FWN 2020 - Fantasy Filmfest White Nights

Waren ganz gute White Nights, meine Favoriten waren auch die besten Filme. Eindeutiger Gewinner war natürlich VFW, 100% Obscura tauglich. Ein kleiner Videotheken B-Film, holt aber alles raus.
Danach wird es schwierig die Filme zu sortieren, ich fand Deathcember, Gundala und Blood Quantum alle gut, hatten aber auch alle ein paar Flaws:

Deathcember war etwas zu lang, es gab zu viele ähnliche Episoden mit Familien in einer Wohnung, klar, Weihnachten feiert man ja auch in der Familie zu Hause. Da war ich froh über die Sci Fi Episode die aus dem Rahmen fiel. Die Knetfolge war eines der Highlights.

Blood Quantum war wie zwei 45 Minuten Serienfolgen hintereinander und teilweise etwas zu ruhig, unterbrochen allerdings immer von heftigen Gore Szenen. Ein bißchen wie Buffalo Boys welches auch ein ruhiges Western Drama ist, unterbrochen von The Raid artigen Actionszenen.

Gundala war im Grunde Valentine 2.0. Wer Valentine bei mir gesehen hat weiß was ihn erwartet. Einige die Valentine gesehen haben, haben Gundala daher beim FFF ausgelassen. Eine Origin Story, etwas zu lang und überfrachtet. Valentine war da simpler und actionlastiger.

Code 8 war ein netter kleiner Gangsterfilm mit Sci Fi Einlagen und The Beast ein typischer Koreaner, etwas wirr.

Get In folgt danach, am Anfang auch zu Drama lastig, immerhin hab ich die Message über Männlichkeit verstanden, wobei man im Film auch noch die Hautfarbe mit hinzugepackt hat damit man es noch deutlicher merkt. Der Hauptdarsteller ist erst ein Cuck, ein Looser, Weichei und wird gegen Ende zum Mann, zum Anführer quasi und bekommt seine Frau zurück. Die Schlussszene und dann die Titeleinblendung ist doppeldeutig.

Synchronic, yeah, ich bin nicht vorzeitig raus, dabei sass ich extra am Rand, das ist schon mal ein gutes Zeichen. Hab aber drüber nachgedacht aber dann kamen die Zeitreisen und die waren halbwegs interessant. Ziemlich plätscherig und vorhersehbar, immerhin stürzt der Film nicht ab wie die anderen Filme vom Duo.

Clifton Hill, hier hätt ich rausgehen sollen, typisches Füllmaterial vom B Stapel, seeeeehr plätscherig und hört einfach auf, easy watching halt.

Bei uns in Köln läuft der VVK wie immer sehr flott und zügig, das freut mich. Vor allem (wie zu erwarten) JoJo Rabbit geht ab wie Schmitts Katze. Die WE/kurzen FFFs sind fast beliebter als das große im Sommer - lassen sich wohl einfacher reinschieben :eye:

Hier könnten aber durchaus noch ein paar echte Reviews kommen…

Ich fand VFW extrem geil, der wirkte echt wie ein Videothekenklassiker der 80er - 9/10

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JO JO RABBIT gestern in Berlin gesehen, was für ein Film! Das FFF Publikum (und ich) waren schwer begeistert. Ich persönlich habe seit Jahren kein so emotionales Erlebnis mehr im Kino gehabt. Die 6 Oscar-Nominierungen freuen mich sehr.

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Ich hatte den einen Tag später gestern in der Sneak - einfach herrlich!

Wie erwartet in Frankfurt am SA, Deathember und JoJo bis auf wenige Plätze nahezu ausverkauft, cool. Und Parasite wäre am Freitag für alle Interessierten zum Vorglühen auch noch im Programm. Sehr geschickt programmiert.
Den FFFWN Rest können die Genießer und nicht Dauerkartler noch entspannt buchen.

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Es gibt inzwischen nur noch 13 Karten für Deathcember in Frankfurt :open_mouth: Also, wer noch will, hurtig hurtig! :laughing:

Ohje, aus insgesamt 4 Städten und von 2 Tagen und 10 Filmen, gabs bislang gerade mal 3 Mini-Reviews & Rückmeldungen (von MIchaela, Roughale & DVDScot) …… allzu toll scheint das ja nicht gewesen zu sein.

Sowohl was Besucheranzahl, Interesse als auch Qualität der Filme anzugehen scheint.

Hab da schon fast gar keine Lust mehr morgen in S aufzuschlagen, zumal ja der einzige Film auf den sich wohl die (wenigen) meisten einigen können (JOJO RABBIT) eh kurz danach regulär startet.

Kann mich jedenfalls nicht erinnern in der ca. 30jährigen Festivalgeschichte jemals so wenig ähem
Feedback gesehen zu haben.

Da scheinen Diskussionen über das noch in weiter Ferne liegende nächste ‘volle’ FFF mehr Leute zu interessieren, als das aktuell laufende Mini-Festival. Ganz böses Omen!

Da braucht man sich dann auch ganz generell über den allgemeinen Zustand btr. Zuspruch nicht mehr groß zu wundern :frowning:

Sad but true!

Ich war bei den WHITE NIGHTS in Berlin und es war sehr viel los und der Besuch war sicher nicht schlechter als sonst. Ich denke, dass 99 % der Besucher nichts von dieser f3 Seite wissen, da hier wohl nur die Fans der frühen Tage schreiben. Hier war schon die letzten Jahre kaum mehr was los und die Berliner sind hier eh nicht vertreten. Was mir aufgefallen ist, ist das das Publikum in Berlin immer jünger und studentischer wird. Das Durchschnittsalter schätze ich mal grob auf max 25 Jahre und 40% Frauen, 60% Männer.

Das liegt daran, das die meisten Reviews aus Frankfurt und Köln kommen, und diese Städte noch nicht dran waren :smiley:

Leider bin ich zu diesen White Nights aber mal wieder raus, hab keine Zeit. Ich gehe aber von einer recht guten Auslastung in Frankfurt aus, wenn ich auch zugebe, das mich pers. diesmal nur 3 Filme interessiert hätten.

Etwas später als sonst, aber hier eine Handvoll Beiträge aus dem Gruselkabinett zu den diesjährigen White Nights.

Das klingt für mich auch logisch als Grund, denn die alten Hasen gehen ja teilweise nicht mehr regelmäßig hin. So wie Alexander kann ich auch nicht zu den Nights in Frankfurt kommen - und wenn ich dort gwesen wäre, hätte ich Reviews geschrieben. Foren sind heute halt leider nicht mehr so populär, da kann f3a nichts für. Was schade ist, denn ich lese die Reviews hier selber auch sehr gerne…

Welche 3 Filme wären das denn gewesen wenn ich neugierig und indiskret fragen darf?:yum:

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Bin dieses Mal auch nicht so angefixt, kaum ein Film der mich sicher interessiert. Na ja, muss ja nicht jedes Mal zu meinem Filmgeschmack passen. Dauerkarte macht so aber natürlich keinen Sinn für mich.

Die bisherige Review-Ausbeute ist schon ein bisschen erschreckend, aber, wie oben bereits erwähnt wurde: zum Teil liegt das halt wirklich daran, dass die reviewstärksten Städte erst noch kommen und einige „Oldies“ bei dieser Ausgabe nicht dabei sein können. (Ich selbst kann dieses Mal auch keine Filme sehen/Reviews schreiben; war bei mir bei den (White) Nights aber schon häufiger eingeschränkt.)

Was den Publikumszuspruch angeht, kann ich aber zumindest für Berlin und vom Frankfurter VVK auch keinen großen Rückgang sehen.

Gleich geht’s los hier in Köln :man_dancing: :beers: :rocket:

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Naja schreiben ist normalerweise nicht so mein Ding. Außerdem finde ich die Filme sowieso oft schwer zu verstehen. Sei es, weil genuschelt wird, die Untertitel nicht schnell genug zu lesen sind, ich bestimmte Worte nicht kenne oder ich aus irgendwelchen Gründen Zusammenhänge nicht verstehe. Wie soll ich dann ein vernünftiges Review schreiben? Deswegen habe ich die Filme nur mit Punkten bewertet. Ich habe 5 Filme gesehen:

Gundala 6,5
Deathcember 7
Disappearance at Clifton Hill 7 evtl 6,5
Synchronic 7,5
Blood Quantum 7

Qualitativ fand ich alle auf einem ähnlichen Niveau und zwar Fantasy Filmfest Durchschnitt. Das heißt jetzt nicht besonders gut, aber auch nicht besonders schlecht. Jeder Film hatte sowieso Elemente, die ich wirklich gut fand und am Ende des Tages bin ich ziemlich zufrieden nach Hause gegangen.

Eigentlich wäre ich auch lieber am Sonntag hingefahren, aber da konnte ich nicht. Da liefen ja Jojo Rabbit und VFW, die ich auf jeden Fall gerne gesehen hätte.

Gundala ist ziemlich gut gemacht mit einer etwas abstrusen Story. Die Fights sind etwas unspektakulär, aber trotzdem interessant.

Deathcember fand ich auch ziemlich gut, obwohl ich eigentlich nicht so sehr auf Kurzfilme stehe.

Disappearance at Clifton Hill hab ich nicht so ganz verstanden, war aber auch ziemlich interessant. Hatte eine Film Noir Detektiv Geschichte. Die düstere Stimmung hat mir gefallen.

Synchronic gefiel mir am besten. War wirklich gut gemacht. Aber leider etwas vorhersehbar.

Blood Quantum war auch gut. Ein Zombie Film mit viel Blut und guten Effekten.

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Samstag / FFF WN / Köln

— The Beast —
5/10
Ein zäher asiatischer Thriller zum Auftakt? Geht das gut? Ja klar, warum nicht. Da hat man ja immerhin noch die Energie und Komzentration. Aber man hat dennoch viele Schnarcher durch den Saal gehört. Verständlich. Anstrengend, austauschbar, wirr, nur Start, Klopperei in der Mitte und Finnish waren gut. Der Rest ging mich nichts an. Auch wieder viel zu lang. Das kann nicht der beste asiatische Thriller der letzten Monate gewesen sein!? Ich sah den Gähnteufel. Mittelmäßiger Auftakt.

— Code 8 —
5,5/10
Die zwei Amells in ihrem Herzensprojekt irgendwo zwischen X-Men, Arrow und Chappie. Wirkt eher wie der Pilot einer Serie. Und leider keine, die man sehen will/muss… Nett für Netflix, keiner fürs Kino. Beliebig. Blass. Tut aber natürlich auch nicht weh. Hätte mir dennoch mehr erhofft.

— VFW —
8,5/10
Auf den hatte ich mich am meisten vorher gefreut, „Bliss“ war genau meins. Und dieser brutale Mix aus „Green Room“, „From Dusk Till Dawn“ und “Assault On Precinct 13“? Hält zum Glück, was ich mir versprochen habe. Was für ein Brett!!! Nennt es Blasphemie, zu früh oder Quatsch, aber für mich ist Joe Begos der aktuelle Carpenter. Deal With It. Der Mann hat sich unfassbar gesteigert im Vergleich zum Anfang seiner Karriere. Wir brauchen mehr solcher Filme. Wir brauchen mehr von Fangoria. Geil. Ich kann es nicht anders sagen. Geil geil geil. Nur: warum läuft der nicht im letzten, mitternächtlichen Slot?!

— Jojo Rabbit —
9,5/10
Spielt in einer anderen Liga als der Rest. Absolut besonders und kostbar. Mutig und anders. Waititis Meisterwerk und ein herzerwärmender Brocken, der gerade in einer Zeit voller Hass und Vorurteilen nicht wichtiger sein könnte. Wichtig, witzig, wuchtig. Hier sind Vergleiche mit Chaplin und Lubitsch wirklich nicht zu hoch gegriffen. Groß. Bravo & Danke! Nur eine Frage bleibt: warum haben wir diesen Film nicht gemacht?!

— Blood Quantum —
6,5/10
Zombies vs. Indianer. Kann man machen. Immerhin eine etwas neuartige Facette dieses unkaputtbaren, schlürfenden Subgenres. Schön saftig. Netter, aber nicht überragender Abschluss. Vielleicht für TWD-Fans noch am interessantesten.

Kino war richtig gut besucht, ca. 70-80% über alle Slots verteilt würde ich sagen. Jojo natürlich ausverkauft. Top Stimmung zum Filmegucken. Freue mich schon auf morgen. Vor allem die epische, zweieinhalbstündige (!) X-Mas-Anthologie. Auch wenn’s saufrüh losgeht.

Volle Reviews folgen wie immer die Nacht.

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In Frankfurt heute lief VFW im letzten/Mitternachtsslot :wink:

DEATHCEMBER und JOJO RABBIT waren ausverkauft, auch ansonsten alles gut besucht. Laut Theaterleiter das übergreifend deutlich am besten besuchte FFF-Event ever für sie! :open_mouth:

Paar Sätze zu den Filmen gestern in Frankurt.
THE BEAST
In der ersten Hälfte zäh wie Leder. Fängt gut an, aber danach ließ mein Interesse stark nach und irgendwie hab ich dann nicht mehr reingefunden. Düster, humorlos, aber leider auch eher anstrengend langweilig. Vielleicht gewänne der bei Zeitsichtung, wenn man schon weiß, was auf einen zukommt. So nur
5,5/10

CODE 8
Fühlt sich in der Tat an wie ein aufgeblasener Kurzfilm. In allen Bereichen (Story, Charaktere, Optik) maximal Durchschnitt. Die Luft ist relativ schnell aus nach dem interessanten Beginn.
5/10

DEATHCEMBER
Mehr Licht als Schatten. Ein paar Highlights, eigentlich kein Totalausfall und der Rest solide bis gut. Kurzweilig trotz insgesamt knapp zweieinhalb Stunden. Und definitiv deutlich besser als die jährliche Get-Shorties-Reihe beim FFF.
7/10

JOJO RABBIT
Macht schon Spaß, aber die Mischung aus Comedy und ernstem Drama hat für mich nicht richtig funktioniert. Der Film wandelt etwas orientierungslos dazwischen. Dafür gibt’s einige wirklich tolle Gags. Der Junge spielt gut und trägt den Film weitgehend alleine. Rockwell hingegen fand ich ausnahmsweise nicht ganz so stark.
6,5/10

VFW
Zum Abschluss gab’s dann auch das Highlight des Tages. Einfaches Setting in Erinnerung an Carpenters ASSAULT, hart und trocken, in körniger Nachtoptik. Kein Ballast, nur Gewalt und eine schlagkräftige und coole Soldatenrentnertruppe.
7,5/10

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