So dann, hallo cinedave. Das war ja eine flotte Reaktion - danke dafuer
Und auch ein herzliches Willkommen hier 
Als ich gestern aus dem Film Gruesome kam, entstand
der Eindruck, den ich dan auch hier gepostet habe.
Die Kritik von Dominic Saxl ist sicherlich inhaltlich solider
und besser formuliert, daher will ich hier versuchen, etwas
aufzuklären.
Ne, darum ging es mir gar nicht und eine Kritik ist immer eine weitere Hilfe fuer andere um einen Film zu bewerten; das muessen nicht immer ausfuehrlichste und langer Kritiken sein; zumindest meine Meinung.
Ich war ob einiger Deiner Aussagen einfach nur schwer am zweifeln, ob du eben den Clou des Filmes verstanden hattest; denn wir haben nach dem Film noch recht ausfuehrlich ueber dieses inhaltlich fantastische Teil diskutiert und wie ich sagte hab ich es ja selbst erstmal nicht wirklich geblickt lach Man moege es mir verzeihen, war der letzte Film nach einer Woche Dauerkino
Aber in diesen Diskussionen kamen eben einige von Deinen Kritikpunkten aehnlich so auch auf, wenn man den Clou des Filmes nicht gerafft hat, die nach der Erklaerung dann wie weggewischt waren…
ABER: Ich sehe, Du hast den Film durchaus in seiner Aufloesung so verstanden, wie wir es dann auch alle haben - und dann kann ich auch problemlos mit Deiner Kritik leben. Streckenweise dann zwar nicht unbedingt verstehen - aber das steht ja auf einem anderen Blatt!
Denn ich fand das Teil, die absolut billige und unwuerdige Inszenierung ausser Acht gelassen, inhaltlich mit das staerkste was das FFF dieses Jahr zu bieten hatte. Der Clou der Story war einfach so genial (in meinen Augen) und ich liebe Filme, die einem die ganze Zeit Raetsel stellen um sie dann in einer kurzen Minute alle mit einem Schlag stimmig aufzuklaeren.
Der Film funktionierte bei mir verdammt gut: Ich raetselte, verstand nicht, was da passierte und mit zunehmender Laufdauer wurde ich immer verwirrter ob dem, was ich da zu sehen bekam - vor allem als sie sich selbst „gefunden“ hat
Auf die dann folgende Aufloesung waere ich nie im Leben gekommen zu dem Zeitpunkt und ich fand die einfach nur genial, weil sie nicht nur die ganzen Fragen, sondern auch viele andere Kleinigkeiten die der Film zu zeigen verstand aufklaerte. Was mir zB auch nicht aufgefallen ist: Der Lehrer schrieb immer an die Tafel: „The Gates of H“ (wenn ich mich noch recht entsinne) - nun, wenn man das H nun als HELL sieht, rundet das den gesamten Film doch nochmal geschickt ab… und so gibt es einige andere Punkte noch in dem Film; ich denke, er wuerde es sich wirklich lohnen nun noch ein zweites mal anzusehen um die ganzen Kleinigkeiten zu entdecken - aber ehrlich: Er war so schlecht in der Realisation, dass ich darauf auch keinen Bock habe.
Inhaltlich habe ich den Film so gedeutet (bitte um Hinweise falls ich daneben liege) das der Killer seine Hölle so durchlebt, das er immer wieder die "Träume" des Mädchens und ihrer Schmerzen
wiederfahren muß
Ja, auf diesen Konsens sind wir auch gekommen; wenn wir auch zu dem Entschluss kamen, es sind keine Traeume sondern die Hoelle. Die Hoelle in der Form, dass der Killer jeden Tag (in der Hoelle) den Todestag des Maedchens nocheinmal durchleben muss - und egal was er (sie) macht immer mit dem Endergebnis des ermordert werdens. Aber sinngemaess kommt das aufs Gleiche raus 
Nur verstehe ich dann ehrlich gesagt noch immer nicht, was Du an dem Film dann unlogisch fandest. Aber Du gehst ja darauf ein:
Das Hauptproblem was ich hatte ist, das die verschiedenen Erzählebenen halt so unmotiviert und auch
chaotisch präsentiert werden, das eine Struktur nur schwer
zu erkennen ist.
Was es natuerlich fuer Dich erklaert. Stimmt schon, die Erzaehlebenen waren etwas wirr praesentiert (die Qualitaet wieder ausser Acht gelassen!). Was fuer dich dann aber das Endergebnis „chaotisch“ liefert, fand ich einfach nur genial, weil sich die Dinge am Ende einfach alle aufgeloest haben. So wirken Filme eben auf unterschiedliche Menschen anders. Und irgendwo ist das auch gut so.
aber hier wurde mir weder Aussage noch Intention klar
Ich denke weder, dass er eine Aussage noch Intension haben sollte. Er wollte einfach unterhalten. Und was ihm in der Realisierung nicht geklueckt ist (da sind wir uns wohl alle einig) konnte er bei mir zumindest inhaltlich erreichen. Filme wie zB „Dead End“ oder „Reeker“ haben auch keine Intension, konnten mich aber durch Ihre geniale Aufloesung in der Story schlichtweg total begeistern.
Fuer einen simplen Billig-Horror-Film hatte er jedenfalls, finde ich, erstaunlich viel Tiefgang durch die Aufloesung zu bieten…
Ich würde aber gerne wissen, was der Film für dich gemeint hat Sid.
Ja, ich sehe es wie Du, japp. Nur dass ich das ganze offensichtlich besser aufgenommen habe wie Du. Habs ja oben gerade erklaert, wie ich das sehe, dass er eben in der Hoelle den letzten Lebenstag des Maedchens immer und immer wieder mit dem Resultat „getötet werden“ durchleben muss. Und das jeden Tag mit etwas mehr Hintergrundwissen, was er sich tagtaeglich zusammenbastelt und letzten Endes dann mit dem Wissen ueber alles am Ende. Er weiss nun bescheid, dass „Er sie ist“ und muss den Tag immer und immer wieder durchleben und kann nichts an seinem Ausgang aendern. Ich finde das Genial - und in der Tat wirklich die Hoelle!
Und der erste Tag war wirklich der Tag, den das Maedel durchlebt hat…
Und die strukturellen Schwächen sind finde ich nicht von der Hand zu weisen.
Mmmmh… sicherlich hat er das hie und da. Insgesamt fand ich ihn aber sehr schluessig nach der Aufloesung dann am Ende.
Ach ja: Meinst du den Ohrring? (als entscheidener Hinweis)
Ne, ich meinte die Tatsache, dass Sie eigentlich der Moerder ist, der Ihren Tag durchleben muss! Wenn man das nicht verstanden hat (und ich weiss ja, wovon ich rede
) ist der ganze Sinn natuerlich echt sinnlos g
@mm_tid:
Hm, vielleicht hättest Du bei der Antwort mal das Wort SPOILER verwenden sollen, es gibt noch einige die den Film nicht gesehen haben.
Stimmt, haette man markieren sollen. Aber zu seinem Schutz muss man schon sagen, dass es auch klar sein sollte dass der Inhalt des Filmes duchgekaut wird wenn ich ihn Frage, ob er ihn „verstanden“ hat! (wobei ich nochmals erwaehnen will, dass ich das keinesfalls negativ meine!)
@Alexander:
Ich stimme Dir zu: Er war fuer mich inhaltlich ebenfalls der genialste Film im FFF. Wirklich schade, dass er unter so dermassen stuemperhafter Realisierung doch so starke Federn lassen musste 
Und zum Abschluss nochmal an cenidave: Nicht abschrecken lassen weils nun gleich ein oder zweimal „Haue“ hab - von mir ja auch… Weiter so und vielen Dank fuer die Umfassende und prompte Antwort 
Greetz,
Sid