Persönliche Filmdatenbank

Ich habe die schöne Idee alle Filme in einer Datenbank zu listen, die ich jemals gesehen habe :astonished:

Es kommt nämlich des öfteren vor, das ich bestimmte Informationen suche, wie z.B.; Welche Filme habe ich eigentlich von Regisseur xy gesehen? oder welche Filme kenne ich eigentlich aus dem Jahre 1980?

Für solche Art von Fragen macht es wenig Sinn IMDB heranzuziehen, viel zu zeitaufwändig und umständlich.
Auch kann man die Vorliebe für bestimmte Schauspieler oder Regisseure besser filtern und entsprechende Tabellen mit individuellen Anmerkungen erstellen. Die Datenbank soll Doppeleintragungen erkennen und eine einfache Suchfunktion beinhalten.

Es finden sich viele Gründe dafür, nur: ich habe keinerlei Erfahrung mit dem Erstellen solch einer Datenbank. Ein Freund von mir meinte, ich solle dafür Exel nehmen. Ist ja schon mal ein Anfang das zu wissen…

Meine Frage an Euch: Hat jemand bereits ähnliches erstellt? Erfahrungen mit Datenbanken. Und wenn ja, wie?
Auch Vorschläge wie man diese am Schlausten, sprich effektivsten mit gewünschten Inhalten füllt sind willkommen, obwohl ich da schon konkrete Vorstellungen habe, wie ich anfangen würde.

Mir ist schon klar, das es wohl unmöglich ist, sich wirklich an alle Filme zu erinnern, die man je sah, will man nicht tiefenpsychologische Therapien oder Hypnose dafür in Anspruch nehmen :grin:

Neugierig macht es mich aber schon, welche Erinnerungen so ein Projekt hervorbringen würde :wink:

Also ein besseres Tool als die IMDb Datenbank gibt es doch fast nicht.
Wieso meinst du, mache das wenig Sinn? Dort ist doch alles mit allem verlinkt. Allumfassender geht es eigentlich nicht.

Eine eigene Datenbank bzw. wie diese zu erstellen ist, würde hier wohl den Rahmen sprengen. Und denk doch vorallem mal an das Eintragen, wie lange du damit beschäftigt wärst. Ich kann mich nur wiederholen, das ist doch alles perfekt in der IMDb vorhanden.

Ein Kollege hatte mal eine Software zur Archivierung seiner Filme benutzt. Dort waren auch Regisseure, Jahre, etc. gelistet und miteinander verknüpft. Ich frag da gerne nochmal nach, wie die hieß.

Tatsächlich bin ich so ein Listenfreak, dass ich seit Jahren viel zu viele verschiedene Methoden ausprobiert habe :wink: . Vielleicht helfen ja meine Erfahrungen…

Inzwischen benutze ich für meine “Gesehen-Liste” nur noch Letterboxd, weil die Seite extra dafür gemacht ist und das wirklich gut funktioniert. Wäre das nicht auch etwas für dich? Ich hatte dazu ja mal einen Thread erstellt. So sieht z.B. mein Profil aus: http://letterboxd.com/zwergimbikini/films/diary/
Man kann bei einem Film einfach nur “gesehen” sagen, oder aber den exakten Tag angeben, und ob es eine wiederholte Sichtung war. Man kann Tags vergeben, bewerten, filtern, die Liste exportieren und die Datenbank ist sehr umfangreich, weil sie die TMDb nutzt (eine Art freie Version der IMDb und meinem Gefühl nach genau so komplett).

Früher habe ich es mit extra Datenbanksoftware versucht (zwei verschiedene, u.a. Open Office Base), aber das war auf die Dauer zu umständlich… man muss natürlich alle Daten, die man haben möchte zusammensuchen und selber eintragen. Außerdem war das Problem bei mir, dass die Dateiformate nicht sehr praktisch waren. Ich benötigte immer die Software dazu, während man ja eine Internetseite von überall aufrufen kann - selbst von unterwegs, wenn man gerade bei Freunden auf der Couch sitzt. Für mich ist das ein wichtiger Vorteil. Außedem habe ich gerne die Cover dabei, was so eine einzelne Datei schnell zu einem Monster werden lässt, das ewig lädt (je nach Software).

Was ich auch ausprobiert habe war Excel. Das ist tatsächlich ein ganz guter Mittelweg. Sieht zwar nicht schön aus, ist aber übersichtlich und man kann mit etwas Übung automatisch Statistiken erstellen (wie viele Filme welchen Genres pro Jahr gesehen?). Excel wird außerdem als Dateiformat nicht so schnell veralten. Allerdings bleibt auch hier das Problem, dass man alles von Hand eingeben muss, weil man nicht auf eine existierende Datensammlung zurückgreift. Ich benutze meine Tabelle deshalb nur noch als DVD-Liste.

Wovon ich meiner Erfahrung nach abraten würde, sind Programme, die eine eigene Datenbank mit Filmtiteln versprechen. Die sind meistens schlicht zu unvollständig. Die IMDb und TMDb als Basis sind bekannt und gut, bei anderen wäre ich inzwischen vorsichtig und würde es erst ausführlich testen, bevor ich mich darauf verlasse.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Zwerg-im-Bikini am 18.08.2014 00:56 ]

Optisch ist Letterboxd wirklich schön gemacht. Ich hab irgendwann halt vor geraumer Zeit mal mit IMDb angefangen (und dort eben eigene Listen, u.a. halt “Gesehen”, angelegt). Ist wie gesagt nicht so schön, aber das reicht mir. Wäre glaube ich auch jetzt eine Heidenarbeit, den Datensatz von der IMDb in die Letterboxd einzupflegen. :laughing:

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Neck am 18.08.2014 11:50 ]

Dafür gibt es eine Importfunktion, das geht also ganz fix. Allerdings gehört die zu den wenigen Features, die man nur mit “Pro Account” bekommt: http://letterboxd.com/pro/

Ok, verstehe. Hätte mich auch fast gewundert, wenn es diese Funktion nicht geben würde. :slight_smile: Wirkt dort alles deutlich persönlicher.
Aber das hieße ja, ich müsste zwei Datenbanken “betreuen”. Ach, ich bleib bei der Großen. :laughing:

Aber coole Liste, ZiB. Wir gucken echt die gleichen Filme. :slight_smile:

Was mir gefällt, ist die Verlinkung zur jeweiligen IMDb Seite.

Nur eines versteh ich absolut nicht, wieso kann man nicht nach Genre sortieren? Oder bin ich zu blöd, das zu finden?

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Neck am 18.08.2014 12:09 ]

Das mit den Genres ist etwas seltsam. Es gibt sie, es gibt aber wenn man bei den eigenen Filmen ist anscheinend (noch?) keine Sortierfunktion dafür. Mit einem Trick geht es aber: Man klickt bei einem beliebigen Film auf “Genres”, dann auf z.B. “Horror”. Man bekommt dann alle Horrorfilme angezeigt. Und dann kann man den Filter “Hide unwatched” auswählen. Etwas umständlich, aber es funktioniert :wink: .

Mir kommt diese Genre-Kategorisierung aber etwas schwammig vor, deshalb mache ich persönlich das lieber selber mit Hilfe von Tags. “Trash”, “Zeitreisen”, “Geister”,… so kann man sich selber eine Ordnung überlegen, die man nachvollziehen kann.
Es gibt aber eine wichtige Eigenart bei Letterboxd: Es wird unterschieden zwischen “Film gesehen” und “einen Film loggen”. Zum loggen gehört entweder eine Review (darf auch nur ein kurzer persönlicher Kommentar sein) ODER ein exaktes Sichtungs-Datum. Nur wenn man logt, darf man auch taggen. Das ist anfangs etwas verwirrend und ich würde es besser finden, wenn “gesehen” dafür ausreichen würde.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Zwerg-im-Bikini am 18.08.2014 12:50 ]

Am 17.08.2014 23:12, schrieb Neck:

Also ein besseres Tool als die IMDb Datenbank gibt es doch fast nicht.
Wieso meinst du, mache das wenig Sinn? Dort ist doch alles mit allem verlinkt. Allumfassender geht es eigentlich nicht.

Allumfassender als IMDB geht kaum, völlig richtig, aber genau das möchte ich ja gerade nicht. Die Idee ist, das, ganz egal was ich suche oder filtern möchte, auf der Basis einer Datenbank funktioniert, die ausschließlich Filme beinhaltet, die ich bereits gesehen habe. Also mein kleines Ego Filmuniversum spiegelt und mir innerhalb dessen Orientierung bietet. Sie soll IMDB nicht ersetzen.
Auch kann ich solch eine Datenbank mit Hinweisen versehen, die in IMDB nicht möglich sind. Z.B. möchte ich Filme kennzeichnen, bei denen mir ein hoher Anteil Kameraperspektiven von oben auffiel, nur als Beispiel. Dann gibt’s dafür eine eigene Hinweis Spalte, nach der ich auf Wunsch sortieren kann. Oder welche Filme arbeiten vermehrt mit Splitscreen als Stilmittel. Dann mache ich Kategorie Stilmittel und Eintrag Splitscreen (oder Wackelcam oderoderoder), verstehst?
Zeig mir mal,wie man das mit IMDB macht :wink: Die Verlinkung bei IMDB ist natürlich unschlagbar gut und mir ist klar, so werde ich das nicht hinbekommen, aber mir geht es um diese Personalisierung wie beschrieben.

Eine eigene Datenbank bzw. wie diese zu erstellen ist, würde hier wohl den Rahmen sprengen. Und denk doch vorallem mal an das Eintragen, wie lange du damit beschäftigt wärst. Ich kann mich nur wiederholen, das ist doch alles perfekt in der IMDb vorhanden.

lol, eine exakte Anleitung hatte ich hier auch nicht erwartet :wink: Leider stimmt es, das das Eintragen wohl sehr viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Habe bereits vor geraumer Zeit angefangen Listen auf Papier zu machen, die jetzt so herumflattern mit Doppelt Einträgen, Unleserlichkeit und allen Nachteilen, die Papier so mit sich bringen kann; das wird sehr viel Arbeit, leider wahr :unamused:

Ein Kollege hatte mal eine Software zur Archivierung seiner Filme benutzt. Dort waren auch Regisseure, Jahre, etc. gelistet und miteinander verknüpft. Ich frag da gerne nochmal nach, wie die hieß.

Würde mich freuen, wenn Du da bei Gelegenheit mal nachfragst, momentan tendiere ich zu Exel.

Am 18.08.2014 00:38, schrieb Zwerg-im-Bikini:

Tatsächlich bin ich so ein Listenfreak, dass ich seit Jahren viel zu viele verschiedene Methoden ausprobiert habe :wink: . Vielleicht helfen ja meine Erfahrungen…

Inzwischen benutze ich für meine „Gesehen-Liste“ nur noch Letterboxd, weil die Seite extra dafür gemacht ist und das wirklich gut funktioniert. Wäre das nicht auch etwas für dich? Ich hatte dazu ja mal einen Thread erstellt. So sieht z.B. mein Profil aus: http://letterboxd.com/zwergimbikini/films/diary/
Man kann bei einem Film einfach nur „gesehen“ sagen, oder aber den exakten Tag angeben, und ob es eine wiederholte Sichtung war. Man kann Tags vergeben, bewerten, filtern, die Liste exportieren und die Datenbank ist sehr umfangreich, weil sie die TMDb nutzt (eine Art freie Version der IMDb und meinem Gefühl nach genau so komplett).

Super, dachte ich’s mir doch, das es hier einen Listenfreak gibt. Schon mal vielen Dank im voraus für deine Tips. Du bist ein :slight_smile:

Letterboxd habe ich mir bereits vor ca. einem Jahr oder so angeschaut, als Du das hier gepostet hattest und die Seite gefällt mir echt gut. Ich finde es ist optisch eine der ansprechendsten Seiten überhaupt in der Art, an denen ich jemals vorbeigesurft bin. Auch die Navigation ist sehr einfach und weitestgehend selbsterklärend. Denke mal, das ich früher oder später nicht an dieser Seite vorbei komme.

Das Einzige, was mich in Bezug auf eine eigene Datenbank stört, ist die Tatsache, das ich die Daten zwangsläufig auslagern muss und ich hätte eigentlich gerne eine, die auch unabhängig vom Internet ihren Dienst tut. Außerdem bleibt natürlich das kleine Restrisiko, das so eine Seite ihren Dienst einstellt; was ist dann mit den ganzen persönlichen Eintragungen???
Das mit den Covern find ich auch genial und ist ein sehr gutes Argument sich das mit Letterboxd zu überlegen.

Früher habe ich es mit extra Datenbanksoftware versucht (zwei verschiedene, u.a. Open Office Base), aber das war auf die Dauer zu umständlich... man muss natürlich alle Daten, die man haben möchte zusammensuchen und selber eintragen. Außerdem war das Problem bei mir, dass die Dateiformate nicht sehr praktisch waren. Ich benötigte immer die Software dazu, während man ja eine Internetseite von überall aufrufen kann - selbst von unterwegs, wenn man gerade bei Freunden auf der Couch sitzt. Für mich ist das ein wichtiger Vorteil. Außedem habe ich gerne die Cover dabei, was so eine einzelne Datei schnell zu einem Monster werden lässt, das ewig lädt (je nach Software).

Open Office ist aber mittlerweile einigermaßen bekannt und man könnte sich auch angewöhnen einen kleinen Stick nur mit dieser Datenbank herumzutragen :wink: Ich bin auch so ein Cover Liebhaber und schätze das Importieren vorhandener Cover z.B. bei I Tunes sehr (wodurch mir das Digitalisieren meiner CD Sammlung mehr Freude bereitet) :slight_smile: So häufig sitze ich aber nicht bei Freunden auf der Couch zum Fernsehen und brauche dann meine Listen und Cover, daher denke ich mal für mich wäre so eine Datenbanksoftware gar nicht so umständlich…

Was ich auch ausprobiert habe war Excel. Das ist tatsächlich ein ganz guter Mittelweg. Sieht zwar nicht schön aus, ist aber übersichtlich und man kann mit etwas Übung automatisch Statistiken erstellen (wie viele Filme welchen Genres pro Jahr gesehen?). Excel wird außerdem als Dateiformat nicht so schnell veralten. Allerdings bleibt auch hier das Problem, dass man alles von Hand eingeben muss, weil man nicht auf eine existierende Datensammlung zurückgreift. Ich benutze meine Tabelle deshalb nur noch als DVD-Liste.

Ja, Exel hat mir jemand dafür empfohlen. Das Argument mit dem nicht so schnell alternden Dateiformat ist gut, die mangelnde Ästhetik spricht dagegen, die Handeingabe nehme ich ohnehin in Kauf, auch wenn ich mit Letterboxd anfange. Was mich interessieren würde: Worin liegt der Unterschied nach deiner Erfahrung in der Nutzung von Open Office Base Datenbank und Exel?

Wovon ich meiner Erfahrung nach abraten würde, sind Programme, die eine eigene Datenbank mit Filmtiteln versprechen. Die sind meistens schlicht zu unvollständig. Die IMDb und TMDb als Basis sind bekannt und gut, bei anderen wäre ich inzwischen vorsichtig und würde es erst ausführlich testen, bevor ich mich darauf verlasse.

Ja, schließe ich ohnehin von vorneherein aus :wink:

:slight_smile: :slight_smile: :slight_smile:

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Frank am 18.08.2014 14:04 ]

Ich versuche das mal aufzuschlüsseln:

Letterboxd:

  • Nötige Vorarbeit: Du benötigst nur einen kostenlosen Account.
  • Filmeintrag: Du suchst nach dem Filmtitel, logst ihn als gesehen und brauchst nur das Datum anzugeben. Auf Wunsch Kommentar, Tags und Bewertung. Geht sehr schnell.
  • Optik: Schick, gefällt mir persönlich von allen Film-Datenbanken am besten. Dennoch übersichtlich.
  • Unabhängigkeit: Über jeden Browser abrufbar, auch auf dem Handy. Aber halt nur online, das ist das größte Problem bisher. Es gibt eine Export-Funktion, die dich alle deine gesehenen Filme, Reviews, Listen, usw. auf deiner Festplatte speichern lässt. Das Dateiformat lässt sich u.a. mit Excel öffnen. Sieht dann erst mal zwar nicht schön aus, aber deine Daten sind gesichert. Sollte die Seite geschlossen werden, wäre also nichts verloren.
  • Persönliche Freiheiten: Du kannst beliebig viele Listen anlegen, Kommentare zu jedem Film schreiben (auch zu jeder Sichtung einzeln) und Tags vergeben. Was das Sortieren und Filtern angeht, bist du auf das angewiesen, was dir Letterboxd anbietet, aber es ist bequem. Pro Mitglieder bekommen nette Statistiken, aber das kostet extra.
  • Coverproblem: Gibt kein Problem, weil die Cover ja auf der Seite gespeichert sind und nur bei Bedarf geladen werden. Dafür kann man sie sich nicht selber aussuchen.

Excel:

  • Nötige Vorarbeit: Du musst eine Exceldatei erstellen. Fürs erste reicht eine Tabelle, bei der du dir überlegst, welche Spalten du benötigst. Wenn du feine Statistiken dazu möchtest, wird es komplizierter - aber eine schlichte Tabelle ist schnell angelegt.
  • Filmeintrag: Du gehst in die nächste freie Tabellenzeile und musst dort alles von Hand eingeben: Filmtitel, Jahr, Land, Regisseur, Schauspieler, Genre, Cover,… nichts wird dir vorgegeben. Dazu kommen dann natürlich noch persönliche Anmerkungen, Bewertungen und was du sonst noch möchtest.
  • Optik: Machen wir uns nichts vor… in so einer Tabelle hat man zwar alles auf einen Blick vor sich, aber sie ist hässlich.
  • Unabhängigkeit: Du benötigste Excel oder ein anderes passendes Programm, um die Datei öffnen und bearbeiten zu können. Exeldateien haben sich so eingebürgert, dass die Gefahr gering ist, dass sie sich irgendwann nicht mehr öffnen lassen. Eventuell kannst du sie sogar online hinterlegen, das habe ich aber noch nie getestet.
  • Persönliche Freiheiten: Du kannst jede Rubrik anlegen, die du willst - denn du brauchst dafür ja nur eine Tabellenspalte hinzuzufügen. Sortieren und Filtern funktioniert ganz gut, wenn auch nicht mit einem Klick. Mehrere Listen oder Statistiken aus einem Datensatz zu ziehen erfordert allerdings etwas Einarbeitung, weil du dafür mit Formeln arbeiten musst.
  • Coverproblem: Mehrere hundert Cover in eine Datei zu packen, dürfte zu einer sehr großen Dateigröße führen. Davon würde ich abraten… aber Briefmarkengröße könnte funktionieren, auch wenn so etwas nicht wirklich Excels Stärke ist.

Hier ein Bild von meiner Excel DVD-Liste:

http://s7.directupload.net/images/140818/ag7noxri.jpg

Base (oder ähnliche Datenbank-Software):

  • Nötige Vorarbeit: In Datenbankprogramme muss man sich einarbeiten. Wenn du dir keinen dicken Wälzer kaufen möchtest, solltest du zumindest die Zeit für einige Online-Tutorials einplanen. Bevor du mit dem Eintragen der Filme loslegen kannst, musst du eine Eingabemaste erstellen. Felder werden an die richtige Stelle gezogen, du musst angeben, welche Art von Daten sie erhalten sollen, usw.
  • Filmeintrag: Du öffnest die Vorschau-Maskte und musst dort alles von Hand eingeben: Filmtitel, Jahr, Land, Regisseur, Schauspieler, Genre, Cover,… nichts wird dir vorgegeben. Dazu kommen dann natürlich noch persönliche Anmerkungen, Bewertungen und was du sonst noch möchtest.
  • Optik: Besser als Excel, nicht so schick wie Letterboxd. Wenn in dir ein Designgenie schlummert, kann man da denke ich was Gutes draus zaubern :wink: .
  • Unabhängigkeit: Eher mau. Du brauchst zum einen die Datenbanksoftware. Das Laden dauert im Vergleich lange und der Speicherplatz, der verbraucht wird, ist größer. Und von unterwegs aufrufen dürfte wohl gar nicht funktionieren (mein Stand ist aber etwas veraltet).
  • Persönliche Freiheiten: Theoretisch kannst du hiermit am meisten individualisieren. Praktisch erfordert es aber auch die meiste Arbeit und ist im Vergleich am kompliziertesten.
  • Coverproblem: Mehrere hundert Cover in eine Datei zu packen, hat bei mir das Programm überfordert. Eine einzelne Datei hat dann eine ziemliche Größe. Eventuell kann man die Grafiken bei einem guten Programm auslagern? Bin da leider kein Fachmann, aber mich hat das lange Laden und Geruckel beim Durchschalten irgendwann genervt.

Der wichtigste Punkt ist meiner Meinung nach: Unterschätze nicht den Aufwand, den das Selber Eintragen der Filmdaten mit sich bringt. Das macht die ersten 20 Spaß, die nächsten 20 geht es auch noch, aber dann… Es ist echt unheimlich zeitaufwändig immer erst alles zu recherchieren und dann vielleicht sogar noch Cover in der richtigen Größe speichern zu müssen. Das ist der Hauprgrund, warum ich davon abraten würde, auch wenn ich den Spaß daran nachvollziehen kann. Ich habe das mehrmals mit verschiedenen Programmen begonnen und mir ist immer schnell die Lust vergangen.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Zwerg-im-Bikini am 18.08.2014 15:04 ]

Danke ZIB für Deine ausführlichen Erläuterungen. Und du hast 23 Euro für Kaktus Jack ausgegeben? :stuck_out_tongue: Ist der soo gut? Cool jedenfalls dieser kleine Ausschnitt Deiner Exel Tabelle gibt mir doch schon mal eine ungefähre Vorstellung - hab natürlich versucht zu scrollen :laughing:

Am Interessantesten für mich - und da formiert sich gerade eine Idee - ist Dein Hinweis zu Letterboxd:

“Es gibt eine Export-Funktion, die dich alle deine gesehenen Filme, Reviews, Listen, usw. auf deiner Festplatte speichern lässt. Das Dateiformat lässt sich u.a. mit Excel öffnen.”

Mein Gedanke: Wenn ich all meine Daten mit Exel öffnen kann (gehe mal davon aus, die Cover laden via Link und sind dann nicht mehr dabei), dann muss ich diese doch auch mit Exel weiter bearbeiten können. Also kann ich sie um bestimmte Spalten mit zusätzlichen Parametern erweitern. Das klingt für mich nach einem guten Anfang mit weniger Zeitaufwand als von vorneherein alles eigenständig mit Exel zu machen. Bleiben dann auch Standardinfos erhalten (z.B.Erscheinungs-/Produktionsjahr, Regie…), hast Du das mal ausprobiert?

Mit dem Aufwand hast Du evtl. recht. Ich habe vor zwei Wochen mal so aus dem Stand angefangen ein ganz simples Word Dokument für eine simple Aufzählung mit wenigen Kommentaren und Zusatzinfos zu erstellen und bin erstaunt wie schnell die Zeit für ca. 250 Film Einträge verflogen ist.

Den überteuerten Kaktus Jack hat mein Mann gekauft, davon distanziere ich mich! :wink:

Ich habe das gerade mal ausprobiert. Wenn ich bei Letterboxd exportiere, speichert er mir nur eine Liste mit diesen Daten ab: Date,Name,Year,Letterboxd URI,Rating,Tags,Watched Date
Es gibt dann noch extra Dateien für eigene Listen und Reviews, aber die wären wahrscheinlich uninteressant für dich. Leider übernimmt er also neben Filmtitel und Jahr nur das, was du persönlich eingetragen hast. Nicht die allgemeinen Filminfos.

Zum Vergleich: Die Export-Funktion von IMDB-Listen funktioniert ähnlich. Da bewertest du z.B. alle Filme, die du jemals gesehen hast und bekommst dann beim Exportieren ausgegeben: Title,Title type,Directors,You rated,IMDb Rating,Runtime (mins),Year,Genres,Num. Votes,Release Date (month/day/year),URL
Also eventuell sinnvoller für dich, wenn du es nur einmalig als Basis für deine Excel-Tabelle nuzen willst.

Die TMBD gibt ihre API frei, was bedeutet, das man dort theoretisch sogar Zugriff auf alle Filmdaten hätte… aber damit habe ich mich noch nicht beschäftigt. Eine einfache Export-Funktion für gesehene Filme gibt es dort anscheinend leider nicht.

Am 18.08.2014 13:04, schrieb Frank:

Die Idee ist, das, ganz egal was ich suche oder filtern möchte, auf der Basis einer Datenbank funktioniert, die ausschließlich Filme beinhaltet, die ich bereits gesehen habe. Also mein kleines Ego Filmuniversum spiegelt und mir innerhalb dessen Orientierung bietet. Sie soll IMDB nicht ersetzen.
Auch kann ich solch eine Datenbank mit Hinweisen versehen, die in IMDB nicht möglich sind. Z.B. möchte ich Filme kennzeichnen, bei denen mir ein hoher Anteil Kameraperspektiven von oben auffiel, nur als Beispiel. Dann gibt’s dafür eine eigene Hinweis Spalte, nach der ich auf Wunsch sortieren kann. Oder welche Filme arbeiten vermehrt mit Splitscreen als Stilmittel. Dann mache ich Kategorie Stilmittel und Eintrag Splitscreen (oder Wackelcam oderoderoder), verstehst?

Ja, verstehe ich jetzt sehr gut. Ich möchte dann ja fast behaupten, dass Letterboxd genau das richtige für dich ist. Notizen, etc…

Das Einzige, was mich in Bezug auf eine eigene Datenbank stört, ist die Tatsache, das ich die Daten zwangsläufig auslagern muss und ich hätte eigentlich gerne eine, die auch unabhängig vom Internet ihren Dienst tut. Außerdem bleibt natürlich das kleine Restrisiko, das so eine Seite ihren Dienst einstellt; was ist dann mit den ganzen persönlichen Eintragungen???

Haha, diese Frage hab ich mir auch schon einmal bezüglich IMDb gestellt. Ich glaube, ich würde ausrasten, wenn bei denen der Server crasht. :laughing: Aber ZiB hat ja schon erwähnt, dass es so etwas wie ein Back-Up bei Letterboxd gibt. Bei der IMDb im Übrigen auch. Achso, auch das hat ZiB bereits gesagt, seh ich grad.^^

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Neck am 18.08.2014 16:43 ]

Hm, muss ich mal drüber nachdenken. Klingt aber ganz gut, das Tags und eigene Daten bei Letterboxd übernommen werden, den Rest muss man dann halt nachträglich ergänzen. Die Daten die IMDB exportiert scheinen auch sinnvoll…Director etc. tja…kann ich jetzt nicht sagen. Mus mir evtl. erst mal klar werden, wie viel Aufwand mir das wert ist. Danke das Du das ausprobiert hast, merke schon, das dir das richtig Spaß macht :slight_smile:

So ich klink mich jetzt erst einmal aus, bis bald. :wink:

@Neck: Letterboxd wird mir in der Tat immer sympathischer; die Aufmachung der Seite ist halt auch genial. Werde die ersten Gedanken zu diesem Thema mal ein/zwei Tage sacken lassen und die Thread Einträge nochmals in Ruhe durchgehen und dann mal schauen…

Im Vergleich zu Letterboxd ist IMDB ja mega unübersichtlich. Bis man da mal findet wie man da den Fuß rein setzt. Was mir auch unbekannt war; IMDB gehört zu Amazon.com. Kriege ich dann Angebote in meinem Amazon Account die Filme zu kaufen, die ich bei IMDB geliked oder bewertet habe? :grin:

So gesehen und im direkten Vergleich hast du Recht. Aber ich bin da, wie sagt man so schön, reingewachsen. :grin: Ich komm da ganz gut zurecht.

Betreff Amazon, ich habe es selbst noch nicht ausprobiert aber die bieten wohl die Option, einen jeweiligen Film per Stream zu sehen, was an sich ja ein sehr nettes Tool ist.

Am 18.08.2014 22:27, schrieb Neck:

So gesehen und im direkten Vergleich hast du Recht. Aber ich bin da, wie sagt man so schön, reingewachsen. :grin: Ich komm da ganz gut zurecht.

Betreff Amazon, ich habe es selbst noch nicht ausprobiert aber die bieten wohl die Option, einen jeweiligen Film per Stream zu sehen, was an sich ja ein sehr nettes Tool ist.

Erzähl doch mal, wie nutzt Du denn IMDB? Markierst Du jeden gesehen Film mit Tags, bewertest du, hast du schon mal die Export Funktion ausprobiert, um Daten in Exel zu sichern. Lässt sich das alles flüssig und übersichtlich bedienen?