sinn macht und man außerdem spontan dann doch noch den einen oder anderen Film aufgrund von Kritiken (nicht nur hier) ansieht, der sehenswert ist, zu dem man sich beim Einzelticketkauf nicht entschieden hätte. 08/15-Horror-/Fantasy-Filme waren nie mein Ding. Ich bin da eher die Klappstuhl-Fraktion, auch wenn ich darüber hinaus gleichfalls z. B. Spaß an absoluten Trash habe. Und eigentlich war das fast jedes Jahr so (O.K., dokumentiert habe ich das erst seit 2005, aber auch die Zeit davor – mitte/späte 90er – bin ich dabei), dass es da für mich Filme gab, die ich nicht missen möchte. Also Arthouse ist schon seit langem Bestandteil des FFF. Die Schwierigkeit liegt vielleicht eher darin, im Genre per se (insbesondere Horror) noch etwas Neues evozieren zu können. Es ist halt irgendwann alles ausgereizt, wenn man alles nur noch toppen will.


#124

“ABER ZiB, Get Ourt kam doch von Blumhouse! Da misst du jetzt aber mit zweierlei Maß!!”
“Erwischt… Sagen wir, ich mag viele ihrer Filme nicht.”


#125

Hmm, ich bin spät dran (dummes Arbeiten, dummes :unamused:) und sag darum mal zur aktuellen Diskussion nix Explizites, nur eben mein Frankfurt-Fazit: Das neue Kino ist toll – sowas wie der Pizza-Bestellservice ist wirklich eine tolle Idee und zeigt, dass man sich dort wirklich Mühe gibt. Ganz im Gegensatz zum bösen, hoffentlich bald vergessenen Metropolis. Das neue Publikum ist dagegen teilweise ganz schön scheiße – einen Großteil der diesmaligen DK-Besitzer habe ich noch nie vorher gesehen, aber ihr dauerndes Gelaber und auf-dem-Handy-rumfummeln-während-des-Films werde ich nicht so schnell vergessen. Die Filmauswahl diesmal hat mich sehr gespalten – den Samstag fand ich fast schon katastrophal, der Sonntag war hingegen fast ausnahmslos klasse.

Im Einzelnen (Details bitte ggf. in meinen Reviews nachlesen):
CONTROL - 5/10
Fernseh-Krimi, wie man sie kennt. Extreme “Männer-Perspektive”. Extrem viel überfüssiges “Wir streiten jetzt mal / wir ficken jetzt mal” = “Wir vergessen die eigentliche Story jetzt mal”. Viel zu lang und zwischenzeitlich komplett spannungsbefreit, dazu konstruiert wie Hulle.

HAGAZUSSA - 7/10
Schwer, anstrengend, teils arg langweilend. Aber stilistisch absolut herausragend und nun wirklich etwas ganz Besonderes. Das sieht man nicht bei Netflix. Oder wenn doch, wirkt es nicht halb so sehr. Genau solche Filme gehören aufs FFF, gerne 10 x mehr – auch, wenn ich mich teils sehr schwer getan habe. Aber für normalen Scheiß muss man ja nun wirklich nicht aufs Festival gehen.

THE STRANGERS 2 – 5,5/10
Tja, normaler Scheiß halt. Wäre schon vor 20 Jahren nicht weiter interessant gewesen.

BRAWL IN CELL BLOCK 99 – 6/10
Nett hart, aber größtenteils zum Schreien dämlich bis peinlich. Wäre ich kein Gore-Fan. wären das hier maximal 3 Punkte gewesen. Aber so viel Brachialität muss man schon irgendwo würdigen. Extra-Abzug für den seltsamen US-Patriotismus.

PYEWACKET – 6/10
Weder Fisch noch Fleisch, weder Horror noch Coming-of-Age. Interessantes Set-up, krasses Ende. Zwischendurch schon fesselnd, aber genau so oft auch schwer nervend. Es sei denn, man steht auf Mutter-Tochter-Streitereien. Horror-Potential nicht ausgeschöpft.

DOWNRANGE – 3/10
Gülle, Gülle, Gülle – ganz, wie befürchtet. Paar schicke Gore-Effekte, sonst aber genau gar nichts. Absolutes Lowlight.

THE CURED – 7/10
Nicht immer einfacher, aber hochinteressanter, nahegehender und gegen Ende auch körperlich harter Endzeit-/Zombie-Horror. Einer der spannendsten Vertreter seines Genres seit Jahren, mit tollen Schauspielern und viel politischer Message zwischen den Zeilen.

ISLE OF DOGS – 8/10
Wuff! Muss man einfach liebhaben.

REVENGE - 7,5/10
Großartig albern, sehr stylisch und hübsch hart: Kann man natürlich nicht eine Sekunde ernst nehmen, aber kann man 90 Minuten viel Spaß mit haben. Dumm und smart in einem :wink:

RUIN ME – 6,5/10
Slasher-Verwirrspiel, das zwar weder über besonders gute Darsteller noch über irgendwelche extravaganten Momente verfügt, aber einen bis zuletzt bei der Stange hält. Ob man die Auflösung jetzt besonders clever findet oder nicht, ist eine andere Frage – aber man konnte sie so zumindest nicht vorhersehen und blieb gespannt, worauf das Ganze nun hinausläuft. Aufgrund negativer Kritiken war ich darum insgesamt sehr positiv überrascht.

Insgesamt filmtechnisch ein mittelmäßiges Festival. Aber wer ehrlich ist, weiß auch, dass der Markt nicht unbedingt so viel mehr hergibt. Jedenfalls nicht an ernsthaften Alternativen. Was in Sitges läuft, läuft auch beim FFF – halt aufgeteilt auf ca. drei Festivals statt in einem, aber das FFF gibt es ja auch drei mal pro Jahr :wink: Und was die dollen Asia-Filme angeht: Ich bin jedes Jahr auf mindestens drei reinen Asia-Festivals. Zeug, das wir sehen wollen, lässt sich INSGESAMT an einer Hand abzählen. So extrem viel gibt es einfach nicht, das Rosebud verpasst bzw. auslässt. Es sei denn, man will halt einfach nur puren Splatter sehen. Aber dafür war das FFF ja nun mal noch NIE die richtige Adresse.


#126

Welche drei Asia Festivals sind denn das? Nippon, Korea und? Neuchatel hat immer eine gute Asien Auswahl.

Ich bin jedes Jahr beim Japan Filmfest und da gibt es eine großartige Genre Sektion. Gegen die Filme von Yoshihiro Nishimura sieht das FFF ganz alt aus und die laufen auch in Sitges und überall, sogar bei mir. :slight_smile:

Aber für diese Nights muss ich sie loben, endlich wieder klassisch, blutig und hart. :+1:

Eben weil es Grusel im regulären Kino und auf Netflix gibt, will ich beim FFF was anderes sehen.


#127

Sorry, meinte nicht “The Grudge”, sondern das “The Ring” Remake “Rings” 2017…Smartphones, Social Media…an die jüngere Generation angepasst.

So geht es mir auch mit Blumhouse. Durchaus bringen die auch mal gute Sachen. Deshalb bin denen gar nicht so undankbar. Ansonsten bezeichne ich deren Produktionen immer gerne als “Geisterbahn-Grusel” wie die Sachen von James Wan. Alles schön produziert, nett ausgestattet und anzusehen aber am Ende sehr konservativ und generisch. Aber erfolgreich sind sie ja damit, warum sollten sie also aufhören? Nur sprechen die eben eher die jüngere Generation an und nicht uns, die Hardliner. :wink:

Danke todaystomorrow für Deine kurzen Statements! Immer sehr erhellend und gut geschrieben. Will man mehr, liest man die längeren Reviews.


#128

Wir haben seit ein paar Jahren auch noch ein chinesisches Filmfestival in Frankfurt. Dort werden aktuelle Vertreter aller Genres gezeigt, von Drama über Action bis Horror.

Klar gibt es diverse Highlights, die beim FFF aus dem einen oder anderen Grund nicht laufen. Mit diesem Problem hat aber so ziemlich jedes Festival zu kämpfen, oft passt es halt zeitlich/finanziell/geschmäcklerisch nicht in den Festivalrahmen. Aber es ist definitiv nicht so, als gäbe es eine Flut an asiatischen Genre-Must-sees, die das FFF einfach ignoriert – die Hits in diesem Bereich werden (leider!) von Jahr zu Jahr weniger…

Ja, aber dann läuft mal was anderes, außergewöhnliches – wie bei den diesjährigen Nights HAGAZUSSA –, und dann bist du ja auch nicht zufrieden und verlässt sogar den Saal :wink:


#129

Es gab schon schlechtere Filme als Hagazussa wo ich (leider) drin geblieben bin. Nun war “Burger All you can eat” um 16 Uhr in den Arkaden aber nun mal verlockender als Arthouse, hatte das ja schon so eingeplant und der Film hat es mir leicht gemacht. Wäre wohl ohne das Angebot drin geblieben.


#130

Schade fand ich, daß eine Hand voll Leute den Saal verlassen hat, als der Regisseur quasi Rede und Antwort stand. Ich finde es gebietet alleine schon der Respekt gegenüber dem Regisseur, der sich die Zeit und Muse für uns genommen hat, dass man sich auch selbst die 10 Minuten Zeit für Ihn nimmt. Waren aber nur sehr wenige und vielleicht drängte ja der nächste Termin…


#131

Danke für diese Worte, geht mir nämlich ganz genau so. Bin erst garnicht hingegangen, weil die meisten Filme exakt den Eindruck auf mich machten, der hier im Forum jetzt von zahlreichen Gästen bestätigt wurde, nämlich einen schlechten. Auch gehöre ich zwar zu den Fans der ersten Stunde und war vor 25 Jahren schon im alten “Turm” mit dabei, fand die Zeiten im (bequemen/klimatisierten/mit großer Leinwand ausgestattetem!) Metropolis allerdings schon immer als die besten und konnte den “Hass” auf dieses Kino nie wirklich verstehen. “Back to the roots” in einen unklimatisierten Schuhkarton mit noch dazu schlechter Filmauswahl… was soll daran gut sein ?

Dazu kommt das ich der Meinung bin das die Qualität ALLER sich auf dem Markt befindlichen Filme im Schnitt seit 10 Jahen immer schlechter wird. Dafür kann Rosebud natürlich nichts, jedoch werden wir überhäuft mit generischer, schablonenhafter Ware, vorhersehbaren Stories, Teeniemüll, Plagiaten, Kopien alter Ideen, schlechten Remakes und faden Neuaufgüssen. Weil Die Filmindustrie kaum mehr Risiken einzugehen bereit ist und funktioniert wie eine große Bank, dies insbesondere in den USA. Dafür kann Rosebud nichts, es erschwert aber ganz allgemein die Möglichkeit, ein gutes Programm zusammenzustellen. Fehlt dann noch der Parallelslot (dafür können sie was!), gibt es immer häufiger “Lücken” für mich im Programm, bis es soweit kommt wie bei den Nights, das ich es ganz einfach lasse.

Nicht verstehen tu ich in diesem Zusammenhang allerdings warum so wenige Filme aus Frankreich und Asien im Programm sind. Diese waren für mich (zumindest früher) immer eine gute Wahl, sieht man von den sich in jüngster Zeit ausbreitenden, quietschbunten China-Blockbustern einmal ab.

Bevor es jetzt andere sagen : JA. Vielleicht habe ich in den letzten 50 Jahren ganz einfach schon alles gesehen, und alles ein bischen zu oft. Ich gestehe das mir auch eine PIZZA vor 30 Jahren besser schmeckte, als heute. Irgendwann ist einfach genug.

Daher könnte es passieren das ich mich dieses Jahr vom FFF verabschiede. Danke für eine vormals schöne Zeit.


#132

Amen!! Ok, ich hab ihn nicht gesehen, aber die Story und der Trailer ließen mich schon vorher böses ahnen. Andere schrieben zwar, dass sie mächtig Spaß hatten, ich hätte mich bei derart kalkuliertem Schwachsinn wahrscheinlich mehr als schwarz geärgert. Zumal dieser Revenge-Handlungsstrang sowas von ausgelutscht ist, da fragt man sich schon, was in den Gehirnen der Macher vorgeht. Wahrscheinlich nicht viel…

Und wieder: Jawohl (Besonders zum Thema Musik. High-5)! Obwohl der dämliche Kamin DVD Vergleich so natürlich nur von scot kommen kann.


#133

#134

…und schon will ich den Film wieder sehen. :grinning:

“Female Embitchment” ist übrigens super :heart_eyes:, und in dem Kontext eigentlich ja auch eher als ein Kompliment zu verstehen. :wink: Anyways, ein wirklich schöner Trailer. :+1:


#135

Genau, ich fand die Kommentare auch eher belustigend und befeuern den Film nur. Irgendwelche Typen sagen immer irgendwas. Gibt es umgekehrt wohl auch.

Das gibt es öfter, dass Leute aus Q&A’s rausgehen. Bin ich auch einmal weil partout nur noch russisch gesprochen wurde, haben vergessen zu übersetzen.

Die Nights waren schon immer ohne Parallelslot und die Filmauswahl konzentrierter, anfangs jedenfalls, wisst ihr noch 2008? Dann wurde es dort auch breiter. Dass bei diesem Programm gemeckert wird, kann ich nicht verstehen. Immerhin kommt jetzt auch mal ein Nicht Gruselhorrorfilm regulär ins Kino: Strangers 2, wann gab es das zuletzt?

Was ich wohl merke ist der Trend zu Billig Anthologien. Jeder dreht nen Kurzfilm, weil das mittlerweile mit Handys so einfach geworden ist. Dann packt jemand die alle zusammen und schon kann man es als Langfilm vermarkten.


#136

Das Problem beim dem Revenge Trailer ist, dass er in dieser kompakten und flott geschnittenen Form einen actionreich Film suggeriert, was aber absolut nicht der Fall ist. Nach dem kurzweiligen Beginn schleppt er sich mächtig dahin. Wäre es anders, hätte ich damit deutlich weniger Probleme.
Aber wie dem auch sei, der Film scheint zu polarisieren und polarisierende Filme haben eigentlich immer eine Daseinsberechtigung auf diesem Festival.

Ich denke es ist jetzt auch nicht notwendig das komplette Festival ad acta zu legen, ich stelle auch lediglich die Dauerkarte in Frage. Bei der explizite Auswahl einzelner Filme wird das Festival denke ich immer interessant bleiben, nur das blinde Vertrauen in Rosebuds Auswahlkriterien, hat bei mir stark gelitten. Andererseits laufen nun 5 Filme am Tag und es ist noch ein Nights Festival dazugekommen. Im Großen und Ganzen konnte die Qualität daher auch kaum aufrechterhalten werden.

Gegen das Metropolis hatte ich persönlich nie was, nur das Ambiente war dort halt relativ lieblos. Das lag allerdings auch daran, weil es außer einer immer liebloseren Kommentarwand, keinerlei FFF spezifische Deko gab.
Jetzt könnte man zum Vergleich auch noch einbringen, wie liebevoll das Nippon Connection und Koreafilmfestival daherkommt, allerdings laufen die vom gleichen Veranstalter eben auch nur in einer einzigen Stadt. Da verzichte ich dann doch lieber auf Deko und freue mich darüber, dass Rosebud sich um mehrere Städte kümmert.


#137

Deko… gutes Stichwort. Gab es eigentlich bei den Nights in Frankfurt Kommentarwände? Die mochte ich nämlich im Metropolis immer.


#138

Nein, keine Kommentarwand gesehen. Im Metropolis wenn überhaupt noch, sehr eingestampft, also in sehr stark komprimiertem Umfang (was ggf. auch Sinn gemacht hat, keine Ahnung). Hier kann man aber vielleicht etwas Hoffnung auf den Kinobetreiber des Harmony setzen, ich habe schon den Eindruck, die machen das aus Überzeugung und nicht (nur) wgn. des Geldes. Vielleicht geht da nach dem Umbau des Foyers mehr. Wenn die dann noch roten Teppisch ausrollen, hat man sicher fast das Gefühl ein Turmpalast Revival zu erleben. :grin:


#139

Natürlich waren sie ohne Parallelslot, und u.a. auch deshalb war ich nur selten auf den Nights. Wenn mich an einem Tag nur 2 Filme interessieren, und dann der erste Mittags und der andere spät Nachts laufen hat es sich für mich erledigt, das Thema haben ja auch andere Besucher, die von ausserhalb kommen, schon häufiger diskutiert. Das dieses Konzept später dann für das große Fest übernommen wurde, werde ich immer bedauern.