Ein persönliches Highlight war für mich dieses Jahr das Q&A mit LAST EXORCISM Regisseur Daniel Stamm, der uns vor dem Film persönlich vor falschen Erwartungen warnte, die durchs Marketing geweckt wurden.
So gibt es im Trailer eine Szene, in der das Mädchen Nell an der Decke auf die Kamera zukrabbelt. Im Film krabbelt sie ganz normal auf dem Boden von der Kamera weg. Bild gedreht und rückwärts abgespielt - fertig ist der Moneyshot für den Horrortrailer.
Interessante Details: Der Film wurde mit einem Budget von 1,8 Mio $ gedreht. Das Marketingbudget betrug 20 Mio $. Einspielergebnis am Eröffnungswochenende: 21,3 Mio $.
Das Einspielergebnis rechtfertigt natürlich auf der einen Seite die Marketingstrategie. Auf der anderen Seite bekommt Daniel wohl Hatemails von Zuschauern, die a) nicht den Film bekommen haben, der ihnen verkauft wurde und b) mit dem offenen Ende nicht zurechtkommen.
Für alle, die THE LAST EXORCISM womöglich auf Grund des 08/15 Trailers nicht gesehen haben, sei er wärmstens empfohlen. Der Film ist eine Mockumentary mit satirischen Zügen, die in der Mitte in Richtung Psychodrama und am Ende (womöglich) in Richtung Horror kippt und eher für mitdenkende Zuschauer gedacht als für schreckbereite Teens.
Der Trailer ist tatsächlich eine Katastrophe, viel mehr aber noch die virale Kampagne - und erst recht die Twitter-etc.-Postings von Mr. Produzent Eli Roth, der die Welt wissen lässt, vor lauter Panik hätten US-Zuschauer gekotzt und nach dem Abspann noch betend im Kino gesessen… selten haben Film und Kampagne mehr auseinander geklafft. Traurig.
und erst recht die Twitter-etc.-Postings von Mr. Produzent Eli Roth, der die Welt wissen lässt, vor lauter Panik hätten US-Zuschauer gekotzt und nach dem Abspann noch betend im Kino gesessen… selten haben Film und Kampagne mehr auseinander geklafft. Traurig.
watt??? wasn das fürn fischer?!? hatte vom herrn roth bislang etwas mehr gehalten als DAS, naja, bislang…
Nichtmal als Mockumentary funktioniert er für mich. Viel zu sehr künstlich auf Doku getrimmt um glaubwürdig zu sein. Der in einem solchen Fall ja wohl in der Regel professionelle Kameramann ist viel zu sehr am rumwackeln und dann wird gegen Ende auch noch Mysterymusik eingespielt, da hat er für mich vollkommen verloren… Mal abgesehen davon, dass der Film größtenteils ziemlich dröge ist und nur durch ein bisserl Comedy punkten kann. Den meisten scheint er trotzdem gefallen zu haben, ist halt nur meine Meinung.