Letzter Film, den ich gesehen habe


#1403

Ich habe gerade Spring zum dritten Mal gesehen und bin mir am Schluss immer noch nicht sicher, ob ich richtig vermute, wie es endet. Aber egal, ob so oder so, einfach ein schöner Film. Irgendwie was ganz Eigenes, mit tollen Bildern und herzzerreißender Musik.

Ebenso auf DVD wiederentdeckt: Nina Forever (FFF 2015). Sehr frische Mischung aus Horror, Drama und schwarzer Komödie, und auch hier ein klasse Soundtrack.

Davon abgesehen: Es ist Hochsommer, da genießt auch der DVD - Player ein wenig seinen wohlverdienten Jahresurlaub. Ich bitte daher meine derzeitige Passivität hier zu entschuldigen. Es kommt auch wieder ein heißer Herbst. :slight_smile:


#1404

Actiontrash, der in seinen besten over-the-top-Momenten (Wirework-Choreographie: Cory Yuen) an das selige 90er-Hongkong-Kino von BLACK MASK, HEROIC TRIO & Co. erinnert. Costume Design und Set Pieces sind überdurchschnittlich und Sammo schlägt sich mit seinen 60 Jahren sozusagen wacker.

Leider sind Story und Dialoge nicht ganz so (unfreiwillig) komisch wie im Krachervorgänger NAKED WEAPON, so dass sich zwischendurch Längen einstellen, sowie der Film sich zu ernst nimmt, aber dann kämpft Sammo Hung auch schon wieder mit einem knallgelben Wischmop gegen zwei attraktive Assassinen und man ist gleich wieder versöhnt.

NAKED SOLDIER gibt es in ordentlicher Qualität in der OmeU auf Youtube:


#1405

Die Kleinstadt wird von einem animalischen Killer heimgesucht und der Sohn der Bestattungsunternehmerin hat morbide Vorlieben. Scheint alles klar, ist es aber nicht. Der atmosphärisch irgendwo zwischen LET THE RIGHT ONE IN und PHANTASM angesiedelte Indiefilm kommt zwar weitgehend ruhig, unspektakulär und auch etwas langatmig daher, hat aber die eine oder andere Überraschung parat, die auch Genrekenner verblüffen wird (solange man sich die DVD-Hülle nicht so genau anschaut). Nur die etwas schlockigen Effekte im Finale hat der Film nicht verdient.


#1406

Ich habe gerade einen Stephen King Filmmarathon hinter mir. Wir haben uns mit Freunden getroffen, und hatten eine Auswahl an King-Verfilmungen vorbereitet, die mindestens zwei von uns noch nicht kannten. Geschafft haben wir 5 Filme am Stück am Samstag und nach einer Schlafpause am Sonntag noch mal 4 Filme. Spannende Sache, weil ich viele davon sehr lange nicht mehr gesehen hatte.

Carrie
Zu recht ein Klassiker. Was mir diesmal bewusst geworden ist: Meine Lieblingsszene ist nicht nur die bekannte auf der Bühne, sondern die kurz davor, wenn in Zeitlupe gezeigt wird, wie alles auf die Katastrophe zusteuert. Sehr schöner Aufbau insgesamt.

Cujo
Bisher noch nicht gekannt. Den Anfang fand ich ein wenig langatmig, aber wenn der Hund erst mal loslegt, bekommt man sehr guten Tierhorror geboten.

Running Man
Wesentlich unterhaltsammer, als ich ihn in Erinnerung hatte. Überrdeht trashige 80s Action, so, wie man sie sich vorstellt. Keine Parodie könnte das besser hinkriegen.

Misery
Ebenfalls ewig nicht mehr gesehen - und ich war sehr angetan! Von den King-Verfilmungen, die ich kenne, mein Platz 3. Genial gespielt, und ich habe mich erst jetzt wieder daran erinnert, wie sehr ich den Sheriff mochte…

In einer kleinen Stadt (Needful Things)
Der erste Downer, weil ich das Gefühl hatte, dass das Buch vielleicht nicht so gut für eine Verflimung geeignet war, wie sich der Regisseur das dachte. Die vielen Charaktere mit ihren einzelnen, kleinen Geschichten sorgen nicht gerade für einen idealen Spannungsbogen. Dabei war die Grundidee ganz nett und es spielen ein paar gute Schauspieler mit.

Die Verurteilten (The Shawshank Redemption)
Einer meiner Lieblingsfilme. Die Mischung aus Tragik und Feel-Good-Movie packt mich jedes Mal. Aber dazu braucht man wahrscheinlich nichts mehr zu schreiben…

Der Nebel (The Mist)
Ebenfalls einer meiner Lieblingsfilme, und diesmal zum ersten Mal in der vom Regisseur favorisierten Schwarz-Weiß-Fassung gesehen. Zugegebenermaßen nur, weil wir aus unerfindlichen Gründen die Disc mit der normalen Version verschlampt hatten… Ich finde, er gewinnt dadurch tatsächlich, gerade weil die gerne kristieriten Monstereffekte besser wirken. Nach wie vor bietet Der Nebel für mich außerdem eine der bittersten Szenen aller Zeiten.

Stark (The dark Half)
Ich kannte Stark bisher noch nicht, aber gerade wegen Romereo war ich neugierig. Leider war ich am Ende aber nicht ganz überzeugt… Das Gefühl, einen mittelmäßigen 90er TV-Film gesehen zu haben, überwiegt trotz der teilweise saftigen Gore-Szenen. Hier musste zum einzigen Mal am Wochenende mit Müdigkeit kämpfen.

Zimmer 1408
Wie bei der ersten Sichtung gefiel mit die erste Hälfte ziemlich gut, aber dann wird es leider eine ziemlich sinnfreie Geisterbahnfahrt. Wer keinen großen Wert auf die Handlung legt, dürfte trotzdem Spaß haben, aber ich fand das etwas schade. Insgesamt trotzdem noch ganz gut.


#1407

Hmmmh… ich mag den Film nicht so sehr, trotz allem Respekt vor Darabont ist der für mich der schlechteste seiner 3 Kingverfilmungen (Green Mile fehlt noch bei deinen Sichtungen ;)). Ich weiss, dass ich mich da wahrscheinlich zu sehr am für mich katastrophal misglückten Ende hochschaukle, aber weil eben genau das offene Ende der Geschichte so gut zu der beabsichtigten 50er Jahre Monster SF Film Stimmung passt, sehe ich das im Film verwendete Ende als unpassend an. Handwerklich ist der Film ansonsten gut gemacht, aber im vergleich zu den beiden anderen Kingverfilmungen, kommt er für mich über einen guten Durchschnit (ohne das Ende!) nicht hinaus…


#1408

Green Mile kannte ich schon, und mag den auch. Aber außer Die Verurteilten reicht für mich keine King Verfilmung an Der Nebel heran, ich liebe den Film tatsächlich sehr. :slight_smile: Sowohl den Monster-Part als auch den Horror, der von den Menschen ausgeht (diese Frau… phantastisch). Und gerade das Ende gehört zu meinen Lieblingsenden von allen Filmen, die ich jemals gesehen habe, da sind wir also ziemlich gegensätzlicher Meinung. :wink: Ich finde, es passt perfekt für Stimmung des Films.

Aber ich kenne die Vorlage nicht. Ich kann gut verstehen, dass man kritischer ist, wenn man zuerst die Vorlage gekannt hat und dann ein Drehbuchautor sich solche großen Freiheiten herausnimmt.


#1409

Ich denke da liegt der Knackpunkt und wenn dann auch noch die absolute Jugendliebe für die Monster SF Filme der 50er Jahre fehlt, dann kommt das bestimmt hin…

Kingverfilmungen gibt es ja etliche, darunter ein paar echt gute und ein paar extrem schlechte (derzeit scheint wohl gerade einer in’s Kino gekommen zu sein^^). Da könnte ich stundenlang drüber reden, wenn ich die Zeit hätte, aber die fehlt immer mehr… Meine Favoriten sind Stand By Me (der ist sogar besser als die Vorlage), Dead Zone, Carrie (aber nur das Original, das Remake fand ich grauenhaft), dann kommt eine grosse Liste von guten Filmen, einge Durchschnittsfilme und dann der Bodensatz alá Lawnmower Man. Seinen eigenen Film Maximum Overdrive (Rhea M) kann ich nicht wirklich ernst nehmen und als Trash-Granate funktioniert er für mich schon ganz gut :wink: Da ist es anderen Autoren deutlich schlechter wiederfahren…


#1410

STOKER

Eben zum 2. mal STOKER gesehen (Pro Sieben, aber glücklicherweise wenig Werbung zu der nächtlichen Zeit). Bin erneut total geflashed von der Kamera und den unzähligen, megagenialen Einstellungen, Set-Designs, Übergängen, Lichteffekten, usw. Kenne absolut keinen Film der dem Style von STOKER ebenbürtig wäre, Wahnsinn.

Dazu noch eine extrem spannenden, teils verstörende, Geschichte mit Mystery-Elementen, GENAU MEINS. Avanciert jetzt zu meinen all-time top 10 movie darlings. Sowas von genial der Film.


#1411

Stoker will ich auch noch sehr gerne nachholen. Da hätte ich wohl mal besser einen Blick ins Fernsehprogramm werfen sollen… stattdessen gesehen:

BLAIR WITCH

Und über den kann ich nicht viel positives sagen. Wenn es Blair Witch Project nicht gegeben hätte, wäre das vielleicht gar kein schlechter Grusler, aber so hat er mir zu viel vom Original kopiert. Es gibt zwar einige neue Erklärungen, aber gerade bei Horrorfilmen ist halt doch oft weniger mehr. Ein paar Szenen haben mir trotzdem gut gefallen (z.B. der Fuß, auch wenn es irgendwie zu nichts führt?), und die Charaktere sind nicht komplett unsympathisch. Teil 2 war schlechter. 4,5/10


#1412

Zwerg! Kreisch, nicht Dein Ernst. sprechen wir hier über das Original ? Der EINZIGE Film bei dem ich mich, entschuldigung, so eingepisst habe, das ich aus meinem Filmkeller gerannt bin und gewartet habe, das meine Freundin nach Hause kommt, um den shit mit mir zusammen zu Ende zu sehen. Ich halte Blair Witch (das Original) für den schlimmsten und gruseligsten Film aller Zeiten! Echt jetzt.


#1413

Keine Sorge! :smiley: Das Original heißt BLAIR WITCH PROJECT und gehört für mich auch zu den Filmen, die mich sehr gruseln konnten. Die zweite Fortsetzung (von 2016) heißt BLAIR WITCH, und die habe ich jetzt leider gesehen. Deshalb meinte ich, dass der Film viel vom Original kopiert hat.


#1414

Ich gehöre auch zu denjenigen, die das original von BWP schlecht gefunden hat, zum einen ging mir der Hype der darum gemacht wurde extrem auf die Nerven und dann krankte er besonders daran, dass ich alle Personen extrem unsympathisch und schlecht schauspielernd fand, was jedweilige Spannung im Kern erstickt hat. Es gibt gute Found Footage Filme - BWP gehört für mich nicht dazu…


#1415

BWP war aber damals schon ein wichtiger Vorreiter für das Found Footage Genre, oder? Es gab zwar davor bestimmt schon andere (wobei ich glaube ich keinen gesehen habe), aber er hat das Genre massentauglich gemacht und damit vielen guten Filmen den Weg geebnet. Schauspielerisch gebe ich dir aus heutiger Sicht recht, aber ich habe damals so verängstigt vorm Fernseher gesessen, dass mir gar nicht aufgefallen ist, ob die nun gut oder schlecht spielen. :wink: Für mich war der realistische Stil etwas völlig neues, was ich zuvor in keinem anderen Film gesehen hatte, und das alleine hat mich schon mitgerissen.


#1416

Ich bin BWP gegenüber auch eher ambivalent eingestellt. Einerseits die mäßigen Darsteller und die dämlichen Charaktere („Klar, ich habe die Landkarte weggeschmissen“), auf der anderen Seite war es aber schon richtig beeindruckend, daß das Publikum im randvollen Kino minutenlang auf eine stockdunkle Leinwand starrt, und man im Saal eine Stecknadel hätte fallen hören können. Das muß man erst mal hinkriegen.


#1417

Wie geschrieben, nervte mich der Hype der darum gemacht wurde, beim FFF habe ich ihn mir nicht angeschaut (ich glaube sogar der lief in einem meiner Dauerkartenjahre), weil er mich thematisch nicht ansprach, als jemand der neben einem grossen Wald (Grunewald) aufgewaschsen ist, kann man einfach keine Angst vor einem Wald bekommen :wink: Und den Trailer fand ich zu billig… Dann kam der Hype, obwohl aus meiner Sicht verlässliche FFFler den als OK abgehakt hatten, daraus entwickelte sich ein wenig negative Stimmung bei mir, ohne ihn gesehen zu haben, irgendwann habe ich es dann doch gemacht und fand ihn eher scheisse…

In einem der Folgejahre zeigten sie auf dem FFF den französischen FF Film ILS (THEM), der war mMn sehr gut!

Und derzeit bin ich genervt, dass in fast jedem Film an unpassendsten Stellen die Kamera wackelt, bei spannenden Szenen, oder Verfolgungen mag das ja einen Sinn ergeben, aber bei ruhigen Dialogen ist es einfach nur eine einzige Stümperei…


#1418

Wo wir gerade bei Klassikern sind: Ich habe mir am Wochenende einen PHANTASM Marathon gegeben. Anlässlich der Veröffentlichung von PHANTASM V habe ich Teil II bis IV nachgeholt und auch den neuen gesehen, Teil I war mir noch präsent genug.

Das faszinierende an der Reihe ist ja, dass sie mit ihren fünf Teilen fast 40 Jahre umspannt, dass jeder Film mit einem Cliffhanger aufhört und der nächste Film mit deutlich gealterten Darstellern an genau der Stelle wieder einsetzt. Es gibt auch einen Fan-Cut, der die Enden und Anfänge der Reihe zusammengeschnitten hat. PHANTASM ist damit wahrscheinlich die einzige Horror-/SciFi-Filmreihe, die auch perfekt als Miniserie funktioniert.

Zu den einzelnen Filmen:

PHANTASM II
Die direkte (nur neun Jahre später gedrehte) Fortsetzung des atmosphärischen und auch etwas merkwürdigen Kult-ScFi-Horrors setzt dank Finanzierung durch ein großes Studio deutlich stärker auf Mainstream, besetzt die Hauptfigur kurzerhand neu (mit James LeGros, der später u. a. in Ally McBeal spielen wird) und lässt die Helden mit Schrotflinte, Flammenwerfer und Kettensäge gegen den Tall Man und seine Schrumpelzwerge antreten – und nimmt hier schon Elemente aus seinem späteren JOHN DIES IN THE END vorweg. Die weirde Atmosphäre des ersten Films bleibt dabei aber größtenteils auf der Strecke.

PHANTASM III – LORD OF THE DEAD
Auch der Cliffhanger von Teil 2 wird fünf Jahre später nahtlos fortgesetzt, der dritte PHANTASM Film kehrt jedoch eher wieder zu den Wurzeln zurück. Zwar gibt es mit Action und flotten Sprüchen, Gangsterzombies und einem kleinen Kind mit Knarre Reminiszenzen an den (damaligen) Genremainstream, aber es gibt genügend abgefahrene Ideen und Szenen, die den Geist der Reihe transportieren und das surreale PHANTASM Universum interessant halten – “Seeing is easy, understanding takes a little time”, wie ein Charakter sagt.

PHANTASM IV – OBLIVION
Es ist schon rührend: Auch wenn immer viele Jahre zwischen den Filmen der Reihe liegen, die man den Darstellern auch deutlich ansieht, tut man so, als ginge es direkt weiter. Teil 4 ist wohl der mysteriöseste von allen. Mit surrealen Szenen, Traumwelten und Flashbacks in deleted scenes des ersten Films, die sich auf unheimliche Weise in diesen fast 20 Jahre älteren Film einpassen, wird hier eine Mythologie erzeugt, die man mit dem Verstand nicht erfassen kann – faszinierend.

PHANTASM V – RAVAGER
Ursprünglich als Webseries gedacht, wurde PHANTASM RAVAGER von 2008 bis 2014 von Coscarelli-Protégé David Hartmann in Zusammenarbeit mit dem Originalautor und -regisseur gedreht. Dem Drehbuch merkt man die direkte Verbundenheit zum PHANTASM Universum auch an, dem Film als Ganzem nicht immer: Manche Szenen wirken extrem amateurhaft und sind weit weniger professionell realisiert als die bescheidenen Anfänge vor fast 40 Jahren. “I don’t know what’s real anymore”, sagt Hauptfigur Reggie einmal und das ist hier Programm. Natürlich werden auch im letzten Teil der Reihe die große Mysterien nicht aufgeklärt, stattdessen wird der Zuschauer mit neuen surrealen Szenarien und Wahrnehmungsebenen weiter verwirrt. Wenn der scheinbar demente Reggie sich an seine Geschichte erinnert und darin träumt, weiß man bald nicht mehr, was man glauben soll. So bleibt die Reihe sich treu bis zuletzt – auch ein Novum im Horrorgenre.

Fazit: Am besten hat mir neben dem Original Teil IV gefallen, weil er die Stärken der Reihe am überzeugendsten transportiert. Insgesamt keine Serie, die zu meinen Genrefavoriten zählt, aber mit der kompletten Produktionsgeschichte ein wirklich bemerkenswertes Franchise, das sich nur sehr selten kommerziellen Anforderungen gebeugt hat und immer ein Werk mit eigenen Ideen geblieben ist, bei dem man die Hingabe der Macher in jedem Teil spüren kann. Mehr zur Reihe und zu Don Coscarelli in Mick Garris’ hörenswertem Post Mortem-Podcast.


#1419

In diesem Zusammenhang kann ich eigentlich nur die Phantasm 1-5 - Limited Edition Blu-ray Collection von Arrow aus UK empfehlen mit Tonnen an Bonusmaterial und natürlich alle Filme uncut!


#1420

Die Phantasm-Reihe ist großartig und ich war von RAVAGER wegen der Idee und dem starken Spiel von “Reggie” sehr begeistert, auch wenn der Film stellenweise schon etwas “billig” wirkt. Ein guter, der Serie würdiger, Abschluss.


#1421

Kenne bislang nur den Ersten. Jetzt bin ich auch neugierig auf weitere Teile des Franchise.

Weiter oben hatte ich ein paar Highlights der letzten Zeit angekündigt. Das ist schon zu lange her, daher nun ein Auszug meiner letzten Sichtungen.

Der Trost von Fremden von Paul Schrader. Es mutet beinahe wie eine Untertreibung an den Film als kryptisch zu bezeichnen. Die Psychologie hinter dem Film wirkte auf mich jedenfalls nicht gerade sinnvoll oder schlüssig, von welchem Aspekt ich ihn auch betrachte; Dem unerfülltem Leben hinter einer Fassade aus Schönheit und materiellen Werten, eines unerfüllten Sexuallebens oder des Aspektes schlichten Neids. Wirklich belanglos ist er zwar nicht, aber ich kann mir vorstellen, das die Buchvorlage von Ian McEwan in der Beziehung aufschlussreicher ist.
Daher würdige ich den Film eher als ästhetisch/visuell ansprechenden Mood Film mit seinem wundervoll komponiertem Musikstück. Für eine reine Meditation suggeriert er allerdings zu viel Inhalt. Knappe 6,5/10 Pkt.

Ace Attorney von Takashi Miike
Unterhaltsame, rätselhafte Detektivgeschichte mit erfrischend ungewöhnlicher Inszenierung, deren Auflösung und Story Verlauf allerdings nicht ganz so spektakuläre Enthüllungen hatten wie ich es nach der Einführung erwartet hätte. Gut gefiel mir das Prozedere im Gerichtssaal. Mal was anderes. 7/10 Pkt.

The Burning
Sexy Slasher mit toller Kamera Arbeit, dessen erste Hälfte es durchaus mit seinem Vorbild FREITAG DER 13. aufnehmen kann. Ich meine gehört zu haben, das der sogar schon vor jenem in der Planung war. 6,5-7 Pkt.

Rainy Dog, der zweite Teil der Takashi Miike BLACK SOCIETY TRILOGIE. Hervorragendes Yakuza Drama das Freunde wirkungsvoll inszenierter und außergewöhnlicher Beiträge des Genres nicht verpassen sollten. Melancholisch und rührend. Es regnet fast den ganzen Film. Für einen Yakuza Streifen weniger Action als gewohnt. Die Musik macht auch Spaß mit ihrem Mix aus Slide Guitar, Keyboards und Drums. Gehört eigentlich auch in den Geheimtipp Thread.

Pirates of the Carribean 4 - On Stranger Tides Ich muss mal ein gutes Wort für diesen Teil einlegen, der sich innerhalb der Reihe weniger Beliebtheit erfreut und im Ganzen sicher nicht die Qualität der Gore Verbinski Filme des Franchise erreicht. Doch Regisseur Rob Marshall hat einen atmosphärischen, rhythmischen, vereinnahmenden, rasanten und doch seichten und insgesamt unterhaltsamen Film geschaffen, der mit seinem Meerjungfrauen Thema das Franchise außerdem um eine erfrischend abwechslungsreiche Story erweitert. Die Musik von Hans Zimmer hat ein grandioses Timing zum Bild. Das Bild selbst ist zu viele warme goldbraun Tönen gedeckt. Auch das Arrangement ist bei Verbinski Stil sicherer. Knappe 7/10 Pkt.

A Touch of Zen Ich hatte es irgendwie schon geahnt, das es wohl zu viel ist nach Planet der Affen diesen dreistündigen Film noch abends um 21 Uhr anzuschauen. Ich kannte ihn noch nicht, da war die Kinovorstellung und die durch Rapideeymovies remasterte Fassung verlockend. Tolle Farben, vereinnahmende Atmosphäre, ruhige Inszenierung…was ich sah gefiel mir gut, aber ich bin ständig eingenickt :sleeping: , konnte der Story nicht mehr folgen und musste nach eineinhalb Stunden (da sind die meisten Filme durch :eyes:) einsehen, das es keinen Zweck mehr hat. Schade. Wird nachgeholt.


Geheimtipps
#1422

Nach dem FFF ist vor Halloween, also Zeit für Horrorfilme. Gestern gesehen:

Final Destination 5

Ich mag die Reihe sehr, auch wenn sie ihre Macken hat. Der Aufbau der einzelnen Filme ähnelt sich extrem und die Charaktere sind inzwischen sehr häufig unsympathische Nervensägen. Aber ich finde das Konzept toll und mag die kreativen Tode. Deshalb hat mir Teil 5 besser gefallen als der vierte: Gerade die Tode in der ersten Hälfte sind schön kreativ geraten und tun beim Zusehen schon weh. Ich hatte jedenfalls meinen Spaß, nachdem ich von dem Teil davor eher enttäuscht war.

Und der Vollständigkeithalber auch hierzu meine kleine Zeichnung…

Morgen geht es dann mit einem gewagten Filmmarathon weiter: Wir wollen alle 11 Alien- und Predatorteile an einem Wochenende durchstehen. :grin: