SpoilerGeheule

In einem anderem Thread wurde gerade das radikale Spoilern auf filmstart.de kritisiert. Ich find’s auch krass, wie zum auf einigen Seiten gnadenlos rezensiert, geworben und getratscht wird, ohne Rücksicht auf Spoiler…

Aber sagt mal, findet ihr nicht auch, das das Programmheft (und nicht nur das) sich da diese Jahr auch nicht gerade mit Ruhm beckleckert, die Lorbeeren erntet oder so…?

Die Beschreibung zu “The Sky Crawlers” enthielt Spoiler und die zu"The Tournament". Das war zwar noch zu verkraften, aber Freude kommt da nicht auf.

Hier im Forum hat man ja durch die schlauen Marker noch die Wahl: lesen oder lassen. :slight_smile: (Bzw. ich les eigentlich alle Reviews, aber die mit Spoiler erst nachdem! ich den Film gesehen habe.)

Und die Podcast’s…sind ja mal was anderes als immer nur lesen, funktioniert aber auch nur wenn man den Film schon gesehen. Wenn 3-4 Leute drauflos philosophieren, und jeder seine eigene Spoilerdefinition mitbringt…

Achtung! Der ganze Thread enthält irgendwo immer mal wieder Spoiler!

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Frank am 10.09.2009 19:05 ]

Bevor ich die Filme nicht kenne, lese ich mir immer nur das Fazit durch und schaue auf die Wertung. Anders geht es leider nicht, wenn man sich den Filmspaß nicht verderben will.

Generell finde ich hätte die Review Kultur eine große Reform nötig. Häufig wird dort der ganze Film nacherzählt - wozu eigentlich?

ACHTUNG! Der folgende Beitrag enthält einen “Pontypool” Spoiler! :wink:

Was mich zu dem Thema dieses Jahr ziemlich aufgeregt hat, war die Ansprache vor Mutants (ich glaube zumindest, dass der es war) in Frankfurt. Grob wiedergegeben wurde da gesagt, dass dieses Jahr viele Virenfilme dabei sind. “… und bei Pontypool wurde das Virus durch die Sprache übertragen…”.

Da saß ich nun neben meinem Freund, dem ich seit Tagen nahe legte sich “Pontypool” irgendwann unbedingt auf DVD anzusehen - aber bitte ohne vorher zu viel darüber zu lesen. Und dann wird da vorne mal eben völlig zusammenhanglos die Quintessenz des Films verraten.

Einige mögen es zu streng finden, dass ich das als Spoiler betrachte, weil es das Grunddthema des Films ist und wahrscheinlich sogar im Programmheft steht (habe es noch nicht komplett gelesen) - aber was es mit dem Virus auf sich hat wird im Film schließlich erst nach einiger Zeit enthüllt, und er hat für mich sehr durch den Überraschungseffekt gewonnen, dass man eben nicht von Anfang an weiß, worum es geht.

Noch dazu war es in dieser Situation absolut überflüssig, das vor dem versammelten Publikum zu erzählen. So sehr ich die Ansagen ansonsten schätze - das hat uns tierisch geärgert.

@Zwerg-im-Bikini
Hohoh, einigen Leuten ist auch nichts heilig, oder ihr IQ ist auf den einer Wassermelone geschrumpft, oder haben kein Gefühl für sowas.

Und nein, Du bist da nicht zu streng, denn ein Teil der Dramaturgie, des Spannungsaufbaus in Pontypool besteht ja in dem Miträtseln, was es denn nun ist, das all dies auslöst. Remember die Szene, als die drei (Sprecher, Frau und Arzt) in der Sprecherkabine eingeschlossen sind und der Arzt in Nahaufnahme erstmals seine Idee des Infektweges nahelegt; ich find das war eine der spannensten im Film, super vorgetragen von dem Schauspieler. auf jeden Fall wird einem damit eine Menge des Filmgenusses genommen.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Frank am 09.09.2009 17:56 ]

Spoiler sid doof- aber manchmal gehts nicht anders. Im Programmheft zum Beispiel.
Ich halte es so, daß die die 70 Previews im Programmheft überfliege und aus dem Bauch heraus entscheide, ob ich den Film sehen will. Wenn ja, wird er im Heft mit einek Kreuz markiert. Nach den 70 Reviews und 14 Tagen bis Festivalstart kann ich mich eh an nix gelesenes mehr erinnern und geh nur noch nach meinen Markierungen in die Filme, ohne vorher nochmal nachzulesen. Das klappt für mich sehr gut.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Indigo am 09.09.2009 20:25 ]

Haha, grad bei Welt.de gelesen:

Nachbemerkung: Da im Gegensatz zum Autor offenbar viele Welt Online-Leser nicht die ganzen Artikel gelesen hatten, in denen anlässlich der Cannes-Premiere schon das Ende des Films verraten wurde, haben wir uns entschlossen, den Schluss woanders zu enthüllen: Wer wissen will, wie “Antichrist” endet, muss hier klicken.

Ja, gaaaanz komisch, dass die Leser sich nicht so ausführlich mit dem Film auseinandergesetzt haben wie der Autor und deshalb fein gespoilert wurden.

Da ich den Filmbeschreibungen im Programmheft eh nicht traue, fällt mir der ein oder andere Spoiler meist gar nicht auf. Da ich mir aber ein strenges Budget für’s Filmfest auferlegt habe, komme ich leider nicht um das Vorabinformieren herum. Ich will ja schließlich wissen, wofür ich mein Geld ausgebe. Da Stuttgart ja mittlerweile zu den letzten Stationen gehört, verlasse ich meist auf die Reviews der bisherigen Besucher. Wenn dann einer unbedingt eine Zusammenfassung als Review verkaufen will, stört mich das meist auch nicht. Zum Glück sind Spoiler hier recht gut gekennzeichnet.

Ein gewisses Handlungs-Set-Up muss man schon in sein Review einbringen, damit es ein nachvollziehbares Bild vom Film bzw. der Kritik daran ergibt - zumal, wenn die Reviews vorher das noch nicht gemacht haben. Gerade WEIL im Programmheft oft mal irreführende Angaben stehen, sollte man doch zumindest versuchen, die tatsächliche Handlung anzureißen.

Aber eben auch nur anzureißen. Mehr als das erste Drittel der Inhalte sollte man wirklich nicht detaillierter beschreiben, finde ich… und eben schon gar keine überraschenden Wendungen.

Wenn jemand was von einer “überraschenden Wendung” schreibt, wird es von uns meist grundsätzlich schon als Spoiler geflagged - auch, wenn nix über den Inhalt der Wendung verraten wird. Denn allein schon das Wissen, dass da noch irgendwas kommt, was alles bisher Gesehene über den Haufen wirft… das kann einem schon einen Teil des Filmgenusses zerstören…

Mir ist gerade aufgefallen, das Moon auch gespoilert ist, wenn im Text gesagt wird, das ein zweiter Mensch auftaucht.

Das ist immerhin der Inhalt der zweiten “Wendung”, nach dem ersten größerem Ereignis. (Wenn man in diesem Film überhaupt von Wendungen sprechen kann).

Den Programmheftschreibern möchte ich das jetzt nicht ankreiden, denn schon der Trailer zeigt das ja. Mann kann den Film nämlich auch beschreiben, ohne dies zu erwähnen.

In jedem Fall ein weiteres Beispiel für zuviel Vorwegnahme von Inhalten.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Frank am 15.09.2009 16:29 ]