Generation Facebook?

Aus dem Gurken-Thread:

Am 01.09.2015 09:08, schrieb lexx:


Wieso sind uns Auflösungen so wichtig? Eigentlich ist es doch interessant den Film im Kopf selbst weiterspinnen zu können. Der größte Horror geschieht ohnehin im Kopf, da kann die Leinwand gar nicht mithalten.
Natürlich kann eine gute Pointe den Film am Ende noch mal deutlich aufwerten, aber wenn es diese nicht gibt, muss man finde ich nicht alles bin ins kleinste Detail aufklären. Gerade auch wenn man sich das Ende sowieso schon klar und deutlich selbst ausmalen kann.

Am 01.09.2015 10:03, schrieb todaystomorrow:

Finde ich ja auch. Ist übrigens auch einer der Gründe, warum ich 88 so teil-missglückt finde bzw. fast ein wenig sauer auf den Film bin. Er über-erklärt alles und behandelt den Zuschauer fast wie einen denkunfähigen Tropf. Aber es ist tatsächlich so, dass viele es nicht mögen, wenn sie selbst aktiv werden müssen, um einen Film zu entschlüsseln…

Tja. Generation Facebook? Alles war mehr als ein “Gefaellt mir” benoetigt, ist doof.
Aber 88 hats mit den permanenten “Erinnerungen” echt massiv uebertrieben…

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: todi am 02.09.2015 01:05 ]

Die Jugendlichen sind heute nicht blöder als früher, sondern wahrscheinlich sogar aufgeschlossener. Wer könnte seinen Eltern oder Großeltern schon solche Filme zeigen, ohne dass sie nach wenigen Minuten genervt flüchten, wenn sie nicht alles verstehen? :wink:

Das Problem, dass Filme ohne Erklärung bei einem Großteil der Zuschauer für Unmut sorgen, hat man denke ich automatisch, wenn man sie einem Publikum zeigt, das nicht weiß, was es erwartet. Gerade bei dem horrorlastigen Programm von diesem Jahr kann ich mir vorstellen, dass einfach zu viele im Saal saßen, die nicht damit gerechnet haben, vor ein solches Rätsel gestellt zu werden.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Zwerg-im-Bikini am 01.09.2015 17:08 ]

Sog. “Mystery” Filme, bei denen ganz bewusst nicht alles erklärt wird, waren mir auf dem FFF schon immer das Liebste, vielleicht deshalb, weil man sonst so wenige davon zu sehen bekommt.

Dieses Jahr war es halt so, das ich “Observance” wegen meiner Zahnbehandlung nicht sehen konnte, obwohl ich mich extrem gerade auf diesen Film gefreut hatte. Mit “H.” konnte ich mich nicht richtig anfreunden, “88” (trotz der Erklärungen, die ich aber überhaupt nicht so schlimm empfand wie Dominic) und “The Midnight After” waren für mich dann aber absolute Highlights. Möchte mich da definitiv NICHT dem subjektiv wahrgenommenen Trend des Frankfurter Publikums anschliessen.

Ich erinnere in diesem Zusammenhang z.B. an “Resolution” aus 2012, den ich klasse fand, die meisten aber garnicht…

Ich denke mal das wir hier dennoch Teil eines Nischenpublikums bilden und viele Menschen, auch intelligente, für solche Filme einfach nicht zu begeistern sind.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Alexander am 01.09.2015 18:29 ]

Am 01.09.2015 17:01, schrieb Zwerg-im-Bikini:

Die Jugendlichen sind heute nicht blöder als früher, sondern wahrscheinlich sogar aufgeschlossener. Wer könnte seinen Eltern oder Großeltern schon solche Filme zeigen, ohne dass sie nach wenigen Minuten genervt flüchten, wenn sie nicht alles verstehen? :wink:

Das waere nun fast an sich schon ne eigene Diskussion wert, wie “selbststaendig” die nachwachsende(n) Generation(en) heute noch so sind und wie denkfaehig. Wenn ich hoere, dass Kinder von einer 4 Meter hohen Bruecke springen, weil sie ein “geiles Selfie” machen wollen, dann stelle ich - wenn auch nicht komplett uebergreifend - dennoch viel in Frage.

Und ich konnte das - so nebenbei bemerkt g

Also wenn ich meinen Eltern (55-65 J.) Filme wie “Coherence”, “Donnie Darko”, “Enemy” o.ä. vorlegen würde, würden sie nur den Kopf schütteln und sagen “Was für ein Scheiß”.

Wenn ich an meine Kindheit denke, wir sind ohne jede Schutzvorrichtung an richtig hohen Schornsteigen von Fabriken hochgeklettert, haben die Laternen am Wegesrand kaputtgetreten (zumindest sind die ausgegangen, wenn man wusste wo man hinzutreten hat). Haben auf den Supermarktparklpätzen mit Bikes während der Fahrt leere Einkaufswagen umgetreten (war gar nicht so einfach, die wiegen mächtig was, wenn man noch ein Knirps ist) usw.
Wir haben noch anderes blödsinniges Zeugs gemacht, zu peinlich zum erzählen. Also ich lege Wert darauf, dass die damalige Jugend genau so bescheuert war wie heute. Das lasse ich mir nicht nehmen!! :stuck_out_tongue:

Nur wir haben keine Selfies dabei gemacht, dafür aber He-Man Shirts getragen und mit nem Atari 2600 gedaddelt. Das ist heute Kult! Selfies machen dagegen peinlich. :grin:

@Sidschei: Wo hörst du das denn, bei der BILD? :grin: Solche Meldungen und Verallgemeinerungen werfen eher kein gutes Licht auf UNSERE Generation, weil wir daraus auf eine ganze Generation schließen :wink: . Lass doch lieber die alten Opas und Omas über die Jugend lästern, dafür sind wir eigentlich noch zu jung. Und es war schon immer so, dass die Alten der Meinung waren, die Jungen würden die Welt in den Untergang stürzen. Im alten Rom haben sie auch schon darüber geklagt.

Da es ja jetzt einen eigenen Thread gibt, schreibe ich noch schnell was :wink: .

Ich merke natürlich, dass sich die Sehgewohnheiten ändern. Aber das hat nichts damit zu tun, dass die jüngeren Generationen blöder oder weniger aufnahmefähig wären. Neue Technik bringt immer Veränderungen mit sich. Früher hat man sich vom Fernsehen oder Radio berieseln lassen, heute nimmt diesen Platz das Smartphone ein. Aber so wie ich das mitbekomme, ist das (teure) Kino nach wie vor ein Event und einen guten Film, auf den man sich freut, schauen die meisten nicht auf dem Smartphone. Wenn ich mir die Fandoms im Internet ansehe, bin ich immer wieder begeistert, wie kreativ und clever junge Fans sind, und was sie aus ihren Lieblingsfilmen und -Serien rausholen. Das geht heute viel weiter als zu meiner Jugend, als man höchstens mal auf dem Schulhof darüber geredet hat. Deshalb sehe ich die Zukunft nicht so schwarz :slight_smile: .

Schattenseiten gibt es aber natürlich auch, zum Beispiel fehlt es meiner Meinung nach vielen an Medienkompetenz. Aber das sollte Aufgabe der Eltern und Schulen sein, die es den Kindern viel früher vermitteln sollten - und oft selber zu wenig Ahnung haben. Grundschüler sind schon längst online, also sollten sie auch wissen, wie man z.B. Nachrichtenmeldungen auf ihre Richtigkeit überprüft und ob ihr bevorzugter YouTube Star sich mit Schleichwerbung finanziert. Und ein paar benimmregeln im Netz wären auch nicht verkehrt… aber da halten sich ja Erwachsene auch nicht dran.

Am 01.09.2015 21:33, schrieb Zwerg-im-Bikini:

@Sidschei: Wo hörst du das denn, bei der BILD?

Ne, ZiB. Das kam in den (Radio)Nachrichten. Und, Achtung, jetzt kommt’s: Auch noch auf ÖR, also nichts privat und weit weit weg von der Bild. Ich bin da naemlich schon in der Lage, entsprechende Grenzen zu ziehen g

http://www.stimme.de/polizei/suedwesten/Elfjaehrige-springt-fuer-ein-Selfie-von-Bruecke;art1495,3445940
(ich befuerchte fast, dass der Link nicht tut)

Solche Meldungen und Verallgemeinerungen werfen eher kein gutes Licht auf UNSERE Generation, weil wir daraus auf eine ganze Generation schließen

Ach, weisst Du. Ich bekomm so viel in meinem Bekanntenkreis auch teilweise mit, dass ich persoenlich nicht wirklich glaube, hier mit all zu vielen Verallgemeinerungen zu arbeiten sondern eher einen durchaus vorhandenen Querschnitt zu treffen. Klar, wie lexx auch schon sagt: Wir haben als Kinder auch viel leichtsinnigen Bloedsinn gemacht und in jeder Generation hat ihre besonders “Hellen Beispiele”. Aber es gibt fuer mich einen grossen Unterschied bei der ganzen Sache: “Wir” haben es nicht gemacht, um in irgendwelchen virtuellen Welten einen haufen Likes zu bekommen, wir haben deswegen nicht komplett unser Hirn ausgeschalten, wie es heute wohl eher der Fall ist.

Klar, die neuen Medien erfordern einen neuen Umgang, eine andere Behandlung und ermoeglichen nicht unbedingt einen 1:1 Vergleich. Aber sie stumpfen wohl schon auch ab, das Bestreben und Handeln ist einfach ein anderes geworden. Es ist ja nun auch nicht ganz unbestritten, dass die Kehrseite der Medaille, unter anderem das (Cyber-)Mobbing, deutlich zugenommen hat. Ja, auch wir haben gemobbt, boese Dinge gemacht. Aber es war Auge in Auge, quasi Zahn um Zahn. Wir mussten fuer unsere Handlungen auch gerade stehen und haben uns nicht in der Anonymitaet versteckt, mussten uns direkt damit auseinander setzen und haben dadurch einen Lerneffekt gehabt. Wo ist der Heute, im Scheine der Anonymitaet des Internets, respektive Facebook? Jeder fuehlt sich nahezu sicher und keinen Konsequenzen ausgesetzt.

Man kann es drehen, wie man es will: Die Zeiten haben sich definitiv rapider geaendert, als es in der Vergangenheit so der Fall war und der Umgang damit ueberfordert wohl auch viele Eltern, die sich damit nicht so auskennen. In Verbindung mit dem zunehmendem Druck in Sachen Beruf und Co. werden Kinder heute einfach auch mal schneller vorm Handy oder Bildschirm abgesetzt, um auch seine Ruhe zu haben. Und auch wenn es das frueher schon gab, war’s damals zumindest nicht ganz so einfach, wie es heute ist.

Ne, sorry. Ich empfinde das nicht als Verallgemeinerung, sondern als erkennbare, wenn auch nicht globalisierbare Veraenderung unserer Zeit, die massiven Einfluss auf die Kiddies, ihre Denkweise und auch Handlungen haben. Und ne, selbst als Eltern hat man nicht immer eine Chance dagegen erfolgreich umzugehen, weil der Einfluss von Aussen durch die sozialen Medien einfach wesentlich groesser und einfacher geworden ist. Wieder sehr vereinfacht gesagt: Damals musste man “echten Umgang” mit den falschen Freunden haben. Heute reichts schon aus, in den falschen Gruppen/Foren angemeldet zu sein… und es ist definitiv wesentlich schwerer fuer die Kinder geworden, sich “falschem Umgang” zu entziehen, respektive zu erkennen, weil die bestaetigende Idioten immer da sind…

Und es war schon immer so, dass die Alten der Meinung waren, die Jungen würden die Welt in den Untergang stürzen. Im alten Rom haben sie auch schon darüber geklagt.

Da hast Du recht. Trotzdem sollte man die Augen nicht vor Veraenderungen der Zeit verschliessen. Sonst kann man nicht mehr drauf reagieren und nur noch hilflos zusehen, wie es sich entwickelt. Ist ein schmaler Grad, der nicht nur darin aendert, dass immer weniger Leute Filme zum selbstmitdenken sehen wollen… WAU, was fuer ein Brueckenschlag zurueck zum Thema, was? lach

Natuerlich, ZiB: Das ist nun wirklich nur die Betrachtung einer Seite, wie ueblich von mir etwas ins Extrem gezogen. Den korrekten Konklus, vor allem bezueglich Medienkompetenz und vor allem den Umgang damit hast Du selbst schon erwaehnt und das ist sicherlich mit einer der grossen Knackpunkte momentan… heute wird so schnell vieles geglaubt, ohne sich mal “rueck zu versichern”. Diese ganzen Hoax-Meldungen die blindlings immer geteilt werden, sind ja auch ein gutes Beispiel dafuer und man kommt dagegen echt kaum an, den entsprechenden Leuten nahe zu bringen, sich doch erstmal zu erkundigen… aber nur wer gegen Windmuehlen kaempft kann was erreichen g

Nur wir haben keine Selfies dabei gemacht, dafür aber He-Man Shirts getragen und mit nem Atari 2600 gedaddelt. Das ist heute Kult! Selfies machen dagegen peinlich. :grin:
Ich sehe nur einen grossen Unterschied darin: Wir haben es aus Abenteuerlust, Dummheit, Spaß oder was auch immer fuer UNS gemacht und moegliche Gefahren dabei eventuell uebersehen - aber nebenbei fuer unsere Motorik dabei viel geleistet *g* Klar, wir haben auch nicht unbedingt immer richtig nachgedacht, was es fuer Konsequenzen hat. Heute klettert man da aber fuer ein Selfie hoch oder zerstoert Einkaufswagen und filmt es dabei, um fuer all die anderen cool zu sein. Und das ist fuer mich die grosse Veraenderung dabei.
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Sidschei am 02.09.2015 06:54 ]

Ich finde man sollte diese Disskusion nicht nur auf das Alter der Zuschauer beschränken, sondern immer auch auf den einzelnen Film.
Viele Filme müssen nicht alles erklären, weil es in dem Film auch nicht um die Auflösung der Story geht (Charakterstudie, Gefühl die die Zeit oder den Ort in dem der Film spielt). Quasi der Weg ist das Ziel :slight_smile:
Bei vielen Filmen habe ich aber auch das Gefühl dass nicht alles erklärt wird, bzw. ein offenes Ende gewählt wird, weil dies vielleicht für die Filmemacher leichter war, als sich eine in sich geschlossene Story einfallen zu lassen (z.B. Ende der Serie Lost.)

Alles, was man zu dem Thema wissen muss: https://www.brandeins.de/uploads/tx_b4/154_b1_11_08_diejugend.pdf

“Erstens hatten die Älteren mehr Zeit, Wissen zu sammeln, können sich unter Umständen tatsächlich einen Wissensvorsprung erarbeitet haben, rechnen ihren Zeitvorsprung beim Wissensvergleich aber nicht ein. Zweitens überschätzen sie in der Rückschau systematisch den eigenen Wissensstand zum Zeitpunkt ihrer Jugend, zumal das Wissen damals vergleichsweise überschaubar war, was der Altvordere ebenfalls gern übersieht.”

Gerade beim Stichwort Medienkompetenz merkt man finde ich sehr stark, dass gerade auch die Älteren munter Hoax-Meldungen bei Facebook teilen. Gebildete Leute, die so alt wie ich oder sogar älter sind, und eigentlich nicht so leichtgläbig sein sollten.

Wir haben das Pech, gerade in einer Zeit zu Leben, in der unsere und die vorhergehende Generation viel zu langsam auf das Internet reagiert haben. Deshalb wuchsen ab Ende der 90er Kinder in einer Welt auf, für die es keine richtigen Erklärungen oder Regeln gab. Die technische Entwicklung ging schneller voran, als wir geistig mithalten konnten :wink: . Aber damit umzugehen kann man immer noch lernen. Das Internet braucht Regeln, es kann nicht angehen, dass es z.B. an der Tagesordnung ist, Menschen anonyme Morddrohungen zu schicken.

Ich wollte auch gar nicht in Frage stellen, dass jemand für ein Selfie von einer Brücke springt, sondern meinte damit, dass Einzelfälle aufgebauscht werden. Zu meiner Jugend war unser Vorbild Jackass und wir haben uns auf Skateboards Abhänge runtergestürzt und uns dabei gefilmt. Auch bescheuert im Nachhinein :wink: .

Dass die Selbstdarstellung heute eine wichtigere Rolle spielt als früher, finde ich auch gefährlich. Im Grunde steckt das in jeder Genration - Die meisten Leute bekommen gerne Komplimente und wetteifern mit anderen, egal ob im Beruf, mit Fotos vom letzten Urlaub oder ihrem Aussehen. Es ist heute nur durch das Internet viel einfacher geworden, sich zu vernetzen. Diesen Druck kennen Erwachsene aus dem Berufsleben, Kinder sollten davon aber eigentlich verschont bleiben. Wenn sie nicht online sind, wird ihnen aber bei GNTM und anderswo übelste Oberflächlichkeit vorgelebt. Da sehe ich auch wieder unsere Generation in der Pflicht… nicht alles was man Kindern andrehen kann, sollte ihnen angedreht werden.

Was ich zu dem Thema noch interessant finde: Die “Generation Facebook” sind eigentlich die 30 Jährigen. Junge Menschen benutzen inzwischen laut Studien vor allem WhatsApp oder Instagram. Dabei ist auffällig, dass WhatsApp wieder ein Schritt zurück von einem riesigen Netzwerk zu einem überschaubareren ist. Vielleicht zeichnet sich da ja ein Trend ab, dass ein die ganze Welt vebindendes Social Network doch nicht das Wahre ist.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Zwerg-im-Bikini am 02.09.2015 10:03 ]

Nun die “Brückenspringer” und ähnliche Auswüchse sind halt leider Darwin-Award Kandidaten. Die sind ja bekanntlich sowohl in Alter, Geschlecht und Bildungsgrad unabhängig. Das größte Problem ist tatsächlich die Medienkompetenz oder eher das nicht vorhandensein selbiger. Es ist halt auch fatal, wenn ein US-amerikanisches Werbenetzwerk nicht als solches wahrgenommen wird.

Ist ja auch bei Firmen (Siehe Rosebud) so. Ohne Mitglieder dieses Forums wie z.B. ZiB würde ich wichtige Details auch nicht mehr mitkriegen da Sie es einfach faul von Ihrem Handy auf Facebook posten statt oder zumindestens ergänzend die offizielle Webseite zu aktualisieren.

Habe das ja auch gegenüber den Rosebuddies schon angemahnt.

Zur “Generation Facebook” scheint mir diese wirklich im allgemeinen sehr unterschiedlich im Alter zu sein. Das hat in der Tat mehr mit allgemeinen Verständnis und Verlangen zu tun als mit dem Alter.

Obwohl natürlich die nach sagen wir mal 1995 geborenen Kids definitiv in diese Bezeichnung passen.

Und obwohl Whats App mit ca 700 Millionen Usern kleiner ist als Facebook und weniger Funktion und Reichweite hat, ist “überschaubar” kein Wort das ich nutzen würde. Trotzdem macht es Hoffnung, wenn junge Kids nicht mehr auf Facebook gehen weil da ja “ganz uncool” Ihre Eltern sind.

Ich meinte jetzt eher den Aufbau des Netzwerkes als die Gesamtzahl der Nutzer, weil man in Whatsapp ja eigene Gruppen anlegt, in denen man sich austauscht. Likes gibt es auch keine. Mir kommt WhatsApp von der Art der Nutzung ein bisschen wie ein Schritt zurück in alte ICQ und IRC Zeiten vor, während Facebook auf mich alleine schon durch das Konzept der öffentlichen Profile und die vielen geschäftlichen Seiten nie wirkte, als sei man mit Freunden “unter sich”.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Zwerg-im-Bikini am 02.09.2015 11:31 ]

Passend zum Thema:

http://www.mirror.co.uk/news/world-news/teenager-dies-after-accidentally-shooting-6365512?ICID=FB_mirror_main

Ja, The Mirror ist mit der BLÖD gleichzusetzen, nur dass die Altpapierverwertungsfirmen in UK oft mit etwas Humor an die Sachen herangehen - hier aber nicht…

MMn gibt es in allen Generationen Ausbrüche, die die älteren Generationen zum Kopfschütteln bringen und genau das ist auch oft eine Motivation für diese… Sieht man beim Musikgeschmack, wenn es den Alten nicht gefällt, muss es gut sein…

Aber auf unsere Leidenschaft bezogen muss ich sagen, dass sich das Verhalten der Kinozuschasuer extrem verschlechtert hat, das gab es so damals einfach nicht, weil es keine Blendies gab auf die man die ganze Zeit schauen musste - ich kann diese FB/WhqatsApp/etc - Süchtigen einfach nicht verstehen, wenn ich in’s Kino gehe, dann will ich einen Film sehen und nicht die neusten Bilder in irgendwelchen schwachsinnigen Portalen… Aber zum Glück hat das Savoy in HH volles Verständnis und würde bei Beschwerden hartnäckig durchgreifen :wink: Zum Glück ist das FFF Publikum noch relativ fair was dieses Problem angeht und bei meinen Filmen dieses Jahr ist mir kein störendes Blendy aufgefallen…

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Roughale am 02.09.2015 11:32 ]

Ich find’s fuer die heutigen Kiddies schwierig, mit der Informationsflut zurecht zu kommen. Und past auch, wenn ihr sagt, das und das kann man seinen Eltern nicht zeigen - manche von uns sind vielleicht in diesem Alter :slight_smile:

In meiner Zeit gab es nur fuenf TV-Programme. Spaeter dann mal Video, dann so langsam Videospiele, Playstation, etc. Heute wird das den Kindern ja schon in die Wiege gelegt. Ich finde es unueberschaubar, was es so alles an Infos, Websites, social networks gibt und stehe dem ganzen eher skeptisch gegenueber. Bei meiner Tochter ist das schon normal, dass man sich auf whatsapp austauscht etc. Da wird nicht mehr telefoniert, wie wir frueher, als wir stundenlang das Telefon blockiert haben. :slight_smile:

Allerdings finde ich, dass gerade durch diese Medien auch Mobbing ein leichtes Spiel hat. Da wird dann schon mal in der Gruppe ueber einen gelaestert, oder der eine wird dazu genommen, der andere wieder rausgeworfen.

Am 02.09.2015 09:54, schrieb Zwerg-im-Bikini:


Was ich zu dem Thema noch interessant finde: Die “Generation Facebook” sind eigentlich die 30 Jährigen. Junge Menschen benutzen inzwischen laut Studien vor allem WhatsApp oder Instagram. Dabei ist auffällig, dass WhatsApp wieder ein Schritt zurück von einem riesigen Netzwerk zu einem überschaubareren ist. Vielleicht zeichnet sich da ja ein Trend ab, dass ein die ganze Welt vebindendes Social Network doch nicht das Wahre ist.

Das halte ich für ein Gerücht, das gerade in Deutschland immer wieder zitiert wird. Gerne gestützt von “in meinem Bekanntenkreis…”. Tatsächlich wächst die Zahl der Facebook-Nutzer zwischen 13 und 17 weltweit kontinuierlich. Auch in Deutschland:
siehe Statistik-Portal.

“Im weltweiten Schnitt ist Facebook (…) gerade mal 22 Jahre alt.” (http://allfacebook.de/zahlen_fakten/facebook-nutzerzahlen-2013-deutschland – wenn auch eine Angabe aus 2013).

Falls du aber einen Link zu einer entsprechenden Studie hast, bitte posten!

(Nur am Rande muss man dann natürlich auch noch erwähnen, dass WhatsApp und Instagram ebenfalls zu Facebook gehören… und dass es dann ja auch noch den FB-Messenger gibt, dessen Nutzerzahlen gewaltig angestiegen sind und kaum noch hinter denen von WhatsApp liegen: http://allfacebook.de/news/q2-2015 ).

Über das Ausmaß der Facebook-Nutzung im Vergleich zu anderen Plattformen steht in folgendem Artikel zu einer deutschen Studie aus 2014 zwar nichts, aber dafür gibt es einige andere interessante Fakten zu Medienkompetenz, Elternverantwortung, Mobbing usw. – als nette Infografik aufbereitet: Artikel zu “Generation ‘Gefällt mir’ – Wie die Jugend klickt”.

Ich hatte im letzten Jahr öfter gelesen, dass Facebook bei den Jugendlichen an Bedeutung abnimmt, und bei Statista vorhin noch nachgesehen. Laut einer Statistik dort ist die Gruppe der 25 - 34 Jährigen am stärksten vertreten, aber ich kann leider gerade ohne Registrierung keine Statistiken mehr ansehen - vielleicht ist es sogar deine :wink: . Diese Statistik hatte aber tatsächlich nur die Gesamtzahl und nicht die Zu- oder Abnahme berücksichtigt.

Hier wäre noch ein Artikel zu dem Thema: http://www.focus.de/digital/internet/online-netzwerk-stuerzt-ab-jugendliche-nutzen-facebook-deutlich-weniger-als-zuvor_id_4309306.html

Wichtig ist, dass es Studien über Deutschland sein, die weltweite Nutzung kann schon anders aussehen.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Zwerg-im-Bikini am 02.09.2015 16:45 ]

Naja, ich sehe keine Gründe, warum die Alters-/Nutzungsstruktur ausgerechnet in D’land groß anders aussehen sollte als im Rest der (westlichen) Welt. Und, klar, Gesamtzahlen bei einer Altersgruppe muss man ins Verhältnis zu ihrem Gewicht in der Gesamtbevölkerung stellen.

Aber wie gesagt, entsprechende Aussagen habe ich schon häufiger gehört - genau so oft aber auch die gegenteiligen. Der Focus-Artikel gibt da ja leider auch keine genaueren Hinweise auf die Hintergründe oder Validität der Studie (oder ich bin zu blind, um sie bzw. einen Link zu entdecken…).

Ich denke mal, dass die Tendenz auf jeden Fall weg von Facebook geht, auch wenn die Entwicklung natürlich noch langsam ist. Facebook hat viele Nutzer, da bedeutet ein kleiner Rückgang noch nicht viel. Aber mal abgesehen von den Statistiken wäre es ja auch logisch, dass das Interesse abnimmt - Facebook ist für Internet-Verhältnisse schon ein alter Hut. Und sie sind nicht gerade gut darin, sich zu modernisieren. Eigentlich spricht alles dafür, dass in den nächsten Jahren neue Netzwerke Facebook den Rang ablaufen werden, wenn sie nicht irgendetwas völlig innovatives aus dem Hut zaubern (Stichwort Oculus vielleicht :wink: ).

Aber noch schnell zu Studien: Es gibt z.B. die JIM-Studie, die man sich komplett ansehen kann. Ich habe jetzt aber nicht viel Zeit zum Suchen gehabt, das war nur die erstbeste, die mir ins Auge gesprungen ist.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Zwerg-im-Bikini am 02.09.2015 17:56 ]