Letzter Film, den ich gesehen habe


#1484

Eine kleine Entdeckung für Freunde des etwas unkonventionelleren Midnight Movies:


#1485

Der RAMBLER klingt gut. Ist bestellt. :sunglasses:


#1486

Dann würde mich mal Deine Meinung interessieren…


#1487

Gerade Hostile gesehen und denke mir nur, Mensch, was ist denn mit dem Gens los?
Cold Skin fand ich zwar gar gut, aber ansich werden seine Filme immer schlechter. Hostile setzt nun den absoluten Katastrophen Schlussstrich, so eine dämliche Story muss man erst Mal bereit sein zu verfilmen. Hoffe das Gans er sich wieder berapppelt, früher war er Mal eine absolute Bereicherung für jedes FFF.


#1488

So viel Gutes hat er aber doch gar nicht gemacht? Okay, Frontier(s) fand ich damals zwar nur durchschnittlich, aber er kam bei anderen soweit ich mich erinnere nicht schlecht an. Aber danach kam eigentlich nur noch The Divide, der ganz passabel war. Aber nichts, woran ich mich noch groß erinnere. :thinking:

Dafür war er neben Hostile auch noch bei Pulse / Cell Produzent, und das ist schon eher ein Grund, ihn ab jetzt zu meiden. :grin:


#1489

Du hast natürlich recht, wobei ich Frontier(s) sehr stark fand und 2007 die ABSOLUT BESTE Nights ever stattfand, von dieser Nights schwärme ich heute noch!!

Doomsday (2008)
Eden Log (2007)
Frontier(s) (2007)
Inside (2007)
[REC] (2007)
Sukiyaki Western Django (2007)
Timecrimes (2007)
Diary of the Dead (2007)

Der The ABCs of Death Beitrag und Cold Skin haben mir auch recht gut gefallen und zeigen finde ich, was Xavier Gens drauf hat, wenn er denn will. Nur will er leider nicht so oft… :disappointed:


#1490

What happened to clever Science Fiction? Tommy Wirkola leider.


#1491

Das hatte ich befürchtet, werde ich mir nicht antun. Die Geschichte (die ansich ja auch nicht soooo interessant ist…) wäre meiner Meinung am besten von Terry Gilliam verfilmt worden.


#1492

Ist ja nur meine Meinung. Und wenn ich mich recht entsinne, haben wir beide durchaus mal einen anderen Geschmack :wink:.


#1493

Erinnerungen ankurbeln…Scheint bei mir hätte es einen Themenschwerpunkt “Dschungel” gegeben. War nicht bewusst.

The Party
Hier entgleitet eine Party. Britischer Humor, Kammerspiel in schwarz-weiß. Kurzweilig und durchaus amüsant.

Der Schamane und die Schlange
Puh, langatmig. Auch in schwarz-weiß gedreht. Hätte vom Thema auch gut von Werner Herzog sein können.

Jumanji: Willkommen im Dschungel
Nochmal Dschungel. Für Zwischendurch ok. Blieb ansonsten hinter meinen Erwartungen.

The Borneo Case
Dschungel die Dritte. Diesmal bitterernst als Dokumenation. Abholzung des Regenwaldes, die Auswirkungen und die korrupten Machenschaften dahinter. Mit einem halbwegs “Happy End”.

Mustang
Nett gefilmt, gut gespielt. Stellenweise etwas überspitzt.

Draussen ist Sommer
Familiendrama. Nichts spekakuläres, einfach eine Beobachtung über eine gewisse Zeit. Coming-Of-Age.

Tigermilch
Auch Coming-Of-Age. Hier war ich dann aber wohl doch zu alt für. Das ist dann tatsächlich eher was für Teens.


#1494

Robo Vampire (HK 1988)
Ein Drogenhändlerring beschäftigt zum Schutz seiner schmutzigen Geschäfte einen ulkig herumfuchtelnden Zauberer, der einen Haufen asiatischer (also lustig umherhüpfender Vampire) beschwört. Daher wird ein in Fetzen geschossener Cop in einem supermodernen Labor aus den 1930ern mit Gummianzug und Mülleimer auf dem Kopf zu Robocop 2.0 zusammengehäkelt. So weit, so irre! Warum der Obervampir allerdings eine Gorilla-Karnevalsmaske trägt, die in ihn verknallte Geisterlady sich völlig unmotiviert die Klamotten vom Leibe reißt, wer die Söldnertruppe aus Pudelmützenhausen beschäftigt, und was eigentlich der ganze Mega-Dummfug soll? Keine Ahnung! Trash der härtesten Sorte!! Nicht verpassen!!!


#1495

Aus momentanem Zeitmangel und Faulheitsgründen werde ich hier erstmal nur die Titel der von mir in den letzten fünfeinhalb Wochen gesehenen Film posten und das Ganze dann im Laufe der nächsten zwei, drei Tage vervollständigen / brav nach-editieren… ein bisschen was hat sich dann ja doch angesammelt, in eineinhalb Monaten:

Carrie (Brian De Palma / 1976 / BluRay, OmeU)

Marjorie Prime (Michael Almereyda / 2017 / Bluray / englischsprachige Originalversion)

Badlands (Terrence Malick / 1973 / Bluray / OmeU)

Valerian and the City of a Thousand Planets ( Luc Besson / 2017 / DVD / deutschsprachige Synchro)

Hellraiser (Clive Barker / 1987 / Kino (DCP) / englischsprachige Originalversion)

A Quiet Place (John Krasinski / 2018 / Kino (DCP) / englischsprachige Originalversion)

Moonwalkers (Antoine Bardou-Jacquet / 2015 / DVD / OmeU)

Gojira (Koji Hashimoto / 1984 / Kino (35mm) / deutschsprachige Synchro)

Escape from New York (John Carpenter / 1981 / Kino (35mm) / deutschsprachige Synchro)

Lady Bird (Greta Gerwig / 2017 / Kino (DCP) / englischsprachige Originalversion)

The Thing (John Carpenter / 1982 / TV / deutschsprachige Synchro)

Kimi no na wa (Shinkai Makoto / 2016 / BluRay / OmeU)

Deadlock (Roland Klick / 1970 / Kino (35mm) / deutschsprachige Originalversion)

The Texas Chainsaw Massacre (Tobe Hooper / 1974 / BluRay / OmeU)

“America is not a young land: it is old and dirty and evil… Before the settlers, before the Indians… the evil was there… waiting.”

(William S. Burroughs, “Naked Lunch”)

Auch im Zustand völliger Bedröppeltheit um drei Uhr morgens lässt sich Tobe Hoopers Klassiker noch prima goutieren, vielleicht trug diese meine übermüdete Abgekämpftheit sogar noch zum Filmgenuss bei. Eine Sternstunde in Sachen Terrorkino, der Horrorfilm aller Horrorfilme, ein abgeschraddelter, wild-wüster american nightmare par excellence. Die (kaum so zu nennende ) Story braucht kein grossartiges build up oder ähnlichen Schmonzes, die Charaktere sind wenig mehr als einfach nur so in die Gegend gestellt, in das Grauen geworfen, das sie und die Zuschauenden aus heiterem Himmel überfällt, die Bilder bohren sich ohne Umweg direkt ins Hirn (und gehen da nie wieder weg), und das enervierend-kreischende Sounddesign lässt einem die Zehennägel hochrollen. Keeps you on the edge all the time. “The Texas Chainsaw Massacre” erklärt nichts, erläutert nichts, er ist einfach. Und er ist einmalig.

Tatsächlich war das erst meine zweite Sichtung von Hoopers all-time master piece, nachdem ich Mitte des letzten Jahrzehnts das Glück hatte, “TCM” als Erstsichtung im Kino erleben zu dürfen - wo er natürlich noch um ein Vielfaches heftiger wirkte. Die Abgewetztheit der uralten 35mm-Kopie verstärkte die shabbiness der ganzen Szenerie noch, und der Sound war in all seiner anstrengend-kakophonen Unmittelbarkeit kaum zu ertragen. Die neu gemasterte BluRay von Turbine hat da beinahe schon ein zu gutes Bild. Ist aber auch egal, weil der Wirkung nicht wirklich abträglich. Ein Film für die Ewigkeit. Und Leatherface ist wahrlich ein putziges Kerlchen, das man einfach nur in den Arm nehmen und knuddeln möchte. Wie er da mitten in der Nacht wie von Sinnen mit der qualmenden Kettensäge im Anschlag der armen Sally durchs Dickicht hinterherwetzt, als wäre er von Mort Drucker höchstselbst gezeichnet, wie er mit schlecht sitzender Perücke und vollkommen irre geschminkt bei den Dinner-Vorbereitungen die Frau im Haus geben muss, und wie er am Ende im orangeroten Licht der Sonne seinen chainsaw-Solo-Tanz performt - hach ja, das hat schon was.

“Texas Chainsaw Massacre / They took my baby away from me / But she’ll never get out of there / She’ll never get out of there / I don’t care, oh wo ho ho”

(RAMONES, “Chainsaw”)

Grace Jones zum 70sten: Grace Jones: Bloodlight and Bami (Internet (arte-Mediathek) / OmdU)


#1496

Grandiose Review einer der wirklich mit weitem Abstand allerbesten Horrorfilme aller Zeiten. Anfang der 90er war der nur “schwarz” auf abgelutschten VHS Tapes zu bekommen, irgendwo in Berlin wurden wir fündig, haben uns das ersehnte Ding dann auf einem viel zu kleinen Röhrenfernseher gegeben - und waren dennoch vollends verstört und auch überwältigt. Sieh Dir unbedingt noch “Teil 2” mit Dennis Hopper an, der kommt noch einigermassen an das Original ran - alle anderen “Fortsetzungen” usw. kann man getrost vergessen.


#1497

He he he… das passt ja gut, denn Turbine wird “TCM 2” Anfang nächsten Monats als 3-Disc-Mediabook (zum gefühlt x-ten Mal) (wieder-)herausbringen - und justament heute hab’ ich die Bestellung für mein Exemplar rausgehauen. Von den ganzen Sequels / Remakes / Remake-Prequels etc. pp. kenne ich nur noch die Markus Nispel-Version von 2003 - der war zum So-Nebenbei-Gucken ja ganz nett, hat aber mit dem Original in etwa soviel zu tun wie eine harmlose Eidechse mit einem ausgewachsenen Alligator.

Ansonsten heute noch “Solo - A Star Wars Story” auf deutsch und (in mal wieder überflüssigem) Real3D im Kino gesehen…tatsächlich der erste der neuen “Star Wars”-Filme unter Disney-Ägide, der mir ganz gut gefallen hat. Näheres dazu werde ich aber erst irgendwann am Samstag schreiben, muss morgen schon nachmittags aufs Hamburger Japan-Filmfest (und bleibe da auch bis um Mitternacht).


#1498

Jetzt erst nachgeholt: der perfekte Sommerhorror.


#1499

Beim DEATH WISH-Vergleich gewinnt das Original von 1974 nur knapp. Wenigstens ist es nicht so zum Kotzen wie Eli Roths Remake.


#1500

Hallo Herr Kees, klasse Review die es wirklich auf den Punkt bringt - ich fand THE SHALLOWS unglaublich gut (für einen Flossenhorror) und sogar noch besser als den Sharkmovie den es zuletzt auf dem FFF zu sehen gab (Titel vergessen, der mit den 2 Tussis im Unterwasserkäfig). Muss allerdings gestehen das ich ein Hai-Phobiker bin und mir solche Filme wesentlich schneller eine Gänsehaut verschaffen als z.B. Fahrstühle, dunkle Wälder oder Zombies :smiley:


#1501

„Unsane“ von Steven Soderbergh.

Vor ein paar Jahren kündigte Steven Soderbergh ja an, nie wieder einen Film machen zu wollen. Okay, jeder Mensch braucht mal eine kreative Pause, aber es wäre eine unfassbare Verschwendung von Regietalent gewesen, hätte er sein Versprechen auch wirklich eingelöst. Auf der Berlinale wurde „Unsane“ unter dem Publikum als „the iPhone movie“ weitergereicht, ist doch der gesamte Film (wirklich!) mit Apples iPhone aufgenommen worden.

Diesbezüglich wird man nicht unbedingt mit einer opulenten Optik verwöhnt, dem Film tut das aber keinen Abbruch. Die oftmals statischen Bilder, die fast ein wenig an einen 70er Jahre Streifen erinnern, unterstreichen sogar noch den klaustrophobischen Realismus und die, nicht untypisch für einen Soderbergh Film, Dialog-lastige Reduktion auf das Wesentliche. Auch in „Unsane“ stehen die Menschen im Mittelpunkt, nicht die Kulissen und Effekte, werden Personen sehr feinstofflich und detailiert charakterisiert.

Die Geschichte selbst ist ein Bild-gewordener Alptraum. Nicht nur das eine junge Frau offensichtlich Opfer eines Stalkers wird, was ihrer Psyche mehr als abträglich zu sein scheint, nein, sie wird auch noch gegen ihren Willen in einer psychiatrischen Heilanstalt festgehalten, in der sie eben diesen Stalker zu erkennen glaubt… Claire Foy spielt ihre Opferrolle grandios und trägt den Film fast alleine und was als Drama beginnt wandelt sich ganz allmählich zu handfestem Horror.

Ein wirklich intensiv gespielter, innovativer „kleiner“ Film, der zupackt und gruselt. Hätte auch prima aufs FFF gepasst.

8/10


#1502

Vor einer Weile hatte ich hier ja nach einem Film gesucht. Jetzt habe ich mir nach dem Godzillawochenende endlich die ATOR und TROLL Reihen vornehmen können, weil ich alle komplett habe. Feinster Trash aus den 80ern und frühen 90ern! Definititv etwas, wofür man sich Freunde einladen sollte, um nicht verrückt zu werden. Aber so hatten wir unheimlichen Spaß, und sogar der Kauf einer VHS-Kassette bei Ebay hat sich gelohnt. :smile: Die Bildqualität war nicht mal merklich schlechter als die mancher Billig-DVDs.
Das waren alle Filme:

  • Ator – Herr des Feuers
  • Ator II – Der Unbesiegbare
  • Ator III – The Iron Warrior
  • Ator IV – The Hobgoblin (a.k.a. Troll 3, a.k.a. Quest for the Mighty Sword)
  • Troll
  • Troll 2
  • Contamination. 7 (a.k.a. Troll 3, a.k.a. Creepers, a.k.a. Crawlers)

Barbaren-Trash ist mein Guilty Pleasure, und deshalb hatte ich besonderen Spaß mit den Ator Filmen. Die ersten beiden kannte ich schon, inklusive der legendären Szene mit dem Schloss samt bayrischer Flagge. Wer sie noch nicht kennt und Spaß an so etwas hat, sollte sie sich mal ansehen. Teil 3 versucht sich sogar an Arthouse Ansätzen, die in Kombination mit dem hohen Trashfaktor noch einmal einen besonderen Unterhaltungswert bieten. Ator IV dann baut auf einmal Elemente der Nibelungensage ein und Musik wie aus einem Videospiel. Überhaupt gibt hier niemand etwas darauf, ob das wilde Herumgemische aus Steinzeit, Antike und Mittelalter irgendeinen Sinn ergibt.

Interessant, dass die beiden ersten Ator Teile noch halbwegs zusammenhängen, aber man ansonsten kaum von Fortsetzungen sprechen kann. Vor allem die Troll Filme wurden nur deshalb durchnumeriert, um sie besser zu verkaufen. In Contamination. 7 kommt nicht einmal ein einziger Troll vor, das muss man sich mal vorstellen!

Troll dürfte der qualitativ hochwertigste Film dieses Wochenendes gewesen sein, denn man kann ihn sich als humorvollen B-Movie durchaus noch ansehen. Die verrückten Nachbarn unterhalten. Auf Troll 2 war ich aber mehr gespannt, denn er hat schließlich den Ruf, einer der schlechtesten Filme aller Zeiten zu sein. Ja… er ist wirklich sehr schlecht. Es gibt aber schlimmeres, denn wenigstens zieht er sich nicht. Contamination. 7 hingegen würde ich noch eine Spur schwächer bewerten, weil es nicht nur ein schlechter Film ist, sindern er auch noch langweilt. Bloß nicht ansehen. :wink:


#1503

Ich war nie ein Fan der Reihe, aber für alle Fans von gutem alten Retrohorror ist das hier eine Empfehlung:

Ein James Bond-Intro, Alice Cooper auf der Tonspur, selbstreferentielle Sprüche und ein Kind, das zum Einschlafen Sartres „No Exit“ liest: Es ist 1986 und der sechste FRIDAY-Film bringt erstmals den Spaß zum Splatter – damit wird JASON LIVES tatsächlich zum besten Teil der Reihe. Manche Gags sind selbst mehr als 30 Jahre später noch amüsant, das Tempo stimmt, die Spannungsszenen und Kills sind gut in Szene gesetzt und dankbarerweise nicht so goreverliebt wie in anderen Filmen. Ein unerwartet kurzweiliges Vergnügen. Schade, dass Autor und Regisseur Tom McLoughlin nach diesem, seinem zweiten Film, fast nur noch belanglose TV-Movies gemacht hat.