Filmfest Hamburg 2026

„Wie arschlahm und gottverdammt laaaaaaaaangweilig kann ein Film-Festival-Programm eigentlich sein?“

FilmFest Hamburg 2026: „Ja !!!“

Aber jetzt mal ehrlich, und Hand aufs Herz: Wer in Hamburg und Umgebung residiert, und sich auch nur halbwegs „Film-Fan“ schimpft, die:der weiss es mittlerweile ja schon aus dem Eff-Eff: „Nach dem FFF, ist vor dem Filmfest!“ Der Vorverkauf hat nun heute morgen bereits begonnen, und ich denselbigen total verpennt gehabt… Und als mir das heute abend wieder eingefallen ist, dass da ja noch was war, und ist, da musste ich nach Ansicht der Filmfest-website ganz verwundert mir die Gollum-esken Glubsch-Äuglein reiben, und starrte stutzig und ungläubig auf den PC-Monitor. Denn so ein blöd-banales, debil-doofes, uninspiriert-innovationsloses, „Dienst nach Vorschrift“-08/15-Standard-Programm hat selbst das Filmfest Hamburg, welches ja nun nicht gerade für bahnbrechend-grenzensprengendes Kino bekannt ist, seit Jahr und Tag schon nicht mehr vorzuweisen gehabt. Ich habe nach reiflicher Durchsicht bislang kaum einen, bis eigentlich gar keinen Film gefunden, der mich so wirklich interessiert, und bei dem ich der Meinung bin, dass ich den jetzt, und am Besten sofort, sehen muss. Und diejenigen Streifen, die mich dann wenigstens so halbwegs, und einigermaßen ansprechen, sind entweder zeitlich ungünstig programmiert, oder laufen in Kinosälen, die ich nicht mag, und wo ich sie nicht sehen möchte. Sogar die Umsonst-Vorstellungen am 3.10. sprechen mich nahezu allesamt so gar nicht an, und habe ich da quasi so gut wie keine Meinung dazu. Ganz im Ernst, und so leid es mir auch tut: Ich glaube, ich werde das Filmfest in diesem Jahr tatsächlich komplett skippen.

Irgendwer von Euch Anderen dabei? Und falls ja, was für, und welche Filme schaut Ihr? Oder könntet mir vielleicht sogar doch noch die eine oder andere doch übersehene Perle empfehlen?

Ich finde diesen Jahrgang sehr, sehr stark. Falls du nur einen Film gucken kannst, dann sollte das „Possible Love“ sein. Sein Vorgängerfilm - Burning - ist für mich ein Meisterwerk. Possible Love läuft im Herbst auch auf Netflix aber dieser Film gehört ins Kino laut ersten Meldungen. 96 Metascore.

  • Wild Horse Nine, wird sicherlich zig Oscars bekommen, einer der besten Filme des Jahres

  • Minotaurus, starke Kritiken, Jury-Preis in Cannes

  • INK, gute bis teils sehr gute Reviews. Leider ein wenig KI-verseucht, trotzdem interessant

  • Fjord, da erwarte ich einen Top10-Film 2026. Hat Cannes erobert und ist fantastisch besetzt

  • Club Kid, wird in den USA sehr gehypt und gilt als bester Film des Telluride-Festivals

  • Another Day, mit der bezaubernden Adèle Exarchopoulos

  • Geister, Fatih Akin geht immer

  • La Bola Negra, Pflichttermin bei den Vorschusslorbeeren. Ansonsten kurze Zeit später auf Netflix verfügbar

  • Look Back, starkes Kino aus Japan. Shoplifters und Like Father, Like Son gehören zu meinen Lieblingsfilmen

Das wäre meine Liste.

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Beim Filmfest Hamburg lief damals A Serbian Film!!! Beim FFF nicht! Hätte den zu gerne auf der großen Leinwand uncut gesehen!!!

An mir wäre das auch fast vorbeigegangen wenn ich nicht auf dem FFF jemanden mit einem Filmfest HH Programm in der Hand begegnet wäre. :upside_down_face: So harsche Worte möchte ich nach einem ersten Blick auf das Programm noch nicht finden aber ich habe nach kanpp der Hälfte auch erstmal Feierabend wegen Langerweile gemacht.:wink:

Ohnehin habe ich seit Jahren eine 3-stufige Annäherung an das Programm. Ich grase das Prg. nach Sektionen ab und schaue mir zuerst nur die verfügbaren Trailer auf der FIlmfest Seite zu den Filmen an, die dieses Jahr bislang auch sehr dünn gesäht sind. Wenn mir einer zusagt mache ich ein Vermerk und werfe evtl. einen kurzen Blick auf Namen, was ich eigentlich im zweiten Schritt mache; Gedrucktes Heft nehmen, Regie und Schauspieler Namen kurz durchgehen und Inhaltbeschreibungen quer lesen. Das geht immer ziemlich schnell.
Im 3. Schritt suche ich mir dann die Trailer im Netz zu den meisten fehlenden FIlmen und schaue auch mal nach Bewertungen auf ImDB und Letterboxd sofern vorhanden. Irgendwie hatte ich mir das in den letzten Jahren so angewöhnt weil das Programm meistens riesig und interessant war. Danach kommt dann noch die Slot Planung mit Hilfe des Prg Heftes. Für dieses Jahr ist mein erster Eindruck auch sehr ernüchternd! Und da ich ohnehin nicht mehr so viele FIlme auf Festivals schauen möchte wie früher, ist es denkbar das ich es diesmal auch skippe oder 1-3 Filme genug sind.

Spontan fiel mir vorhin ins Auge, das Anton Corbjin mit einer Patricia Highsmith Verfilmung dabei ist. Das finde ich zumindest erstmal interessant.
Der Opener ist die Dostowjeski Verfilmung/Interpretation von Idioten. Okay…
Außerdem Danny Boyle mit seinem neuen Film Ink, der Geschichte um das Boulevard Blatt The Sun.
Mein erster Eindruck von der bei mir beliebten Asia Sektion ist kein so guter.

Ich werde die naächsten 3 Tage mal entspannt weiterschauen. Im Grunde passt mir das sogar gut, wenn es nicht so interessant ist dieses Jahr. :slightly_smiling_face:

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Hm ja, man kann nun natürlich sagen, da waren sie noch mutig und als FFF Gänger und Genre Fan war das vielleicht ganz toll. Aber ich finde, der Film gehört(e) da nicht hin. Hat bestimmt viele ‚normale‘ Kinogänger auf dem falschen Fuss erwischt und schokiert. Und ich muss ehrlich sagen, das ich auch froh bin den dort nicht - und vor allem nicht komplett unvorbereitet wie so manche - gesehen zu haben. Würde mir den Film auch nicht wieder anschauen, zu viel zu starke brutale sexualisierte Gewalt.

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Da sind echt ein paar Highlights und Brecher für die kommende Preissaison dabei :fire: :flexed_biceps:

Kurosawas „The Prisoner & the Samurai“ würde ich der Liste noch anfügen.

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Naja, das ist ja genau die Schnarchlappen-Liste, die ich meine… Das Filmfest war ja ganz früher in den 90ern mal eine echte Wundertüte, wo mensch noch echt schöne Entdeckungen machen konnte, und so Einiges an Perlen lief. Diese Zeiten sind aber laaaaaange schon vorbei, und längst vergangen. Heutzutage meist nur noch ein „Best Of“ anderer, wirklich hochkarätiger Festivals, wie Cannes, dem TIFF, Locarno, Karlovy Vary, etc. pp. Und selbst davon sind die IMHO wirklich spannenden Filme heuer gar nicht mit an Bord. Was beispielsweise Cannes und Toronto anbelangt, so hatten die eine Menge wirklich hochinteressanter Streifen mit an Bord, die mich viel, viel mehr angesprochen, und interessiert haben, als die üblichen Verdächtigen, und big names, wie Du sie in Deiner Liste aufzählst. Zumal mich über die Hälfte davon auch alleine schon thematisch mal so überhaupt gar nicht interessieren (Boyle, Ambrossi / Calvo, Zvyagintsev, McDonagh, und Kore-Eda’s „Monster“ fand ich damals zwar ganz gelungen, ist aber in meiner Wahrnehmung nun auch nicht so der Meister-Regisseur, den viele Andere in ihm sehen). Von „Club Kid“ hab’ ich den Trailer gesehen, und der hat mich schon nicht so richtig gekickt, da gab’s auch in diesem Jahr wohl schon weitaus bessere Filme mit queerer Thematik, deucht mich auch zu feel good-mässig. Zudem auch eher durchwachsene Kritiken nach seinem Cannes-screening, jedenfalls aus den Quellen, denen ich vertraue. Welche „Fjord“ übrigens ziemlich abgestraft haben, und ich darob den Preis auch gar nicht mehr nachvollziehen konnte. Und auf Oscars, Metascores, etc. pp., geb’ ich persönlich ja nach wie vor nichts. Die wirklich einzigen Filme, welche mich bislang wenigstens halbwegs ansprechen, sind „Dust“ (läuft nur im Oberen ABATON, von daher schon mal Ausschluss), „Girl“ (werde ich schon rein zeitlich nicht schaffen, also auch futsch), und „Garance“ (a.k.a. „Another Day“), allein schon deshalb, weil Exarchopoulos’ performance mal wieder breathtakingly stellar and unbelievably great sein soll. Der läuft dann aber nur zweimal im CinemaxX, und da möchte ich eigentlich auch nicht mehr reingehen… voll der deprimierende Dusterkasten geworden. „The Samurai And The Prisoner“ hätte ich mir ganz eventuell noch gegeben, aber da ist die Umsonst-Vorstellung im grossen CineMaxX-Saal selbstverständlich schon ausgebucht. Und „Burning“ war und ist auch in meinen Augen ein superbes Meisterwerk, aber der neue Lee Chang-dong-Streifen haut mich alleine seines Topos wegen nun auch nicht gerade aus den Socken. Mich selbst langweilt diese typisch altbackene, total ausrechenbare „Best Of Festivals“-Ware, plus den üblichen politisch-gesellschaftskritischen Filmen, und ein paar anderen usual suspects, halt mittlerweile doch schon sehr. Und erwarte ich von einem wirklich guten Film-Festival auch, dass es ihm gelingt, irgendwie, irgendwo, mit und in seinem Programm auch ein paar eigene Akzente zu setzen, und etwas klarere Konturen und ein prägnanteres Profil zu haben, als das - zumindest in diesem Jahrgang, eigentlich aber schon sehr lange so - beim Filmfest Hamburg der Fall ist.

Ich habe mich nun für genau und exakt eine einzige „FilmFest“-Vorstellung mit eingebucht. Und zwar für das screening von Jeanne Herrys Drama „Garance“ (a.k.a. „Another Day“) mit Adèle Exarchopoulos in der Hauptrolle, am Sonntag, dem 27.09.2026 um 15:30 Uhr im CinemaxX 3. Auch, wenn ich - wie schon erwähnt - eigentlich gar keinen Bock mehr habe, mich nochmals in diesen abgewetzt-schäbig wirkenden Dusterkasten zu verirren. Aber naja, ich kann ja schlecht den deutschen Fanclub von Mme. Exarchopoulos (einziges Mitglied: @splattercheffe :stuck_out_tongue_winking_eye: :laughing: :zany_face: ) auf dem Trockenen sitzen lassen, und die dringend benötigten Informationen über ihre neueste exzeptionell umwerfende, zum Niederknien grossartige performance vorenthalten. Von daher…

Von Lukas Dhonts „Close“ und „Girl“ hab’ ich mir nun die Blu Rays gemailordered, sodass ich die daheim anschauen werde. Und mir zudem noch den Trailer zu „Ga-neung-han Sa-rang“ (a.k.a. „Possible Love“) von Lee Chang-dong angesehen. Hat mich, wie bereits erwartet / befürchtet, nicht gekickt. Ausserdem schreckt mich bei dem Streifen die wieder mal exorbitant laaaaange Laufzeit von 164 Minuten ab. Muss, mag, will und werde ich mir (jetzt) nicht geben.

Und somit dürfte, und wird’s das dann mit diesem einen Film wohl auch gewesen sein, mit dem 2026er „Filmfest Hamburg“, und meiner Wenigkeit. Irgendjemand Andere:r hier aus den Foren sonst noch mit am Start? @todi ? @Frank ? @Umelbumel eventuell? Oder @Brain3ug gar?

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Weiß noch nicht. Bin etwas Kino müde gerade. Werde am Wochenende meinen letzten Schritt zum Filmprogramm Check machen, paar Trailer schauen usw.

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Leider sind einige der Filme, auf die ich Lust gehabt hätte schon restlos ausverkauft bzw. verschenkt, denn es gibt dieses Jahr zahlreiche Vorstellungen mit freiem EIntritt! Hatte ich zu spät mitbekommen. Schade. So werde ich dieses Jahr vermutlich auch keinen Film mehr im Passage Kino sehen. Macht mir immer Spaß dort FIlme vom Filmfest zu schauen, da ich es sonst quasi nie besuche. Hm. Ich hab mich spontan vorerst für zwei Filme entschieden mit dem Fokus auf ruhiges, entspanntes friedvolles Kino.

Look back - der neue Kore-eda im Cinemaxx 1 und

Promised Spaces - ein unter 80 Minuten langer Hybrid Film über urbane Lebensräume in Kambodscha. Die Beschreibung traumartiger Rhythmus und der Trailer haben mich neugierig gemacht. Zu sehen im großen Studio Kino.

Ob noch ein/zwei Filme folgen weiß ich nicht. Die Auswahl ist nun arg geschrumpft für mich. Der neue Kurosawa ist reizvoll im Kino, ja. Aber die Länge von 147 MInuren zu später Std. schreckt mich ab.

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Wow, also den Kurosawa würde ich unbedingt mitnehmen, soll super sein! Da bin ich jetzt echt mal neidisch…

Bei mir stehen an: look back, Fjord, samurai and the prisoner, the night is fading away und possible love. Bin sehr gespannt! Anders als FFF schaffe ich vielleicht mehr als nur einen Film! toi toi toi

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Cool. Okay, ich überleg auch nochmal wegen Samurai. Aber der Trailer sieht soo dunkel aus, und dann die Länge und späte Std. Hm.

Ich bin ja der Typ „Uninformiert“, wenn es um Filme geht. Möchte nichts vorher über die Filme wissen, lasse mich von Empfehlungen anderer inspirieren. Siehe Fantasy Filmfest. :innocent: Insofern bin ich @Eisteeholiker dankbar für die Auflistung.

Werde bei folgenden Streifen zugegen sein (chronologische Reihenfolge):

Fjord, Wild Horse Nine, The Samurai and the Prisoner, Club Kid, Possible Love, Geister (oder noch mal Wild Horse Nine, Doppelbuchung :blush:), Another Day,

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Look Back

Erst mein zweiter kore-eda Film. Manga Adaption vom Traum zweier Mädchen proffesionelle Manga Zeichnerinnen zu werden. Ihre Leidenschaft zu Zeichnen läßt eine tiefe Freundschaft entstehen.
Im Grunde das, was ich mit ruhigem-entspannten und friedvollen Kino meinte. Möglicherweise ist der Film für Zeichner interessanter, denn die beiden sind wirklich den Großteil des Films dabei Panels für ihren Manga zu erstellen. So fand ich das er sich einen Tick zu lang anfühlte oder anders ausgedrückt, dynamische Spitzen und eine Dosis Drama lassen lange auf sich warten. Die Musik war toll. Sehr ruhig im Grundton, auch auf die Emotionen bezogen. Für mich persönlich rührend aber nicht ganz so be-rührend wie ich erhofft hatte.

Vor zwei Wochen sah ich When Marnie was There / Erinnerungen an Marnie. Auch eine Girlie Freundschafts Geschichte, allerdings komplett animiert/gezeichnet. Der hatte mich emotional deutlich mehr gecatcht.

Dennoch, ein empfehlenswerter, beinahe meditativer kore -eda Film. 6,5/10

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WHEN MARNIE WAS THERE iss tatsächlich ein total unterschätzter Ghibli-Film, seinerzeit auch im Kino gesehen - vor allem das Ende hat mich ungemein berührt…

Auf den Kore-eda freu ich mich schon sehr…mag sonst eigentlich alles von ihm, den vorletzten - SHEEP IN THE BOX - hab ich aber noch nicht gesehen, der soll ja wirklich eher mäßig sein.

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Nachdem ich in der vergangenen Nacht wieder eine eher kurze, mit knapp dreieinhalb Stunden Dauer nicht wirklich Erholung bringende Ruhephase durchlebte, hatte ich heute morgen doch ein wenig Sorgen (he he he… das reimt sich), ob ich denn für den sonntäglichen Kino-(Halb-)Marathon auch fit genug sein würde. Aber, dem wichtigsten Getränk aller Zeiten, Galaxien, Universen und Dimensionen (natürlich ist hier ganz klar, und eindeutig Kaffee gemeint), sowie zwei wirklich guten, bis sehr guten Filmen, und zudem auch noch einer sehr netten Zufalls-Begegnung sei Dank, hatte ich da in der Hinsicht den lieben langen, aber dennoch kurzweilig-vergnüglichen Tag über wenig, bis eigentlich gar nichts auszustehen. Die erste Sonntags-Sichtung war eine Matinee des ganz wunderbar warmherzigen, absurd-aberwitzigen, durchgeknallt-überdrehten und spassig-systemkritischen Realfilm meets Animation-Hybriden „Coyote VS. ACME“. Eine herrlich wahnwitzig-widersinnige Non-Stop-Achterbahnfahrt von altbekanntem, aber neu verpacktem derangiert-anarchischem Looney Tunes-Zeichentrick-Humor, cartoon courtroom dramedy, von Bomben, Felsbrocken und Raketen-Rollschuhen, von menschenCartoonfigurenverachtenden Ränkespielen anmaßend-selbstherrlicher Grosskonzerne, und schnippisch-hintertriebener Gewitztheit der chancenlos scheinenden loser lawyers und ihr gezeichneten Klientel. Warum ausgerechnet genau dieser der Film ist, den die U.S. of A. zur Zeit gebrauchen können, und wieso mich der Streifen an den Titel eines Albums der Song-Poetin und New Wave-Lyrikerin, sowie musikalisch untermalter spoken word-Performerin Anne Clark erinnert hat, dazu dann hoffentlich alsbald noch mehr.

Beim screening dieser feinen „cartoon craziness goes sociocultural reality“-Perle traf ich dann unerwarteter, aber umso erfreuterer Weise noch zwei (zwar vor wenigen Wochen erst auf dem FFF HH wiedergesehene, davor aber viel zu lange Jahre gar nicht mehr angetroffene) Freunde mitsamt zweien ihrer drei Kinder. Und luden mich die beiden Papas nach dem Kino noch zum gemeinsamen Essen im syrischen Restaurant ein. Wo wir über dies und das plauschten, ich erfuhr, dass die zwei nun nicht mehr, wie vor gut acht Jahren noch, als Übersetzer für diverse pen and paper role playing games tätig sind, sondern mittlerweile ihr täglich Brot mit der translation von computer and video games (unter Anderem „Assassin’s Creed“ und The Elder Scrolls Online") verdienen. Und mir auch noch Fotos von den Plazentae ihrer Kinder zeigten (die Dinger sehen in echt, und direkt nach der Geburt ja wirklich fast genauso aus, wie der sezierte Facehugger in Ridley Scotts erstem „A L I E N“ (bislang hatte ich während meines Zuviel-Dienstes immer nur schon etwas ältere, und bereits in Ehren „ergraute“ und ausgedrögte Exemplare zu Gesicht bekommen)). Jedenfalls ein nettes Treffen, und ein schöner lunch talk.

Zum Abschluss des Tages gings dann noch ins CinemaxX am Dammtor-Bahnhof, zu meinem ersten und einzigen „FilmFest Hamburg“-Film in diesem Jahr. Und Jeanne Herrys „Garance“ (dummsinnig-nichtssagender internationaler Film-Titel: „Another Day“) mit einer wieder mal formidabel-umwerfenden, stunningly stellar, und breathtakingly bedazzling schauspielernden Adèle Exarchopoulos, war wirklich das absolute Kontrast-Programm zum Mittags-movie. Ich hatte ja bei meinem damals im Frühsommer angedachten (dann aber leider doch niemals geschriebenen) Cannes-Presse-Spiegel dem Film die headline „Adèle Exarchopoulos hängt besoffen in der Ecke rum“ verpassen wollen… Naja, das hätte viel weiter weitab vom Schuss auch nicht mehr sein können. Weil ja, im Film geht es zwar auch, und auch zu einem Gutteil, um Alkoholismus, aber eben auch nicht nur. Und sind, bzw. waren da für mich selbst aber ganz andere Aspekte weitaus gewichtiger, und berührender. Die Hälfte der Sichtung habe ich olle Heulsuse natürlich wieder mit tränenverschleierten Guck-Äuglein verbracht, weil mich die ganze chose wieder mal so sehr angefasst hat. Für mich jedenfalls ein überaus lohnender, und auch durchaus gelungener Streifen, aller im Vorfeld gelesenen Negativ-reviews zum Trotz. Und Mme. Exarchopoulos zieht selbstschreibend auch hier wieder alle Register, und ist ihr Schauspiel fast schon nicht mehr von dieser Welt. Eine wahnsinnig beeindruckende one woman show par excellence! Oder, um es mal anders auszudrücken: Der Herr @splattercheffe mag momentan zwar noch das einzige Mitglied des bundesdeutschen Adèle Exarchopoulos-Fanclubs sein, aber ich habe mein Beitritts-Formular schon gründlichst und genauestens ausgefüllt… :wink:

Mehr Infos zu den zwei Filmen dann die kommende Woche noch, in den betreffenden threads.

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Wenn ich schon in so erfreulichem Zusammenhang immer wieder erwähnt werde :wink: , muss ich bei der Gelegenheit aber auch nochmal kurz einwerfen, dass man mir eine Schauspielerin nennen möge, die eine solche Bandbreite mit so viel Mut verknüpft…!

Ich liebe sie ja schon spätestens seit BLAU IST EINE WARME FARBE (wo sie übrigens mal eben Lea Seydoux an die Wand spielt), aber allein schon die ganzen Rollen bei Dupieux hauen einem doch den Schalter raus…

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Na toll, da könnt ihr 2 Nasen euch ja zusammentun und den diesjährigen Betriebsausflug des Adèle E-Fanclubs organisieren. Der führt Ende Oktober zu den Französischen Filmtagen nach Tübingen, wo Madame zu sehen sein wird - und zwar in MARIAGE AU GOUT D’ORANGE.

Orange Flavoured Wedding (2026) - IMDb

Man sieht sich :slight_smile: