Der TV-Trash-Moderator Dave Skylark und sein Produzent Aaron Rapaport erhalten eine Interviewzusage von Nordkoreas Diktator Kim Jong-un, welcher ein Fan ihrer TV-Show Skylark Tonight ist. Bevor sie ihre Reise antreten, werden sie vom Geheimdienst CIA gebeten, auf Kim Jong-un einen Mordanschlag zu verüben.
Der Diktator entpuppt sich jedoch gegenüber Skylark als guter Kumpel; gemeinsam spielen sie Basketball, trinken Champagner und verraten sich ihre tiefsten Geheimnisse. Dabei kommt heraus, dass Skylark wie auch Kim an einem tiefen Vaterkomplex leiden. Außerdem sind sie der Meinung, dass man sich nicht schämen muss, wenn man Fan von Katy Perry sei. In herzlicher Männerfreundschaft vereint rasen Dave und Kim schließlich im Panzer durch das nordkoreanische Hinterland und hören brüllend laut Perrys Song „Firework“. Durch diese Entwicklung beunruhigt, beschließt Rapaport selbst Kim umzubringen, wird jedoch von Skylark abgehalten.
Erst als auch Skylark erkennt, dass Kims Darstellungen falsch und die gezeigten Szenen in Nordkorea nur vorgespielt sind, ändert er seine Meinung und möchte den Mord ausführen. Kims PR-Managerin Sook zeigt währenddessen gegenüber Rapaport Hass auf ihren Führer, sodass von den dreien beschlossen wird, Kim während des Interviews zu entlarven. So soll eine Wende ausgelöst werden, die nicht durch einen Mord geschehen könne. Dieses Interview wird schließlich auch durchgeführt und Kim entlarvt. Die Entlarvung erfolgt weniger durch die harten Fakten (Arbeitslager, Hungersnöte, Unterdrückung; siehe Menschenrechtssituation in Nordkorea), sondern durch das Aufzeigen von Kims Vaterkomplex. Somit zeigt der als Gott verehrte Führer menschliche Schwäche und der Personenkult um Kim wird gebrochen. Aus Hass auf seine Bloßstellung will er Skylark erschießen, scheitert dabei aufgrund Skylarks schusssicherer Weste. Dieser kann mit Rapaport und Sook fliehen. Anschließend kommt es zum Gefecht zwischen ihnen und Kim, in dem Verlauf Kim mit seinem Kampfhubschrauber durch den von Skylark gelenkten Panzer abgeschossen wird, bevor Kim die nuklearen Interkontinentalraketen starten kann. Währenddessen wird Katy Perrys Song „Firework“ erneut eingespielt. Nach Kims Tod fliehen die drei. Sook organisiert in Nordkorea die friedliche Wende, Skylark und Rapaport werden in ihrer Heimat als Helden gefeiert.
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Michaela am 27.12.2014 14:23 ]
Wieso spilerst du denn das Ende des Films und den gesamten Inhalt? Spoiler Tags wären da nett .
Genau das denke ich auch - wahrscheinlich bloß viel Wind um einen Film, der nur mauer Klamauk ist und ansonsten einfach untergegangen wäre. Die Kritiken, die ich bisher gelesen habe, waren jedenfalls ziemlich vernichtend… deshalb werde ich ihn mir nicht ansehen. Durch die ganze Geschichte mit dem Sony Hack und der “Rückrufaktion”, in die sich sogar Obama eingeschaltet hat (das muss man sich mal vorstellen! ), sind die Erwartungen an den Film natürlich enorm gestiegen. Man hofft auf eine bissige Satire, und wenn es dann doch nur eine weitere, mittelmäßige Hollywoodkomödie ist, sind die Zuschauer natürlich enttäuscht. Wie gesagt, ich habe ihn nicht gesehen… aber ich glaube, da sehe ich mir lieber noch mal Team America an.
Interessant finde ich aber die Hacker-Aktion. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Gruppe wirklich in Nordkorea sitzt. Und wenn, würden sie keine Gefahr darstellen, denn die Regierung würde doch niemals einen Krieg für einen Film riskieren (und ich gehe in einem solchen Überwachungsstaat davon aus, dass die Regierung die Hacker schnappen würde). Die mögen Säbelrasseln aber wissen doch genau, dass sie nach einem Terroranschlag auf die USA sehr schnell platt gemacht werden würden…
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Zwerg-im-Bikini am 27.12.2014 12:39 ]
@ZiB: sorry, hab das einfach eins zu eins aus Wikipedia übernommen
Ich wußte gar nicht, dass das Internet auch in Nordkorea zur Verfügung steht, so abgeschlossen, wie die sind. Dürften sich, wenn dann, eh nur wenige leisten können. Kann mir auch vorstellen, dass das viele Nordkoreaner gar nicht haben wollen, weil man sonst schnell in Verdacht kommt, gegen die Regierung bzw. Kim Jong Un zu hetzen.
Berlinale ? naja, Nord / Südkorea ist zwar geteilt, aber kann man das mit Ost / Westdeutschland vergleichen ? Oder hattest du was anderes gemeint ?
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Michaela am 27.12.2014 14:28 ]
Danke fürs Schwärzen . Die Wikipedia Beschreibungen sind immer gefährlich, weil die knallhart den kompletten Inhalt wiedergebem, ohne sich um die sensiblen Seelen von Filmfreunden zu kümmern .
In Nordkorea ist der Zugriff aufs Internet wirklich sehr eingeschränkt, und soweit ich mich erinnere ist er dort lebenden Ausländern und hohe Regierunsbeamten vorbehalten. Es gibt eine Art eigenes Intranet für das Volk, das von der restlichen Welt abgeschirmt wird. Deshalb glaube ich, dass es dort unheimlich schwieirg ist, sich ein von der Regierung unabhängiges Hackernetzwerk aufzubauen. Mit ins Land geschmuggelten Geräten käme man vielleicht online… aber bisher hat man halt nie von nordkoreanischen Hackern gehört. Es wäre doch seltsam, wenn ihre allererste Aktion ausgerechnet gegen Sony geht und so erfolgreich ist. Wahrscheinlicher klingt für mich, dass es bloß Sympathisanten sind, die irgendwo anders sitzen und gegen die U.S.A. sind. Nach dem Motto: Eure Feinde sind unsere Freunde.
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Zwerg-im-Bikini am 27.12.2014 16:01 ]
Aber der Film hat doch dazu nichts beigetragen und soll nicht einmal gut sein? Ich weiß nicht, ob er es sich verdient hat, nur wegen dem Hack jetzt besonders geerht zu werden… Nur weil etwas von einer winzig kleinen Gruppe anyonymer Hacker in den falschen Hals bekommen wurde, ist es ja nicht automatisch interessant. Nordkorea wurde schon schlimmer dargestellt, es war reiner Zufall, dass es jetzt diesen Film getroffen hat.
Das erinnert mich daran, wenn die katholische Kirche mal wieder irgendwo ihren Unmut über einen Film äußert, weil darin Hexerei oder Dämonen vorkommt. Nur dass dann nicht so ein Trara darum gemacht wird, und der Film komplett zurückgezogen wird. Am besten wäre es eigentlich, wenn man The Interview jetzt ganz normal behandeln würde, denn diese Publicity ist genau das, was die angeblichen “Terroristen” wollen.
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Zwerg-im-Bikini am 27.12.2014 18:19 ]
Habe den Film vor einigen Wochen gesehen, also noch gänzlich unbeeinflusst von dem ganzen Medienecho von “Er kommt, er kommt nicht”. Fand den EXTREM lustig. Landete prompt in meiner Top 10 des Jahres, als zweitbeste Komödie nach 22 Jump Street. Eine sehr wilde Mishcung, zugegeben. es gibt böse Satire, Humor unter der Gürtellinie, unerwartete Gewaltspritzen und ein bisschen bitterer Realität. Kann durchaus verstehen, wenn viele den hassen. Aber für mich funktionierte es sehr gut, u. a. dank James Franco. 9/10
Das überrascht mich jetzt doch, weil es tatsächlich das erste richtig Positive ist, was ich von Leuten lese, die den Film gesehen haben. Aber vielleicht ist er ja wirklich extrem Geschmackssache. Gibt es bekannte Komödien, mit denen du den Humor vergleichen würdest, damit man in etwa weiß, was einen erwartet?
Ich mochte Team America damals ja sehr, aber der war ja auch von Trey Parker und Matt Stone und hatte damit diesen typischen South Park Humor.
Ich fand bereits den Trailer so blöde und die jokes so platt das ich mir den wohl eher nicht geben werde. Das dicke Diktator-Kind gibt zugegebenermassen eine Steilvorlage um verarscht zu werden, ich finde die Hintergründe aber zu grausam um wirklich darüber lachen zu können.
Filminhalte nachzuerzählen, auch in reviews, halte ich für unnötig. Wer mag noch einen Film sehen, dessen Handlung er bereits kennt ? Es reicht doch, das die meisten Filme ohnehin schon vorhersehbar genug sind.
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Alexander am 28.12.2014 00:15 ]
Das überrascht mich jetzt doch, weil es tatsächlich das erste richtig Positive ist, was ich von Leuten lese, die den Film gesehen haben. Aber vielleicht ist er ja wirklich extrem Geschmackssache. Gibt es bekannte Komödien, mit denen du den Humor vergleichen würdest, damit man in etwa weiß, was einen erwartet?
Ich mochte Team America damals ja sehr, aber der war ja auch von Trey Parker und Matt Stone und hatte damit diesen typischen South Park Humor.
Es kommt darauf an, ob man auf den Humor von Seth Rogen, Jonah Hill, James Franco und Co steht - siehe Ananas Express, Das ist das Ende oder Superbad.
Ich fand den besser als Ananas Express, knapp schlechter als Was ist das Ende und auf gleicher Stufe wie Superbad. Bei meiner Pressevorführung fanden einige Kollegen den so extrem geil wie ich und andere furchtbar. Es gab nichts in der Mitte.