Am idealsten wäre für mich ein eigenes Heimkino - also ein richtiger kleiner Saal mit Leinwand und allem drum und dran, in den man dann Freunde einladen kann. Wen ich irgendwann den Platz dafür hätte, wäre das mein Traumprojekt
. Denn am liebsten sehe ich Filme tatsächlich mit Freunden, nicht nur um sich hinterher auszutauschen, sondern um auch währenddessen die Reaktionen mitzukriegen. Alleine ins Kino zu gehen verdirbt mir den Spaß, und das mache ich deshalb extrem selten. Selbst wenn ich mich sehr auf einen Film freue ist es mir im Zweifelsfall wichtiger, ihn mit meinem Mann oder Freunden zu sehen, als auf der großen Leinwand. Das ist wirklich komisch, aber aus irgendeinem Grund bin ich ausgerechnet bei Filmen so… Videospiele hingegen spiele ich z.B. viel lieber alleine als mit anderen.
Ein Filmabend zuhause kann nie mit dem Kino-Feeling mithalten. Dieses ist im Idealfall ein Gemeinschaftserlebnis mit Freunden, aber selbst wenn ich allein ins Kino gehe (was häufiger vorkommt, da meine Freundin nicht immer meinen Filmgeschmack teilt), ist es eben doch etwas anderes, mit vielen Menschen in einem abgedunkelten Raum zu sitzen und auf die große Leinwand zu schauen. Und noch viel mehr Spaß macht es dann in einem “Luxus-Kino” wie dem Kölner Residenz - demnächst dann auch beim FFF.
Zur Stimmung trägt das fremde Publikum aber doch nicht unbedingt bei… zumindest bei regulären Vorstellungen. Wenn dauernd etwas raschelt und alle beim ersten Ton vom Abspann rausrennen fühle ich mich nicht unter größeren Filmfreunden, als in einem kleineren privaten Kreis. Das ist wahrscheinlich in Luxuskinos besser, aber dann wird es ja leider noch teurer. Kino abseits vom FFF hat für mich deshalb vor allem den technischen Vorteil, dass ein Film besser in groß und mit gutem Ton wirkt, aber da sind wir uns wahrscheinlich alle einig
. Wie oft man sich das gönnen kann ist halt die Frage, und da muss man aus verschiedenen Gründen schon mal aussieben. Jeder Film gewinnt zwar in groß, aber manche schon mehr als andere. Was mir dazu noch einfällt, sind gruselige Filme… im Wohnzimmer ist nichts so furchteinflößend wie im Kino.
Tja, ZiB, das ist nicht nur dein Traumprojekt, so ein richtiges Heimkino waer schon was.
Also ich gehe eigentlich schon gerne alleine ins Kino. Oder schau mir auch zu Hause lieber einen Film alleine an. Da kann ich mich besser auf das Geschehen konzentrieren.
Hab grad The Shining angeschaut, ich denke, der waere jetzt auf der grossen Leinwand noch besser ruebergekommen.
Bevor das FFF dieses Jahr richtig Fahrt aufnimmt habe ich in die Jahrgänge 2008 bis 2014 nach den Filmen durchforstet, die m.E. im Kino auf der großen Leinwand geschaut werden sollten, wobei ich allerdings längst nicht alle gesehen habe.
Von 2008 kenne ich die meisten Asiaten noch nicht. Unter den Kampf Epen findet sich bestimmt ein Kandidat, ansonsten darf Terra hier erwähnt werden. Die animierte Sci-fi/Fantasy Utopie mit Behausungen in riesigen Höhen und den außergewöhnlichen Flugobjekten macht erst im Kino richtig Spaß.
2009 ist stärker vertreten.
Wieder mal die Asiaten: K-20: Zahlreiche weite Kamera Einstellungen, teilweise Steampunk Szenario. Ein “großer” Film auch mit seiner Musik aus Trompeten und Streichern, der nach der großen Leinwand verlangt.
Ich vermute das auch für Red Cliff, den ich noch nicht kenne.
Final Destination 3D dürften die meisten wohl zu Hause noch nicht in der Lage sein zu schauen. 3D, wenn’s denn sein muss gehört (vorerst?) noch ins Kino.
The Descent 2 und vor Allem der Erste Teil (anderer Jahrgang) gehören ebenfalls dazu. Das gigantische Höhlenlabyrinth wirkt ungleich besser im Kino, außerdem wegen der Bild Kontraste im Vergleich zum Heimkino.
Moon: Atmosphäre und Setting wollen es so.
2010
Piranha 3D wegen 3D ist klar.
Definitiv unsinnig ist es Enter the Void auf einem 19 Zoll Monitor zu schauen. Damals habe ich mich gefragt, was dem Film fehlt, obwohl er mir so gut gefiel; jetzt ist es mir klar. Der braucht das Kino oder zumindest einen größeren Fernseher.
Centurion Die Schlachtplatte in schönsten Landschaften mit interessanter Farbgebung gehört vermutlich auch dazu. Leider hatte ich bisher nicht die Gelegenheit, den im Kino zu sehen.
2011
Die 3D Filme in diesem Jahr waren Final Destination 5 und Sex and Zen: Extreme Extasy. Mehr kann ich nicht entdecken, allerdings habe ich einen Großteil der Filme dieses Jahrgangs noch nicht gesehen.
2012 würde ich Beasts of the Southern Wild mit in diese Liste aufnehmen. Voller außergewöhnlicher Bilder, Fantasy Welten und Sumpflandschaften.
Und Piranha 3D.
2013 ist The Congress wohl der Film, welcher am ehesten von der großen Leinwand profitiert: Zur Hälfte animiert und visuell detailreich in seinen surrealistischen Welten.
Big Ass Spider hingegen habe ich noch nicht gesehen…
Aus dem letzten Jahr 2014 sollten die auf dem Kopf stehende Welt von Patema Inverted nach Möglichkeit im Kino genossen werden.
Bleibt zu hoffen, das der Anteil bildgewaltiger Filme, der Filme für die große Leinwand, mal wieder zunimmt. Ich bin gespannt, was der aktuelle Jahrgang hervorbringt.
Ich sag’s mal destruktiv: 3D gehört auch nicht ins Kino. Und Enter the Void ist für “intellektuelle Blümchen ein Meisterwerk” (Zitat filmtipps.at). Aber auf Leinwand funktioniert der Budenzauber natürlich eher.
Zu den von Frank genannten Filmen:
Big Ass Spider ist eine typische Monster-Horrorkomödie, die man denke ich auch gut zu hause gucken kann. Da ist es wichtiger, nicht alleine zu sein (gemeinsam lacht man eher), als die große Leinwand zu haben. Trotz großer Monsterspinnen
.
Bei The Congress stimme ich zu, dass der im Kino eine visuell beeindruckende Erfahrung war.
Terra habe ich leider optisch nur als durchschnittlichen Animationsfilm in Erinnerung, was wahrscheinlich an der großen Konkurrenz durch Pixar und Disney liegt. Der sah schon damals nicht so gut aus wie andere Filme, und ich befürchte, dass er heute erst recht ziemlich schwach wirkt. Frühere 3D-Filme altern genau so schlecht wie die frühen 3D-Spiele (3D im Sinne von plastischen Computeranimationen, nicht mit 3D-Brille). In so einem Fall kann ein kleiner Bildschirm sogar von Vorteil sein, weil einem die fehlenden Details bei den Animtionen nicht so unangenehm auffallen. Aus meiner Sicht also eher kein Kandidat.
Was 3D angeht, denke ich auch, dass nicht alle 3D-Filme den 3D-Effekt zwingend brauchen.
Ihr wisst schon, das ich kein Freund von 3D Filmen bin (wie schon öfters erwähnt)? Lobenswerte Ausnahmen sind Life of Pi, Dredd 3D und vielleicht noch 2-3-andere.
Aber wenn schon, dann im Kino dachte ich mir. Oder machen 3D Filme im Heimkino mehr Spaß als im Kino? Kann da leider nicht mitreden, da ich noch nie 3D auf 40-50 Zoll gesehen habe.
@GeorgeKaplan
Wenn man 3D generell überflüssig findet, gehören die natürlich auch nicht ins Kino, oder bezogst Du dich auf den Vergleich 3D im Heimkino oder zu Hause?
@ZIB
Habe Terra damals auf dem FFF gesehen und fand ihn visuell durchaus eindrucksvoll, wenn auch von der Story her enttäuschend.
Stimme dir zu, die meisten Filme profitieren kaum vom 3D. Ganz zu schweigen vom Lichtverlust, über den wir ja auch schon mal gesprochen hatten. Mad Max hat auch viel Farben verloren durch die 3D Fassung. Man muss nur während des Films ab und an mal die Brille kurz abnehmen, da merkt man den Unterschied sofort.
Wenn es dieses Jahr Filme gibt, die hier erwähnt werden müssen ist es mit Sicherheit der mit grandiosen Bildern in Szene gesetzte Tale of Tales.
Hat mich zeitweise an The Fall erinnert. Einige (wenige) Landschaftsbilder auch an die Werke des Malers William Turner, das aber eher die Ausnahmen.
Wie schätzen denn die, die ihn gesehen haben, “The Visit” ein? Nicht bezogen auf die Qualität, sondern ob es ein Film ist, für den sich die große Leinwand lohnt? Jump Scares wirken ja eher Im Kino. Andererseits mache ich mir etwas Sorgen wegen der Handkamera, ist die sehr wackelig? Im Trailer sah es ja noch ganz verträglich aus.
Wenn ich zwei Film unbedingt auf der Leinwand gesehen haben möchte, dann sind das für mich folgende.
Enter the Void (2010)
Der absolute Trip, nicht nur story-, kameratechnisch und musikalisch, sondern eben auch visuell.
Leider habe ich ihn selbst nur auf meinem TV gesehen, weil er zu seiner Zeit nicht in Frankfurt lief. 
The Strange Color of Your Body’s Tears (2013)
Das ist vor allem visuell ein derartiger Mindfuck, auf dem TV würde ich dem Film wahrscheinlich 4-5 Sterne weniger geben.
Vielleicht können wir hier in der Community ja jedes Jahr Umfragen erstellen, welche Filme wir noch mal auf dem FFF sehen wollen. Und vielleicht kriegen wir ja dann 1-2 Filme pro Festival von Rosebud gewährt. 
Vielleicht so ein audio-/visueller Kracher und ein Partyschinken der Marke Dead Snow 2.
Am 06.08.2015 00:47, schrieb Frank:
Am Montag 12.10. gibt's erneut die Möglichkeit in UCI Kinos: [http://www.uci-kinowelt.de/film/patema-inverted/330261](http://www.uci-kinowelt.de/film/patema-inverted/330261)
Aus dem letzten Jahr 2014 sollten die auf dem Kopf stehende Welt von Patema Inverted nach Möglichkeit im Kino genossen werden.
Zib: mir gefiel the visit sehr gut. Denke aber , dass man den auch im Heimkino sehen kann. Die wackelkameratechnik hat mich überrascht. Mag ich normal gar nicht war insgesamt aber erträglich. Mir gefiel auch die erzahlperspektive aus Sicht der kids, die ich relativ natürlich fand. Ich denke es ist eher ein film a la Horror meets Komödie. Also nicht eine Horrorkomödie. Wenn ich die verschiedenen Reaktionen auf diesen Film so lese , denke ich , dass es wichtiger ist , den film im original zu sehen als auf der großen Leinwand. Imho.
Es ist interessant, das sich unter meinen 8 ausgewählten Filmen des Filmfestes Hamburg mehr Bild gewaltige Filme befinden, als unter den 21 Filmen, die ich auf dem FFF sah, jedenfalls in Relation betrachtet.
Aus dem FFF Jahr 2015 scheinen mir zusammenfassend folgende Filme prädestiniert für die große Leinwand:
Tale of Tales mit seinen visuell beeindruckenden Kompositionen, die zuweilen Erinnerungen an The Fall aufkommen ließen.
Hellions, der ohnehin kaum Dialog enthält und seine Bilder in ein außergewöhnliches Farbschema kleidet.
Extraordinary Tales Animation passt wohl fast immer in diese Sektion.
Bei The Connection profitiert besonders seine Kulisse von der großen Leinwand, obgleich ich der Ansicht bin, das in der Hinsicht lange nicht alles aus dem Film herausgeholt wurde.
Turbo Kid und Tales of Halloween gewinnen eher durch den Effekt diese Filme mit größerem Publikum zu schauen. Die Kulisse von Tales of Halloween außerdem durch die zahlreichen leuchtenden Kürbisse.
Vom Filmfest Hamburg 2015 empfehle ich besonders folgende für die große Leinwand
The Assassin hat eine grandiose Cinematografie (Farben, Bildaufbau, Lichtsetzung und Landschaften) und gehört uneingeschränkt hier hinein.
Duke of Burgundy ist ein hoch ästhetischer Film mit einem hervorragendem Film Intro, welches alte Kino Zeiten wieder aufleben lässt.
Die Doku Zwischen Himmel und Eis zeigt zum Teil weitläufige Landschaftsaufnahmen u.a. vom Helikopter aus aufgenommen und wirkt nachhaltig beeindruckend im Kino.
IVY beschwört eine surrealistische Atmosphäre im geschicktem Zusammenspiel zwischen Bild, Sounds und Dialog und dürfte einiges seiner Kraft im Heimkino einbüßen, allerdings wie angedeutet nicht aus rein visuellen Gründen.
Die Film (und beinahe Doku) Songs my brothers tought me spielt in South Dakota und zeigt auch viele Aufnahmen der wunderschönen, mir bis dato unbekannten Landschaft. Er dürfte aber auch im größeren Heimkino gut wirken. Viele Szenen finden Indoor statt oder wählen einen engeren Bildausschnitt.
Dieses Jahr haben wir mit Kingsglaive und Mojin endlich mal wieder 2 absolute Big Screen Eye-candy Crowd Pleaser im Programm.
Schade, dass diese in Frankfurt nicht im Saal 6 laufen können 
Dem SAAL Nummer 6 weine ich NOCH mehr hinterher, als den Doppel-Slotbelegungen, dem frühen Anfang gegen 12 Uhr mittags und den fehlenden Filmplakaten in Frankfurt…
Nein im Ernst, Saal 6/5 war vielen Filmen auf dem FFF einfach würdig, der Saal ist fantastisch, hat natürlich nicht nur eine viel größere Leinwand sondern auch eine schönere, großzügigere Atmosphäre und den wahrscheinlich noch besseren Sound…
Kingsglaive Final Fantasy und Mojin - The Lost Legend scheinen mir auch die Kandidaten von denen man am ehesten noch bildgewaltiges Kino, eine visuelle Optik für die große Leinwand erwarten kann. Ist ja häufig so bei den Asiaten. Und bei Animes, weshalb ich ein bisschen auch Seoul Station hier vermuten würde, zumal der mit dem Stylish Tag versehen wurde.
Ansonsten scheint mir dieses Jahr zumindest auf dem ersten Blick nach Trailer Sichtung nicht so stark visuell. Bzw. finde ich es schwer einzuschätzen. Aber es wird sicherlich - hoffentlich - noch Überraschungen geben.
Desierto würde ich noch hier mit hinein nehmen. Weites Wüsten Setting und eine vermutlich (Trailer) ansprechende Kamera Arbeit empfehlen ihn für diese Rubrik.
Wie verhält es sich dieses Jahr mit den Filmen für die Große Leinwand? Werde wohl deutlich weniger Filme sehen können als geplant, also könnte das neben den offiziellen Kinostarts ein wichtiges Auswahlkriterium sein. Treffen oben genannte Vermutungen zu?
Hat Here Alone viele Total Aufnahmen der Natur?
Ist Mojin im Heimkino ohne 3D überhaupt vorstellbar?
Welche Filme haben Euch visuell beeindruckt? Wie war das Jahr im Hinblick auf bildgewaltiges visuelles Kino?
Ach, sorry, Doppelpost…
zu faul das jetzt noch zu ändern…
Mojin und Kingsglaive sind eindeutig was für die große Leinwand. We are the flesh auch wenn du einen Schwanz oder eine Muschi komplett über die Leinwand sehen willst.
Here Alone hat Natur Aufnahmen aber da empfehle ich dir eher eine National Geographic Doku, oder Dokus über wilde Tiere auf ZDF neo oder phoenix. Da haste eindeutig mehr von.