Ich glaub’, da liest Du doch etwas zu viel in meinen Post hinein… zugegeben, Cronenberg ist schon einer meiner liebsten Genre-Regisseure, tatsächlich habe aber auch ich noch längst nicht Alles von ihm gesehen (blinde Flecken in meiner DC
-watch list sind z.B. immer noch “Cosmopolis”, “The Brood” (obwohl der hier schon seit gefühlt zwei Ewigkeiten rumliegt, mir aber immer noch nicht danach war, mir den mal anzusehen - vor Allem auch wegen der filmischen Verarbeitung von Cronenbergs Hassgefühlen bezüglich seiner Ex-Ehefrau, und des ganzen Ärgers mit seiner damals gerade laufenden Scheidung ), “A Dangerous Method” und auch “Cosmopolis”…die geplante Mini-Retrospektive sollte ja auch gerade dazu dienen, diese meine Bildungslücken endlich mal zu schliessen).
Empfehlen würde ich Dir - neben (bzw. von) oben angeführten Filmen - vor Allem “Crash” (den ich mich erst einmal in meinem Leben getraut habe zu sehen (anno 1999 auf (geschnittener) Verleih-VHS), und der mich wirklich nachhaltigst verstört hat), “Scanners” (ein Film, der mich bis jetzt zwar nach jeder Sichtung seltsam unbeteiligt zurückliess, der aber dennoch auf seine ganz eigene Art sehr beunruhigend ist) und last but not least “The Dead Zone” (ein grandioses Psycho-(Liebes-)Drama mit einem formidablen Christopher Walken und einem grenzdebil sich gebärdendem Martin Sheen, schnafte auch Tom Skeritt und Anthony Zerbe als Nebendarsteller). “Dead Ringers” auch noch, den habe ich aber auch zuletzt vor bald 25 Jahren gesehen, und ist mir aber auch immer noch nicht so ganz klar, welche der zahlreichen DVD / BluRay-Versionen nun wirklich uncut ist.
Was “eXistenZ” angeht: Ich verehre Jennifer Jason Leigh tatsächlich ja geradezu abgöttisch, und mag auch Jude Law sehr sehr gerne sehen, nur leider halte ich “eXistenZ” für doch sehr oberflächliche Schaumschlägerei, die immer nur vorgab, in die Tiefe abzutauchen, in Wahrheit aber doch sehr am schönen Schein der Körper und Kulissen(schieberei) verhaftet blieb, und auch nicht gerade viel aus seinem Thema zu schöpfen vermochte - “Videodrome” war da in Sachen Realitätsverlust und Identitätsverwirrung ja doch schon Lichtjahre weiter voraus… Für mich damals eher eine Enttäuschung.
Mehr schreibe ich dann vielleicht gerne mal die Tage, wenn der Abend nicht ganz so spät ist, bzw. ich ein wenig mehr Zeit haben sollte.