Namensänderung fürs FFF denkbar oder sogar sinnvoll?

Nur mal als Einwurf und Ergänzung: Sehr sehr viele der wichtigen internationalen Genrefestivals tragen ebenfalls “Fantasy” (oder Ähnliches) im Namen. Und die Bedeutung bzw. die potentielle “Missverständlichkeit” des Begriffs ist in jeder Sprache gegeben.

Fantastic Fest
Fantasia
Brussels / Neuchatel / Paris / usw. International Fantastic Film Festival
Fantasporto
Fantaspoa
BiFan
Fantafest Rom
Fancine Malaga
Montevideo Fantastico
FANT Bilbao
Cinefantasy

usw. …
Der Begriff ist schon äußerst etabliert und eine Änderung birgt aus Markenführungssicht eigentlich kaum Potentiale (in was will man es denn auch ändern? Fantasy ist nun mal der allgemeine Oberbegriff fürs Genre…), dafür viele Gefahren. Ich gebe da eher Michaela recht, ein erklärender Untertitel - wie früher - könnte hilfreich sein. Aber zu “Fear Good Movies”: wird das inzwischen überhaupt noch benutzt?

Nur dass es darum nun nicht mehr so wirklich geht, wenn dann bräuchte man einen neuen Untertitel: “Internationales Festival für Independent, abseitige und andere Filme”.

Können Sie aber auch so lassen, vor allem den Namen insgesamt.

Dann müsste man das in den Winter verlegen :smiley:

Und was ist an dem alten Untertitel nicht mehr zutreffend? Besser als der neue ist er allemal, den finde ich auch nicht gut, obwohl es bei mir leider immer mehr passt (Vier Good Movies)

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Zum Thema “Fear Good Movies”: Das ist doch nur eine Abwandlung von “Feel Good Movies”.

So sehe ich das auch. Es ist ja nicht so, dass “Fantasy” eine klarere Bedeutung hatte, als das Festival gegründet wurde - schon damals konnte man dabei zuerst an Elfen und Zwerge denken. Aber wenn man ein kleines bisschen vertraut mit dem Kino ist, weiß man etwas mit dem “phantastischen Film” als Genre anzufangen.

Um alle direkt abzuholen, würde mir kein idealer Name einfallen, denn es ist schwer, die Vielfalt unter einen Hut zu bringen. Da läuft blutiger Horror neben philosophischem Arthouse neben Asia Epos neben kleinem Krimi neben schrillem Anime neben bekannten Produktionen wie Shape of Water. Und das FFF ist etabliert, immerhin prangt der Name auf unzähligen DVD-Covern (das wurde ja schon geschrieben). Aus Marketing-Sicht ist diese lange Tradition nicht zu unterschätzen und sollte denke ich nicht durch einen Namenswechsel weggeworfen werden.

Aber ein neuer Untertitel - wieso nicht?

Das mag ja alles sein, aber er ist misverständlich wenn nicht sogar nicht so zu verstehen, wie er gemeint ist, weil man sich eigentlich vor guten Filmen fürchten müsste, wenn man das wörtlich nimmt…

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Aber wird er denn überhaupt noch wirklich benutzt…?

Na, also, wer die Ironie nicht versteht, dem ist auch nicht zu helfen, und der dürfte mit dem ganzen Filmfest und der dazugehörigen Szene wenig anfangen können.
Aber als Titel fände ich es auch nicht ideal. Dennoch unterstütze ich den Vorschlag, das irreführende “Fantasy” mal aus dem Titel zu tilgen. Lieber etwas, was das Abseitige betont, ohne sich auf Genres festzulegen.

Wenn man “fucking bullshit” sagt und es wörtlich nimmt müsste man ja auch an “fickende Bullenscheiße” denken. Ich finde im Englischen gibt es sowieso viel mehr Möglichkeiten, dass Sätze doppeldeutig zu verstehen sind.

Es ist aber auch nicht so, dass ich “Fear good movies” jetzt irgendwie besonders gut oder originell finde. Jedenfalls ist da doch eigentlich noch ziemlich gut zu verstehen, wie es gemeint ist.

Also zu der Formulierung ist mir keine andere Deutung bekannt, zumal es nicht unsere Sprache ist, wenn man was sucht, dass auch neue Leute anlocken soll, ist der Untertitel sub-optimal :wink: Bei einen englischen Titel würde ich definitiv bleiben wollen, wir hatten schon Vollidioten (zu cinemaxx Zeiten) die sich über die Originalsprache aufgeregt hatten, die kann man so hoffentlich fernhalten - obwohl ich die Szene nicht vermissen möchte, als einer von Belas Freunden zu zwei solch störenden Deppen ging, ihnen was sagte und sie schnell das Kino verlassen haben LOL

“Fear good movies” finde ich sehr clever, weil “Feel good movies” ein allgemein gängiger Begriff ist und eine ganz andere Art von Filmen beschreibt, von denen man sich so sehr kurz und griffig distanziert. Die Gefahr für Fehlinterpretationen halte ich für deutlich geringer als bei dem “Fantasy” im Titel.

Interessant finde ich, wie unterschiedlich wir hier doch “Fantasy” interpretieren. Für mich ist das keinesfalls ein Überbegriff fürs Genre, sondern ein sehr spezielles Untergenre, mit dem das FFF nur sehr am Rande zu tun hat. Wäre die Frage, wie die wichtigste Zielgruppe fürs Marketing das sieht, sprich: Die jungen Filminteressierten, die offen für Filme abseits des Mainstreams sind.

Ich glaube deine Leseweise, also Filme zum gut fühlen bei dem Urspruch müsste mit Bindestrich geschrieben werden, den Begriff gibt es im Englischen so gar nicht, zumindestens kann ich ihn nicht finden und ich habe das bisher so nie erkannt - witzig - vielleicht denke ich einfach zu Englisch LOL

Musste es auch erst nachschlagen: Im Englischen würde es korrekterweise “feel-good movie” heißen, wobei feel-good ein feststehender Begriff ist, der so auch in Wörterbüchern auftaucht, und movie/film eine der häufigsten Verwendungen ist. Insofern fehlt Rosebud da ein Bindestrich. Aber auf der Webseite sehe ich den Slogan eh nicht mehr. Mögen tu ich ihn trotzdem. :wink:

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Ich hatte nur bei leo nachgeschlagen, der kannte nicht die Schreibweise mit Bindestrich, aber gut zu wissen, wenn die eigene Ahnung zutrifft :wink:

Das (vorläufige?) Poster zum nächsten Sommerfestival beantwortet diese Frage, so prominent war der Untertitel noch nie:

Nachdem ich das jetzt hab sacken lassen, muss ich mich leider der Kritik anschließen: In dieser Form heißt das übersetzt “Fürchte gute Filme”. Also Rosebuddies, falls ihr hier mitlest: Bitte dringend einen Bindestrich einfügen, dann ist der Slogan super.

Versuch’s mal mit “Fürchte Dich vor guten Filmen”, dann klappt’s vielleicht besser mit dem Wortspielereiverständnis! :wink:

Also Google Translate gibt für “fear good movies” als Übersetzung “Fürchte gute Filme” aus. Und wie wir wissen: Das Internet hat immer recht! :smile:

Aber mal im Ernst: Egal, mit welchen Obertönen man die aktuelle Variante nun übersetzt, die Anspielung galt mit Sicherheit den feel-good movies. Und da fehlt dann halt der Bindestrich, der auch alle Zweideutigkeiten aus dem Weg räumen würde.

Ist das soviel besser? Man könnte ja zuhause bleiben und RTL schauen wenn man vor guten Filmen Angst hat :wink:

Ich denke schon, dass Rosebud absichtlich keine Bindestrich gesetzt haben, eben weil die Zuschauer sich beim Anschauen von guten Filmen fürchten sollen, weil der Schwerpunkt nun mal auf Horror, Thriller u. ä. liegt. Und daher nicht den Begriff Wohlfürchtefilm (als Pendant zu Wohlfühlfilm) meinen. Es kann ja einer mal die Rosebuddies anmailen, wie das denn gemeint ist.