Das ist eine Frage, bei der es sowohl um die Vorstellungen während des FFF als auch um ganz “normale” Kinobesuche geht. Geht ihr schonmal aus einem Film raus, wenn ihr ihn so RICHTIG beschissen findet? Wie häufig und bei welchen Filmen habt ihr das schon gemacht?
Ich selbst besitze wohl eine leicht masochistische Ader und bleibte immer bei allen Filmen bis zum Ende drin, egal wie schlecht ich sie finde. Rausgegangen bin ich schon 2-3 Mal, aber das hatte andere (zeitliche) Gründe - dieses Jahr bei Nurse 3D (hab den eine Stunde später zu Hause in 3D zu Ende geschaut und das 3D bei mir was besser als im Kino, hehe) und bei Jamie Marks is dead, in Vergangenheit auch mal bei Hatchet II. Aber wie gesagt, wegen schlechter Qualität bin ich noch nie gegangen.
Meine Kollegen sehen das häufig ganz anders und ich erlebe nicht selten, dass sie nach 10-15 Minuten einen Film verlassen, wenn sie ihn nicht mögen. Das passiert bei etwa 15% aller Filme, die sie sehen, heh.
Wenn ich im Kino gegangen bin, dann lag das bei mir bisher immer an äußeren Umständen, aber nie daran, dass mir der Film zu schlecht war. Ich sitze das durch. Und dabei geht es mir nicht mal um das bezahlte Ticket. Ich sehe mir sogar Filme im Fernsehen grundsätzlich bis zum Schluss an. Aus irgendeinem Grund kann ich es nicht haben, wenn ein Stück fehlt… ich schalte deshalb auch nie in einen Film rein, wenn ich die ersten 5 Minuten verpasst habe. Wenn ich schon 30 Minuten in einen schlechten Film investiert habe, dann soll diese Zeit nicht umsonst gewesen sein, also ziehe ich es bis zum bitteren Ende durch. Meistens kann ich mich sogar noch irgendwie über die Schlechtheit amüsieren oder bin neugierig, was sie noch einbauen.
Ganz selten gibt es mal eine Ausnahme, zum Beispiel habe ich neulich bei Amazon Prime in zwei Animationsfilme reingelunzt und mir die ersten 3 Minuten angesehen. Aber das war eher ein Ersatz für Trailer, weil ich abschätzen wollte, ob sie mir gefallen könnten.
Bestimmt könnte ich meine Lebenszeit sinnvoller nutzen, wenn ich Filme abbrechen würde, die mir nicht gefallen… aber wo bleibt denn da der Spaß? Bei Videospielen hingegen ist das bei mir anders, die breche ich knallhart ab, sobald sie mich nicht mehr zufrieden stellen. Selbst wenn sie sehr teuer waren oder ich versichert bekomme, dass sie noch richtig gut werden. Wie dieser Unterschied zu Stande kommt, weiß ich allerdings nicht. Ich mag Filme und Spiele gleichermaßen, aber gehe mit ihnen anders um. Vielleicht liegt es daran, dass ich bei einem Film genau weiß, dass es bald vorbei ist.
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Zwerg-im-Bikini am 26.09.2014 01:40 ]
In aller Regel sehe ich Filme grundsätzlich bis zum Ende an, bleibe meistens sogar bis zum Ende des Abspanns sitzen (und freue mich dann diebisch, wenn nach dem Abspann noch was kommt, nachdem der Großteil des gemeinen Kinopublikums schon längst fluchtartig den Saal verlassen hat). Insofern gab es in diesem Jahr mit The Stange Colour of your Body’s Tears eine echte Ausnahme, denn bei diesem Film bin ich nach einer Stunde gegangen, weil ich diesen (mangels vorhandener Handlung) nur als unendlich nervig und öde empfunden habe. Ich hatte einfach keine Lust mehr, mir das anzutun, das Geschehen auf der Leinwand interessierte mich nicht und ich fand die Tonspur mit zunehmendem "Handlungs"verlauf immer unangenehmer. Ich weiß, dass es Leute gibt, die das anders sehen, aber nach dieser l’art pour l’art in Reinkultur stand mir einfach nicht der Sinn.
In aller Regel sehe ich Filme grundsätzlich bis zum Ende an, bleibe meistens sogar bis zum Ende des Abspanns sitzen (und freue mich dann diebisch, wenn nach dem Abspann noch was kommt, nachdem der Großteil des gemeinen Kinopublikums schon längst fluchtartig den Saal verlassen hat).
Genau so mache ich das auch. Auch wenn manche Abspänne verdammt lang sind, wie bei Fluch der Karibik, aber auch diese 15 Minuten lass ich die Eindrücke noch auf mich wirken und genieße die Mini-Szene nach Abschluss des Abspanns.
Ich mag es auch gar nicht, wenn Leute zu spät ins Kino kommen. (Manchmal beim FFF ist es leider nicht möglich gewesen immer pünktlich zu sein aufgrund Kinowechsels). Da ich meist von den Öffentlichen Verkehrsmitteln unabhängig bin, muss ich nicht frühzeitig raus aus dem Kino, um noch die letzte S-Bahn zu erwischen. Das ist dann doch angenehm.
Auch wenn der Film noch so schlecht oder langweilig ist, sitze ich es durch. Ich hoffe - trotz besseren Wissens - dann immer noch, dass es irgendwie besser wird. Ich bin noch nie aus einem Film rausgegangen, ich bin auch noch nie im Kino eingeschlafen, da lasse ich mich dann doch zu sehr vom Geschehen auf der Leinwand fesseln.
Auch wenn es schon häufig in meinen Beinen gezuckt hat, habe ich doch noch nie vorzeitig das Kino verlassen. Ich will mir einfach einen Gesamteindruck schaffen, wie der Regisseur das Werk in seiner Gänze gemeint hat, und das geht nur von der ersten bis zu letzten Minute.
Daß man anschließend gegebenenfalls mächtig Dampf ablassen darf, über die verlorene Lebenszeit schimpfen oder einen Totalverriß verfassen kann, das ist Ehrensache!
Wenn ich den vollen Eintrittspreis bezahlt habe, dann bleibe ich auch sitzen, da muss schon wirklich extremer Mist laufen, aber ich war so blöd und blieb sogar bei Morituris und Subconscious Cruelty bis zum Schluss sitzen… Zu DK Zeiten hätte ich mir vorstellen können, aufzustehen und zu gehen, aber soweit ich mich erinnern kann, war meine Filmauswahl gut genug und ich musste das nicht durchziehen…
In userer OV Sneak Preview bin ich allerdings schon öfter vorzeitig gegangen, wenn mir der Film so absolut nicht zusagt (zB Three Stooges), aber auch da bin ich schon gegen den Rausrenndrang artig sitzengeblieben, zB bei Cosmopolis, den ich einfach nur grottig fand (nein, es war nicht der Glitzervampir der den Film für hat scheiterrn lassen ) aber ich konnte es einfach nicht fassen, das der von mir hochgeschätzte Cronenberg so einen Murks fabriziert hat und hoffte auf Besserung, die einfach nicht kam… Zum Glück war Map to the Stars wieder etwas besser…
Wenn ich eine Dauerkarte hätte wäre ich wohl öfter mal rausgegangen, außer bei den Nights, da ist die Qualität der Filmauswahl zum Glück höher. Wobei gerade bei den Nights habe ich den für mich bisher schlechtesten FFF Film ever gesehen, Shock Labyrinth 3D. Wobei ich nicht so genau weiß ob ich The Strangers nicht noch schlechter finde, Shock Labyrinth 3D war wenigstens “anders”, The Strangers einfach nur unsagbar langweilig für mich. The Strangers war definitiv die größte Qual aller Zeiten für mich, auch wenn das viele anders sehen.
Dieses Jahr Nurse 3D, meine Güte ich sollte wirklich 3D Filme auf dem FFF meiden, was da für ein Gewürge ausgestrahlt wird, nicht zu glauben.
Aber vorher rausgegangen, nein nie und nimmer!
Ach ja, Subconscious Cruelty, wenn man 80% der Zeit die Augen geschlossen hält, zählt das auch als rausgehen??
Bei The Strangers bin ich auch nur mit Müh’ und Not nicht eingeschlafen.
Eine sehr schöne „Analyse“ des Films gibt’s BTW hier: http://youtu.be/nX4-z-sbLOo
Sehr selten. 2014 bin ich bis dato 2 mal rausgegangen (bei 370 Kinobesuchen).
Gründe sind unterschiedlicher Natur. Zeitdruck, Filme unfassbar mies, Filmvorführer verkackt es immer und immer (eher ein Problem als noch 35mm gezeigt wurde).
Sehr selten. 2014 bin ich bis dato 2 mal rausgegangen (bei 370 Kinobesuchen).
Gründe sind unterschiedlicher Natur. Zeitdruck, Filme unfassbar mies, Filmvorführer verkackt es immer und immer (eher ein Problem als noch 35mm gezeigt wurde).
370 Kinobesuche bis dato dieses Jahr??? WTF? Ich dachte ich liege mit meinen 240-270 pro Jahr schon extrem hoch und eigentlich schwer zu toppen. Schaust du jede Kinodoku?
Aufgrund dessen, daß ich mir die Filme, die ich im Kino sehe immer sehr sorgfältig aussuche, bin ich noch nie vorzeitig rausgegangen, obwohl ich zugegebenermassen dies in der Vergangenheit ein paar mal beinahe getan hätte, und zwar immer dann, wenn mich ein Film gelangweilt hat. Aber wie soll man auch einen Veriss schreiben, wenn man sich das Miststück nicht bis zum Ende gegeben hat ?
Bei TV, Internet und DVD bin ich da allerdings kompromisslos. Wenn ein Film nervt wird ABGESCHALTET. Das Leben ist zu kurz um schlechte Filme zu sehen.
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Alexander am 27.09.2014 12:26 ]
Sehr selten. 2014 bin ich bis dato 2 mal rausgegangen (bei 370 Kinobesuchen).
Gründe sind unterschiedlicher Natur. Zeitdruck, Filme unfassbar mies, Filmvorführer verkackt es immer und immer (eher ein Problem als noch 35mm gezeigt wurde).
370 Kinobesuche bis dato dieses Jahr??? WTF? Ich dachte ich liege mit meinen 240-270 pro Jahr schon extrem hoch und eigentlich schwer zu toppen. Schaust du jede Kinodoku?
Ich gucke wirklich fast jeden Scheiß, bin auf recht vielen Festivals und gucke viele Retros… Also 450 - 500 werden es dieses Jahr wohl.
Ich gucke wirklich fast jeden Scheiß, bin auf recht vielen Festivals und gucke viele Retros… Also 450 - 500 werden es dieses Jahr wohl.
Was micht pers. daran fasziniert ist weniger der zeitliche Aufwand, sondern das es tatsächlich so viele Filme gibt, die Dich interessieren und Dir auch gefallen! Ich komme pro Jahr vielleicht auf 150 Stück …
Das sind echt wahnsinnig viele Filme, ich würde dafür nicht meine Zeit “opfern” wollen, aber da ist jeder sein eigener Herr.
Bei mir trifft das eher auf Musik zu. Ich höre nahezu alles, von experimentellsten Elektro Tracks, über nette R’n’B Mucke zur räudigstem Death/Black Metal, Klassik, Ragae, Folk etc. Entsprechend kann ich gar nicht aufhören so viel Musik wie nur irgendmöglich zu hören. Am liebsten dann allerdings unterwegs, zur Arbeit, auf Reisen, beim Wandern oder mal auch nebenbei. Zuhause sitzen und hören ist für mich allerdings Zeitverschwendung, wenn ich nicht nebenbei etwas mache.
Das sind wirklich viele, hui. Die investierte Zeit für die Filme finde ich dabei gar nicht so schlimm, nur wäre ich persönlich viiiel zu faul, so oft ins Kino zu gehen . Zu hause auf der Couch sehe ich mir eher mal spontan abends noch ein bis zwei Filme an, wenn ich mich nicht mehr bewegen will.
Am meisten Probleme bereiten würde mir aber das Geld. Schreibst du über die Filme beruflich, wenn man fragen darf? Oder ist das nur dein Privatvergnügen?
Bin noch nie rausgegangen bei einem Film. Wenn ich schon die Karte bezahlt habe, schau ich mir’s schon komplett an, auch wenn’s der größte Mist ist. Bin ja aber auch Schwabe
Das sind wirklich viele, hui. Die investierte Zeit für die Filme finde ich dabei gar nicht so schlimm, nur wäre ich persönlich viiiel zu faul, so oft ins Kino zu gehen . Zu hause auf der Couch sehe ich mir eher mal spontan abends noch ein bis zwei Filme an, wenn ich mich nicht mehr bewegen will.
Am meisten Probleme bereiten würde mir aber das Geld. Schreibst du über die Filme beruflich, wenn man fragen darf? Oder ist das nur dein Privatvergnügen?
Ich schreibe seit kurzer Zeit für ne kleine Internetseite aber das ist schon mehr oder weniger Privatvergnügen. Neben Job, Kino und schlafen macht man dann aber auch nicht mehr viel. Nächstes Jahr werden es vll ein paar weniger. :slight_smile:
Bin noch nie rausgegangen bei einem Film. Wenn ich schon die Karte bezahlt habe, schau ich mir’s schon komplett an, auch wenn’s der größte Mist ist. Bin ja aber auch Schwabe
Schwaben sind doch wegen zu hohem Geitz des Landes verwiesene Schotten.