Finde, die shorties haben dieses Jahr ihren eigenen Thread verdient, da sie doch kontrovers aufgenommen wurden. In Muenchen, behaupte ich mal, relativ neutral.
Shorty 1:
Day 40
Fand ich ganz unterhaltsam, netter Einstieg in die shorties. Bibelgeschichte abgekuerzt, denn am Ende heisst es ja immer, dass am juengsten Tag die Toten auferstehen und ueber die Erde wandeln (oder so aehnlich) - ich stell mir da regelmaessig eine Zombie-Apokalypse vor (ja zuviele schlechte Filme)
Shorty 2:
He took his skin off for me
Methaphorisch wohl gedacht, dass manche in einer Beziehung alles geben und der andere nur nimmt. Etwas eklig das Ganze. Hat mich an den shortie erinnert, in dem sich einer vorm Fernseher aufschlitzt.
Shorty 3:
Herman the German
Grins - wie lange Anke Engelke wohl geuebt hat, um die Woerter richtig auszusprechen. Hat wohl allen am meisten Spass gemacht ?
Shorty 4:
La Hora del Bano
Ziemlich ueberzogener spanischer Beitrag ueber Jungeltern.
Shorty 5:
Liebre 105
Konnte damit nicht so viel anfangen, hoechstens die message, dass Frauen komisch werden, wenn sie ihre Periode bekommen, Hormone halt.
Shorty 6:
Ramona
Zog sich etwas, hat mich aber dann doch sehr beeindruckt. Fuer mich war das die story einer Mama auf Rache.
Shorty 7:
Tuning Oscar
Ein amuesanter Abschluss, der die Worte “bis dass der Tod euch scheidet” ein wenig anders deutet.
Mir gefielen die shorties insgesamt relativ gut.
Zu Hora del Bano:
Ich denke, alle Eltern, die zum ersten Mal ein Kind haben, koennen diese Geschichte nachvollziehen. Es ist anstrengend, sich um so einen kleinen Zwack zu kuemmern, die Partnerschaft leidet, und alles was man will, ist einfach nur mal eine Runde schlafen. Dass Eltern oft am Rande eines Nervenzusammenbruches stehen und voellig ueberfordert sind, und dann ihre Babies schuetteln, liest man leider nur allzu oft in den Zeitungen. Jetzt kommt das in einer rosaroten Zuckerwolke ueberzeichnet auf die Leinwand. Kann man so zeigen, muss man nicht. Kann man auf einem Festival zeigen, muss man aber nicht.
Ich finde es generell ein wenig unangenehm, wenn inzwischen auch in “normalen” Filmen sozusagen vor nichts mehr Halt gemacht wird, grad auch bezueglich Kindern und, in diesem Fall, Babies oder auch Tieren. (So wird z. B. in Blade III ein Baby durch die Luft geworfen oder in The Human Race rutscht einer auf einem Neugeborenen aus oder The Walking Dead faengt damit an, dass ein Maedchen erschossen wird, in The Boondock Saints muss eine Katze dran glauben., nur um ein paar Beispiele zu nennen.
Ich muss allerdings sagen, dass von den beiden Filmen “Hora del Bano” und “Ramona” (die zwar voellig unterschiedlich sind, aber beide mit Kindestod zu tun haben) mich Ramona mehr getroffen hat. Vielleicht weil es realistischer gefilmt wurde.
Und ich will auch nicht die nackten brutalen Tatsachen bei einem Geschlechtsakt sehen. Eklig.
Ich will diesen Film hier nicht verteidigen. Ich konnte die Geschichte nachvollziehen, billigen jedoch auf keinen Fall. Ist heftiger Tobak, klar, und ja, stellt sich die Frage, musste der unbedingt ins Programm aufgenommen werden ?

