Hey, kennt ihr vielleicht gute Thriller mit Mindfuck Elemten? Oder Filme in denen imaginäre Identitäten oder eine Art Doppelgänger das Leitmotiv des Films sind? Ich dachte da z.B. an Memento, David Lynch Filme oder the Broken, habe bis jetzt nur darüber gelesen, er soll sich ja auch der Doppelgänger Thematik bedienen und ähnlich wie ein Lynch Film aufgebaut sein. Kennt diesen Film zufällig jemand? Gibt es ähnliche Beispiele vielleicht auch im Fantasy Bereich?
Vielen Dank im Voraus
“The Broken” ist meiner Meinung nach zu gradlinig, um ein Lynch-Film zu sein.
Hat mir damals beim FFF aber richtig gut gefallen.
Dieser Mr. Cutty Film mit Woopie Goldberg ?
Aber führt diese Frage nicht auch zu Spoilern, da ja diese doppelten Identitäten / imaginären Figuren / gespaltenen Persönlichkeiten ja manchmal der Clou der Auflösung des Films sind.
(Mir fällt da grade noch einer ein, aber den verrat ich jetzt nicht)
Am 25.02.2011 20:46 , Michaela schrieb:
Aber führt diese Frage nicht auch zu Spoilern, da ja diese doppelten Identitäten / imaginären Figuren / gespaltenen Persönlichkeiten ja manchmal der Clou der Auflösung des Films sind.
Genau. Mir allen da auch noch ein paar ein, aber irgendwie nimmt man den Filmen ja ganz viel ihrer Wirkung, wenn man schon vorher weiß, dass es sich dabei eben genau um so eine Art von Film handelt.
Gemini von Shinya Tsukamoto.
Identity. Auch wenn der nicht so sonderlich überzeugend war, aber an multiplen Persönlichkeiten mangelts da nun nicht.
Ansonsten, wenn du den Mindfuck nicht weiter eingrenzt, gibts da Tausende. Brain Dead (nicht der Peter Jackson, sondern die Roger Corman Produktion), Brazil, Dämonisch, The holy Mountain, A Lizard in a Womans Skin, Malastrana, Footprints on the Moon, alle I-see-dead-People-Filme, aber auch dieser unsägliche Inception. Einer der besten Mindfucks gelingt meiner Meinung nach La Jetee.
THE I INSIDE könnte dir auch noch gefallen:
https://f3a.net/i-inside,film,813.html
Gibt auch einen Kurzfilm namens INSiDE zu imaginären Realitäten:
Ich habe gestern “Revolver” von Guy Ritchie angeschaut, und bin beim ersten Anschauen noch nicht wirklich schlau aus dem Film geworden. Könnte man als Mindfuck-Thriller bezeichnen. Ich saß jedenfalls da und dachte dauernd: wtf? was geht da ab?
(den Film gibt es übrigens aktuell als DVD-Beileger der Zeitschrift “TV direkt”, außerdem ist noch Renaissance als zweiter Film drauf. Beides allerdings nur mit deutscher Synchro, dafür kostet es nur 3,30 Euro. Wer das kaufen will sollte gleich losflitzen, das Heft ist nur noch bis 3. März am Kiosk zu haben)
Ansonsten fallen mir beim Thema Mindfuck noch Animes von Satoshi Kon ein, z.B. “Perfect Blue” (ähnelt einem Hitchkock-Thriller), “Paprika” (unbedingt Blu-ray Version anschauen, wegen der Bilderpracht) oder “Paranoia Agent” (kurze Serie mit Mindfuck-Elementen, macht einen auf anspruchsvoll aber ist letzlich nur ein Anspruchs-Bluff).
Oh, da scheint es ja doch so einige zu geben, vielen Dank für die Auflistung und Tipps, sind ja auch einige eher unbekannte dabei!
Das stimmt mir ist ganz entgangen dass ich bei dem Thema oft schon gleich die Essenz des Films verrate, wollte aber nicht zum spoilern aufrufen 
Was ist euch bei solchen Filmen wichtig? Steht bei euch bspw die bildliche Gestalltung im Vordergrund, Sound oder ist es mehr die überraschende Wendung?
Ich finde die Atmosphäre die der Film aufbaut zentral, er soll fesseln aber gleichzeitig auch zum mit- und nachdenken anregen.
Was heißt denn bei “diesen” Filmen? Jeder Film sollte irgenetwas haben, was fesselt. Sonst ist er Zeitverschwendung.
Ein Film, der ein What-the-Fuck-Effekt auslösen will, sollte natürlich eine Idee haben, sowohl worin dieser Effekt besteht als auch wie man den Zuschauer möglichst fesselt, ohne den Effekt vorab zu verraten. Wenn ich etwa nach zwanzig Minuten die letzte Einstellung von “Inception” errate, weil mich der Film langweilt und er einfach viel zu offensichtlich darauf hinausläuft, ist das Ziel ganz sicher nicht erfüllt. Vielmehr sollte er so gut erzählt sein, dass er mich auch dann noch unterhält, wenn man die Auflösung bereits kennt. So etwas nennt man eine gute Regie 
Woran immer du nun aber eine gute Umsetzung festmachst, am Sound jedoch sicher nicht.
Schlechte Mindfuck-Filme erkennt man spätestens daran, dass man sich beim Rewatch laaaaangweilt.
Gute Mindfuck-Filme fesseln auch noch beim zweiten Anschauen.
Exzellente Mindfuck-Filme werden beim zweiten Mal anschauen erst richtig gut, weil man dann den Twist am Ende schon kennt und fasziniert zuschaut, mit welcher Perfektion der Film diesen Twist schon früh gleichermaßen andeutet und doch gleichzeitig vertuscht, lange bevor er ihn offiziell enthüllt.
Ich finde z.B. “The Sixth Sense” oder “Fight Club” sind solche Filme, bei denen man erst mit Kenntnis des Twists am Ende ermessen kann, wie perfekt diese Filme eigentlich gemacht sind.
Mir ist da außerdem noch ein weiterer Mindfuck-Anime eingefallen, in dem Mindfuck sogar Thema der Handlung ist. Es geht um eine fiktive Welt in der man das gesamte Bewusstsein eines Menschen zusammen mit all seinen Erinnerungen in einen anderen Körper transferieren kann, ganz einfach durch Austausch eines Memory-Chips. Man kann die Erinnerungen auch manipulieren, d.h. unliebsame Erinnerungen löschen oder durch angenehme ersetzen. Mindfuck in Reinstform sozusagen.
Der Anime heisst “Kaiba” und sieht auf den ersten Blick aus wie eine japanische Version der Teletubbies, aber das täuscht gewaltig. Die Serie ist extrem komplex und behandelt tiefschürfende Themen.
Leider außerhalb Japans nur als Fansub zu haben.
Hier findest du eine deutsche Fan-Übersetzung:
http://gax.ath.cx/projects/62
der Trailer zu „Double“ scheint hier auch ganz gut reinzupassen, ist wohl ne deutsche Produktion, bin mal auf die Endfassung gespannt: