Generell gibts in Stuttgart nicht viel zu meckern. Das Metropol ist ein tolles Kino, welches auch noch fuer eine gewisse Festival-Stimmung zu sorgen versteht, da man da relativ unter sich ist. Dadurch kommt man auch mit vielen Leuten ins Gespraech (so man will) und kann sich austauschen.
Das Personal im Metropol ist einfach eine Wucht und superfreundlich und erhoeht den Wohl-Fuehl-Faktor noch um ein vielfaches, zumal man dort an sich auch immer wieder bekannte Gesichter sieht. Und auch die Getraenke-Preise scheinen in S ja im Vergleich zu anderen Staedten eher human zu sein. Also vondaher auch mal dickes Lob an Stuttgart und vor allem das Metropol!
Selbst Gaeste haben wir ja wenigstens ein paar, was andere Staedte auch nicht immer von sich behaupten koennen. Was mich in Stuttgart ein wenig stoert - das ist aber mein persoenliches Problem - dass dort die Programmplanung immer stark von anderen Staedten abweicht. Es mag am anderen Publikum liegen (nicht umsonst ist Hidden Face bei uns wahrscheins die Nummer 1 geworden) aber in keiner anderen Stadt hab ich in den letzten Jahren immer so viele aergerliche Programmueberschneidungen gehabt wie im Stuttgarter Plan. War auch in diesem Jahr wieder so, in vielen anderen Staedten waere meine persoenliche Programmplanung definitiv besser verlaufen als in Stuttgart.
Was mich in S immer mehr ein bischen aergert ist dann allerdings die einschleichende Lieblosigkeit der Veranstalter. Dieses Jahr hingen Draussen beispielsweise (mal wieder) keinerlei Programmplaene und Filminformationen aus. Lediglich das FFF-Plakat wurde ueberall hingeklebt; ein Vorbeilaufender konnte sich aber nicht mal schnell informieren, was da so gerade laeuft, wenn er nicht gerade ein Programmheft in die Hand nimmt. Ueber das “Debakel” bei “Cockney vs. Zombie” mit der anwesenden Familie hab ich mich schon wo anders ausgelassen, was ich einfach peinlich finde. Und die Tatsache, dass es dieses Jahr beim zum Abschlussfilm parallel laufenden Film nicht eine kurze Verabschiedung gab, fand ich einfach auch irgendwie… schade. Nach so ner Woche Dauerkino haette man auch da ja mal kurz “Tschuess” sagen und die Fresh Bloods vermelden koennen. Als ich vor ein paar Jahren im anderen Abschlussfilm war, war das zumindest noch so.
Sehr aergerlich fand ich auch das “Kleinerschalten des Bildes” bei Blind Spot, weil die UTs am unteren Rand abgeschnitten waren. Also echt: Da sitzt man im Kino und kann nur 75% der Leinwandgroesse geniessen? Peinlich in meinen Augen. Etwas hochschieben haette auch gereicht. Kleine Randbemerkung da im uebrigen: Wenn die Macher mir da echt vermitteln wollen, dass es keine BR-Vorfuehrungen dieses Jahr gab (stand irgendwo auf FB) wundere ich mich schon, warum dann just (so fern ich mich recht erinnere) beim selben Film am Ende das Bild in typischer Disc-Lese-Fehler-Manier haengen geblieben ist.
Das ist aber auch nur eine Vermutung, wissen tu ich es natuerlich nicht ob dies bei DCP auch just so vorkommen kann. Keine Frage.
Es sind also eher Kleinigkeiten, die ich da bemaengele, das ist mir schon bewusst. Aber es sind halt Kleinigkeiten, die fuer mich den Unterschied zwischen “richtig positivem Feeling” und “reihenweise Filme gesehen haben” am Ende ausmachen.
Ich hoffe aber trotzdem, dass das Metro als Kino erhalten bleibt, weil in einem Multiplex das Feeling ja noch mehr floeten geht.
Was ich allerdings genial fand waren dieses Jahr die Running Gags von Domini(ab da weiss ich nicht wie man ihn weiter schreibt g) und “Human Centipede” bei den einzelnen Ansprachen zu den Filmen gegen Ende des Festivals 
Sid - leicht ot. Sorry.
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Sidschei am 13.09.2012 14:18 ]