FFF Nights 2018 (April/Mai)


#83

Also wenn das Deine Referenzen sind, sich für einen Film zu interessieren empfehle ich die Sichtung von HEIDI. :grinning:


#84

I’ve made my choice(s)… neben “Hagazussa - A Heathen’s Curse” (auf welchen ich mich - vor Allem nach dem Ansehen des Trailers - dann doch schon ziemlich vorfreue) wird meine Wenigkeit dann noch bei “The Cured” (auch hier hat mir der Trailer doch sehr zugesagt, wiewohl auch ich vorher äusserst skeptisch war, ob des seit Jahren doch schon arg überstrapazierten Topos), “Pyewacket” und “Brawl in Cell Block 99” anwesend sein. In Sachen “Revenge” bin ich noch am Überlegen - auch hier sah der Trailer ín meinen Augen gut aus, ich muss aber erst noch checken, ob ich da in Anbetracht der doch etwas brenzligen Schlusszeit den Rückweg in die böse Aussenwelt (schreib: den letzten Zug / Nachtbus) noch schaffen könnte…

Recht angetanes Review zu "Hagazussa" übrigens drüben auf Hard Sensations (!!! vor Spoilern wird ausdrücklich gewarnt !!!)… vielleicht hilft das ja noch der Einen oder dem Anderen bei der Entscheidungsfindung.


#85

Vorverkauf für HH ist auf der Savoy Seite online.

habe mir erst mal Karten für Isle of Dogs und Brawl… geholt.


#86

Danke! Habe mir Karten für Revenge und Hagazussa geholt. Sofern Brawl… nicht ausverkauft sein wird, halte ich mir frei ihn noch spontan mitzunehmen. Der ist allerdings ganze 133 Min. lang. Mehr gibt’s nicht dieses Jahr. Stattdessen am Samstag noch Murnau’s Tabu im Metropolis. :slightly_smiling_face:


#87

Kann mir jemand verraten, weshalb die Karten in Stuttgart 11 € kosten? Wollte grade online kaufen und da steht:

  • Preis inkl. aller Gebühren.
    Online nicht teurer als vor Ort!
    ???

#88

Das ist in der Tat strange. Auf der Programmseite steht

BITTE BEACHTEN SIE, DASS BEI DIESER VERANSTALTUNG DAS ONLINETICKET 11,00 EURO UND DAS KASSENTICKET 10,00 EURO KOSTET!

und bei der Buchung steht dann:

NEU: Tickets online kaufen ist genauso günstig wie an der Abendkasse!


#89

Der Vorverkauf läuft in HH ja eher schleppend. Isle of Dogs könnten am Ende vielleicht ausverkauft sein, bei den anderen ist ja wirklich noch reichlich Platz. Muss ja aber auch selbst gesehen, dass ich nicht alle Filme wirklich interessant finde. Naja, einfach mal sehen und vielleicht überraschen lassen.


#90

Läuft eigentlich die unrated Fassung auf den Fantasy Filmfest Nights von The Strangers 2 oder nur die R-Rated.


#91

Wie kommst du darauf, dass es unterschiedliche Fassungen gibt?


#92

weil am 12.6.18 kommt ne unrated auf blu ray raus in den usa die normale r-rated ist auch mit drauf.


#93

Nun ja, ich denke mal dort wird deine Frage direkt beantwortet. :wink:

Das besondere an dem Release: Neben der R-Rated-Kinofassung wird es auch noch eine längere Unrated-Fassung geben. (…) Zu den Laufzeiten beim Sequel gibt es aber noch keine Details.

Daraus lese ich, die Unrated-Fassung wird speziell für diese Blu-ray produziert. Sozusagen als extra Kaufanreiz.

Wir werden die aktuelle 85 Minuten-Fassung sehen. Ich habe noch nirgendwo eine andere Laufzeit gesehen, du? :slight_smile:


#94

Bin noch am Überlegen, ob ich mir morgen als Abschlussfilm RUIN ME geben soll. Hat den schon jemand gesehen und kann berichten? Lohnt sich der auf dem FFF oder ist das eher was fürs Heimkino?


#95

Bin diesmal nur mit 4 Filmen (Control, Revenge, Hagazussa und Brawl in Cell Block99) dabei. Und werde hierzu auch wieder auf meinem Blog dazu etwas schreiben – wie immer eine rein subjektive Sichtweise. (Achtung! Ab 1. Juni wird es die Blogplattform, auf der ich poste, nicht mehr geben. Ab diesem Datum – und nicht davor – kann man hier alles lesen.)


#96

Nur wenig Zeit, aber ich kann noch schnell schreiben, dass mit The Cured sehr gut gefallen hat, gute Stimmung, Story, etwas Brutalität gab es auch, aber nicht übertrieben viel mMn. Ich gebe dem Film
9/10


#97

Bin gespannt was die Hamburger und Stuttgarter zu berichten haben.


#98

Sehr Kurzes zu den 3 Filmen, die ich gesehen habe:

Isle of Dogs: Wer Wes Anderson mag, wird diesen Film höchstwahrscheinlich sehr schätzen. Wer mit den vorherigen Filmen schon wenig anfangen konnte, wird auch an Isle of Dogs wenig Freude haben. Mir hat er auf jeden Fall sehr gefallen.

Revenge: Ziemlicher Quatsch, etwas lang aber sehr, sehr unterhaltsam. 6/10

Brawl in Cell Block 99: Mein Highlight. Beklemmend, düster, packend, brutal und meiner Meinung nach sind die 130 Minuten wie im Fluge vergangen. Ein kracher. 8/10.


#99

Zwei Filme habe ich dieses Jahr gesehen.

Revenge hat mir sehr viel Spaß gemacht. Sinnfreie Menschenjagd in der Wüste. Hat leider seine im Ansatz soghafte Wirkung des öfteren wieder verloren und ein paar gefühlte Breaks im Fluss des Handlungsablaufs. Dafür gab’s einen netten Score, einige ungewöhnliche visuelle Ideen, halluzinogene Drogen (woraus das Drehbuch leider zu wenig gemacht hat ,unerwartete Lacher und sehr viel Blut. 7-7,5/10 von mir.

Hagazussa war leider nicht mein Fall. Ist aber auch nicht so mein Subgenre. Das Debut wartet allerdings mit einem hervorragendem Sound Design auf. Auch die Bilder können sich sehen lassen, haben besonders durch die Hauptdarstellerin oder das (neblige) Alpenpanorama (emotionale) Kraft. Ein stark atmosphärischer Film, den man jedoch noch hätte kürzen können. Die Rohfassung war nochmal mindestens 30 Minuten länger. Die Story hat mich leider nicht vereinnahmen können. Nahezu Dialog loser Film, dessen arg in die Länge gezogenen Szenen meine Nerven strapaziert haben. Insgesamt Durchschnitt. 5/10
Das Q&A war allerdings gut: Interessante Fragen aus dem Publikum und ebensolche Antworten von Regisseur Lukas Feigelfeld.


#100

Auch von mir nur in aller Kürze, bin grad’ doch ziemlich K.O. und muss morgen (also nachher) wieder früh raus:

Fünf Filme hab’ ich an diesem Wochenende gesehen, drei davon gut bis sehr gut, einer ärgerlich bis doof, und bei einem war’s ganz nett, wäre im Nachhinein aber auch egal gewesen, wenn ich den nicht gesehen hätte…

…los ging’s am Samstag nachmittag mit “The Cured”. Nach dem Ansehen des Trailers hatte ich mich dann doch zum Kinobesuch entschlossen, obwohl ich zuvor eigentlich eher abgeneigt war, ob der Ausgelutschtheit der Thematik. Das Ganze fing dann auch ganz gut an, nach kurzer Zeit (so etwa 20 Minuten) traten dann aber bereits die ersten Probleme auf, welche der Film bis zum Ende hin auch nicht mehr los wurde oder auch nur ansatzweise in den Griff bekam - im Gegenteil, es wurde von Minute zu Minute schlimmer. Was mit einer durchaus interessanten Prämisse begann und von dem ich dachte, das es sich mehr zu einem Charakterdrama mit Tiefgang und ordentlicher Figurenzeichnung entwickeln würde, das wurde im weiteren Verlauf immer wirrer und fahriger, und verhedderte sich mal in diesem subplot, stolperte sodann über jene Drehbuchwendung, sodass ich leider sagen muss, dass “The Cured” viel zuviel auf einmal wollte ((Schuld-und Sühnedrama, Familienkonflikt, Liebesgeschichte, politischer Anspruch (soziale Ausgrenzung / Wiedereingliederungsproblematik), Revoluzzer-Story, und dann am Ende auch noch der GRRROSSE Showdown, in dem alles zusammenläuft), nix davon wirklich zufriedenstellend hinbekommen hat und am Ende zuwenig abgeliefert hat. Zu stark auf die emotionale Schiene abgestellt hat er auch noch, das war zum Einen hin eher unglaubwürdig dargestellt, und zum Anderen auch viel zu dick aufgetragen.
Für mich das einzige wirkliche Ärgernis des Wochenendes, eine verquaste und überladene Pampe, die nix Halbes und nix Ganzes war.

Zum Glück ging’s dann am Abend weiter mit “Revenge”, der wiederum so ziemlich Alles richtig gemacht hat. Ab einem bestimmten Punkt, der sich tatsächlich schon recht früh im Film ereignet, kann man den Film eigentlich nur noch unter einer comichaften Perspektive sehen und nicht mehr wirklich ernstnehmen, weil die suspension of disbelief sich mehr dehnt als Mr. Creosote’s Hosenbund beim Fressgelage :wink: - das ist aber total egal, weil das Ganze einfach so verdammt viel Spass macht. Farben, die Einem die Sehnerven wegätzen, eine absolut stylishe Kameraarbeit, ein schön treibender und pulsierender Elektroscore, und eine Heldin, die sich vom blonden sexy Dummchen zum fiesen, staubbedeckten und blutverkrusteten Racheengel wandelt. Eine Story im dem Sinne gibt’s auch nicht wirklich - das recht schnell etablierte Ausgangsszenario wird einfach nur konsequent ausgespielt und durchdekliniert, ohne dass irgendwelche grossen Überraschungen sich dabei ereignen würden…but my, did I have fun! :grinning:

Der Sonntag begann dann mit “Pyewacket” - ein kleines feines (Back to FFF2017---->) coming of age(Aaargh, da war’s wieder, das Festivalunwort des letzten Jahres :grin:)-Indie-Drama, vom dem ich zuvor ob der doch eher nicht so begeisterten Stimmen hier und anderswo gar nicht soviel erwartet hatte, das seine Sache dann aber doch mehr als gut gemacht hat, und die emotionale Verwirrung und Verunsicherung seiner Protagonistin, die sich zu einer formidablen Psychose auswächst bis hin zum vollkommen konsequenten Ende ausbuchstabiert hat. Einen schönen Schauer hat’s mir auch noch den Rücken herunterlaufen lassen (die Szene, als Leahs Goth-Freundin Janice nächtens im Wald ohne ein Wort zu sagen im Taschenlampenschein steht und böse guckt - mit so 'nem “Blair Witch”-Kram kann man mich eigentlich immer kriegen…). Laurie Holden und Nicole Muñoz spielen solide, die Kameraarbeit ist auch gut, und das Skript kennt seine Stärken und Schwächen und weiss, was in welcher Situation geht, und wo und wann es zuviel des Guten wäre. Netter Film, kann man so machen.

“Hagazussa” dann mein persönliches Highlight des Wochenendes. Ein grandioser Bilderrausch, der für Viele vermutlich zäher war als ein drei Wochen altes Kaugummi und sich mehr zog als Raclette-Käse, aber ich mag ja solche hypnotisch-minimalistischen Endlos-Einstellungen, wo (fast) gar nichts passiert, man jede Menge Zeit zum Selbernachdenken hat und sich so richtig schön in die Bilder versinken lassen kann (manches Mal haben sich die Einstellungen vor meinen Augen in lebende, atmende Gemälde verwandelt - einfach nur (alp)traumhaft). Famose Kamera, superber Schnitt, ein düster-dräuendes Sounddesign und ein Score, der klingt, als würde jemand versuchen, auf Bratschen SUNNO))) nachzuspielen. Tolle Leistung der Hauptdarstellerin auch, und eine beunruhigende, irgendwie schwer fassbare animistische Atmosphäre. Es ist wohl kaum übertrieben zu schreiben, dass hier die Natur eine, wenn nicht stellenweise sogar die Hauptrolle gespielt hat. Für mich kaum zu glauben, dass der Streifen ein Abschlussfilm an der Filmhochschule (DFFB) ist - schon eher zu glauben dann leider die traurige Tatsache, dass es so gut wie keine Fördergelder gab (Genrefilm, historischer Stoff, etc. pp.). In den nächsten Monaten ist eine kleine Kino-Tour durch Österreich und die BRD geplant - wer gerne ruhige, bildgewaltige Psychodramen mit beklemmender Atmosphäre und beeindruckender Landschaftskulisse sieht, welche mehr die Bilder als die Dialoge erzählen lassen, und auf den FFF-Nights keine Chance zum Kinobesuch hat, sollte sich “Hagazussa” spätestens dann nicht entgehen lassen.

Den Abschluss des Wochenendes bildete dann “Brawl in Cell Block 99”, ein fieses Brett von einem Knastfilm. Hier bleibt wirklich kein Auge trocken und kein Knochen ungebrochen, gerne werden auch mal Schädel zu Brei getreten oder Leute mit der eh’ schon zertrümmerten Visage über den Betonfussboden geschleift. Wer sowas lieber nicht sehen möchte, sollte eine Sichtung dann wohl besser unterlassen. Krasse Performance von Vince Vaughn, und über Udo Kier und Don Johnson freue ich mich ja auch immer, wenn ich sie mal zu sehen bekomme. Ganz netter Abschluss der diesjährigen FFF-Nights, auch mir ging’s wie Umelbumel - die zwei und 'ne viertel Stunde gingen wirklich ratzfatz vorbei, ich habe mich auch gut unterhalten gefühlt, wenn man das bei so einem Stoff überhaupt so sagen kann - aber sooo sehr beeindruckt war ich dann von alledem auch nicht wirklich.

War auf jeden Fall ein schönes Wochenende mit nur einem Totalausfall, und zudem hab’ ich ja auch einfach morgen abend noch die Verlängerung in Form von “A Quiet Place” und “Hellraiser” drangehängt… :grinning::sunglasses:


#101

Nun hoffe ich mal etwas mehr Zeit zu finden um meine Senf zu meinen beiden Filmen abgeben zu können:

The Cured
Für mich ein Infiziertenfilm der richtig guten Art, nicht während des Ausbruchs spielend, sondern im Anschluiss daran mit den Folgen der Resozialisierung der Geheilten und der Problematik mit den Heilungsresistenten. Dazu eine deutlich erkennbare nordirische Note, die Terroranspielungen waren deutlich, aber nicht aufdringlich und viel Raum zu eigenen Interpretationen, wie aus einigen Gesprächen nacher deutlich wurde. Gute Erzählstruktur, die zwar Ahnungen auflöste, die aber die vermendliche Überraschung nicht gemindert haben, sondern in der Art, wie das dargestellt wurde mich sehr zufriedengestellt hat ich meine hier den Umstand dass die beiden Hauptinfizierten den Mann der Gastmutter aufgefutter hatten, dabei fand ich die immer besser erkennbaren Details der Wohnung in den Rückblickend einfach gut gemadcht. Für mich einer der besseren Filme, die das FFF in den letzten Jahren auffahren konnte - ich bin mir auch bewusst, dass der Film unterschirdlich aufgenommen wurde, wie man über mir auch lesen kann, nochmal die Bitte an @die_Lachsschaumspeise: Oute dich mir gegenüber heute bei Hellraiser, ich bin mir nicht (mehr?) bewusst, wer du bist :wink: Der Film bekommt eine 9/10 mit Tendenz nach oben!

Downrage
Kitamura diesmal minimalistisch, kaum Story, eigentlich nur eine Momentaufnahme, das spaltete die Meinung der Zuschauer. Für mich funktionierte das gut, ich fand den Film spannend, kann aber keinen wirklichen Wiedersehfaktor ausmachen. Waren die4 Farben extra so stark aufgedreht? Beim Blut kam das gut, beim rest wirkte es oft sehr künstlich. 7/10


#102

Ich habe mich am Sonntag auf den Weg nach Hamburg gemacht und will dann auch mal ein paar Worte zu den von mir gesehenen Filmen von mir geben.

Pyewacket hab ich leider verpasst

Es ging dann also mit Downrange los, der mir wirklich gut gefiel. Der Film schaffte es einfach die ganze Zeit die Spannung aufrecht zu erhalten und wurde somit auch nicht wirklich langweilig, auch wenn sich die Protagonisten fast nur die ganze Zeit hinter dem Auto verstecken konnten. 7,5/10

Hagazussa konnte mich danach leider nicht so sehr begeistern. Mir war das leider zu zäh und langatmig. Positiv zu bewerten sind allerdings die Leistungen der Darsteller. 4,5/10. Einen halben Punkt mehr, weil der Regisseur nach der Vorstellung noch so einiges erläutern konnte. Das zeigt, dass doch sehr viel mehr Recherche in dem Film steckt als man eigentlich denkt. Jedoch sollte man als Zuschauer diese Infos auch haben, da man den Film sonst nicht wirklich verstehen kann. Trotzdem habe ich die letzte Szene des Films immer noch nicht so verstanden und lässt mich etwas rätselnd zurück.

Danach kam dann der Knaller Brawl in Cell Block 99 über den eigentlich nicht mehr viel gesagt werden muss. Gehört für mich mit zu den besten Filmfestbeiträgen der letzten Jahre 9,5/10

Ruin me konnte mich danach nicht mehr so richtig abholen. Die Spannung wurde in dem Film irgendwie dadurch gesenkt, dass man ständig vermuten musste, dass die Morde Teil des Spiels waren und nicht echt waren. Vorläufige 6/10 - Ich muss mir den Film nochmal ansehen um eine abschließende Bewertung abgeben zu können.

Insgesamt vermute ich, dass das Programm diesmal doch zu den besseren gehört, da ja Isle of Dogs und Revenge auch noch sehr gut sein sollen. Der Rest scheint dann auch noch aus einigen Spaltern zu bestehen. The Strangers 2 wird ja z.B. noch vom Wortvogel hochgelobt, kommt hier aber mit dem momentanen Notenschnitt von 5,3 nicht so gut weg.