Letzter Film, den ich gesehen habe


#1223

Frenzy hatte ich irgendwie keine Muße zu. Will ihn mir aber irgendwann mal vornehmen. Wo wir gerade bei Hitchcock sind, welcher ist das, in dem bekommt eine Frau laufend Terroranrufe? Sie geht daran zu Grunde. Ist ewig her, dass ich den gesehen hab. Der hatte mich damals ziemlich aufgewühlt.

The Gift habe ich auch gesehen. Genauso wie Predestination. Ich bin zu kritisch, beide landeten bei mir nur im Mittelfeld. Vielleicht nicht ganz fair.

Ein mörderischer Sommer, den will ich auch sehen. Betty Blue hingegen gefiel mir nicht. Das war der mit den Holzhütten am Meer oder? Irgendwie ne kuriose Geschichte, wenn da überhaupt eine war?

Zuletzt gesehen:
Lief im TV (und steht zufälligerweise auf meiner Liste) Der Hundertjährige bla bla. Der gewollte Witz hat mich genervt und so war nach 30 min. Sendeschluss. :wink: Bisschen wie Amelie, mit nem Opa.

Unfriend Ich hatte Hoffnung. Wirklich. Eigentlich paradox bei dem Stoff (und der Zielgruppe). Letztlich wieder generisch und nach hinten raus eher albern als gruselig.

Miss March Ganz witzig.Ist aber nicht viel von hängengeblieben.


#1224

Das klingt auf Anhieb sehr nach “Mitternachtsspitzen” mit Doris Day und Rex Harrison. Der beste Hitchcock, der gar nicht von Hitchcock ist. :smile: Oder meinst Du “Bei Anruf Mord”? Das wäre aber allzu naheliegend. :wink:


#1225

@Neck
Bist zur Zeit auch nicht leicht zufrieden zu stellen, oder? Und ich dachte immer, ich wäre hart in meinen Bewertungen. Zur 7 für Frenzy habe ich mich allerdings auch durchgerungen. Ja, Betty Blue waren die Holzhütten. Bin mir auch nicht sicher, wie der heute bei mir ankäme; ist gute 10 Jahre her.

Ich sah vorhin Camille Claudel von 1988 als Teil der Adjani Reihe. Der Film ist weniger bekannt, was angesichts der genialen Performance von Isabelle Adjani schade ist. Es war wohl ihr persönliches Anliegen, das Leben und Werk der Bildhauerin darzustellen und bekannt zu machen. Der Film ist arg schwer konsumierbar. 175 Minuten lang dem Verfall der Camille Claudel zu zuschauen, der es nicht gelingt sich in der Gesellschaft als Künstlerin Anerkennung zu verschaffen und Unabhängigkeit zu erlangen drücken aufs Gemüt, zumal der Film ziemlich dunkel ist.

Schwerpunkt ist klar die Stellung von Claudel innerhalb der Gesellschaft gewesen. Einblicke in das Wesen der Bildhauerkunst kamen leider etwas zu kurz. Auch fehlte dem Film die Intimität zwischen Meister (Gerard Depardieu) und Schülerin, wie es z.B. in Die schöne Querulantin hervorragend dargestellt war. Welcher mir übrigens trotz ca. vier stündiger Laufzeit nicht länger vorkam und der mir besser gefiel.
Wir hatten Glück und durften eine 35mm Kopie sehen (10 Akte, 9 Rollenwechsel), die Qualität war in Ordnung, zeigte aber schon deutlich Alters Erscheinungen. Wegen Isabelle Adjani’s toller Darstellung und dem passenden, intensiv-düsterem Soundtrack mit seinen Streichorchestern - Geigen und tiefen Bässen dürfen es dann auch 7/10 Pkt. sein.


#1226

THE GIFT

Joel Edgerton ist offensichtlich vielseitig talentiert (Drehbuch, Regie, Hauptrolle) und liefert als Debut einen beunruhigenden und gut besetzten Psychothriller, der seine Standard-Genreprämisse nicht für billige Schocks sondern für ein spannendes Psychogramm nutzt – inklusive einem stimmigen, unbehaglichen Ende, das Erinnerungen an Finchers SEVEN weckt. Empfehlenswert.


#1227

Und jetzt alle: Scieence Fictioon Double Feeatuure!

MIDNIGHT SPECIAL
Eine Art Remake von Carpenters STARMAN (und damit ein Stück weit auch von Spielbergs ET), dessen Ernsthaftigkeit den Film bisweilen etwas prätentiös bis unfreiwillig komisch wirken lässt, auch wenn Mystery-Atmosphäre und Spannungsaufbau durchaus stimmig sind. Das Finale hingegen enttäuscht – geringes Budget hin oder her, die Idee wurde in TOMORROWLAND erheblich interessanter umgesetzt.

THE MAN FROM EARTH
Ein weiterer Beitrag aus der Reihe “wäre eine prima TWILIGHT ZONE Episode geworden, reicht aber nicht für 80 Minuten”: Die Story (ein Mann hat die Welt seit der Urzeit überlebt, ohne zu altern – und entscheidend mitgeprägt) ist nett, aber Setting, Charaktere und Inszenierung sind auf einem solch drögen TV-Niveau, dass man schon viel Geduld mitbringen muss, denn intellektuell gefordert wird man bei diesem Gedankenspiel leider nicht.


#1228

Hab letztens Muck (Another Deadly Weekend) gesehen den ich auch mal fürs FFF vorgeschlagen habe. Gut dass er nicht dran kam. Er ist zwar professionell gefilmt, hatte heiße nackte Babes und auch Blut (allerdings keine wirklichen Effekte), aber total unspannend und schlecht. Gerade aufgrund der professionellen Herangehensweise ist das schade, denn der hätte echt was werden können. Vielleicht war das aber auch Absicht, denn alle Charaktere waren komplette Idioten, die Dialoge eher Satire die das ganze ausgebremst haben statt die Story voranzutreiben. Es fühlte sich so an als hätte man ein paar toll aussehende Demo Szenen mit Unsinn gefüllt um auf Spielfilm Länge zu kommen. Keine richtige Struktur, kein Spannungsaufbau, man hoppelt im Kreis von einer Situation in die Nächste. Die Verschachtelung war ganz gut, ähnlich wie bei Seed 2 wollte man da aber wohl eher von der schlechten Qualität ablenken.


#1229

Ich habe ein Experiment gewagt, und mich nach vielen vielen Jahren getraut, Donnie Darko mal wieder zu gucken.

Donnie Darko. Der Film, den meine Generation vor 15 Jahren als DEN Kultfilm überhaupt feierte, obwohl er viel zu hoch für uns war.

Natürlich möchte ich hier nicht verallgemeinernd unterstellen, dass damals keiner von uns Doofköppen kapiert hat, was es mit den Artefakten und Tangenten-Universen im Detail auf sich hat. Aber als ich meinen damaligen Lieblingsfilm jetzt nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder sah, beschlich mich das ungute Gefühl, dass ich ihn damals nicht cool fand, weil er eine clevere Geschichte erzählte… sondern einfach nur, weil er so mysteriös wirkte. Hätte mein damaliges Ich meinem heutigen Ich das alles erklären können? Oder war es ihm einfach wurscht? Leider kann ich mich nicht mehr daran erinnern, wie viel ich von dem Film verstanden habe. Und das bedrückt mich im nachhinein etwas, denn ich habe Angst, eines von den nervigen Kindern gewesen zu sein, die etwas nur oberflächlich in den Himmel lobten. Dabei ist es ja meistens umgekehrt. Man interpretierte häufig viel zu viel in Filme hinein, bei denen einem einige Jahre später auffällt, dass sie eigentlich ziemlich hohl waren.

Aus heutiger Sicht jedenfalls ist Donnie Darko gut gealtert, man kann ihm nichts vorwerfen. Und mich beschlich sofort wieder das wohlig vertraute Gefühl, wie wenn man in alten “Alle meine Schulfreunde” Büchern blättert. Der Soundtrack alleine… instant Gänsehaut. Ich habe ihn damals hoch und runter gehört und es zauberte mir noch Jahre später ein Lächeln aufs Gesicht, wenn ich einen der Titel im Rockband Network entdeckte. Es kann also gut sein, dass ich voreingenommen bin und meine hohe Bewertung zum Teil noch von der Begeisterung zehrt, die der Film vor 15 Jahren bei mir ausgelöst hat. Und wenn schon.

Leider habe ich nicht den Director’s Cut eingelegt, obwohl mir beim Abspann eingefallen ist, dass wir ihn auf DVD besitzen. So ändern sich die Zeiten - ich war zu faul ins Regal zu greifen, und habe deshalb Amazon Prime Video genutzt. Erst als ich nachgelesen habe, welche Szenen zusätzlich im Director’s Cut enthalten sind, habe ich wirklich verstanden, was es mit dem “Zeitreisemodell” auf sich hat. Es ist wesentlich komplexer als ich dachte. Und es gibt immer noch Szenen, die ich nicht ganz zuordnen kann. Aber gerade dieses Puzzle macht den Film abseits seiner das Teenieherz erfreuenden Außenseitergeschichte zu etwas besonderem. Vielleicht sehe ich mir demnächst doch noch mal den ganzen Director’s Cut an, hole meinen Mann dazu und wir rätseln danach darüber. So wie wir es vielleicht vor 15 Jahren bei einer unserer ersten Verabredungen auch schon gemacht haben, was ich aber verdrängt habe, weil ich mein damaliges Ich für zu doof für diesen Film halte. Dann entschuldige ich mich hiermit für diese Fehleinschätzung.

9/10


#1230

Independence Day: Wiederkehr

Gerade zurück aus dem Kino. Tja, was soll man sagen.

Die Geschichte dürfte in ihrer Komplexität aus der Feder eines 7-jährigen stammen, Logiklöcher so tief wie der Grand Canyon, klischeetriefend und vollkommen sinnbefreit, mit ein paar Fremdschäm-Elementen und dem einen oder anderen Deja-Vu-Element.

Aber ich habe mich prächtig amüsiert! Der Film macht Laune, es kracht ordentlich. :wink:

Spontan 8/10 wenn man nicht beginnt, auch nur eine Sekunde das Ganze ernsthaft zu hinterfragen.


#1231

Curtains (1983) – Exzentrischer Regisseur lädt fünf Schauspielerinnen zum Wochenend-Casting in sein zugeschneites Landhaus, schon recht schnell und gewaltsam lichtet sich die Reihe der potentiellen Rollenanwärterinnen. Prinzipiell nicht schlecht gefilmt und teilweise durchaus spannend, gerade das Spiel mit Realität und Illusionen (erste Gewaltausbrüche entpuppen sich als Theaterszene/Traum/sexuelles Rollenspiel) gefällt, manche Passagen hängen aber restlos durch und das Script ist schon arg simpel. Man merkt dem Streifen auch die erheblichen Schwierigkeiten bei der Produktion (u.a. Wechsel des Regisseurs) deutlich an. Hat sich trotzdem insgesamt gelohnt, in erster Linie wegen der attraktiven und gutgelaunten Damen (u.a. Linda “The Avengers” Thorson und Samantha Eggar).


#1232

Boogie Nights

Und ein weiterer Film von Paul Thomas Andersen, der zwar ohne Zweifel ganz gelungen ist, wo mir aber wieder etwas schwer benenn bares fehlt, um ihn so zu würdigen oder abzufeiern, wie es offensichtlich viele andere tun. Immerhin hat er den Status als moderner Kult Klassiker. Ich finde, er verlässt sich etwas zu sehr auf seinen genialen Soundtrack. Fast alle Stücke habe ich in den 80ern rauf und runter gehört, entsprechend gut gefiel mir auch der Einstieg in den Film. Doch dann braucht er sehr lange um mehr als nur ganz interessant zu sein, und verheizt nebenbei mit William H.Macy und Philip Seymour Hoffmann zwei starke Charakterdarsteller für Nebenrollen. Obwohl andererseits waren sie damals noch nicht so bekannt und von einem anderen Standpunkt aus könnte man auch sagen, der Film ist bis in die Nebenrollen Top besetzt :thinking: Nun ja, beim Sehen habe ich es so empfunden, das deren Rollen ausbaufähig gewesen wären.
Spannung kam reichlich spät auf, aber dann hat es gut funktioniert mit der Dramaturgie. Tja, braucht irgendwann noch eine zweite Sichtung und liegt momentan bei gut 7 bis knapp 7,5 Pkt.


#1233

Independence Day – Resurgence

Wären nicht einige fortgeschrittene Effekte und gealterte Stars, ID4:2 könnte direkt aus den 90ern stammen: klischeetriefende Situationen, cheesy Dialoge, eindimensionale (aber immer heroische) Charaktere. Es ist kaum zu glauben, dass man nach z. B. THE FORCE AWAKENS heutzutage noch einen derart altbackenen Science-Fiction-Film machen kann – und ihn auch noch ernst meint. Tatsächlich entbehrt der Film bis auf wenige selbstreferenzielle Ausnahmen (“They like to get the landmarks") jeglicher Ironie, auch wenn er ständig am Rand der Parodie entlangschrammt, und hat leider auch nur wenig Humor und Charme zu bieten. Dafür ist er wenigstens nicht so unnötig düster und langweilig geraten, wie das bei vielen aktuellen Blockbustern (X-MEN APOCALYPSE, BATMAN V. SUPERMAN etc.) gerade Pflicht zu sein scheint – auch das gegen den Trend.


#1234

Schade, gearde düster mag ich und “Batman v. Superman” scheint ausser mir sowieso niemand gemocht, geschweige denn, verstanden zu haben. Aber diesen vollkommen Sinn- und Intelligenz-befreiten Ultrakommerz namens ID4:2 werde ich mir höchstens mal in nem Jahr spät abends beim zappen auf Pro7 für ne halbe Stunde reinziehen, kurz bevor ich auf der Couch dann in der 2. Werbepause beim dritten Glas Rotwein einschlafe. Denn mehr Aufmerksamkeit verdients der scheiss nicht.


#1235

Independence Day - Resurgence

20 Jahre nach Teil 1 hatte auch ich die naive Hoffnung, auf einen Sci-fi Action Film der Superlative in jeder Hinsicht - Oh Mann…Klischee beladen, nicht wirklich witzig - höchstens zum Schmunzeln, flache Figuren und eine scheinbar wahllos zusammengeschusterte Story, bei der man guten Gewissens mangelnde Logik bemängeln darf. Und es ist richtig: Er schrammt am Rand der Parodie vorbei…Die im Drehbuch angelegte Chance z.B. das Dschungel Krieg Subgenre effektiver einzubauen wurde auch nicht genutzt. Das er mir stellenweise noch Spaß machen konnte lag an den ordentlich ins Bild gesetzten Effekt Szenarien, die gerade auf der Hamburger Savoy Leinwand ziemlich beeindruckten. Der schon nicht soo überzeugende 2046 (Emmerich hat einige Situationen schlecht von seinem eigenen Film kopiert) gefiel mir besser. Bestenfalls Durchschnitt, aber eigentlich hätte ich gerne mein Geld zurück.

The Neon Demon

Während Independence Day eher fürn Arsch war, ist The Neon Demon klar etwas fürs Auge. Schönheit, Oberfläche, Schein und das Gewicht, die man diesen Dingen beimisst bilden den thematischen Hintergrund von Refn`s Film, in dem L.A. nicht gerade gut wegkommt.
Treffendere Worte als @Herr_Kees sie gefunden hat, fallen mir ansonsten zum Film nicht ein.
Das es bei mir trotz einiger unerwarteter humorvoller Szenen (Nebenrolle Keanu Reeves) nicht ganz so gefunkt hat, wie ich es erhofft hatte, lag an der doch sehr dünnen Story und der schon erwähnten Over the Top Schlussphase. Für mich schwer zu bewerten.


#1236

In letzter Zeit finde ich mehr und mehr Gefallen an Audiokommentaren. Wenn sie gut gemacht sind, erschließt sich der Film einem noch einmal auf einer zusätzlichen Ebene und lässt ihn evtl. in einem ganz anderen Licht erscheinen. Nachteil ist, das es viel Zeit kostet, wenn man sich die Filme immer zweimal anschauen muss. Hab schon gesagt, das ich mir in Zukunft Filme nicht mehr mit Dialog anschaue, sondern gleich mit Audiokommentar.

Audiokommentare kann man auch gut ohne Bild genießen, wenn man den Film bereits gesehen hat. Meist ist das Gesehene noch ausreichend präsent, oder man erkennt an der Geräuschkulisse, was gerade geschieht. Wenn der Kommentar nicht ohnehin direkt auf die Szene zielt.

Einfach den Audiokommentar als MP3 rippen und bei der nächsten längeren Auto- oder Bahnfahrt wie ein Hörbuch hören. Funktioniert bei mir wunderbar.

Die sehr unterhaltsamen Audiokommentare von Christian Kessler funktionieren sogar, wenn man den Film gar nicht kennt. Er redet sowieso das, was ihm gerade durch den Kopf geht. Das hat nicht immer direkt was mit dem Film zu tun, oder er redet über andere Filme… :slight_smile:


#1237

Super Tipp, Danke! Zeitnah kann man das machen mit den MP3s. Zu manchen Erläuterungen wird aber das Bild nötig sein. Ich fand`s z.B. so interessant wie beim Kommentar zu THE KILLER RESERVED NINE SEATS ein Umschnitt erklärt wurde anhand einer Szene, die sie im Spiegel gefilmt hatten. Ein Begriff, den ich hier zum ersten mal gehört habe. Dazu braucht man das Bild zum Verständnis. Bei Steve Jobs saß ich auch mit dem Finger auf der Fernbedienung dabei. Dennoch…ist vorgemerkt. Dummerweise kann mein Laufwerk keine Blu rays, das macht bei mir nur der Blu ray Player. Der will aber nicht an den PC. :unamused:

Fallen dir spontan ein paar Filme ein, zu denen er gesprochen hat?


#1238

Ich kenne Kesslers Audiokommentare zu Top Sensation (Sklavin ihrer Triebe), 9 Gäste für den Tod, Schön, nackt und liebestoll, Bianco vestito per Mariale und natürlich zum Audiokommentar-Klassiker schlechthin: Das Grauen kommt nachts (Delirium). Eventuell übersehe ich noch einen, der mir gerade nicht einfällt.

Dummerweise kann mein Laufwerk keine Blu rays, das macht bei mir nur der Blu ray Player. Der will aber nicht an den PC.

Dafür gibt’s liegt ja der Arrow-Blu von Blood and Black Lace auch die DVD bei … :wink:


#1239

Den Mariale habe ich sogar. Gefiel mir nicht ganz so gut. Ich konnte mit diesen Wachsfiguren Bildnis im Keller nicht so viel anfangen. Die Tanzszene hatte was (exotisches).

Genial, dann weiß ich endlich mal wozu die DVD Beilagen gut sind. :slight_smile:


#1240

Star Trek Beyond

Ist das jetzt beabsichtigt retro oder einfach nur misslungen? Der neue STAR TREK Film fühlt sich in weiten Teilen an wie eine überlange TV-Folge aus einer der ersten Staffeln: billig wirkende Kulissen, mäßige Tricks, hölzernes Acting, bemühter Humor, simple Makeup-Effekte, dämliche Logiklöcher und nur ein Hauch von Story. Dazu kommen ein paar chaotische Actionszenen, unübersichtlich arrangiert, hektisch geschnitten und viele davon im Dunkeln, wobei das 3D eher kontraproduktiv wirkt. Nahezu jede Situation in diesem Film ist absoluter Standard ohne jegliche Überraschungen oder Innovationen, die wenigen guten Szenen kennt man aus dem Trailer. Wären nicht die vertrauten Charaktere und ihre liebgewonnenen neuen Darsteller, der Film wäre ein totaler Reinfall. So ist er nach dem hervorragenden ersten und dem okayen zweiten STAR TREK von J.J. Abrams nur eine echte Enttäuschung.


#1241

Seufz. Ich hatte es befürchtet. Nachdem für mich der 1. Teil schon “nur okay” war und ich bereits Teil 2 als total misslungen empfand, scheint der Bodensatz nunmehr erreicht. Eine Schande was der einst so abgefeierte Lost-Regisseur den Trekkies hier als Erbe verhökert. Dabei häte die Geschichte so unendlich viel Potential gehabt, aber die Filme werden meiner Meinung vollkommen an der Zielgruppe vorbei produziert und fügen sich in die seit Jahrzehnten traurig leergefegte, konforme Einheitsbreilandschaft Hollywoods, deren “Blockbuster” einander ähneln wie aus Schablonen herzlos gefertigte Retorten-Babies voller Einheitsklischees.


#1242

Im Kino natürlich, sonst wäre es nicht der Rede wert: TOTAL RECALL!
“YOU BLEW MY COVA!!!” :slight_smile: