Reviews

Wollte mal einen neuen Thread ins Leben rufen, weil mich das Thema irgendwie interessiert.

Bin dieses Jahr aus der Premieren Stadt MUC nach FFM übergesiedelt u konnte im Vorfeld aus terminl. Gründen keine Dauerkarte wie gewohnt kaufen.

Habe die Dauerkarte aber erstaunlicherweise in FFM auch gar nicht vermisst!

Denn dank der Reviews hier u der bereits anderweitig gesichteten Filme, konnte ich mein FFF Programm für FFM ideal auf meine Prioritäten komprimieren.

Wenn ich diesen Gedanken jetzt weiterspinne, dann würde das bedeuten, daß der Andrang nach Dauerkarten bzw die Anzahl der überhaupt sehenswerten Filme, mit fortlaufendem Festival eigentlich sinken müßte.

Deshalb jetzt meine Frage an die Ruhrpottler u Nordlichter:
Ist das wirklich so?
Oder schaut sich der hiesige FFF Fan trotz unzähliger Review Vorwarnungen noch jede Grotte an?

Würd mich einfach mal so brennend interessieren. Wie ist Eure Herangehensweise ans Festival?

@todi
Kann es sein, daß die Zahl der Reviews u die Besucherzahlen Deiner Seite dieses Jahr exorbitant zugenommen haben?

Neugierige Grüße vom Meikl.

Ich muss sagen, dass ich die Reviews hier eigentlich nie vor dem Festival lese. Ein paar Tage vor dem Festival gucke ich hier gar nicht erst rein, weil ich am liebsten unvoreingenommen in Filme gehe, Reviews aber eine gewisse Grundhaltung vorgeben.

Da ich dieses Jahr eine Dauerkarte hatte, wäre ich eh in jeden Film gegangen (also immer in einen der zwei laufenden :wink: ) und so habe ich nur das Programmheft überflogen und das Genre und das Thema eines Films zu erfahren und danach zu entscheiden.

Dadurch sehe ich dann auch manchmal eine Gurke. Aber hey, irgendwie gehört das auch zum Festival, dass man mal was richtig beschissenes sieht. Ist zumindest bei mir so :grin:

Hey spa.

Kann Deine Philosophie gänzlich nachvollziehen. Wenn ich die Dauerkarte erst mal habe, ist sowieso alles relaxed. Ich will sie auch nicht schlecht reden. Hatte sie ja selbst jedes Jahr in MUC. Aber je später das Festival u umso mehr glaubwürdige Reviews hier von Kennern erscheinen, desto weniger erscheint mir eine Dauerkarte von Nöten.
Siehst Du das nicht ebenso?

Natürlich darf gern mal eine Gurke dabei sein,
aber durch die Reviews hier erspart man sich wenigstens Gurken wie Dead Daughters, Welcome to the Dschungle, Timber Falls oder anderen Mist.
Wobei Fresh Blood immer einen Blick wert sein sollte.

Bin schon gespannt auf die Beiträge der Nordlichter.

Bin zwar kein Nordlicht (auch wenn man das aus München so sehen mag, weils über dem Weißwurstäquator liegt), aber ich nehme mal trotzdem Stellung.

Kurz: Ist so eine Mischung aus beiden.

Lang: Natürlich lese ich gespannt die Reviews und richte mich auch danach, etwa wäre ich auf EX-Drummer nie gekommen, wäre er nicht so gelobt worden. Gleiches gilt für Black Water. Andererseits hab ich Death Tunnel vor zwei Jahren gnadenlos rausgeschmissen.

Dann gibt es Filme, die man einfach sehen will und es vollkommen egal ist, was andere dazu sagen.
Wenn ein Film mit 60er Easylistening-Lounge ankommt, ist das eine sichere Bank. Gleiches gilt für “If you want a Bloodbath”-Zeitvertreibe.

Und dann gibts die Filme, bei denen man so ein dickes Fragezeichen in den Augen hat. Könnte was sein, könnte aber auch nichts sein. Mal gucken. Und da kommt ihr ins Spiel.

Generell gilt, wenn dann ein Film nur schlechte Wertungen bekommt, nehm ich ihn von der Liste, schwanken die Wertungen, scheints zumindest ein Blick Wert zu sein. Das war dieses Jahr bei Mandy Lane und Timber Falls der Fall, und bei beiden bereue ich es nicht, trotz der anfänglich miesen Kritiken noch reingegangen zu sein.

Ich denke mal es hängt davon ab, ob man auf das Festival geht um gute Filme zu sehen, oder ob man hin geht um dort so viele Filme wie möglich zu sehen. :wink:

Ich nehme mir jeden Tag 4 Filme vor, selbst wenn einige davon die miesesten Reviews abbekommen haben. Aber ich will einfach so viele mitnehmen, und dafür lohnt sich die Dauerkarte. Ich richte mich nur nach den Reviews, wenn ich mich zwischen zwei parallel laufenden Filmen absolut nicht entscheiden kann.

Am 15.08.2007 20:51 , meiklsan schrieb:


@todi
Kann es sein, daß die Zahl der Reviews u die Besucherzahlen Deiner Seite dieses Jahr exorbitant zugenommen haben?

Ob du es glaubst oder nicht, ich hatte das selbe Gefühl.

Aber ein kurzer Blick in die Datenbank sagt mir, dass f3a.net dieses Jahr bis zum Start in Hamburg/Berlin 117 neue Mitglieder begrüssen durfte. Im Vergleich dazu waren es letztes Jahr bis zum 09.08. 132 neue Mitglieder.

Und ein Blick auf die Statistik Top 10 Jahre mit den meisten Reviews sagt zwar, dass wir letztes Jahr mehr Reviews hatten aber wenn ich auch hier nur bis zum 09.08.2006 zähle, komme ich auf 465. Damit sind wir heuer schon stolze 8 Reviews drüber! :grin:

Wenn das so weiter geht haben wir spätestens nächstes Jahr einige Grenzen überschritten, u.a. 1000 Mitglieder und 4000 Reviews von mehr als 300 Autoren.

Zum Thema Herangehensweise: Ich gehe (bekannterweise?) aufgrund meiner Position relativ stark vorbelastet in das Festival, versuche aber möglichst vor einem Film den Resetknopf zu drücken. Manchmal kommen die Gedanken wie böse Geister zurück, dann heißt es ganz schnell verdrängen. Manchmal klappts. :wink:

Meine Filmauswahl hat meist ganz gut gepasst. Die letzte echte Gurke, an deren Titel ich mich leider nicht erinnern kann, war ein „Film“ der in einem Kloster in Jugoslawien spielt - glaube ich - kann mich sonst nur an unterirdische Gänge, die auf einen Strand mit vielen Steinen führen, erinnern. Dem würde ich gerne die niedrigste Wertung geben, finde ihn aber selbst hier nicht mehr wieder… weiß nur noch, dass ich den Schinken im Hamburger Metropolis gesehen habe, muss also vor 1998 gewesen sein. Oops, nein, bin nicht vom Thema abgekommen… das sollte deine These unterstützen, denn damals gabs noch kaum Reviews! :wink:

Um deine Frage zu beantworten: Ich kaufe eh die Dauerkarte und schaue soviel wie ich kann. Die Reviews sind für mich also kein Grund auf diese zu verzichten. Denn das was Manche als Bodensatz des Festivals bezeichnen ist für mich durchaus sehenswert, alles eine Frage der Erwartungshaltung.

Ich denke die Forumsaktivitäten sind exorbitant gestiegen, daher das Gefühl, oder?
Ich bin mir nicht sicher was ich von den Dauerkartenbesitzern halten soll. Ich würde das niemals aushalten, so viele schlechte oder durchschnittliche Filme zu sehen, ich würde ständig einschlafen oder vorzeitig die Show verlassen. Da kann ich ja auch gleich den Fenrseher einschalten. :wink:
Das Ziel möglichst viele Filme zu sehen, unabhängig derer Qualitäten, ein Gedanke der mir nicht wohlgesonnen ist. Was ich machen würde ist vielleicht, wenn es wirklich günstige Zehner Karten geben würde, dann würde ich mir auch noch 2-3 weitere Filme anschauen, die ich sonst nicht in die Playlist aufgenommen hätte, aber darüber hinaus wäre es zumindest für mich rausgeschmissenes Geld und noch viel schlimmer, Zeit, oder gar wertvollen Urlaub. Allerdings bin ich auch nie so ein 100%iger Filmfreak gewesen, der Regale an VHS-, oder DVD-Kassetten gesammelt hat, da gibt es ja einige. Lieber wenige Filme, dafür hochwertige, meine Devise. Aber wenn man ein echter Fan davon ist, möglich das es dann eher nachvollziehbar ist.

Also, ich bin auch kein Nordlicht - aber selbst wenn ich es waere wuerde ich deine Frage auch mit Nein beantworten.

Warum? Ich bin offensichtlich Masochist :grin: - Denn mich wuerden dann auch GERADE die Filme interessieren, die so mies gemacht werden. Meistens habe ich einen Hang dazu zu sehen, ob was wirklich so schlecht ist oder ich noch was positives finden kann :wink: Natuerlich nur, wenn das Kontrastprogramm es zulaesst lol

Ansonsten bilde ich mir von Filmen gern meine eigene Meinung, vor allem bei Kontroversen wie „Bug“, der ja wirklich alles einheimsen konnte.

Wenn allerdings so Teile wie „Welcome to the Jungle“ oder „Dead Daughters“ dann wirklich von jedem nieder gemacht werden, tendiere ich wohl auch eher zum Kontrastprogramm, ausser es ist was, was ich gar nicht mag…

Ich würde das niemals aushalten, so viele schlechte oder durchschnittliche Filme zu sehen, ich würde ständig einschlafen oder vorzeitig die Show verlassen

Nur wenn man „viele schlechte Filme“ sieht, entdeckt man auch DIE EINE Perle. DAS ist meine hauptsaechliche Intension der Dauerkarte. „An American Crime“ haett ich zB ohne Dauerkarte wohl kaum gesehen, denke ich.

Desweiteren hab ich, wie bereits ja erwaehnt, an Murks manchmal auch richtig Spaß. Der mir ueberhaupt nicht zu gefallen verstehende „Last Winter“ laesst mich heute noch lachen, wenn ich drandenke.

Ausserdem hat - zumindest als Filmfreak :grin: - auch jeder schlechter Film irgendwo manchmal ein Highlight versteckt oder versteht es manchmal irgendwie nachzuwirken - auch ein Grund, warum vermeindlich erstmal schlechte Filme eventuell eine Sichtung wert sind. Nehmen wir das Beispiel „Rest Stop“ (der nicht auf dem FFF lief) mal: Eigentlich ein echter Schrott, der aber einige Gute Aspekte zu bieten versteht, die sich unter anderem darin auswirken dass er gleich loslegt und sich nicht wie „Timber Falls“ oder „Storm Warning“ erstmal mit einer sich ewig ziehenden Einleitung begnuegt, die dann letzten Endes noch nen recht mauen Gore-Gehalt beinhaltet…

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Sidschei am 16.08.2007 09:34 ]

Mal noch zwei weitere Gedanken zum Thema:
Die Dauerkarte hat den Vorteil, dass ich das Geld schon Monate vorher zahle und von daher auf dem Festival dann das Gefühl habe, die ganzen Filme praktisch für lau zu sehen.
Ist mir schon klar, dass ich mich hier selbst verarsche, finde ich aber psychologisch sehr sinnvoll. Meine Freundin kommt jedes Jahr in ca. 6-8 Filme mit und ärgert sich dann schon, wenn da 1-2 durchschnittliche Filme dabei sind. Denn die sind ja das wahre Problem! Death Tunnel, Blood Trails und Konsorten beschränken sich ja wirklich auf maximal 2-3 Filme pro Jahr - die nichtssagenden Straight-to-DVD-Produktionen, die man sich an einem verregneten November-Sonntagnachmittag eventuell anschauen würde und für die man dann auf dem Festival 8 Euro zahlt, sind das größere Risiko.
Zweiter Gedanke (der sich v. a. an lexx richtet): ich habe jetzt das zweite Jahr eine Dauerkarte und sehe die Woche FFF als eine Art Urlaub (im Sinne von “Take a trip in your mind”). Wenn ich arbeite, habe ich oft keinen Kopf fürs Kino, bin zu faul oder es läuft nur Dreck (wenn man nicht gerade in einer Metropole wohnt und auf das lokale Multiplex angewiesen ist passiert das leider nicht so selten). Das FFF ist eine Ausnahmesituation, und ich finde es durchaus wichtig auch ein paar schwache Filme zu sehen, da man dann zum einen die wirklich guten erst richtig schätzen lernt und zum anderen selbst ziemlich schlechte Filme ab und zu noch ein paar geniale Szenen haben (Bsp. End of the Line, ja sogar Paragraph 7 :sunglasses: . Und schließlich: einige meiner diesjährigen Favoriten (The Restless, The Last Winter, Paprika, Dead Silence) hätte ich ohne Dauerkarte nie gesehen.
Ein letztes Wort zu diesem Forum: ich habe auch den Eindruck, dass mehr Reviews geschrieben werden - bin seit 2005 registriert und habe dieses Jahr erstmals welche geschrieben :wink:

Am 16.08.2007 09:41 , zoulwags schrieb:

Zweiter Gedanke (der sich v. a. an lexx richtet): ich habe jetzt das zweite Jahr eine Dauerkarte und sehe die Woche FFF als eine Art Urlaub (im Sinne von „Take a trip in your mind“).

Also das FFF als Urlaub zu sehen ist schon interessant. Ich fand es schon bei zwei Filmen nacheinander ein wenig anstrengend das Interesse immer auf höchstem Level zu halten. Wenn ich mir das 7 Tage lang vorstellen, mit teils 4 Filmen am Tag, ich glaube am Ende wäre ich da erst mal ziemlich ausgelaugt, statt euphorisch und voller Tatendrang. Und urlaub setzt für mich erst ein, wenn ich danach wirklich komplett erholt fühle.
Was ich zumindest bei mir auch feststelle, je mehr ich von etwas sehe, desto mehr verliert es an Reiz. Was mich früher z.B. noch fasziniert hat, ist bdreist beim zweiten Aufguss nicht mehr so prickelnd. Und je mehr Durchschnittsfilme die gleiche Idee aufgreifen, desto weniger fasziniert es mich dann auch bei erstklassigen Filmen. Das Vampir Genre z.B., es gibt da so viele druchschnittliche bis schlechte Filme, daßfür mich das Thema an sich schon etwas an Reiz verloren hat. Ich liebe z.B. auch The Crow mit Brandon Lee, die weiteren schlechten Teile und die grottenschlechte Serie hat die Magie des ersten Teils fast schon zerstört. Wenn perfektionistisch verlanlagt ist wie ich, dann überlegt man sich sehr gut, was man sich „antut“, denn Negatives färbt einfach ab und Konsum im Überfluss raubt die Faszination und die Neugierde. Verstehe aber auch wenn es anderen nicht so streng sehen.

Nunja, ich bin zwar nicht aufs lokale Mulitplex zwingend angewiesen und wohne in einer Metropole (auch wenn Köln ein Dorf ist, wie viele sagen), aber ich nehm auch die Filme beim Festival mit, die sonst eigentlich für den verregneten Sonntag nachmittag gereicht hätten, wie Timber Falls, Storm Warning oder Mandy Lane, auch Rest Stop hätte ich mir gut vorstellen können, oder Broken. Solche Filme muss man nicht im Kino sehen, aber da ich sonst kaum ins Kino gehe, zahle ich dafür gerne meine 8 Euro, um wenigstens einmal im Jahr (ok, also dieses Jahr 21 mal) ne Leinwand zu sehen.

Insgesamt hat das FFF für mich immer noch eine deutlich höhere Qualität als all die Dinge, die sonst in den Kinos laufen und die mich inzwischen einfach nicht mehr interessieren. Für Transformers, Silver Surfer und Spiderman 3 bin ich wohl einfach nicht mehr naiv genug.

Daher, auch ohne Dauerkarte, solange es nicht die totale Megagurke ist (und davon hatte ich bislang aufgrund der Review-Warnungen wenige), kein Problem. Solange ich mich nicht langweile, genieße ich auch die Athmosphäre unter Gleichgesinnten zu sein.

Zum FC gehen ja auch alle hin, obwohl die totalen Murks spielen. Ist wohl so ein Herdentrieb. Was läuft, ist egal, aber man trifft sich. Wenns dann noch gut läuft, umso besser.

Ich schließe mich daher der Meinung an, dass das Urlaub ist.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: GeorgeKaplan am 16.08.2007 10:27 ]
Ich fand es schon bei zwei Filmen nacheinander ein wenig anstrengend das Interesse immer auf höchstem Level zu halten

Das habe ich vor Jahren auch gesagt. Dann habe ich das ueber 3 Filme gesagt. Dann ueber 4…

und dieses Jahr konnte ich problemlos auch 6 am Stueck schauen :grin: - Das ist, so daemlich sich das anhoert, echt uebungssache. Als das FFF in Stgt startete, haette ich mir nie vorstellen koennen, 6 Filme hintereinander zu sehen. Da waren 3 Vorstellungen schon fast mehr eine Qual denn Genuss :wink:

btw: auch fuer mich ist es Urlaub :slight_smile:

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Sidschei am 16.08.2007 10:32 ]

Am 16.08.2007 10:31 , Sidschei schrieb:

Ich fand es schon bei zwei Filmen nacheinander ein wenig anstrengend das Interesse immer auf höchstem Level zu halten

Das habe ich vor Jahren auch gesagt. Dann habe ich das ueber 3 Filme gesagt. Dann ueber 4…

und dieses Jahr konnte ich problemlos auch 6 am Stueck schauen :grin: - Das ist, so daemlich sich das anhoert, echt uebungssache. Als das FFF in Stgt startete, haette ich mir nie vorstellen koennen, 6 Filme hintereinander zu sehen. Da waren 3 Vorstellungen schon fast mehr eine Qual denn Genuss :wink:

btw: auch fuer mich ist es Urlaub :slight_smile:

Eben, sage ich doch, Du stumpfst ab! Qualität wir relativ! Die Erde dreht sich um sich selbst! :grin:

Das kannst du nicht beurteilen, ob Qualitaet fuer mich relativ wird - und/oder ob ich abstumpfe.

Ich betrachte es ganz im Gegenteil als eine gewaltige Leistungssteigerung im doppelten Sinne: Ich kann nch mehr sehen und die Qualitaet immer noch, wenn durch mehr vergleichsmoeglichkeiten nicht gar besser einstufen :stuck_out_tongue:

Zum Thema Urlaub… für mich ist das FFF auch Urlaub. Ein wenig anstrengend, klar, aber man kann schön abschalten und sich eine Wochen lang nur auf die Filme konzentrieren.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Zwerg-im-Bikini am 16.08.2007 14:17 ]

Zwischendurch (oder währenddessen) Schlafen, Essen und Trinken nicht vergessen! :wink:

Urlaub ist das FFF für mich auch aber eben nicht die körperlich erholsame Art, weswegen ein paar freie Tage danach noch nötig sind.

Nochmal zum Thema Dauerkarte, die kauft man in der Regel ja wie ‘die Katze im Sack’. Ohne die Filme vorher zu kennen ist es also schon spannend bis das Lineup steht und dann wieder bis ich, auch unter Zuhilfenahme von Reviews, meine persönliche Timetable erstellt habe.

Zu Urlaub und Abstumpfen noch mal:
Urlaub kann ja sehr unterschiedlich aussehen, je nach dem was du im realen Leben so machst. Ich muss mich im realen Leben leider häufig mit Dingen beschäftigen, die meinen Geist nicht gerade fordern oder stimulieren, also versuche ich, wenn ich Urlaub habe, einen Ausgleich zu finden. Und da kommen mir Filme wie The Bothersome Man, I am a Cyborg… oder Ex Drummer gerade recht.
Das mit dem Abstumpfen sehe ich anders. Ich glaube eher, dass man durch die Masse der Filme auf dem FFF eher wählerischer und damit letztlich offener für komplexere Filme wirst. Jemand, der 8 Stunden am Tag fern guckt, möglichst noch Frauentausch, GZSZ und ähnlichen Müll, der stumpft ab. Jemand der sich einmal im Jahr auf so ein Festival begibt und sich 5 Filme am Stück anschaut, erweitert unter Umständen seinen Horizont (es sei denn er schaut am Stück Storm Warning, Timber Falls, The Ferryman, Crime Insiders und Paragraph 78 - bei so einer Auswahl, das gebe ich zu, nimmt die sittliche Reife eher ab als zu :wink: )

Na, wenn man einmal im Jahr Freigang hat :wink:

Ich nehm mir auch die Woche immer frei und genieße die Filme, ich bin nicht so anspruchsvoll und lass mich überraschen, was es denn da so gibt. Qualität liegt ja im Auge des Betrachters, grad auch bei Filmen. Während den meisten hier Day Watch überhaupt nicht gefiel, fand ich ihn ganz gut. Auch Ferryman fand ich jetzt für ein Fresh Blood ganz gut. Und von Shadowless Sword letztes Jahr bin ich ja immer noch begeistert, egal für wie kitschig oder dämlich den andere halten :slight_smile:

Da wir hier mit dem FFF anfangen, gibt es natürlich nicht so viele reviews, von daher les ich die einfach nur, um zu sehen, wie den anderen ein Film gefallen hat, den ich auch gesehen habe.

Am 16.08.2007 20:07 , zoulwags schrieb:

Zu Urlaub und Abstumpfen noch mal:

Jemand der sich einmal im Jahr auf so ein Festival begibt und sich 5 Filme am Stück anschaut, erweitert unter Umständen seinen Horizont (es sei denn er schaut am Stück Storm Warning, Timber Falls, The Ferryman, Crime Insiders und Paragraph 78 - bei so einer Auswahl, das gebe ich zu, nimmt die sittliche Reife eher ab als zu :wink: )

Hähä… die Auswahl hätte von mir sein können… CHECK! :slight_smile:

Also, ich finde, die Mischung machts. Bei mir ist das so, dass ich das sehr wohl als Urlaub empfinde, weil sowohl was neues zu sehen ist (da stimme ich zu, durch die Masse Erfahrung wird der Blick geschärft und man auch offener für neues), aber so gegen einen entspannenden Lowbrainer wie Timber Falls zum Schluss und Rauskehrer hab ich überhaupt nichts einzuwenden. Im Gegenteil, Science of Sleep letztes Jahr als Abschluss fand ich für mein Hirn eine Zumutung. Ich war total voll, und dann noch so einen dahinschleppenden, symbolträchtigen, verspielten Film? Neeee …

Ich geb aber zu, dass ich mich schon mal gegruselt hab, als ich aus dem Kino rauskam und irgendein Splatter-Zombie-Haudrauf noch in der Nachtvorstellung lief, und mir die Typen davor dann doch etwas unheimlich waren - nicht vom äußeren, das ist mir egal. Aber die Blicke… da fragte ich mich, wer die Zombies jetzt eigentlich sind.

Aber egal, wat dem einem sing Uhl is dem anderen sing Nachtijall. Ich unterstelle, die haben sich auch alle prächtig amüsiert, und damit ist ja der Zweck erfüllt. Ich wäre ja fast auch noch reingegangen (war aber zu müde).