Japan in naher Zukunft. Ein omniöser Hacker namens „Puppetmaster“ macht die staatlichen Geheimdienste nervös. Major Motoko Kusanagi, ein mehr aus Stahl und Plastik denn aus Fleisch bestehender Cyborg, wird auf den Puppetmaster angesetzt. Doch es ist in Wahrheit er, der sie finden will, um ihr einen unglaublichen Deal vorzuschlagen…
Angesiedelt im Tokyo-Sprawl einer Cyberpunk-ähnlichen Post-Internet-Gesellschaft, in der sich Cyborgs mit Tarnhaut, künstliche Intelligenzen und Polizei-Sondereinheiten die Klinke in die Hand geben, zeichnet Ghost in the Shell auf eine sehr ruhige und stellenweise beinahe schon meditative Art das Bild einer Gesellschaft, in der die Einzelne verloren wirkt, fast schon nicht mehr nur der Sinnhaftigkeit ihrer Existenz, sondern sogar schon der Möglichkeit einer solchen Existenz selbst, beraubt zu sein scheint. Die alte Frage nach dem, was „Mensch“-Sein ausmacht, wird dabei mittels faszinierender, an „Blade Runner“ erinnernder Bilder und eines wunderschönen Soundtracks auf eine sehr eigene Art beantwortet.
Sicherlich ist Mamuro Oshiis Geniestreich aus dem Jahre 1995 einer der schönsten und besten Animes, die ich je gesehen habe.
Lief 1996 auf dem FFF.
„Ghost in the Shell“ läuft am Freitag, dem 7. Januar 2005, von 23.10 Uhr bis 0.40 Uhr auf arte (übrigens im Rahmen eines um 22.15 Uhr beginnenden „Anime“-Themenabends).
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