Namen, die euch ins Kino rennen lassen


#1

Nach dem Regisseure-Thread kam mir der Gedanke zu diesem positiven Gegenstück. Es geht neben Regisseuren auch um Schauspieler, Drehbuchautoren und Produzenten - oder welche Filmschaffende euch sonst besonders begeistern. Vielleicht ja auch ein bestimmtes Filmstudio wie “The Asylum”? :wink:

Welche Personen haben euch in der Vergangenheit so sehr beeindruckt, dass ihr alleine schon wegen ihres Namens in den Credits einen Film unbedingt sehen wollt?

Gemeint ist nicht bloß “den seh ich ganz gerne”, sondern es geht um Menschen, die euch blind in einen Film ziehen, selbst wenn er euch ansonsten gar nicht reizen würde. Einzelne Personen, die selbst ein ansonsten uninteressantes Genre auf einmal für euch spannend machen.


Ich starte mal mit Quentin Tarantino und Christopher Nolan. Beide drehen ihre Filme nicht wie am Fließband, aber die, die sie drehen, konnten mich bisher durch die Bank weg begeistern. Deshalb bin ich nach mehreren Jahren an einem Punkt angelangt, an dem ich mich auf ihre neuen Filme freue, ohne dass es mich überhaupt interessiert, welches Thema sie haben. Kriegsfilme und Western reizen mich eigentlich gar nicht, aber durch Tarantinos Handschrift war das auf einmal egal. Und Nolan hat mit Memento sogar meine Nummer 1 aller Zeiten abgeliefert.
Durch das Fantasy Filmfest geht es mir inzwischen außerdem mit Quentin Dupieux so. Während ich bei Nolan keine konkreten Erwartungen habe, sondern nur weiß, dass ich bisher alles mochte, was er angefasst hat, erwarte ich bei Dupieux einen ganz bestimmten Humor. Seinen nächsten Film werde ich mir auf jeden Fall wieder ansehen, weil er so einzigartig ist.

Schauspieler fallen mir spontan gar keine ein… da muss ich noch mal nachdenken. Und was ich persönlich gar nicht nachvollziehen kann ist, wenn Leute nur nach dem Aussehen gehen. Ich fand es schon immer gruselig, wenn halbnackte Frauen (sorry Forenkollegen :wink: ) oder Wachbrettbäuchige Männer begafft werden. Das gibt mir nichts.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Zwerg-im-Bikini am 10.10.2014 14:50 ]

#2

Hm, am ehesten würde ich da Rob Zombie nennen, da ich ihn als sehr fähig erachte im Horror-Genre. Eine Zeit lang hatte ich das von Daniel Myrick und Eduardo Sánchez geglaubt, was aber mehr an meinem Fantum für ihren Überraschungserfolg The Blair Witch Project liegen könnte. Jedenfalls kam da ja nicht mehr wesentlich viel nennenswertes hinterher. Aus Neugier hab ich das aber dennoch alles geguckt.

Ganz ähnlich verlief das bei Greg Mclean Von dessen Erstling, Wolf Creek, war ich schwer beeindruckt, so dass ich sein Schaffen gerne weiter verfolge.

Was Schauspieler angeht, da gucke ich fast alles mit Ellen Page, Juno Temple und Robert Downey Jr… Jedenfalls muss ich da weniger überlegen, wenn mich der Filminhalt mal nicht so ansprechend sollte.


#3

Ganz klar: Tim Burton!

Ansonsten muss ich leider sagen dass von den Regisseuren, denen ich blind vertrauen würde, keiner mehr lebt :disappointed:

EDIT 1: Na gut, Álex de la Iglesia sei hier noch genannt

EDIT 2: David Lynch ist auch noch so ein Kandidat :slight_smile:

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Buster am 10.10.2014 16:19 ]

#4

Bei mir gibt es da eine ganze Menge Regisseure.
Das sind sicherlich die die ich derzeit am meisten favorisiere.

Chan-wook Park, unfehlbar der Mann, ein Genie sondergleichen (bester Film: Oldboy).

Sion Sono, für mich das Beste was die Kinowelt derzeit zu bieten hat (bester Film: Why don’t you play in Hell).

Hitoshi Matsumoto, Wahnsinn ist sein Markenzeichen und das was ich liebe (bester Film: Symbol).

Gaspar Noé, Crystal Meth in audiovisueller Substanz. Wenn Regisseure noch Visionen besitzen, er ist ein Musterbeispiel dessen (bester Film: Enter the Void).

Nicolas Winding Refn, noch so ein Visioneur und ein grandioser dazu, der sich zudem in jedem Genre Zuhause fühlt (bester Film: Walhalla Rising).

Vincenzo Natali, er ist der absolute Nerd unter den Regisseuren und ein Garant seine Kreativität. Kein Wunder, dass jeder Film von ihm auf dem FFF lief (bester Film: Cube).

David Lynch, steht für sich selbst (bester Film: Mulholland Drive).

Und zuletzt das Highlight schlechthin: Hayao Miyazaki, danke für dein grandioses Vermächtnis! (bester Film: Princess Mononoke).

Ganz ehrlich könnte ich seitenweise Regisseure nennen, dessen Filme mich blind in den Film reinrennen lassen. Daran orientiere ich mich schon sehr stark und die Quote ist sehr gut!
Von den Hollywood Regisseuren ist es allerdings lediglich Christopher Nolan, dessen Filme ich blindlings schauen würde. Weder Scott, Spielberg, Cameron etc. traue ich da.

Es gibt auf jeden Fall keinen Schauspieler, dem ich blind vertrauen würde. Eher andersrum gibt es Schauspieler, dessen Filme ich von vornherein meide.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: lexx am 10.10.2014 20:14 ]

#5

Bei mir sind es wohl:

Ryuhei Kitamura
Shinya Tsukamoto
Yoshihiro Nishimura
Noboru Iguchi
Uwe Boll
Michael Bay
Robert Rodriguez
Adrián García Bogliano
Benny Chan
Yip Wilson
früher auch mal John Woo
und sicher auch die Briten Fraktion: Neil Marshall, Michael J. Bassett, Christopher Smith und Jake West

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Dvdscot am 10.10.2014 20:01 ]

#6

Schauspieler, Drehbuchautoren und Produzenten sind bei mir eher weniger entscheidend, obwohl ich zumindest bei Nennung mancher Schauspieler schaue ich zwar schon etwas genauer hin, ob der Film etwas für mich sein könnte, aber pauschal gibt es da keinen, weswegen ich blindlings einen Film ansehen würde. Schwerpunkt sind also Regisseure. Größtenteils sind das mir jene, von denen allenfalls in Programmkinos Filme gezeigt werden. Seit langer Zeit zählen dazu Jan Švankmajer, Guy Maddin, Brothers Quay, David Lynch, Alejandro Jodorowsky, David Mackenzie. In den letzten Jahren sind Nicolas Winding Refn und Hélène Cattet & Bruno Forzani dazugekommen. Und dann gibt es noch einige Regisseure, von denen ich zwar nicht alles gut finde, aber ich mir aber dennoch jeden neuen Film ansehe – wie
Lars von Trier, Quentin Dupieux, Hans-Christian Schmid. (Ähm, ich habe jetzt bestimmt die meisten vergessen.)


#7

Niemand wirklich, weil ich mir eh mehr als 70% von allem anschaue, was ins Kino kommt. Aber bei Namen wie Nolan, Fincher, Spielberg, Day-Lewis, Jennifer Lawrence und einigen anderen freue ich mich im Vorfeld besonders.


#8

Am 10.10.2014 19:47, schrieb lexx:

(…)

David Lynch, steht für sich selbst (bester Film: Mulholland Drive).


Möööööpp!!!

Das ist ja wohl immer noch Lost Highway :slight_smile:

Hier zeigt er, bei seiner Ice Bucket Challenge, dass er nicht nur eine coole Socke ist, sondern dass er auch noch als virtuoser Trompetenspieler durchgehen kann -> Klick.


#9

Kein Name bringt mich dazu einen Film unbedingt sehen zu wollen. Mich interessieren Geschichten. Dabei kommt es viel mehr darauf an wie sie umgesetzt sind, nicht wer vor oder hinter der Kamera steht.

Ein Name kann mein Interesse wecken, dann schaue ich mir ein klein wenig über den Inhalt oder die Intention des Filmemachers an. Aber nicht mehr. Ich lasse mich lieber überraschen als zu viel über einen Film zu wissen.

Deswegen unterstütze ich Filmemacher auf Kickstarter und Co.


#10

Am 10.10.2014 21:14, schrieb todi:

Kein Name bringt mich dazu einen Film unbedingt sehen zu wollen. Mich interessieren Geschichten. Dabei kommt es viel mehr darauf an wie sie umgesetzt sind, nicht wer vor oder hinter der Kamera steht.

Ja, dem Teil kann ich so in etwa beipflichten.


#11

Grundsätzlich geht es mir auch so, aber wenn man einen Regisseur über Jahre hinweg begleitet und dabei feststellt, dass er immer den eigenen Geschmack trifft, kann es schon passieren, dass man ihm irgendwann blind vertraut.

Vielleicht fallen mir deshalb keine Schauspieler ein, von denen ich unbedingt jeden Film sehen will… die haben natürlich selten eine so eindeutige Handschrift in ihren Filmen wie bestimmte Regisseure, weil sie ja weniger Einfluss haben. Da kann man höchstens das Glück haben, dass ein Schauspieler ein Händchen für gute Rollen hat.

Wen ich noch vergessen hatte: Trey Parker und Matt Stone. Das ist nun aber wirklich ein unreflektiertes Fanding, weil ich durch South Park angefangen habe, alles von ihnen zu sammeln. Ich weiß, dass sie z.B. als Schauspieler in BASEketball nicht die besten waren, und das sagen sie ja sogar selber. Dennoch muss ich jeden Film mit ihnen sehen, einfach der Komplettheit wegen. Ich sammle sogar ihre Kurzfilme, die sie als Studenten gedreht haben. Würden sie etwas neues machen, würde ich bestimmt am ersten Tag im Kino sitzen.


#12

Also ich rekapituliere noch mal : Namen für die man bedenkenlos und ausnahmslos sofort ins Kino rennen würde…

Regisseure : Zack Snyder, Terry Gilliam, David Lynch, David Fincher, Rob Zombie, Tobe Hooper, Ridley Scott, Francis Ford Coppola. Wobei mich ALLE der vorgenannten auch schon mal enttäuscht haben …

Schauspieler : früher Mel Gibson. Heute eigentlich keine mehr.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Alexander am 13.10.2014 14:07 ]

#13

Am 13.10.2014 13:39, schrieb Alexander:

Wobei mich ALLE der vorgenannten auch schon mal enttäuscht haben …

Und diese Filme musst du jetzt mal alle aufzähen, gibt sicherlich ordentlich Diskussionsstoff! :grin:

#14

Am 13.10.2014 21:59, schrieb lexx:

Am 13.10.2014 13:39, schrieb Alexander:
Wobei mich ALLE der vorgenannten auch schon mal enttäuscht haben …

Und diese Filme musst du jetzt mal alle aufzähen, gibt sicherlich ordentlich Diskussionsstoff! :grin:

be careful what you are wishing for !

Zack Snyder - 300 (halte ich für überbewertet)
Terry Gilliam - Tideland (selbst für einen hardcore T.G. fan wie mich nur extrem schwer verdaulich)
David Lynch - NOCH niemals, allerdings habe ich “Inland Empire” noch nicht gesehen… :wink:
David Fincher - Zodiac (ich mag BEIDE Zodiac Filme nicht, weil ja eh klar ist wie es augeht. Nämlich garnicht. Blödsinniger Stoff)
Tobe Hooper - Crocodile war schwach
Ridley Scott - White Squall
Coppola - hmm… weiss nicht mehr


#15

Am 14.10.2014 13:11, schrieb Alexander:

Zack Snyder - 300 (halte ich für überbewertet)

Zack Snyder würde sagen, “Tonight, you dine in Hell!” :wink:

Am 14.10.2014 13:11, schrieb Alexander:

David Lynch - NOCH niemals, allerdings habe ich “Inland Empire” noch nicht gesehen… :wink:

Wollte ich auch gesagt haben! :stuck_out_tongue:
Inland Empire ist auch genial, zumindest wenn man es so richtig schön abstrakt und undurchsichtig mag.

#16

Am 15.10.2014 09:14, schrieb lexx:


Inland Empire ist auch genial, zumindest wenn man es so richtig schön abstrakt und undurchsichtig mag.

Genial aus nerdiger Fansicht heraus? Das ist jetzt völlig einfach dargestellt aber als ich den damals angefangen hab, kam ich überhaupt nicht auf den Digital Video Look klar. Diese langen, unbeholfenen und merkwürdigen Kameraeinstellungen. Ich mag Dogma Filme aber das war ein bisschen zu sehr Amateur. Ja, unter Fans wird das sicher als mega avantgardistisch hochgelobt, ich hab keinen Zugang gefunden. Lynch ist da aber auch ein extremer Kandidat, kann nun auch nicht sagen, unbedingt großer Fan zu sein. Ich erinner mich an die Szene in “Lost Highway” (sehr verkürzt und ohne weitere Recherche aus meiner Erinnerung dargestellt), da wird dieser eine Typ eingesperrt und taucht Jahre später als eine ganz andere Person wieder auf. Ich mein, Hallo? Einen minimalen Grundsatz an plausibler Erklärung muss es doch geben. Also ich meine, ich kann den krassesten Scheiß präsentieren aber es muss doch auch irgendwie nachvollziehbar sein. Aber ich weiß ja, das wird alles in tausenden Foren erklärt und analysiert. :grin: Eine Kurz-Erklärung hier würde mir reichen.


#17

Am 15.10.2014 15:28, schrieb Neck:

Lynch ist da aber auch ein extremer Kandidat, kann nun auch nicht sagen, unbedingt großer Fan zu sein. Ich erinner mich an die Szene in “Lost Highway” (sehr verkürzt und ohne weitere Recherche aus meiner Erinnerung dargestellt), da wird dieser eine Typ eingesperrt und taucht Jahre später als eine ganz andere Person wieder auf. Ich mein, Hallo? Einen minimalen Grundsatz an plausibler Erklärung muss es doch geben. Also ich meine, ich kann den krassesten Scheiß präsentieren aber es muss doch auch irgendwie nachvollziehbar sein. Aber ich weiß ja, das wird alles in tausenden Foren erklärt und analysiert. :grin: Eine Kurz-Erklärung hier würde mir reichen.

Das tut wirklich weh zu lesen. Keine Fantasie. Nackte Logik. Alles muss man erklären. Alles muss nachvollziehbar sein.

Und wenn nicht? Wenn man einfach mal nicht alles erklärt? Wenn man Ursache und Wirkung im Film umdreht? Wenn man genau dieses “Hallo?” erzielen will? Ist das wirklich so schlimm?


#18

Am 15.10.2014 16:31, schrieb GeorgeKaplan:

Das tut wirklich weh zu lesen. Keine Fantasie. Nackte Logik. Alles muss man erklären. Alles muss nachvollziehbar sein.

Und wenn nicht? Wenn man einfach mal nicht alles erklärt? Wenn man Ursache und Wirkung im Film umdreht? Wenn man genau dieses “Hallo?” erzielen will? Ist das wirklich so schlimm?

Seh ich auch so. Hat ja sogar Menschen gegeben, die den letzten “Tatort” erklärt haben wollten. Ich finde das gerade gut, wenn Raum für eigene Gedanken bleibt, bin deswegen auch großer “Mystery” Fan. Überraschungen, Unerwartetes, Neues - DAS will ich sehen.

Da ich “Inland Empire” allerdings nicht kenne, halte ich mich mit Kommentaren zu dem Film logischerweise zurück. Grundsätzlich hat mich Lynch aber nie enttäuscht.


#19

was für ein klasse Tatort letzten Sonntag mit meinem sehr geschätzten Ulrich Tukur. Dieser Krimi geht wirklich in die Richtung Kunstkrimi und wäre eigentlich für das große Kino geeignet.
Den Krimi vom Sonntag liebte oder hasste man: Der ungewöhnliche Krimi bot William Shakespeare und Sergio Leone, François Truffaut und Quentin Tarantino, Ludwig van Beethoven und Vincent van Gogh oder auch die Filmsprache von Lars von Trier. Außer der Titelmelodie erinnerte im vierten Fall von LKA-Ermittler Felix Murot (Ulrich Tukur) kaum etwas an das übliche Format der beliebten Krimireihe.

Regisseur Florian Schwarz setzte nach dem Drehbuch von Michael Proehl eine dichte Geschichte in Szene, nicht nur voller Anspielungen auf allerlei kulturelle Perlen, sondern auch mit beeindruckenden Bildern und viel Musik vom hr-Sinfonieorchester.


#20

Hab grad leider nicht so viel Zeit, aber der Name lässt mich bestimmt ins Kino rennen: Rainer Stefan - denn dann sind die Nights oder das FFF und da renn ich (Ausnahmen bestätigen die Regel) dann eigentlich blindlings hin und lass mich überraschen.

Ansonsten:
Tim Burton, vor allem in Paarung mit Johnny Depp - ich liebe seine skurillen und schwarzhumorigen Filme.

Die Coens - jeder ihrer Filme ist anders

David Lynch

Dann die Vertreter des asiatischen Kinos wie Takashi Miike, Park Chan Wook, oder Sion Sono.

Dann so ziemlich alle Filme, die nach Vampir klingen.

Manche Filme schau ich auch wegen der Schauspieler, z.B. Jin-Mo Ju, Kang-Ho Song, Clooney Schorschi, Kiefer Sutherland oder auch Nicole Kidman. Und manche trotz der Schauspieler, z.B. Filme mit Tom Cruise.

Und stimme Todi zu:

Zitat-Anfang: "Kein Name bringt mich dazu einen Film unbedingt sehen zu wollen. Mich interessieren Geschichten. Dabei kommt es viel mehr darauf an wie sie umgesetzt sind, nicht wer vor oder hinter der Kamera steht.

Ein Name kann mein Interesse wecken, dann schaue ich mir ein klein wenig über den Inhalt oder die Intention des Filmemachers an. Aber nicht mehr. Ich lasse mich lieber überraschen als zu viel über einen Film zu wissen". - Zitat Ende

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Michaela am 15.10.2014 22:23 ]