Sorry, ich konnte nicht widerstehen, den Titel vom Streaming Thread zu kopieren. 
Aber hier geht es um etwas anderes. HFR war ja kurzzeitig ein großes Thema, als Peter Jackson seinen Hobbit in der neuen Technik filmte. Mehr Frames pro Sekunde erzeugen flüssigere Bewegungen, die Filmen einen ungewohnten Realismus verleihen. Für viele Zuschauer zu realistisch, denn es gab viele Beschwerden über den “Soap Opera Effekt”. HFR nimmt Filmen das typische “Kinogefühl” und lässt sie mehr wie Dokumentationen oder TV-Produktionen wirken. Dafür bekommt man gestochen scharfe Bilder auch bei schnellen Bewegungen geboten.
Das Thema ist jetzt wieder aktuell, weil Ang Lee sein Drama “Billy Lynn’s Long Halftime Walk” in stolzen 120 fps (!) in ausgewählte Kinos bringt (wohl erst mal nur zwei Kinos in den U.S.A.). Das ist fast dreimal so viel wie beim Hobbit und fünfmal so viel wie im Kino üblich. Dementsprechend verunsichert reagierten die ersten Besucher (hier ein kritischer Artikel dazu).
Ich bin bei dem Thema noch zwiegespalten. Einerseits fand ich simulierte HFR-Ausschnitte vom Hobbit (im Kino habe ich ihn nicht gesehen und anscheinend hat die Blu-ray das gar nicht?) extrem ungewohnt. Es wirkt tatsächlich mehr wie ein billiges Home Video und einerseits “zu real”, andererseits fallen künstliche Umgebungen doppelt künstlich auf. Mich hat der Effekt gestört. Andererseits ist das wahrscheinlich eine reine Gewohnheitssache. Wir sind Kinofilme in geringen FPS gewohnt, aber macht es etwas wirklich besser, nur weil man es nicht anders kennt?
Habt ihr schon mal einen HFR Film im Kino gesehen und wie steht ihr dazu?