Horrorfilme mit sozial-politischem Subtext

Am Wochenende las ich einen Artikel über Horrorfilme mit sozial-politischem Subtext und da wurde mir bewusst, dass ich in diesem Subgenre bisher nur ein paar der bekanntesten Filme gesehen hab, u.a. Night of the Living Dead (1968), Dawn of the Dead (1978), Invasion of the Body Snatchers (1978), Alien (1979), The Shining (1980) oder Get Out (2017).

Kennt ihr weniger berühmte Vertreter, die ihr unbedingt empfehlen würdet? Wenn ja, postet sie bitte hier. Danke im Voraus!

:smile: :kiss: :ghost:

P.S. Fast vergessen! Link zum erwähnten Artikel:

Horror hatte ja schon immer einen starken Hang sozial und politisch den Stinkefinger in Wunden unserer Welt und Gesellschaft zu legen :slight_smile: Das ist einer großer Punkt, der das Genre zu meinem liebsten macht. Weitere starke Beispiele:

  • They Live
  • Us
  • Red State
  • The Stepford Wives
  • Ginger Snaps
  • Nightmare On Elm Street 2
  • Nightbreed
  • The Stuff
  • Godzilla (1954)
  • Candyman
  • It Follows
  • The Purge
  • People Under The Stairs
  • Society
  • Rosemarys Baby
  • White Dog
  • The Crazies
  • Wake In Fright
  • The Howling
  • The VVitch
  • The Fly
  • The Thing
  • Tales From The Hood
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Komischerweise wird „The Housemaid“ (1960) häufig auch als Horrorfilm beschrieben und der hat eine klare soziale Warnung. Und eigentlich die gesamte Whispering-Corridors-Reihe, von denen ich aber nur die beiden in Deutschland erschienen Titel gesehen habe, Teil 2 und 3, Memento Mori und Wishing Stairs.

Mit Genres ist das aber ja immer so eine Sache…

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Einer meiner All-Time Favourites ist WOLFEN von 1981 von Michael Wadleigh mit Albert Finney in der Hauptrolle. Der ist damals total gefloppt und hat sich erst sukzessive zum geheimen Klassiker entwickelt, aber viele kennen ihn immer noch nicht. Dabei ist sein Einfluss offensichtlich, die Kameraführung etwa hat man später bei PREDATOR und vielen anderen kopiert. Ich würde ihn als mystischen Öko-Horror-Thriller bezeichnen. Wenn man den (seltenst!) mal aus Zufall im Nachtprogramm zeigt, ist er allerdings übelst zusammengeschnitten, die uncut version muss es also schon sein, die (zwar wenigen, aber) sehr blutigen Effekte sind ebenso sehenswert und toll gemacht.
Und der sozial-politische Subtext ist höchst aktuell…

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@Leimbacher-Mario Ooooooh, lieben Dank für die ausführliche Liste! :smiling_face_with_three_hearts: Macht mich happy, dass ich manches davon gesehen und nur verdrängt hab:
Us hat mir rückblickend noch besser als Get Out gefallen.
In The Witch war die Art, wie religiöser Fanatismus eine Familie zersetzt, viel grusliger als die übernatürliche Komponente… buhuhuhu.
Haha, The Thing hab ich als Kind gesehen [Papa war auf der Couch eingeschlafen und konnte seiner Aufsichtspflicht nicht nachkommen :crazy_face:] … TRAUMA!!
… uund „It Follows“ wirkte beim ersten Angucken eher wie ne Schauergeschichte gegen meinen „Lebensstil“, bis ich in nem Forum las, wie sich mehrere Teilnehmer gefetzt haben, ob der Film das Massaker an der indianischen Urbevölkerung behandelt. Also scheinbar auch ein schönes Beispiel für politisch-historischen Subtext?

@Kumiho Die Zuordnung zu Genres ist manchmal echt schwierig. The Stepford Wives hab ich zum Beispiel eher als schwarze Komödie empfunden [ich kenn allerdings nur den 2004er Film mit Nicole Kidman]

@Herr_Kees @Fanthom Der dritte Kandidat im Artikel ooben müsste euch gefallen haha [„Kirikirikirikiri…“ ^^]

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@splattercheffe Wenn ich nach meinem Lieblingsactionfilm gefragt werde, ist meine Antwort Predator [auch hier ist Papa Schuld ^^] !! Wie sich der Film am Ende immer weiter reduziert bis zum archaischen Kampf zwischen Mann und Monster, der HAMMA! Vielleicht die beste Vietnamkriegsparabel überhaupt? Arnie hat zwar privat viel Shit angestellt, aba für Predator und Terminator 2 wird er immer einen Platz in meinem schwarzen Herzen haben. Deshalb find ich auch super spannend, was du über Wolfen geschrieben hast :smiling_face_with_three_hearts: Lieben Dank für den Tipp!

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Stepford Wives mit Nicole Kidman ist eine schwarze Komödie. Mir gefällt’s ganz gut, aber ich mag Kidman.

Stepford Wives mit Katherine Ross dagegen ist durchaus ein Horrorfilm, hat halt das typische 70er Jahre Flair, ist aber durchaus ungemütlich.

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Kool thx, kommt auch auf meine Liste !! :heart:

P.S. Lieben Dank an alle, die hier Filme gepostet oder kommentiert haben. Jetzt hab ich bis Ende des Jahres einiges nachzuholen! :heart:

Gleichzeitig betreib ich ab sofort aktiv Wahlkampf! :sweat_smile:

todi2020

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LoL, wesentlich interessanter als den Eintrag zu „Audition“ finde ich ja den zu „Jaws“. Diese Lesart des Films war mir bisher unbekannt. Ansonsten fällt mir für deine Liste spontan noch die „Suspiria“-Adaption von Luca Guadagnino ein. Nicht nur für Fans von Dakota Johnson einen Blick wert :innocent: .

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Zählt Fifty Shades of Grey eigentlich auch als Horrorfilm? :thinking: :joy:

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Nur, wenn man ihn sich ansieht. :grin:

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:face_vomiting: :crazy_face: :joy:

" Fifty Shades of Grey Trailer with Horror Music and the Inception Bwurr"

(Man findet auf Youtube echt jeden Blödsinn :heavy_heart_exclamation: :joy: )

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Amazon Prime zeigt bei mir It Follows und Hustlers [beide DF + OV + OmU] unter den Neuzugängen an :smiling_face_with_three_hearts:

Ich würde diese hier noch auf die Liste setzen:

Under the Shadows (2016)
Shin Godzilla (2016)
Jacob’s Ladder (1990)
Funny Games (1997)
Men behind the Sun (1988) (naja, "sub"text ist das schon nicht mehr)

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Interessanter Punkt: Ab wann kann man noch von Subtext sprechen? „Get Out“ und „The Purge“ z.B. haben mir sehr gut gefallen. Allerdings vermitteln einem diese Filme ihre Message derart (über)deutlich, dass es mir (rein subjektiv) nicht mehr wie Subtext vorkam :innocent: .

Hihi, wegen „The Purge“ hab ich mir übrigens die ersten 2,25 Staffeln von „Reign“ gegeben…

Ich könnte mir vorstellen, dass man so ziemlich jeden Horrorfilm als reines Unterhaltungsprodukt sehen und die Botschaft, die eigentlich dahintersteckt, ignorieren kann, wenn man so gestrickt ist. Das dürfte bei Get Out und The Purge zwar vergleichsweise schwer fallen, aber gibt es garantiert. Eine große Rolle spielt dabei sicher, wie und wo man selber aufgewachsen ist. Shin Godzilla wurde z.B. von den japanischen Zuschauern eher als Anspielung auf den Umgang mit Fukushima verstanden als das beim durchschnittlichen westlichen Zuschauer der Fall war.

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Der amerikanische Godzillafilm vom Monsters-Regisseur [FFF 2010??] hat auf mich wegen Fukushima auch viel stärka gewirkt, glaube ich :thinking: :blush: :upside_down_face:

Es gab in den 70ern auch mal einen Godzillafilm, der sehr direkt Umweltverschmutzung angeprangert hat - und der nebenbei so merkwürdig ist, dass er selbst unter Godzillafilmen als ungewöhnlich gilt. :smile: Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster (Godzilla vs. Hedorah / Godzilla vs. the smog monster).

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